• Hochzeitskolumne #5: Honeymoon – worauf sollte man achten und wohin soll es gehen?

    In meinem Kopf schwirrt das Thema seit Monaten herum. Eigentlich wollte ich schon längst gebucht haben, daher verfalle ich so langsam in Panik – ich habe das ungute Gefühl, dass ich viel zu spät dran bin. Geheiratet wird nächstes Jahr Ende April und Mitte Mai würden wir gerne in den wohlverdienten Honeymoon fliegen. Wir müssen hier wirklich mal loslegen! Es soll ein unvergesslicher Trip werden – am liebsten in ein Paradies wie Seychellen oder Malediven. Oder vielleicht doch die Bahamas, um dort mit den bekannten Wasserschweinchen schwimmen zu gehen? Da fängt es schon an: wir wurden uns nicht ganz so einig. Beide wollen natürlich mitsprechen, zumal man auch bereit ist, deutlich mehr für einen perfekten Honeymoon als sonstige Urlaube zu zahlen. Ob das Sinn macht ist eine andere Frage – das muss jedes Paar für sich entscheiden. Nach wochenlangen Diskussionen kristallisiert sich nun bei uns ein bestimmter Ort heraus – aber noch sind wir offen für weitere Ziele, gerne auch unkonventionelle Destinationen. Ich bin wirklich hin und her gerissen zwischen „Ich will etwas super klassisches“ und „eigentlich soll der Honeymoon genau so unkonventionell sein wie die Trauung“.

    Um vorab ein bisschen mehr über das Thema Honeymoon zu erfahren und meine Gedanken besser zu sortieren, habe ich mich vor einiger Zeit mit Astrid Oberhummer, (nachfolgend mit AO abgekürzt) von Lobster Experience getroffen, um ihr einige Fragen diesbezüglich zu stellen. Gemeinsam mit Ihrem Partner Andreas Müller entwickelte Astrid Oberhummer die Geschäftsidee, eine Firma zu gründen, die den Luxustourismus in den deutschsprachigen Märkten revolutioniert und innovative Sales- und Marketingansätze für renommierte Luxushotels aus der ganzen Welt bietet. Gesagt – getan. 2007 wagten sie den Schritt und die Lobster Experience GmbH & Co. KG. wurde geboren. Astrid ist Hotelexpertin und Branchen-Insiderin und seit nunmehr über 25 Jahren erfolgreich in der Luxushotelerie tätig – wer könnte uns also bessere Ratschläge geben als sie? Richtig: niemand sonst. Aber lest selbst und bestaunt – wie ich – die wundervollen Hotels der schönsten Destinationen dieser Welt.

    Interview mit Astrid Oberhummer

    SL: Was sind deiner Meinung nach die klassischen TOP 3 Honeymoon Destinationen?

    AO: Die Honeymoon-Klassiker sind sicherlich Seychellen, Malediven und Mauritius. Traumhafte Strände, Palmen und entspannte Menschen.

    ↳Wer etwas mehr über Mauritius erfahren möchte, der kann sich hier meine Artikel dazu durchlesen: Hotel-Review Maradiva, Spa-Review Maradiva & Meine To Do’s für Mauritius.

    SL: Hast du Tipps für die Honeymooner, die aus welchen Gründen auch immer, vielleicht nicht ganz so weit reisen möchten? Wie sieht’s aus mit europäischen Destinationen?

    AO: Absolut, wir haben auch in unserer Nähe tolle Destinationen, die sich super für einen Honeymoon-Trip eignen – und gerne wahrgenommen werden. Besonders beliebt ist zum Beispiel Paris, die Stadt der Liebe oder auch Venedig, Romantik pur. Bleiben wir gleich bei Italien: Italien bietet viele tolle Gegenden für einen unvergesslichen Honeymoon. Egal ob Klassiker von Toskana über Venedig bis hin zu Capri – oder auch Newcomer auf dem Flitterwochenmarkt, wie etwa Sardinien – Italien ist ein Garant für einen stimmungsvollen Honeymoon. Wer sich nicht zwischen Badeurlaub und dem abwechslungsreichen Landesinneren entscheiden möchte, der wird am Komer See, zum Beispiel im romantischen Grand Hotel Tremezzo sehr glücklich sein.

    schaut hier mal vorbei für mein hotel-Review zum Danieli in Venedig.

    SL: Noch interessanter für mich: welchen Destinationen schenkt man zu wenig Beachtung?

    AO: Gute Frage. Indien definitiv. Hier gibt es zum Beispiel das traumhafte Hotel Ananda In The Himalayas. Das Hotel liegt am Fuße des berühmten Himalayas und erwartet seine Gäste mit Blick auf den heiligen Fluss Ganges. Es ist sehr edel, bestens abgeschirmt – fast magisch, hier ist Erholung pur garantiert. Aber ebenso sind Destinationen wie Österreich und die Schweiz sehr zu empfehlen. Hier findet man unberührte Natur und romantische Chalets – optimal, um die Seele baumeln zu lassen. Schau dir zum Beispiel mal die Kitzbühel Lodge an. Erholung auf höchstem Niveau.

    Ananda in the Himalayas, ein Destination Spa.

    Kitzbühel Lodge

    SL: Auf was sollte man bei der Planung achten? Worauf sollte man ein besonderes Augenmerk legen?

    AO: Die Honeymoonreise soll klassischerweise das Ehepaar und sicherlich vor allem die Braut vom Planungsstress der Hochzeit entschädigen. Wichtig ist es daher vor allem, dass man sich nicht zu viel Programm einplant. Ganz vorne stehen hier wirklich die eigenen Bedürfnisse. Honeymoon ist Zeit zum Entspannen, für das „uns“ und zum herunter kommen. Tut Dinge, die man im Alltag gerne mal als unwichtig abstempelt, lasst es euch einfach so richtig gut gehen.

    SL: Wie lange sollte so ein klassischer Honeymoon gehen?

    AO: Je nach Zeitrahmen, Destination, Budget und Vorlieben unterschiedlich – aber meine Empfehlung sind mindestens 10 Tage.

    SL: Wie lange im Voraus sollte man anfangen, den Honeymoon zu planen?

    AO: So früh wie möglich! Mein Tipp: Achte bei der Planung auf die Ferienzeit – aber nicht nur die Deutsche, sondern schau auch mal über den Tellerrand nach Russland und China.

    SL: Bei mir steht nach wie vor der Klassiker Malediven ganz weit vorne als Traumziel. Welche 3 Hotels kannst du mir auf den Malediven empfehlen?

    AO: Oh, da sind so einige schöne Hotels dabei! Meine Top 3 sind das Soneva Fushi, das Four Seasons und das Soneva Jani.

    Soneva Fushi

    Soneva Fushi

    Soneva Jani

    Soneva Jani

    SL: Was hältst du vom Hotel-Hopping auf der Honeymoonreise? Also, wenn man in mehreren Hotels übernachtet?

