• Hochzeitskolumne #4: Mein Look als Hochzeitsgast im Spätsommer

    Man ist so gut wie nie die einzige im eigenen Freundeskreis, die heiratet. So auch bei mir. Alle meine Liebsten sind nun entweder dabei, die eigene Hochzeit zu planen oder bereits schon verheiratet. Nächstes Jahr werde ich auf mehreren Hochzeiten tanzen – und nicht zuletzt auf meiner eigenen. Letzten Samstag waren wir jedoch erst einmal auf der standesamtlichen Hochzeit von Mici und ihrem Bräutigam eingeladen. Es war eine schöne Trauung in einer wunderschönen Umgebung – perfekt, um nicht nur die Hochzeit für das neu verheiratete Paar fotografisch festzuhalten, sondern auch mein Outfit. Auch hier wünsche ich dem Brautpaar noch einmal alles Liebe für den gemeinsamen Weg – es war so schön, diesen Moment gemeinsam mit euch erlebt zu haben und wir freuen uns sehr auf die große Feier nächstes Jahr.

    Für die standesamtliche Hochzeit jetzt wollte ich nicht zu schick sein, aber dennoch irgendwie festlich aussehen. Daher habe ich mich für ein geblümtes Midi-Kleid aus der aktuellen Kollektion von H&M entschieden. Gesehen habe ich das Kleid zum ersten Mal auf Instagram – eine gesponserte Werbung mit direkten Link zum Kauf des Kleides. Es war liebe auf dem ersten Blick. Leider habe ich nicht sofort zugeschlagen und als es mir nicht mehr aus dem Kopf ging und ich es dann einen Tag später doch bestellen wollte, war es einfach schon komplett ausverkauft. So ein Pech aber auch. Als ich es dann einige Tage später offline im H&M Store auf der Zeil entdeckte, habe ich es natürlich mitnehmen müssen. Leider war die kleinste vorhandene Größe eine 40, daher sitzt es sehr „sackig“ an mir. Um dem lockeren Schnitt wenigstens etwas Form zu verleihen, musste ein Gürtel her. Seit Monaten geistert mir der Gucci Gürtel im Kopf herum, aber es musst Schicksal gewesen sein, dass ich mich jedes Mal aufs Neue dagegen entschieden habe. Denn vor zwei Wochen, als wir nichtsahnend durch Nancy in Frankreich spazierten, da fand ich meine neue Vintage-Liebe in einem kleinen, unscheinbaren Vintage Geschäft. Es war Liebe auf dem ersten Blick: der Hermès Kelly Belt in einem satten, edlen rot. Der Gürtel ist schon über 20 Jahre alt, sieht aber noch immer aus wie neu und einfach ein so zeitloses Stück. Das Leder, die Farbe, die Schnalle – alles an diesem Gürtel ist so perfekt. Dezent, klassisch. Was soll ich sagen? Das war der Beste Kauf seit langem – ich bin wirklich so, so, so glücklich damit! Und wie perfekt passt er bitte zu diesem Kleid? Ziemlich perfekt (Ihr merkt, „perfekt“ scheint das Unwort dieses Postings zu werden). Die schwarze Lederjacke sorgte für einen kleinen, aber feinen Stilbruch und schützte nebenbei auch ein kleines bisschen gegen den eisigen Wind an diesem Tag. Wie findet ihr denn diesen Look?

    Für die standesamtliche Hochzeit von Mici gab es keine Vorgaben bezüglich des Kleides etc.. Generell würde ich aber sagen, dass ich mich als Hochzeitsgast an den Wünschen des Brautpaares orientiere. Ich selbst zum Beispiel werde für meine Hochzeit ein Farbschema „diktieren“. Meine Gäste würde ich dann auch bitten, sich daran zu halten. Ob das fair ist oder nicht, das kann jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke aber, so lange die gewählten Farben nicht zu extraordinär sind, dann sollte das kein Problem sein. Welche Farben das sind, das werde ich zu einem anderen Zeitpunkt verraten – aber zum Beispiel möchte ich auf gar keinen Fall schwarz auf meiner Hochzeit sehen. Keine schwarzen Anzüge und keine schwarzen Kleider. Der Grund, weshalb ich das so handhaben möchte ist echt etwas nerdy, aber auch das erzähle ich euch ein anderes Mal. Wie seht ihr das denn? Würdet ihr euren Gästen ein Farbschema vorgeben oder findet ihr das zu übertrieben?

