Hochzeitskolumne #4: Mein Look als Hochzeitsgast im Spätsommer

Man ist so gut wie nie die einzige im eigenen Freundeskreis, die heiratet. So auch bei mir. Alle meine Liebsten sind nun entweder dabei, die eigene Hochzeit zu planen oder bereits schon verheiratet. Nächstes Jahr werde ich auf mehreren Hochzeiten tanzen – und nicht zuletzt auf meiner eigenen. Letzten Samstag waren wir jedoch erst einmal auf der standesamtlichen Hochzeit von Mici und ihrem Bräutigam eingeladen. Es war eine schöne Trauung in einer wunderschönen Umgebung – perfekt, um nicht nur die Hochzeit für das neu verheiratete Paar fotografisch festzuhalten, sondern auch mein Outfit. Auch hier wünsche ich dem Brautpaar noch einmal alles Liebe für den gemeinsamen Weg – es war so schön, diesen Moment gemeinsam mit euch erlebt zu haben und wir freuen uns sehr auf die große Feier nächstes Jahr.

Für die standesamtliche Hochzeit jetzt wollte ich nicht zu schick sein, aber dennoch irgendwie festlich aussehen. Daher habe ich mich für ein geblümtes Midi-Kleid aus der aktuellen Kollektion von H&M entschieden. Gesehen habe ich das Kleid zum ersten Mal auf Instagram – eine gesponserte Werbung mit direkten Link zum Kauf des Kleides. Es war liebe auf dem ersten Blick. Leider habe ich nicht sofort zugeschlagen und als es mir nicht mehr aus dem Kopf ging und ich es dann einen Tag später doch bestellen wollte, war es einfach schon komplett ausverkauft. So ein Pech aber auch. Als ich es dann einige Tage später offline im H&M Store auf der Zeil entdeckte, habe ich es natürlich mitnehmen müssen. Leider war die kleinste vorhandene Größe eine 40, daher sitzt es sehr „sackig“ an mir. Um dem lockeren Schnitt wenigstens etwas Form zu verleihen, musste ein Gürtel her. Seit Monaten geistert mir der Gucci Gürtel im Kopf herum, aber es musst Schicksal gewesen sein, dass ich mich jedes Mal aufs Neue dagegen entschieden habe. Denn vor zwei Wochen, als wir nichtsahnend durch Nancy in Frankreich spazierten, da fand ich meine neue Vintage-Liebe in einem kleinen, unscheinbaren Vintage Geschäft. Es war Liebe auf dem ersten Blick: der Hermès Kelly Belt in einem satten, edlen rot. Der Gürtel ist schon über 20 Jahre alt, sieht aber noch immer aus wie neu und einfach ein so zeitloses Stück. Das Leder, die Farbe, die Schnalle – alles an diesem Gürtel ist so perfekt. Dezent, klassisch. Was soll ich sagen? Das war der Beste Kauf seit langem – ich bin wirklich so, so, so glücklich damit! Und wie perfekt passt er bitte zu diesem Kleid? Ziemlich perfekt (Ihr merkt, „perfekt“ scheint das Unwort dieses Postings zu werden). Die schwarze Lederjacke sorgte für einen kleinen, aber feinen Stilbruch und schützte nebenbei auch ein kleines bisschen gegen den eisigen Wind an diesem Tag. Wie findet ihr denn diesen Look?

Für die standesamtliche Hochzeit von Mici gab es keine Vorgaben bezüglich des Kleides etc.. Generell würde ich aber sagen, dass ich mich als Hochzeitsgast an den Wünschen des Brautpaares orientiere. Ich selbst zum Beispiel werde für meine Hochzeit ein Farbschema „diktieren“. Meine Gäste würde ich dann auch bitten, sich daran zu halten. Ob das fair ist oder nicht, das kann jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke aber, so lange die gewählten Farben nicht zu extraordinär sind, dann sollte das kein Problem sein. Welche Farben das sind, das werde ich zu einem anderen Zeitpunkt verraten – aber zum Beispiel möchte ich auf gar keinen Fall schwarz auf meiner Hochzeit sehen. Keine schwarzen Anzüge und keine schwarzen Kleider. Der Grund, weshalb ich das so handhaben möchte ist echt etwas nerdy, aber auch das erzähle ich euch ein anderes Mal. Wie seht ihr das denn? Würdet ihr euren Gästen ein Farbschema vorgeben oder findet ihr das zu übertrieben?