    AO: Wenn ich ehrlich bin, nicht ganz so viel. Ich würde dir wenn, dann maximal zwei Hotels empfehlen. Sonst ist das keine Erholung und man muss ständig den Koffer neu packen und auschecken, wenn man gedanklich gerade angekommen ist. Außerdem besteht natürlich auch immer die Gefahr, dass das zweite Hotel – rein nach subjektiven, situativen und stimmungsabhängigen Kriterien betrachtet – (etwas) schlechter als das erste ist und man durch den direkten Vergleich dann  mit seiner Wahl hadert, solche Situationen muss man ja nicht unbedingt riskieren.

    SL: Kann man die Planung auch aus der Hand geben? Wenn ja, kannst du mir eine Agentur empfehlen?

    AO: Na klar kann man das aus der Hand geben – viele Paare haben weder Zeit noch Nerv, sich mit dem Thema zu beschäftigen und ich kann es verstehen. Oft weiß man auch einfach nicht, was gut ist. Wenn jemand seine Honeymoon-Planung aus der Hand geben möchte, dann könnte ich z.B. „Berner Reisen in München empfehlen.



    An dieser Stelle einen lieben Dank an dich, liebe Astrid, für die investierte Zeit und das interessante Interview. Ich habe einiges mitgenommen und denke noch oft über deinen Satz nach, dass 5 Sterne Hotels nicht automatisch „Luxus“ bedeuten, sondern viel mehr dahinter steckt. Sterne sind oft limitierend und nicht zwingend wegweisend – manche Nischenprodukte haben gar nicht die Chance auf 5 Sterne (durch Größe, Lage oder welche Gründe auch immer), obwohl sie mehr Luxus und Charme als vordefinierte 5 Sterne Hotels versprühen. Daher sollte man die Augen immer offen halten und sich auf der Suche nach der perfekten Unterkunft nicht unbedingt nur an den Sternen orientieren. Ich werde nun vor einer Hotel-Buchung noch intensiver die Social Media Kanäle der Hotels durchforsten – und vor allem auf die Stimmen der Gäste achten – um nicht nur den perfekten Service und die perfekte Kulisse zu finden, sondern auch die Seele eines Hotels.

    Wenn ihr euch weiter von mir inspirieren lassen möchtet, dann folgt mir gerne auf meinem Instagram Kanal SummerLeeLoves. Astrid Oberhummers neueste Insider-Tipps findet ihr übrigens regelmäßig auf dem Instagram Account der Lobster Experience GmbH & Co. KGFolgen nur auf eigene Gefahr – die Bilder sind nämlich immer traumhaft schön und bereiten mir stets Fernweh.

    Love,

    Summer

  • Herbst Look: Sanfte Töne in beige, Midi-Rock und Sneaker

    Es gab eine Zeit, da war ich mir ganz sicher, dass ich nie, nie, nie eine andere Länge als Mini tragen würde. Pustekuchen. Seit einigen Jahren ist die Maxi-Länge nicht mehr aus meinem Kleiderschrank weg zu denken und sie löste sogar meine Vorliebe für kurze Kleider ab. Warum? Vielleicht weil ich mich in Maxikleidern und Röcken immer wie eine kleine Boho-Prinzessin fühle und kurze Kleider auf Dauer auch einfach langweilig wurden. Momentan darf ich mich über eine neue Obsession freuen: nämlich die Midi-Länge. Nagut – eine Sache muss ich zugeben: wenn man keine super-schlanke 1,80m ist, dann ist die Midi-Länge etwas schwierig. Aber soll ich euch etwas verraten? Das ist mir egal. Ich trage Midi trotzdem gerne, auch wenn ich noch dabei bin, die „richtige“ Midi-Länge für mich zu finden. Knapp unterm Knie, so wie dieser schöne Rock hier, ist eigentlich nicht sehr vorteilhaft für mich. Zumindest nicht, wenn ich dazu Sneaker trage. Ein kleines Stückchen länger dürfte der Rock dann schon sein, damit es vorteilhafter für mich wird. Mit Absatzschuhen sieht das ganze übrigens schon wieder anders aus. Hier könnt ihr zum Beispiel einen anderen Look mit einem Kleid in Midi-Länge sehen, das mich etwas mehr streckt, als das heutige Outfit. 

    Was ich euch heute eigentlich sagen möchte ist:

    Das soll heute kein Mimimi von mir sein und auch kein „fishing for compliments“, sondern eine ganz einfache Message verdeutlichen: tragt das, was euch gefällt und was euch Spaß macht. Kein Mensch auf dieser Welt hat das recht, euch zu diktieren, was ihr zu tragen habt. Ich meine, natürlich kann man sich vorteilhafter kleiden und Problemzonen mit den richtigen Farben, Schnitten und Stoffen kaschieren. Aber man muss es eben nicht. Man kann. Man kann aber auch einfach an seinem Selbstbewusstsein oder an seiner Selbstliebe und Akzeptanz arbeiten. Denn auf Dauer hat man wesentlich mehr davon als von „schmeichelnden“ Kleidungsstücke, findet ihr nicht auch?

    Hier findet ihr einige Favoriten von mir, fein säuberlich sortiert nach Farben. Sieht das nicht hübsch aus?

    Love,

    Summer

  • Herbst Look: High-Waist Hose und Kuschel-Cardigan

    Manchmal sitze ich vor meinem Laptop und frage mich, wie ich es damals geschafft habe, jeden zweiten Tag ein Outfit mit einem halbwegs sinnvollen Text hochgeladen zu haben. Sowohl während des Studiums – wobei die Zeit mit Blog und dem Wirtschaftswissenschaften-Studium recht easy und entspannt für mich war, als auch während meiner ersten Full-Time Stelle als Social Media Beraterin, die schon weniger entspannt und easy war. Zumal ich damals auch noch täglich zwischen Mainz und Frankfurt gependelt bin. Der Zug war immer so voll, dass ich die Zeit während der Fahrt noch nicht mal ordentlich zum Bloggen nutzen konnte. Das habe ich dann nach 19:00 Uhr gemacht, wenn ich endlich zu Hause war. Vorausgesetzt die Bahn hatte keine Verspätung.

    Heute sitze ich hier und starre meine Bilder an. Ich verzweifle daran, mir einen sinnvollen Text zu meinem Outfit aus den Fingern zu saugen. Heute ganz besonders. Aber was soll man auch über ein Outfit schreiben? Natürlich kann ich über die Farbkombination sinieren oder auch darüber schwärmen, wie sehr ich High Waist Hosen mit einer Schleife in der Taille liebe (das tue ich wirklich!) – aber mir ist nicht danach. Es ist ein bisschen zu inhaltslos. Außerdem tickt die Uhr. Ich muss mich noch fertig machen, denn das echte Leben wartet ja auch nicht auf mich und meine geistigen Ergüsse. 25 Minuten habe ich noch, bevor ich fertig angezogen im Auto sitzen muss – hoffentlich mit fertigem Text dann. Aber wenn nicht, dann auch nicht schlimm. Dann ist das eben so, denn wie gesagt: das echte Leben wartet nicht und hat immer noch Vorrang.