    Love,

    Summer

  • Hochzeitskolumne #3: Über Vernunftsgrenzen, das eigentliche Budget und Trends 2017/18 beim Kauf des Brautkleides.

    Es ist vollbracht! Ich habe mein Traumkleid für unsere Hochzeit am Meer gefunden. Einfach so. Quasi beim ersten Termin. „Quasi“, weil ich vorher schon in einem kleineren Laden in Frankfurt „mal gucken war“. Leider hat mir der Laden überhaupt nicht gefallen. Kein Glamour, kein einziges Kleid, das meiner Vorstellung entsprach. Selbst wenn ich dort mein Traumkleid entdeckt hätte, es hätte mir keinen Spaß gemacht, so viel Geld dort auszugeben. Da war ich doch sehr enttäuscht und etwas vorbelastet. Ich hatte das Gefühl, als würden sich meine Budgetvorstellung und meine Erwartungen an das Kleid niemals miteinander decken können. Aber so ein Schwachsinn. Nach dem Besuch im Hochzeitsrausch in Köln ist mir klar geworden, dass es für jedes Budget ein wunderschönes Kleid gibt, das genau denVorstellungen der Braut entspricht.

    Die VernunftsgrenzE vs. Das eigentliche Budget

    Ich hatte mir eine Vernunftsgrenze gesetzt, die sehr deutlich unter meinem eigentlichen Budget lag. Ich musste nicht vernünftig sein, aber ich wollte es unbedingt – denn so eine Hochzeit ist schon teuer genug. Ich kann auch jeder zukünftigen Braut nur empfehlen, sich diese Grenze zu setzen, alleine schon, um einfacher eine erste Auswahlrunde treffen zu können. Sollte man wirklich kein passendes Kleid dabei finden, so kann man die Grenze noch immer lockern, ohne, dass es weh tut. Nach dem ersten Laden dachte ich eigentlich, dass sich meine Kleidersuche als wirklich schwierig erweisen würde. Ich war mir sicher, dass das ganze ein riesiges Drama werden würde. Aber wider Erwarten ging das dann doch sehr schnell und vor allem sehr positiv über die Bühne. Ich darf mich sogar darüber freuen, dass ich mein perfektes Kleid gefunden habe, ohne meine Vernunftsgrenze weit überschritten zu haben. Und nachdem ich wirklich viele Kleider und ihre Preise gesehen habe, kann ich jede zukünftige Braut mit gutem Gewissen beruhigen: Ich bin mir sicher, dass jede Braut zu ihren gegebenen Konditionen ein wundervolles Kleid finden wird. Selbst für bekannte Marken wie Pronovias oder Enzoani muss man nicht unbedingt mehrere tausend Euro auf den Tisch legen – was mich persönlich sehr überrascht hatte.  Wer aber ein kleiner Sparfuchs ist, der geht am besten im Juli/ August auf Brautkleiderjagd, denn zu diesem Zeitpunkt erfolgt meistens ein großer „Blowout“ der Kleider, bevor im September dann die neuen Kollektionen wieder in die Läden kommen. Hier bekommt man, soweit ich das verstanden habe, zwar kein neues Kleid, sondern das Probemodell von der Stange, aber das finde ich gar nicht schlimm. Habe viele schöne Kleider über 3.000€ gesehen, die dann „nur“ noch die Hälfte gekostet haben. Bei mir wurde es letztendlich aber doch ein Kleid aus der neuen Kollektion. Wie hätte es auch anders sein können… das passiert mir wirklich immer. Ich ziehe in den Sale los und komme mit der neusten Kollektion wieder nach Hause. Aber gut. Ich kann nichts dafür.

    Vor dem Termin:

    Der Artikel hier ist übrigens weder gesponsert noch sonst irgendwie bezahlt. Aufmerksam auf den Laden wurde ich nämlich über Instagram. Die Werbung verfolgte mich so lange, bis ich der „50%-70% Blowout Aktion“ nicht mehr widerstehen konnte. Also habe ich kurzerhand die Webseite besucht, um weitere Informationen über den Shop an sich, die angebotenen Marken und vor allem dem Service zu finden. Alle drei Punkte sagten mir sofort zu. Die Bilder vom Shop sahen toll aus, die Webseite modern, die Marken haben mich angesprochen und der Beratungstermin von 120 Minuten war kostenfrei – hinzu kam, dass eine meiner besten Freundinnen in Köln wohnt. Es gab also absolut nichts, was dagegen sprach. Innerhalb weniger Minuten habe ich dann auch direkt online einen Termin vereinbaren können – easy!