Love,

Summer

4 thoughts on “Hochzeitskolumne #4: Mein Look als Hochzeitsgast im Spätsommer

  • Reply Anja 14. September 2017 at 22:59

    Ein sehr schönes Kleid – meinen Vorschlag für weitere Midikleider habe ich dir ja schon bei Insta geschickt.
    Bezüglich dem vorgegebenen Farbschema bin ich etwas zwiegespalten. Zum einen kann ich verstehen, dass man als Braut/ Brautpaar einfach eine Vorstellung vom Tag im Kopf hat und diese Vorstellung sollte, finde ich, aus Respekt gegenüber dem Brautpaar auch erfüllt werden, wenn sie nicht zu ausgefallen ist. Aber ich finde auch ein Gegenargument (hier beispielhaft speziell zu deinem Schwarz-Verbot): Klar, viele der Leute und speziell der Männer aus meinen Freundeskreis tragen auch auf der Arbeit hin und wieder Anzug und haben deswegen nicht nur einen schwarzen im Schrank. Allerdings haben auch viele meiner potenziellen Gäste im Alltag 0,0 Bezug zum Anzug (Onkels, Jugendfreunde) und tragen den wirklich nie – nur eben bei speziellen Anlässen. Aus diesem Grund haben sie sich dann einmal einen gekauft und der wird in den meisten Fällen schwarz sein. Von ihnen zu verlangen, sich extra einen zuzulegen, finde ich allerdings auch etwas unpassend (vor allem, da es sich ja nicht um ein 50€ Teil handelt) und finde, dass ich damit meinen Einflussgrad dann doch deutlich überschreite. Ich überlege gerade einen Kompromiss 😄
    Meine Worte sind meine ehrliche Meinung zum Thema, aber sicher hast du dir diesen Punkt ja auch überlegt.

    • Reply Summer Lee 18. September 2017 at 14:59

      Huhu liebe Anja, vielen Dank für deine Nachricht und danke auch für die Vorschläge! Habe es noch immer nicht geschafft, sie mir in live anzuschauen – muss unbedingt erst den Umzug durchkriegen 🙂 Verstehe voll und ganz was du meinst. Ich kann aber von Glück reden, dass meine Gäste das wahrscheinlich alle ohne zu murren und vor allem zu shoppen mitmachen werden 🙂 Und so wie ich die Mädels kenne, es wird sowieso ein neues Kleid vor einer Hochzeit gekauft 😀 so mache ich das auf jeden Fall immer 😀 Mein Problem ist einfach, dass wir einen wahnsinnig guten und demnach teuren Fotografen haben werden und ich kann mich nicht mit den Gedanken anfreunden, beim Durchblicken der Fotos dann „neongrün“ neben „lila“ und „pink“ zu erblicken, das macht mich wahnsinnig 😀 Aber wie gesagt, die Farben sind so, dass man zu 99% nicht einkaufen gehen muss, wenn man nicht möchte 🙂 Hast du denn schon einen Kompromiss gefunden? Finde das echt schwer 😀 Ganz liebe Grüße – Summer

  • Reply Reise-Tipps: Kurztrip nach Nancy, Frankreich | Summer Lee 13. Oktober 2017 at 9:03

    […] Shopping: In der Innenstadt findet man neben den typischen Verdächtigen, die man von einer Stadt erwarten kann, vor allem aber viele originelle Boutiquen und Geschäfte von Modeschöpfer und Designer, die lokale Produkte anbieten. Von den uns bekannten Läden wie Zara und Mango, über die kleinen lokalen Shops, die Mirabellen-Torten, Mirabellen-Schnaps und leckere Macarons verkaufen, bis hin zu den von uns geliebten, aber in Deutschland eher selten aufzufindenden Shops wie Pinko oder Sephora – man findet dort wirklich alles. Ich hätte definitiv meinen Spaß gehabt. Leider kamen wir jedoch aufgrund der kurzen Zeit in Nancy nicht zum Shoppen. TIPP: Le Boudoir des Arts! Eine kleine, unauffällige Boutique, das hochwertige Second Hand Mode verkauft. Wir sind mehrmals dran vorbei gelaufen, bis die Neugier siegte und mich wie ein Sog hinein zog. Für Liebhaber von Pre-Loved Stücke aus dem Luxusbereich ist das ein Schlaraffenland. Hermés, Louis Vuitton, Chanel, Fendi – bei so viel Auswahl bin ich natürlich nicht mit leeren Händen wieder heraus gekommen. Was ich nicht zurück lassen konnte, das seht ihr in diesem Posting. […]

  • Reply Herbst Look: Midi Rock, Plissee Rock, Sneaker | Summer Lee 22. Oktober 2017 at 8:04

    […] Es gab eine Zeit, da war ich mir ganz sicher, dass ich nie, nie, nie eine andere Länge als Mini tragen würde. Pustekuchen. Seit einigen Jahren ist die Maxi-Länge nicht mehr aus meinem Kleiderschrank weg zu denken und sie löste sogar meine Vorliebe für kurze Kleider ab. Warum? Vielleicht weil ich mich in Maxikleidern und Röcken immer wie eine kleine Boho-Prinzessin fühle und kurze Kleider auf Dauer auch einfach langweilig wurden. Momentan darf ich mich über eine neue Obsession freuen: nämlich die Midi-Länge. Nagut – eine Sache muss ich zugeben: wenn man keine super-schlanke 1,80m ist, dann ist die Midi-Länge etwas schwierig. Aber soll ich euch etwas verraten? Das ist mir egal. Ich trage Midi trotzdem gerne, auch wenn ich noch dabei bin, die „richtige“ Midi-Länge für mich zu finden. Knapp unterm Knie, so wie dieser schöne Rock hier, ist eigentlich nicht sehr vorteilhaft für mich. Zumindest nicht, wenn ich dazu Sneaker trage. Ein kleines Stückchen länger dürfte der Rock dann schon sein, damit es vorteilhafter für mich wird. Mit Absatzschuhen sieht das ganze übrigens schon wieder anders aus. Hier könnt ihr zum Beispiel einen anderen Look mit einem Kleid in Midi-Länge sehen, das mich etwas…  […]

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