    Heute ist so ein Tag, an dem ich versuche, blogtechnisch an die Vergangenheit anknüpfen zu wollen. An die Zeit, wo man sich voll und ganz hat reinhängen können – man stellt hohe Anforderungen an sich, denen man einfach nicht mehr gerecht werden kann. Und das ist irgendwie deprimierend. Aber auch nur irgendwie. Denn eigentlich ist alles perfekt genau so wie es ist. Daher muss man ab und zu einfach mal die Dinge von Außen betrachten und sich vor Augen halten, wie toll das Leben ist, das man führt. Die echte Arbeit macht Spaß. Das Privatleben läuft gut. Die neue Wohnung ist traumhaft. Und das Bloggen macht auch nach 7 Jahren noch Spaß – auch wenn an und an mal die Inspiration flöten geht. Aber dann ist das so. Nicht weiter schlimm. Hauptsache, es macht weiterhin Spaß, oder? Sollte ich irgendwann den Spaß daran verlieren, dann bin ich mir sicher, dass ich still und heimlich einfach mit dem Bloggen aufhören werde. Das allerdings kann ich mir zum heutigen Zeitpunkt bei aller Liebe nicht vorstellen. So verbleibe ich heute also mit ein bisschen Blablabla und hoffe, dass ich meine Inspiration bald wieder finde, um auch meinen Outfits wieder etwas Leben einzuhauchen.

    Love,

    Summer

  • Traditionen aufrecht erhalten: Fotobücher, Wandkalender VS. Festplatte | Werbung

    In der Regel begrüße ich wirklich jegliche technische Innovation – aber es gibt auch Dinge, die mit technischer Innovation einhergehen und mit denen ich einfach nichts anfangen kann. Dabei gibt es zwei Dinge, die meine „No-Go trotz technischer Innovation“ Liste anführen:

    1. Ich persönlich hasse Kindles. Nein, nein, nein. Bücher müssen für mich ganz klassisch aus Papier und zum Blättern sein. Ja, es mag praktischer sein und vielleicht auch umweltfreundlicher. Aber NEIN. Ich kann mich nicht daran gewöhnen, auf einem Tablet zu lesen. Ich möchte beim Lesen Papier fühlen, ich möchte wichtige Seiten knicken, damit ich sie immer wieder finden kann oder inspirierende Sätze hervorheben können. Ich möchte meine persönlichen Gedanken in das Buch kritzeln und es dann in ein Regal stellen können – um es nach Jahren mit neuer Lebenserfahrung vielleicht noch mal anders interpretieren zu können oder gar weitergeben zu können, damit frische Ideen und Meinungen hinein gekritzelt werden. Ich bin der Meinung, dass man mit Kindles und Co. den Büchern ein Stück weit die Seele nimmt.
    2. Nummer zwei sind Erinnerungen. Erinnerungen in Form von Fotos. Ich liebe es wirklich, dass wir so vieles nun digital aufbewahren können. Da liegen sie dann, unberührt und gut geschützt, auf unserer Festplatte zu Hause. Oder auf unserem Smartphone. Ich zum Beispiel habe fast 6.000 Fotos auf meinem iPhone – aber ich kann es an einer Hand abzählen, wie oft ich Freunden am iPhone die Bilder gezeigt habe. Noch weniger – so gut wie gar nicht – habe ich die Fotos von meiner Festplatte irgendjemandem gezeigt. Denn wenn wir ehrlich sind, wie viel Flair hat es, seinen Freunden und Bekannten die Bilder am Handy/Laptop/ TV zu zeigen oder Wisch für Wisch auf dem iPad? Richtig: gar kein Flair. Im Zweifel ploppen zwischendrin dann noch Fotos auf, die keiner zu Gesicht bekommen sollte…
    Punkt zwei wird auch mein heutiges Thema sein: Back to the roots!

    Nicht falsch verstehen. Ich liebe die digitale Fotografie und die Freiheit und Leichtigkeit, die das Fotografieren, Abspeichern und Editieren der Fotos am Handy oder Laptop mit sich bringt. Für die analoge Fotografie wäre ich absolut nicht geschaffen. Dafür bin ich zu impulsiv und erkenne Fehler im Bild oft erst dann, wenn ich das Bild bereits geschossen habe – aber dann wäre das Foto schon im Kasten und ich hätte ein Bild einfach so verschwendet. Daher bin ich echt froh, dass ich durch die digitale Fotografie die Chance bekomme, Fehler zu beheben und mir Zeit für verschiedene Adjustierungen nehmen zu können. Dank meiner großen Speicherkarte habe ich auch die Möglichkeit, so viele Fehler wie nötig machen zu können, bis ich hoffentlich nach mehreren Anläufen endlich das optimale Bild für schieße. Da ich übrigens oft gefragt werde, welche Kamera ich nutze: ich bin sehr glücklich mit meiner Olympus OM-D E-M10 Mark II.

    Je mehr Bilder, desto wichtiger ist folgende Sache: Bilder ordentlich Sortieren!

    Wenn man die Fotos erst einmal geknipst hat – dann ist damit schon mal eine gute Basis für Erinnerungen in Form von Fotografien erschaffen worden. Allerdings beginnt jetzt erst der eigentlich schwierige Teil: sortieren, aussortieren, editieren. Denn mit der Größe der Speicherkarte, steigt auch die Anzahl der Bilder und nach einem Urlaub zum Beispiel, sind es oft mehrere tausend Bilder, durch die man sich klicken muss. Und mit dabei ist manchmal auch einfach echt viel Mist (zumindest spreche ich da von mir – also dem gemeinen Nicht-Foto-Profi). Daher ist es ein Muss für mich, die Bilder zeitnah nach den Aufnahmen zu sortieren und so gehe ich dabei vor:

    1. Am PC lösche ich zuerst einmal alles, was verwackelt ist, blöd aussieht und allgemein, was meinem ästhetischen Empfinden nicht zusagt. Danach fühlt sich das schon viel besser an.
    2. Ähnliche Bilder von ein und dem selben (schönen) Motiv prüfe ich auf Herz und Nieren, bevor ich dann alle bis auf allerhöchstens drei Exemplare lösche.
    3. Dann lege ich mir Ordner an. Meine Lieblingsbilder kommen zeitlich sortiert in den Ordner „Favorites Urlaub XY 201X“. Auch hier fallen noch weitere Bilder weg, weil sie es nicht in den Ordner schaffen. Löschen, löschen, löschen.
    4. Durch das Aussieben schafft man es wirklich gut, nur die schönsten und wichtigsten Bilder zu behalten. Das sind in der Regel die Bilder, an denen ihr euch bei eurer Erzählung, wenn ihr sie euren Freunden, Verwandten und Bekannten zeit, entlang hangeln könnt. Kurz, prägnant, nett.
    Warum ich das mache? Weil ich folgende Situation blöd finde:

    Ich finde es furchtbar, wenn ich in der Situation stecke, mir komplett unsortierte Bilder anschauen zu müssen. Dann sitzt man da und guckt sich das hundertste Selfie am Strand oder das drölfzigmillionste Bild vom Frühstücksbuffet an und gibt dann so etwas wie „Oh wie schön“, „WOW… ich habe noch nie so ein Frühstücksbuffet gesehen“ von sich und wünscht sich, dass das bald alles ein Ende nimmt. Auch wenn das jetzt so negativ klingt: gemeinsam Fotos schauen ist toll, aber bitte nicht 2000 Stück, wovon jedes Motiv mindestens 30 Mal aufgenommen wurde.