    Während des Termins:

    Ich muss sagen, dass ich an meinem Termin super aufgeregt und dadurch leicht hyperaktiv war. Während meine Begleiterinnen von Anfang an emotional waren und immer wieder Tränen in den Augen hatten, war ich einfach ständig am Zappeln und nervös sein. Meine Beraterin, Alexandra Ullrich, war wirklich super. Sie empfing mich im Platin Bereich, wo wir viel Platz und Ruhe hatten. Sie war freundlich, hilfsbereit und hat immer die richtigen Worte gefunden und sie hat zwar immer meine Mimik und Gestik gedeutet, aber mir nie Worte oder gar eine Meinung in den Mund gelegt. Es war eine super entspannte Atmosphäre. Ganz am Anfang sagte sie übrigens zwei wichtige Dinge, die ich wirklich als sehr hilfreich empfand:

    Es gibt viele schöne Kleider auf der Welt. Wirklich wichtig ist der Moment. Lass dich darauf ein.

    Sie hat recht. Ich bin der Meinung, dass es viel zu viele schöne Brautkleider auf der Welt gibt – hätte ich mich für einen anderen Laden entschieden, oder ein anderes Wochenende oder auch ein anderes Budget, dann hätte ich mich womöglich für ein anderes Kleid als das, was ich mir gekauft habe, entschieden. Auf meiner Pinterest Seite (schaut hier vorbei) habe ich wie eine Verrückte Brautkleider gepinnt und ich hätte sie gerne alle zu Hause in meinem Schrank hängen. Wenn es mir nicht zu blöd wäre und ich das nötige Kleingeld hätte, dann würde ich mir mindestens sechs Kleider kaufen und sie im Stundentakt auf der Hochzeit wechseln. Wenn man Hochzeitskleider schauen geht, dann muss man bereit sein, auch ein Kleid zu kaufen. Man muss bereit sein, eine Entscheidung zu treffen. Last but not least, man muss bereit sein, letztendlich auch das Geld auszugeben (deswegen muss man sich unbedingt vorher Gedanken über das Budget gemacht haben). Wenn man aber mit der richtigen Einstellung loszieht und dann auch noch eine tolle Beraterin in toller Ambiente bekommt, dann stimmt das ganze Drumherum einfach. Bei mir war das so und ich freue mich, einen solchen kostbaren Moment zu meinen Erinnerungen hinzu fügen zu können.

    Sei ehrlich zu mir. Ich habe die Kleider nicht designed, wenn dir ein Kleid nicht gefällt, dann sag es mir – ich bin nicht beleidigt, nur so können wir das perfekte Kleid für dich finden.

    Obwohl man natürlich weiß, dass die Beraterin nicht die Kleider designed hat, hat man ja manchmal trotzdem ein schlechtes Gewissen, ständig nur nein zu sagen. Man will ja nicht als „zu schwierig“ oder „zu zickig“ gelten. Das war bei meinem ersten Besuch in Frankfurt sein. Ich hätte am liebsten zu jedem Kleid nein gesagt. Habe aber aus Höflichkeit dann irgendwann auch mal „ja“ gesagt. Letztendlich steckte ich dann in einem Traum aus Kleid von Pronovias für „nur 1300€, aber es war eben nicht meins. Dieser erste Besuch hat einfach meine Zeit verschwendet und ich würde niemandem raten, den Fehler zu begehen und „einfach mal gucken gehen“ wenn es um den Kauf von Brautkleider geht. Im Hochzeitsrausch Köln war das ganz anders. Hier hatte ich das Gefühl, dass ich wirklich offen meine Meinung sagen konnte. Die erste Reihe an Kleidern habe ich komplett und ohne schlechtes Gewissen verneint und dann ging es bergauf. Mit letztendlich sieben Kleidern ging es dann zur Anprobe in den großzügigen Platin Bereich der Kölner Filiale. Bei der Anprobe müsst euch schon darauf einstellen, dass die Kleider nicht immer genau passen, da die Kleider meistens nur in ein oder zwei Größen vorhanden sind. Davon darf man sich nicht entmutigen lassen, mit ein bisschen Vorstellungskraft und Zuppelei findet man auch so das perfekte Brautkleid.

    Die zwei Stunden vergingen wirklich wie im Fluge. Bei fünf der sieben Kleidern wusste ich sofort, dass es nichts für mich war. Meistens wurde mir das schon beim Hineinschlüpfen bewusst. Sie waren allesamt traumhaft schön, keine Frage, aber sie passten einfach nicht zu mir. Das war ich nicht. Obwohl sich ein Kleid schnell als mein Favorit heraus stellte, schwankte ich am Ende etwas zwischen zwei Kleidern (das Kleid, dass es dann doch nicht wurde versteckt sich auch übrigens irgendwo in meinen gepinnten Kleidern). Da stand ich und wippte hin und her. Schmiss den Rock hoch, drehte mich, fühlte mich wie eine Prinzessin und war mir unsicher, obwohl ich ganz sicher wusste, welches Kleid zu mir gehörte. Woran das lag? Ich denke, meine beste Freundin aus der Schulzeit hat das ganz gut in Worte gefasst:

    Beide sind wunderschön, aber das eine, das bist du nicht mehr. Das bist du, wie du mit 16 warst. Das andere bist du jetzt.

    Sie kennt mich und sie hatte so recht. Und plötzlich, mit einem Schlag war die Aufregung weg und die Tränen und Emotionen kamen. Das hat mich wirklich komplett umgehauen und tief berührt.

    Nach dem Termin:

    Eigentlich wollte ich die engste Familie mit dem Kleid am Hochzeitstag überraschen. Aber meiner Mama und Schwiegermama habe ich es dann doch gezeigt – aber nicht angezogen, sondern nur am Kleiderbügel. Ich freue ich mich wirklich sehr auf ihre Gesichter, wenn sie mich dann das erste Mal im Kleid auf der Hochzeit sehen werden. Das wird sicherlich sehr emotional für alle. Übrigens ist mir im Nachhinein aufgefallen, dass ich so sehr mein Herz habe entscheiden lassen, dass ich ganz vergessen hatte, nach der Marke, geschweige denn dem Modell zu fragen. Ich wusste also überhaupt nicht, was ich da eigentlich gekauft hatte! Gott sei Dank hatte sich Mici den Anfangsbuchstaben gemerkt und ich konnte so mit meinen professionellen Stalking-Skills nicht nur die Marke, sondern auch das Modell ausfindig machen. Nachdem ich dann auch die Beschreibung zur Marke und zum Kleid selbst gelesen hatte, traf mich der Schlag: es passt einfach wie die Faust aufs Auge zu mir. Dazu ist der Designer auch noch ursprünglich aus meinem Heimatland, ein Chinese in Amerika – wie viele Zufälle gibt es denn auf dieser Welt? Das muss Schicksal gewesen sein.

    Trends 2017/18:

    Beim Googeln nach „meinem“ Kleid stolperte ich durch Zufall auch über die „Trends 2017/18“ was Brautkleider betrifft. Auf die Idee, mich vorher mal schlau zu machen, bin ich gar nicht gekommen. Ich glaube, dafür wusste ich schon zu genau, was ich im Groben haben wollte. Dennoch war der Artikel sehr spannend und die 11 Trends für 2017/18 möchte ich euch nicht vorenthalten. Nach dem Durchklicken fiel mir auf, dass sechs der folgenden elf Trends auf mein Kleid zutreffen – mehr verrate ich dann natürlich nicht mehr, aber ihr könnt gerne mitraten, welche der folgenden Trends es geworden sind:

    Off-Shoulder Minimalistisch  |  Cape/ Capelets  |  Glockenärmel Nude-Töne Cross Backs  Tiefe Ausschnitte Tiefer Rückenausschnitt Net Fabric Strategisch platzierte Details Tea-length 

    So, jetzt seid ihr dran. Wie war es bei euch? Erzählt mir eure Erfahrung, die ihr beim Brautkleidkauf gemacht habt. In welchem Laden wart ihr? Wie war die Beratung? Oder habt ihr sogar schon geheiratet und ein Bild von euch in eurem Kleid? Oder ihr habt ein bestimmtes Kleid im Kopf? Dann kommentiert gerne mit Link/ Bild – das würde ich wirklich gerne sehen.