    Und was machen wir nun mit den sortieren, schönen Bildern?

    Richtig! Wir werden sie nicht auf unseren Festplatten verrotten lassen! Auf gar keinen Fall. Erinnert ihr euch noch an DAMALS (also vorausgesetzt, ihr seid ungefähr in meinem Alter)? Ich erinnere mich noch sehr gut an die Dezember-Monate von mehr als 20 Jahren. Denn da war unser Tisch zu Hause immer ein Ort voller Erinnerungen. Meine Eltern haben gegen Ende des Jahres immer all unsere Bilder in Fotobücher sortiert und alle vorhandene Tische dienten als Ablageort für all die wundervollen Erinnerungen, die sich über das Jahr angesammelt haben. Es war unheimlich viel Arbeit, daran erinnere ich mich heute noch. Aber diese Fotobücher von damals, sie sind magisch. Die schnappe ich mir noch heute gerne mal, um einfach drin herum zu blättern und in all den wundervollen Erinnerungen zu schwelgen. Und, wie oft schnappt ihr euch euren Laptop und schaut euch eure Bilder an? Richtig, vermutlich nicht all zu oft. Denn es hat einfach keinen Flair. Zumindest geht es mir so.

    Erinnerungen sollten Präsenter sein.

    Unsere Erinnerungen sollten viel Präsenter sein. Wenn ich zurück denke, allein dieses Jahr haben wir so viele schöne Orte bereist: im April haben wir die traumhafte Insel Mauritius bereist, dann der romantische Kurztrip nach Venedig oder auch das verlängerte Wochenende nach Strasbourg – wir haben einfach so viele schöne Bilder, die aktuell auf meiner Festplatte verstauben. Das möchte ich nicht mehr. Die Technik sollte doch unser leben bereichern, einfacher gestalten – und uns nicht unsere Traditionen nehmen und weniger zugänglich für unsere Erinnerungen machen. Deshalb werde ich mir in meinem Urlaub zwischen den Jahren Zeit nehmen, um wieder an Fotobüchern zu arbeiten. Aber nicht nur das, ich wage mich dieses Jahr auch an einen Wandkalender von Cewe. Zwölf Monate – zwölf Bilder. Das ist dann wohl die Königsklasse beim Sortieren. Ich bin jetzt schon sehr gespannt darauf, ob mir das gelingen wird – beziehungsweise, wie gut es mir gelingen wird. Eine kleine Auswahl meiner all-time Favorites findet ihr hier:

    Was ist mit euch? Gestaltet ihr auch jährliche Fotobücher? Oder habt ihr euch schon mal an einen Wandkalender heran getraut? Habt ihr noch weitere Tipps und Tricks bei der Auswahl der Bilder?

    Love,

    Summer

    Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Cewe-print.de.

  • Restaurant-Tipps für Nancy, Frankreich

    Vor ein paar Tagen haben wir unsere Reise-Tipps für Nancy, einer charmanten Stadt in Frankreich, mit euch geteilt. Heute liefern wir euch wie versprochen auch unsere Restaurant-Tipps nach. Lasst euch gesagt sein: wir sind gefühlt durch Nancy gerollt! Essen und Trinken kann man in Frankreich wirklich wie ein König! Dafür zahlen nicht nur wie Touristen, sondern auch die Einheimischen gerne ein paar Euro mehr als zum Beispiel hier in Deutschland.

    Mein Favorit: A La Table du Bon Roi Stanislas – 7 Rue Gustave Simon

    Das kleine, unscheinbare Restaurant „A La Table du Bon Roi Stanislas“ ist mein absoluter Favorit. Hier waren wir direkt am ersten Abend essen und wir haben es keine Sekunde bereut – außer vielleicht die Tatsache, dass unser Magen nicht noch mehr aufnehmen konnte. Die Karte ist klein und überschaubar. Angeboten werden 3 Gänge Menüs, die man sich selbst zusammen stellen kann, dafür gibt es immer einen Festpreis. Das einzige Manko war, dass es die Karte nur auf französisch gab. Letztendlich aber haben wir uns mit unseren Französischkenntnissen und dem Internet ganz gut durch die kleine Karte arbeiten können (außerdem konnte unsere Bedienung auch recht gut englisch und sie hat uns super weitergeholfen). Preislich gesehen lagen wir da bei ca. 46€ pro Kopf inkl. Vorspeise, Hauptspeise, Nachtisch, Wein und Wasser. Das finde ich absolut gerechtfertigt! Hier findet ihr populäre französischen Gerichte, zum Teil mit polnischen Wurzeln, nach klassischen Rezepturen zubereitet. Es gibt keine lange Wartezeiten, die Portionen sind großzügig und das Essen unheimlich lecker. Ein tolles Restaurant für Liebhaber von bodenständigem, aber besonderem Essen.

    TIPP: Unbedingt vorab reservieren! Das Restaurant ist wahnsinnig klein – hier gibt es kein „ich schau mal auf gut Glück vorbei“.

    Von der Gruß aus der Küche, über die Vorspeise bis hin zum Nachtisch: alles war einfach perfekt. Ein perfekter Abend mit einem perfekten Essen und einem leckeren Weißwein. Was will man mehr?

    Ich liebe es, dass die Beilagen getreu dem Motto „Sharing is Caring“ zusammen serviert werden. Bestellt haben wir übrigens Zander und Wachtel – und es war wirklich fantastisch.

    Wir wissen leider nicht mehr genau, was wir als Nachspeise hatten, aber wir würden es beide jederzeit wieder bestellen!

    Charmante Besitzer: Les Frères Marchand – 99 Grande Rue

    Wir waren anfänglich etwas verwirrt, weil sich ein „Les Frères Marcnand“ an das nächste reihte. Aber schnell stellte sich heraus, dass sich das Restaurant in mehrere Abteilungen aufteilte. Es gibt eine „Bar à fromages“, einen „Salon“, eine „Winstub“ und und und, die jeweils eine auf die Produkte abgestimmte Atmosphäre bieten. Wir gönnten uns im Hauptrestaurant ein leckeres und sättigendes Mittagessen (ja, ich musste die Haxe mit dem Käse probieren, auch wenn ich danach wirklich wie eine Schwangere aussah – da ist mir übrigens aufgefallen, dass man ab einem bestimmten Alter echt liebevolle Blicke zugeworfen bekommt, wenn man als Frau mit einem kleinen Bäuchlein durch die Welt läuft…) mit viel leckerem Käse. Einer der Brüder (Frères = Brüder) war an dem Tag auch (durch Zufall?) vor Ort und nach einer kurzen Smalltalk-Runde erfuhren wir, dass zum Betrieb der Familie auch ein Gourmet-Käseladen dazu gehört. Sie sind sogar eine der wenigen Käse-Kenner, die quasi den Titel eines „Sommeliers für Käse“ besitzen. Leider ist mir das Wort entfallen – kann mir jemand weiterhelfen?

    TIPP: Ein muss für Käse-Liebhaber! Und bei gutem Wetter unbedingt draußen sitzen.

    Überall sieht man Bilder von den sympathischen Brüdern. Gute Vermarktung würde ich sagen.

    Typisch ich: Mittags mit der Haxe und viel Käse anfangen… aber auch der Flammkuchen mit Extra-Käse war nicht ohne. Sehr lecker!

    Top Atmosphäre: Les Pissenlits -Rue des Ponts 27

    „Les Pissenlits“ bedeutet übersetzt „Löwenzahn“ und der landet hier nicht nur auf dem Teller, sondern auch in der Architektur und der Dekoration – Stichwort: Jugendstilmöbelschnitzereien, Hier wird typisch französisches Essen mit guter Preis-Leistung serviert. Der Service ist freundlich und aufmerksam – wenn auch die Kommunikation sich als etwas schwieriger gestaltet. Aber auch hier: es macht so Spaß, seine Französisch-Kenntnisse auch mal wieder im echten Leben zu nutzen! Die Weinempfehlung zu den Speisen war gut und der Nachtisch bildete ein perfekter Abschluss für den zweiten Abend.

    TIPP: Auch hier unbedingt reservieren und traut euch, das Essen, das die Einheimischen bestellt haben, sahen so gut aus! Vielleicht einfach mal die Karte weglassen und auf gut Glück das Essen des Tischnachbars nachbestellen.

    Der obligatorische Blätterteig-Gruß aus der Küche, tolle Architektur und leckerer Wein.

    Fisch, Steak, Side Dishes zum Teilen und der perfekte Nachtisch bestehend aus vier verschiedenen Eiskugeln – ich vermute aufgrund der speziellen Sorten, dass sie hausgemacht waren – und Meringue (Baiser). LECKER!

    Der Klassiker: Brasserie Excelsior – Rue Henri Poincaré 50

    Das Auge isst mit: Die Brasserie Excelsior mit ihrer einzigartigen Jugendstileinrichtung ist ein Muss in Nancy – selbst wenn man keinen großen Hunger hat, für einen kleinen Snack (oder ein Weinchen) sollte man doch mal hier vorbei schauen. Zu den Stoßzeiten ist das Restaurant proppevoll. Aber das Serviceteam ist hervorragend und vor allem sehr flink. Sie rennen und schlittern durch das Restaurant, um den Gästen so schnell wie möglich das Essen zu servieren. Normalerweise sollte man das ja im Service nicht tun, weil es so viel Unruhe stiftet, aber hier passt das einfach rein. Es wirkt authentisch und es macht Spaß, das bunte Treiben auf sich wirken zu lassen – man hat das Gefühl, man bekäme eine kleine Show mit zu seinem Essen dazu geliefert. Die Speisen kreisen sich übrigens um die für eine Brasserie üblichen Angebote – inklusive der frischen Meeresfrüchte (große Austernauswahl). Die Preise sind in Ordnung, aber wie in ganz Nancy eben etwas teurer als wir es von Deutschland gewohnt sind. Wenn man im Hinterkopf behält, dass man ein kleines bisschen auch für das Ambiente mit zahlt, dann ist das gar kein Problem .

    TIPP: Schaut zu den Stoßzeiten vorbei – die eigene Ruhe am Tisch, das hektische Treiben drum herum, gepaart mit der beeindruckenden Architektur, das gibt’s nicht überall!

    Tolle Architektur – tolle Atmosphäre.

    Ein kleines, aber feines 3-Gänge-Menü sorgt dafür, dass wir gut gestärkt unsere letzten Stunden in Nancy genießen können.

    Ein kleines aber feines 3-Gänge Menü sorgte dafür, dass wir gut gestärkt die letzten Stunden in Nancy genießen konnten.

    Die beste Café-Pause in Nancy: Aux Merveilleux de Fred – 25 Rue Saint Dizier

    Im Aux Merveilleux de Fred gibt es die fluffigsten und leckersten Rosinenbrötchen, die ich jemals gegessen habe. Und liebe Berliner aufgepasst: beim Googeln habe ich entdeckt, dass es in Berlin nun auch eine Filiale davon gibt! Rosinenbrötchen-Lover in Berlin müssen dort unbedingt vorbei schauen und berichten, ob er dort auch so lecker ist. Dieses Café haben wir übrigens durch Zufall entdeckt – und durch die Tatsache, dass ihre Törtchen und Brioches unheimlich schön im Schaufenster angerichtet wurden sind. Der Empfang ist herzlich, die Mitarbeiter sehr freundlich und hätten wir kein Frühstück im Hotel gehabt, dann wären wir täglich hier her gekommen.

    TIPP: Nicht wundern, die Bezahlung erfolgt hier über eine Maschine. So müssen die Mitarbeiter das Geld nicht anfassen und sich die Hände schmutzig machen. Top!

    Die Rosinenbrötchen? Fast schon eine Reise wert!

    Love,

    Summer

  • Ein Kurztrip in die goldene Stadt – Nancy, Frankreich

    Nachdem uns der Kurztrip nach Straßbourg schon so gut gefallen hat – und wir so stolz auf unser Schulfranzösisch waren – haben wir beschlossen, einen weiteren Kurztrip in eine französische Stadt anzutreten: Nancy. Von Frankfurt aus erreicht man die wunderschöne, verträumte Stadt mit gutem Essen, interessanten Museen und Charme in nur drei Stunden Autofahrt. Lasst euch gesagt sein: einmal mehr habe ich mich wieder gefragt, warum ich das vielseitige Land Frankreich so lange von meiner Reiseliste gestrichen habe. Ich kann es mir nicht erklären, denn auch diese Stadt hat mein Herz in Nullkommanichts erobert.

    Kurz zur Nancy:

    Nancy war einst die Hauptstadt des Herzogtums Lothringen. Das merkt man. Hier wurde nicht an der Stadtplanung gespart. Opulente Jugendstilvillen, eine lebhafte Markthalle, Stadtvillen aus den verschiedensten Epochen, prachtvolle Paläste – all das bekommt man in dieser charmanten Stadt geboten. Nancy ist weltbekannt für ihr architektonisches Ensemble aus dem 18. Jahrhundert, welches seit 1983 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt: darunter das Herzstück der Altstadt – die Place Stanislas, der Place de la Carrière sowie der Place d’Alliance. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Eine perfekte Stadt für aufgeweckte, kulturbegeisterte Reisende, die gutes Essen lieben und auch gerne mal ein Weinchen trinken.

    Unterwegs in Nancy.

    Einfach durch die Stadt flanieren.