    Love,

    Summer

  • Hochzeitskolummne #2: First things first.

    Ok – first things first. Bis zur Traumhochzeit selbst bedarf es ein bisschen Planungsgeschick und damit sollte man früh genug anfangen. Wir angeln uns von Baustein zu Baustein und obwohl es etwas mühsam ist neben einem Full-Time Job und dem Blog, so macht es dennoch Spaß und man freut sich über jedes Häkchen, das man hinter einem To-Do setzen kann. Heute verrate ich euch von ganz vorne, welche Punkte wir bereits für unsere Traumhochzeit abhaken können:

    Der Heiratsantrag: Mein Freund hat hinter meinem Rücken meine Eltern eingeweiht und sie hoch offiziell gefragt, ob er mich heiraten darf (das finde ich so unendlich süß und rechne ihm das sehr hoch an!). Mit der Erlaubnis meiner Eltern hat er mir die Frage aller Fragen während unseres Kurztrips nach Hamburg gestellt. Hier könnt ihr nachlesen, wie und wo er mich gefragt hat, ob ich seine Frau werden möchte.

    Der Ring: Ich kenne Männer, die tragen den Ring Jahrelang mit sich herum, bevor sie Ihre Traumfrau fragen und andere, die kaufen einfach auf gut Glück einen. Mein Verlobter hat sich für eine weitere Alternative entschieden und mir den Antrag mit einem Dummy-Ring gemacht. Den richtigen Verlobungsring durfte ich mir dann selbst aussuchen. Das war für uns als Paar die perfekte Lösung, auf wenn es von seiner Seite aus nicht von Anfang an so geplant war. Die ganze Story drumherum erzähle ich euch dann in einem gesonderten Beitrag.

    Die Traum-Location: Uns war recht schnell klar, dass wir gerne eine „Destination Wedding“ feiern möchten. Das heißt, dass wir nicht an dem Ort (und auch nicht in dem Land) heiraten werden, wo wir aktuell wohnen. Geheiratet wird daher in einer Stadt, in die wir uns beide letztes Jahr verliebt haben, nämlich in Dubrovnik. Die Trauung selbst findet dann in einer traumhaften Villa (Elizabeth Taylor, Richard Burton oder auch Leonardo DiCaprio haben hier bereits residiert) direkt an der Adria statt. Die im Jahr 1920 erbaute Villa sieht aus wie ein Traum aus Tausend und einer Nacht und wirkt daher so surreal in dieser Umgebung. Aber genau das macht es so spannend. Wir haben sie damals neben unserem Hotel entdeckt und irgendwie war uns sofort klar, dass wir, wenn wir mal heiraten würden, uns genau dort das Ja-Wort geben würden. Gesagt getan – die Location wurde bereits unterschrieben und wir könnten glücklicher nicht sein. Wir werden uns also bei etwa diesem wundervollen Ausblick und hoffentlich einer strahlenden Sonne dann das Ja-Wort geben.

    Der Hochzeitsfotograf: Wir waren uns nicht wirklich sicher, ob wir überhaupt einen Fotografen finden würden, der unseren Anforderungen an einen Hochzeitsfotografen gerecht werden würde. Wir wünschen uns nämlich, dass die Bilder mehr Kunst als “einfache Hochzeitsbilder“ sein sollen, sie sollen anders sein, außergewöhnlich, zum Träumen anregen und echte Emotionen hervor rufen. Wir sind beide keine Portrait-Typen und grinsen nicht gerne frontal in eine Kamera – wir möchten lieber miteinander in einer traumhaften Kulisse interagieren und die Momente einfangen lassen, wenn wir uns unbeobachtet fühlen. Und wir glauben, dass wir genau diesen Fotografen in Kroatien gefunden haben: Marko Marinkovic aus Zagreb. Seine Arbeiten (allgemein, nicht nur die Hochzeitsfotografien) entsprechen genau unseren Vorstellungen. Sie sind unkonventionell und voller künstlerischer Energie.  Einige wenige ausgewählte Arbeiten von ihm könnt ihr euch hier anschauen.