    Ganz egal, ob man die Herren beim Reparieren der Fahrräder beobachtet, einen kleinen Spaziergang über den hektischen Markt macht oder sich frische Blumen in einem der vielen schönen Blumenlädchen kauft – Nancy ist einfach wundervoll charmant. Mein absoluter Reisetipp ist und bleibt: irrt umher! Ja, ich finde tatsächlich, dass man jede neue Stadt einfach mal komplett planlos ablaufen sollte. Ohne Ziel. Man muss sich treiben lassen und einfach stehenbleiben, wenn man etwas schönes sieht. Zwischendrin mal ein Käffchen trinken – oder auch ein Weinchen und dabei einfach die Stadt auf sich wirken lassen. Seit ich nicht mehr so verbissen jede noch so kleine Sehenswürdigkeit einer Stadt bestaunen muss, habe ich das Gefühl, die Städte viel intensiver kennen lernen zu können. Paradox, aber wahr. Probiert es definitiv mal aus!

    Museumsbesuche? Langweilig? Von wegen – meine Top drei Museen in Nancy:

    Ich liebe Museen und interessante Ausstellungen. Daher suche mir in jeder Stadt, die wir besuchen, mindestens drei Stück aus, denen wir einen Besuch abstatten. Die Auswahl in Nancy in übersichtlich aber durchaus interessant. Wenn man nach Museen in Nancy googelt, dann schlägt die Suchmaschine genau 6 stück vor. Für mich stand nach kurzer Recherche bereits meine Top drei fest: das „Musée des Beaux-Arts de Nancy“, das „Museum Aquarium de Nancy“ und das „Musée lorrain à Nancy“. Warum genau diese drei? Ganz einfach: weil meine Seele stets Kunst als Input braucht, ein Aquarium für mich immer ein Muss ist und weil es nie schadet, auch etwas mehr über die Geschichte einer Stadt heraus zu finden. TIPP: Für die Sparfüchse unter uns: die Museen bieten grundsätzlich jeden ersten Sonntag im Monat freien Eintritt – top, oder?

    Das „Musée des Beaux-Arts de Nancy“ heißt übersetzt „Museum der schönen Künste“ und es macht seinem Namen alle Ehre. Das Museum befindet sich direkt an der Place Stanislas, gegenüber der Oper. Vertreten sind hier die verschiedenen Kunstströmungen des 14. bis 21. Jahrhunderts. In den Gemäldesammlungen finden sich Namen wie Rubens, Delacroix, Monet, Dufy, Picasso und viele weitere Künstler. Der Rundgang führt allmählich hin zur Entdeckung von Werken zeitgenössischer französischer bzw. ausländischer Künstler. Dazu gibt es zeitlich begrenzte und sich stets wechselnde Ausstellungen und Installationen. In meiner Lieblingsinstallation der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama habe ich mit Sicherheit mindesten 20 Minuten verbracht, weil es mich so fasziniert. Der Infinity Mirror Raum entführte mich für eine kurze Zeit in eine andere Welt – alleine schon wegen dieser Installation hat sich der Besuch gelohnt! Außerdem findet man im Untergeschoss die ansprechend präsentierte Glassammlung von Daum, welches dem Besucher einen Überblick über die hundertjährige Tradition der berühmten Glasherstellung in Nancy bietet. Mit der Präsentation der Überreste der Befestigungsanlagen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, ebenso im Untergeschoss, schlägt das Museum nicht nur eine Brücke zwischen der Alt-und der Neustadt, sondern auch zwischen dem alten Herzogtum Lothringen und dem modernen Nancy. TIPP: Wer Hintergrundinformationen zu den einzelnen Werken haben möchte, der nimmt sich am besten einen Audioguide mit.

    Wo immer in einer Stadt ein Aquarium aufzufinden ist, man findet mich dort. Fragt mich nicht warum, aber ich liebe Aquarien. Das Aquarium mit integriertem Naturkundemuseum ist klein aber fein. Im vollständig renovierten ersten Stockwerk werden über 600 Tiere in einem pädagogisch aufbereiteten, ansprechendem Ausstellungsdesign präsentiert, während im Erdgeschoss 60 Aquarien den Besucher in die tropischen Gewässer des Roten Meeres, des Amazonas und des Tanganjikasees eintauchen lassen. Ich habe wie ein kleines Kind vor jedem Aquarium gestanden und all die bunten Fische beobachtet. Klinge ich langweilig, wenn ich mich dafür begeistern kann? Wir hatten durch die zum Teil sehr interaktiv gestaltete Ausstellung einfach unheimlich viel Spaß dort gehabt. Auch hier gab es eine Installation, die uns, na sagen wir’s mal so: unheimlich überrascht hatte. Letztendlich konnten wir nicht mehr aufhören, über uns zu lachen. Mehr möchte ich jedoch nicht verraten – da müsst ihr schon selbst hin, wenn ihr auch so herzlich über euch lachen möchtet. TIPP: Mit kindlicher Neugier und Interesse an die Sache heran gehen!

    Zu guter Letzt haben wir das „Musée lorrain à Nancy“ besucht. Dieses Museum ist im Herzen der Altstadt von Nancy, im ehemaligen Palais der Herzöge von Lothringen und der Eglise des Cordeliers untergebracht. Es zeugt vor allem von der bemerkenswerten künstlerischen und kulturellen Bedeutung der Region. Archäologische und mittelalterliche Sammlungen bringen den Besuchern die Geschichte der Stadt näher. Im ehemaligen Franziskanerkloster neben der Eglise des Cordeliers, wo die Grabstätte der Herzöge von Lothringen zu sehen ist, befindet sich zudem eine Sammlung, die das ländliche Leben in Lothringen des 19. Jhs zeigt. Es war in der Tat sehr interessant zu sehen, wie die Menschen damals gelebt haben. TIPP: Die kleine Außenanlage ist toll zum Entspannen.

     

    Was hat Nancy noch zu bieten?

    Shopping: In der Innenstadt findet man neben den typischen Verdächtigen, die man von einer Stadt erwarten kann, vor allem aber viele originelle Boutiquen und Geschäfte von Modeschöpfer und Designer, die lokale Produkte anbieten. Von den uns bekannten Läden wie Zara und Mango, über die kleinen lokalen Shops, die Mirabellen-Torten, Mirabellen-Schnaps und leckere Macarons verkaufen, bis hin zu den von uns geliebten, aber in Deutschland eher selten aufzufindenden Shops wie Pinko oder Sephora – man findet dort wirklich alles. Ich hätte definitiv meinen Spaß gehabt. Leider kamen wir jedoch aufgrund der kurzen Zeit in Nancy nicht zum Shoppen. TIPP: Le Boudoir des Arts! Eine kleine, unauffällige Boutique, das hochwertige Second Hand Mode verkauft. Wir sind mehrmals dran vorbei gelaufen, bis die Neugier siegte und mich wie ein Sog hinein zog. Für Liebhaber von Pre-Loved Stücke aus dem Luxusbereich ist das ein Schlaraffenland. Hermés, Louis Vuitton, Chanel, Fendi – bei so viel Auswahl bin ich natürlich nicht mit leeren Händen wieder heraus gekommen. Was ich nicht zurück lassen konnte, das seht ihr in diesem Posting.

    Art nouveau & Art déco: Die Stilrichtungen „Art nouveau“, auf deutsch „Jugendstil“ und „Art déco“, „dekorative Kunst“ folgen zeitlich aufeinander. Während sich beide Stilrichtungen in der Übergangszeit etwas vermischten, so entfernte sich der Art déco recht schnell von den Eigenschaften des Art nouveau, um sich in die entgegengesetzte Richtung zu entwickeln. In Nancy setzte sich Art Nouveau gegen Ende des 19 Jh. durch. Als Folge der Industrialisierung entstanden neue, interessante Baumaterialien wie Stahl und Glas. Diese nutzen die Künstler der 1901 gegründeten „école de Nancy“, der Schule von Nancy aus und gestalteten zuerst Porzellan- und Möbelstücke in den neuen Formen, die hauptsächlich von der Natur beeinflusst wurden. Die Kunst des Jugendstils zeichnet neben der hohen handwerklichen Qualität vor allem eines aus: Sinnlichkeit. Mit dem Ersten Weltkrieg begann dann der Niedergang des Jugendstils und der Aufstieg des Art déco. Während die floralen, von der Natur inspirierten, weichen Formen des Jugendstils verschwanden, prägten nun elegante, klare Linien und ein oft geometrisches Dekor die Werke. All das und noch viel mehr haben wir während einer einstündigen Tour mit dem „Art noveau“ Zug aufgeschnappt. Diese Tour findet jeden Sonntag morgen um 10 Uhr statt (von Mai bis Ende September, genaue Zeiten für 2018 könnt ihr sicherlich dann hier entnehmen) und ist sehr empfehlenswert, wenn man sich für die Geschichte der Architektur interessiert und auch einen Blick auf die äußeren Regionen der Stadt werfen möchte. Ich habe bei der Tour immer versucht, vorab zu erraten, zu welche Epoche welche Villa gehörte – das klappte irgendwann ganz gut. Wer sich etwas mehr mit dem Thema auskennt, kann natürlich auch bei meinen Bildern fleißig mitraten. TIPP: Wenn ihr diese Tour im September macht, dann packt euch warm ein und nehmt euch auch etwas warmes zu trinken mit! Frühmorgens kann es nämlich schon etwas neblig und kalt sein, aber dafür auch sehr charmant.

    La Villa Majorelle: Die Villa liegt im Schatten der Apsis der Basilika Sacré Cœur, in einem ruhigen Wohnviertel. Sie gehört zu dem in nächster Nähe gelegenen Museum der Ecole de Nancy. Wir hatten Glück (die Führungen sind recht selten) und kamen pünktlich zu einer Führung durch das Haus, ohne vorher gegoogelt zu haben. Sie finden nur Samstags und Sonntags statt. Eine um 14:30 Uhr und eine um 15:45 Uhr. Leider sind die Führungen (momentan?) nur auf französisch. Aber Gott sei Dank hatten wir beide französisch in der Schule und anscheinend ist da mehr hängengeblieben als vermutet. Obwohl die Führerin wirklich schnell gesprochen hatte, so haben wir doch viel davon verstehen können. Ein absolutes Erfolgserlebnis für uns. Tipp: Diese Villa ist einen Besuch wert und da sie nur einige Hundert Meter vom Nancyer Bahnhof/ Zentrum entfernt ist, ist es auch kein großer Akt, dort hin zu spazieren – vorbei an all den vielen hübschen kleinen Häuschen und den romantischen Gassen.

    Das Rendez-vouz Place Stanislas: Als ich hörte, dass es täglich um 22:00 Uhr vom 17. Juni bis zum 17. September eine Lichtshow auf dem Place Stanislas geben würde, da war mir klar, dass wir sie uns anschauen gehen werden. Ich muss aber zugeben, dass ich nie und nimmer mit solch einer schönen Show gerechnet hatte. Das UNESCO-Weltkulturerbe schmückt sich jeden Abend im Sommer nämlich mit einer Szenografie aus monumentalen Bildern. Die von der Gesellschaft Spectaculaires – Allumeurs d’images kreierte Show vereint glaube ich jeden Abend alle Nancy-Touristen an einem Ort. Mit den Worten „Von Kindheit an hatte ich Angst vor der Dunkelheit… Mein ganzes Leben habe ich deshalb nach Licht… nach allen Lichtern gesucht“ startet die zauberhafte Show und lädt die Zuschauer ein, sich von dem Können der Künstler von Nancy und von den Lichtern der 5 Kontinenten faszinieren zu lassen. Es wird immer wieder daran erinnert, wie wichtig es ist, Träume zu haben und ihnen hinterher zu jagen. TIPP: Einfach auch mal die Kamera weglassen und die Show genießen.

    Und Kulinarisches? WO GIBT ES AUTHENTISCHES ESSEN AUS DER REGION?

    Mein erster Eindruck von Nancy, kulinarisch gesehen, war, dass hier vor allem die Naschkatzen ganz besonders glücklich werden! Diese Stadt ist nämlich in erster Linie für seine Macarons und Bergamotte-Bonbons bekannt. Daneben wird der Stadt auch die Mirabelle – von der Frucht (in allen möglichen Variationen in Kuchen, Gebäck und Soßen) bis hin zum Mirabellengeist – zugeschrieben. Noch nicht genug Süßes? Kein Problem: wie wäre es mit Kuchenspezialitäten wie Saint Epvre, Duchesse de Lorraine, Honig- und Pfefferkuchen, Schokolade oder auch einem Stück Gâteau de Nancy (Schokokuchen)? Aber auch die salzigen Gerichte sind nicht ohne. Hier teilen sich Spezialitäten wie Quiche, die berühmte kleine Lothringer Pastete, die mit ihrer in Weißwein marinierten Fleischfüllung unvergleichlich ist, die lothringischen Fleisch- und Wurstwaren und der Lothringer Eintopf mit Kohl, Karotten, Würste, Fleisch das Siegertreppchen. Bitte viel Hunger mitbringen! Und Durst. Denn der Wein kann auch etwas. Es gibt viele ausgezeichnete Weinhändler und Weinbars, wo man neben den lothringische Weinproduktion – von Toul bis zum Gebiet von Metz – auch renommierte Käsehersteller findet.

    Lokale und regionale Küche sowie französische Küche, Weltküche – in Nancy hat man die freie Auswahl, man braucht nur genug Platz im Magen. Vom schicken Restaurant bis hin zur gemütlichen Kneipe, hier kann man in jeder Preislage gut essen gehen. Meine Tipps für stets Hungrige Reisende findet ihr hier.

    Wo kann man in Nancy übernachten?

    In Nancy gibt es Hotels für jedes Budget. Vorstellen möchte wir euch zwei davon. Das erste ist ein vier Sterne Hotel namens Grand Hotel de la Reine, das sich direkt am Place Stanislas befindet. Es wird demnächst renoviert. Danach wird es als das erste 5 Sterne Hotel in der Region wieder eröffnen. Wer also den perfekten Ausgangspunkt für einen Trip nach Nancy sucht und dabei wert auf Luxus legt, der sollte sich dieses Hotel anschauen. Wer weniger Wert auf Sterne legt, aber einen fast ebenso guten Ausgangspunkt sucht wie das Grand Hotel de la Reine, der kann sich das drei Sterne Hôtel des Prélats anschauen. Das liegt nämlich nur etwa 100 m von der Place Stanislas entfernt und heißt ihre Gäste in einem alten episkopalen Haus aus dem frühen 17. Jahrhundert willkommen.