    Die Weddingplannerin: Zuerst wollten wir die ganze Organisation der Hochzeit komplett alleine wuppen – allerdings ist uns recht schnell aufgefallen, dass eine „Destination Wedding“ ohne Weddinplanner totaler Schwachsinn ist. Es ist einfach ratsam, eine Person vor Ort zu haben, die sich mit der ganzen Materie auskennt und dazu noch gut vernetzt ist. Unsere Wedding Plannerin, Marcela Ljubomirac von Dubrovnik Wedding Inspiration) habe ich ganz zufällig über Instagram gefunden, als ich dort nach Hochzeitsfotos für unsere Location geschaut hatte. Sie wirkte auf mich sehr freundlich und zuverlässig, weshalb wir uns für sie entschieden haben. Nach der Hochzeit werde ich dann aber mehr berichten können. Ich hoffe auf jeden Fall auf eine tolle Zusammenarbeit!

    Die Trauzeugin & die Brautjungfern: Die Auswahl fiel mir wirklich nicht schwer. Für mich war von vorn herein klar, dass ich meine engsten Freundinnen bei mir haben möchte, wenn ich heiraten werde. Daher werden meine zwei ältesten Freundinnen meine Brautjungfern sein und Mici wird meine Trauzeugin sein. Meine zwei Mädels von den Schule habe ich in Köln bei einem unserer so selten gewordenen Dates gefragt und Mici hat „ihren Antrag“ an ihrem Geburtstag via Videoanruf in Island bekommen.


    Die Save The Date Karten: Die sollten bei einer „Destination Wedding“ so früh wie möglich rausgeschickt werden, damit sich die Gäste frühzeitig darauf vorbereiten können und entsprechend Urlaub planen können. Wir haben uns vor ein paar Tagen nun endlich für ein Design entschieden und haben es auch sogleich in Druck geben lassen. Am 12. Juni sollen sie bei uns eintreffen und dann können sie auch endlich rausgeschickt werden.

    So einiges haben wir dann doch schon mal abgehakt und als nächstes habe ich auf meinem Plan stehen, endlich mal nach Kleidern Ausschau halten zu gehen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich so schnell kein geeignetes Kleid finden werde… aber well, we will see 🙂

    Love,

    Summer

  • Hochzeitskolumne #1: Und am Ende kommt alles doch ganz anders…

    Ich bin zwar noch ganz am Anfang meiner Hochzeitsplanung für 2018, aber ich weiß jetzt schon, dass diese Planung kein Zuckerschlecken sein wird. Ich glaube fest daran, dass es keine Hochzeit gibt, die von der Verlobung bis zum Ende exakt so wird, wie man es sich vorher ausgemalt hat – unabhängig davon, wie viel Budget man zur Verfügung hat oder auch wie viel Zeit man für die Planung hat. Selbst wenn man alles einem erfahrenen Wedding Planner Team überlässt, so kann man am Ende des Tages nicht das Wetter beeinflussen, oder das Verhalten seiner Gäste oder oder oder. Am entspanntesten ist man sicherlich, wenn einem das von Anfang an bewusst ist. Man plant und gibt sein bestes, aber am Ende kann es doch ganz anders kommen – aber es wird trotzdem und vielleicht sogar wegen genau diesen unvorhersehbaren Dingen perfekt. Heute erzähle ich euch davon, wie meine damaligen kleinmädchenhaften Vorstellungen von der heutigen Realität abweicht.