    So, genug informationen für heute, oder? Bald geht das Posting mit meinen Restauranttipps für Nancy online und dann seid ihr perfektmit infos für einen kurztrip nach Nancy versorgt.

    Love,

    Summer

     

     

     

  • Herbst-Look: Die perfekten Winter-Boots: gefütterte Chelsea-Boots | Werbung

    Als ich noch jung war, da war es mir sowas von egal, ob mich Jacke im Winter warm hielt, oder ob meine Schuhe wintertauglich waren. Hauptsache sie sahen „cool“ aus – und dabei ist „cool“ ein durchaus dehnbarer Begriff. Wenn ich heute zurück schaue und daran denke, was für Kleidungsstücke ich mit Stolz getragen habe, dann graut es mir einfach. Ich erinnere mich an die super kurze, weiße Daunenbomberjacke mit großer Kapuze, die ich bei Minusgraden zu tiefsitzenden Jeanshosen getragen habe. Ein Wunder, dass ich mir nicht ständig eine Blasenentzündung eingefangen habe. Wenn ich so darüber nachdenke: die Natur meint es wirklich gut mit uns. Wenn wir jung und dumm sind, dann sorgt die Natur dafür, dass uns ein besseres Immunsystem vor den Konsequenzen unserer Dummheiten schützt. Später wird man dann hoffentlich schlauer – aber dafür lässt dann das Immunsystem etwas nach.

    Aber zurück zum Thema. Irgendwann, da merkte ich, dass mir „der Look“ zwar immer noch sehr wichtig war – aber im Winter spielte sie dann doch nur noch die zweite Geige. Funktionatlität wurde mir immer wichtiger. Mit 24 zog dann der erste Woolrich-Parka bei mir ein – ich persönlich finde sie toll, aber in erster Linie sind sie vor allem eines: funktional. Ich erinnere mich noch sehr genau an die Messe, auf der ich mir fünf Tage lang die Beine in den Bauch gestanden und den Mund fusselig geredet habe, um dann mit dem Gehalt direkt zu Brauneis in Frankfurt zu marschieren und mir dort die Jacke zu kaufen. Bewusst in bar – damit ich merke, wie viel Geld und Arbeit das war. Nachts träumte ich dann davon, wie die kleinen Münzen und Geldscheine mit kleinen Beinchen davon liefen oder kleine Flügelchen zum Wegfliegen bekamen… darüber schmunzle ich heute noch immer. In diesem Jahr ersetzte ich auch meine geliebten Sneaker, die kein bisschen die Füße warm halten konnten, durch das erste Paar Ugg-Boots. Obwohl ich immer darauf geachtet habe, nicht mit ihnen durch Schnee und Regen zu laufen, so wurde ich doch immer wieder vom Wetter überrumpelt – und somit habe ich, oder besser gesagt das Wetter, in den letzten 6 Jahren doch einige Boots zerstört. Ich war jedes mal unheimlich traurig. Aber, da ich keine richtige alternative im Winter hatte, habe ich einfach weiterhin auf das altbewährte gesetzt, da ich der Auffassung war, dass alle Lammfell-Boots nicht wasserfest sind.

    Aber zugegeben: so funktional sie auch sein mochten und so „süß“ wie man als Frau eben solche klobigen Boots finden kann, so unelegant waren sie. Während des Studiums war das auch kein großes Drama. Als Studentin kann man gerne mal in den Boots zur Uni schlürfen. Hauptsache warme Füße. Als ich dann aber anfing zu arbeiten, habe ich mich ungelogen jeden Winter darüber aufgeregt, warum es denn keine Boots gibt, die innen gefüttert sind, warm halten, aber dennoch einen schmalen Fuß machen und elegant aussehen. Ich meine, die dicken Boots zu Kostümen und Anzügen, das kann man schon machen – aber ich finde schon, dass es Panne aussieht. Vor allem, wenn man Kundentermine hat. Dann kann man nämlich nicht sich zuerst umziehen und die Boots verstauen. Dann muss man sofort ordentlich aussehen – der erste Eindruck zählt schließlich oft. Entweder habe ich dann vor Kundenterminen also gefroren und geflucht oder ich habe eine riesige Pseudotasche mit mir herum getragen, in denen ich dann die Boots verstaut habe, die ich zuvor einen Block weiter gegen die Heels ausgetauscht hatte. Uncool. Ich hasse kalte Füße nämlich! Ganze vier Winter habe ich also nach  den perfekten Winter-Boots gesucht. Und nun habe ich sie endlich gefunden. Das Modell „Ellin“ der Marke Emu Australia*** ist einfach perfekt. Sie besitzen all die Eigenschaften, auf die ich Wert gelegt habe. Sie sind innen komplett mit Lammfell gefüttert und halten dadurch unheimlich warm. Aber sie tragen nicht auf und machen einen schönen, schlanken Fuß. Zudem sind sie einfach bequem und vielseitig. Und am wichtigsten: sie sind wasserfest! Das heißt für mich, dass das unbeständige Winterwetter mich so einfach nicht wieder überraschen kann und mir den Schuh ruinieren kann. Ich bin so happy mit ihnen und freue mich nun noch mehr über den Herbst und die kommende Winterzeit. Allerdings muss man vor dem Kauf der Ellin Boots eine Sache beachten: da sie innen mit Fell gefüttert sind, fallen sie etwas kleiner aus. Wer zwischen zwei Größen schwankt, sollte definitiv die größere Größe nehmen. Für sehr breite Füße sind die Schuhe vermutlich eher weniger etwas, aber gerne mal anprobieren gehen – man weiß ja nie. Obwohl sie fest am Fuß sitzen und keinen Reißverschluß haben, ist es durch die Schlaufe hinten, sehr einfach in den Schuh zu schlüpfen. Die Schlaufe ist wirklich eine große Hilfe und dabei auch noch dekorativ. Wer also ebenso auf der Suche nach den perfekten Winter-Boots ist, der sollte sich das Modell „Ellin“ unbedingt mal anschauen gehen. Schreibt mir dann gerne, ob sie euch auch so gut wie mir gefallen.

    ***Ich durfte mir diesen Schuh von Emu Australia aussuchen und mir wurde er kostenfrei gestellt. Aber wie meine Artikel sonst auch: meine Meinung ist ehrlich und nicht erkauft. Sollte die Qualität der Boots zu schnell nachlassen, dann werde ich den Artikel dementsprechend editieren.

    Love,

    Summer

    PS: Übrigens, privat privat – also wenn ich mit Freunden und Co. unterwegs bin – schlürfe ich noch immer gerne in den „dicken Boots“ durch die Gegend. Dieses Jahr werde ich die Micro Stinger von Emu mal auf Herz und Nieren prüfen. Der erste Eindruck ist schon mal sehr positiv, jetzt bin ich sehr gespannt darauf, was passiert, wenn ich das erste mal mit ihnen durch den Schneematsch und Regen laufe. Hat schon jemand Erfahrungen damit?