    1. Mein Traummann überrascht mich bei der Verlobung mit meinem Traumring. – Ja genau. Ich wusste bis dato nicht mal selbst, wie mein Traumring aussehen sollte – aber von meinem Traummann erwarte ich, dass er mir meinen Traumring in der richtigen Größe an den Finger steckt (am Besten noch ohne dass ich Verdacht schöpfe dann). Das geht natürlich gut. Nicht. Dabei dachte ich sogar, ich wüsste wie mein Traumring aussehen sollte. Denn schließlich habe ich wie eine Verrückte Verlobungsringe auf meiner Pinterest Wand gepinnt gehabt – blöd nur, dass die alle so ganz anders aussahen als mein eigentlicher Ring jetzt. Daher fand ich die Lösung, mir den Antrag mit einem Dummy Ring zu machen für mich optimal. Ich hatte eine tolle Überraschung, einen unvergesslichen Moment (den könnt ihr hier nachlesen) und ich konnte mir den perfekten Ring selbst aussuchen. Mein Tipp: schaut euch die Ringe definitiv live vor Ort an, wenn ihr keinen klassischen Solitaire Ring sucht. Realität und Bilder gehen oft sehr weit auseinander. Alles, was ich gepinnt hatte, hat mir zum Beispiel in echt gar nicht mehr gefallen. Mein eigentlicher Ring kam vorher zum Beispiel gar nicht in Frage, weil es mir eigentlich „zu schlicht und langweilig“ war. Aber als ich ihn das erste Mal dann im Schaufenster vom Juwelier Bucherer sah, da wusste ich aber, dass er perfekt zu mir passen wird und ich könnte mir auch wirklich keinen perfekteren Ring für mich vorstellen.
    2. Ich feiere eine riesige Hochzeit mit so vielen Menschen wie möglich! – Nein. Nein. Nein. Ich habe wahrscheinlich einfach zu viele Disney-Filme in meinem Leben geschaut. Da feiert ja auch immer das ganze Dorf mit, wenn sich das glückliche Paar das Ja-Wort für ein Leben „Happily ever after“ gibt. So habe ich mir meine Hochzeit bis vor einigen Jahren immer vorgestellt. Seit das Thema jedoch wirklich Thema im Freundeskreis wurde und man anfängt, sich wirklich etwas intensiver damit zu beschäftigen – und mit Sicherheit auch, weil man im Laufe der Zeit auf so einigen Hochzeiten nun getanzt hat, weiß ich für mich, dass ich gar keine große Hochzeit will. Ich will nur die engste Familie und meine engsten Freunde dabei haben. Mehr brauche ich nicht. Ich will keine Hochzeit für „die Gäste“ feiern, sondern für mich und meinen Mann und wir möchten mit jedem Gast mehr Worte wechseln können als nur ein Dankeschön.
    3. Das einfachste an der Hochzeit: die Gästeliste. – Hahahahaa. Von wegen! Während wir innerhalb kürzester Zeit die Location und sogar den Hochzeitsfotografen dingfest gemacht haben, so haben wir es noch nicht geschafft, eine finale Gästeliste aufzustellen. Ich hätte nie gedacht, dass dies so schwer werden könnte. Unser Budget pro Kopf wird recht hoch sein, da muss man sich natürlich noch mehr Gedanken darüber machen, für wen man das Geld mit einem Lächeln ausgeben würde und für wen nicht. Außerdem würden wir natürlich immer unseren Gast plus Partner einladen, das treibt die Kosten schnell in die Höhe. Da stellt sich schnell die Frage, ob man „Freunde“ und „Familie“ einladen muss, mit denen man einfach wenig zu tun hat, nur weil man dies vielleicht aus diversen „politischen“ Gründen tun sollte. Das bereitet uns doch schon ziemliche Kopfschmerzen. Aber um ehrlich zu sein: es ist unsere Hochzeit. Und sie ist nicht politisch. Wir können einladen, wen wir wollen und nicht, wen wir „eventuell weil“ müssen, richtig?
    4. Das Budget. – So, kommen wir jetzt dann mal zum Budget. Jeder weiß, dass eine „klassische“ Hochzeit ein teures Vergnügen ist, oder? Nein? Dann weißt du das jetzt. Dass sie aber so teuer ist, das habe ich vorher irgendwie doch nicht wahr haben wollen. Mein ursprünglich sehr naiv angesetztes Budget wurde somit sehr schnell über Board geworfen, als wir mit der Planung anfingen. Wer Gäste einlädt, muss eben mit Kosten rechnen. Dabei ist es völlig egal, ob man wenige Gäste hat und dafür exklusiver feiert oder eine riesige Party mit 300 Leuten mit einem günstigeren Buffet macht, aber eine teuere Location benötigt. Wenn man nicht gerade mit einer kleinen Runde im Garten feiern möchte, dann muss man dafür blechen. Wenn man sich aber gedanklich einmal damit auseinander gesetzt hat, dann ist das auch in Ordnung so: denn schließlich feiert man nur einmal im Leben eine Hochzeit. Übrigens beruhigt es mich sehr, dass es nicht nur mir mit dem Budget so ergeht. Habe bisher schon mit mehreren Brautpaar gesprochen, die allesamt sehr viel mehr Geld in die Hände genommen haben als ursprünglich budgetiert.
    5. Ich brauche keinen Wedding Planner. – Wenn wir in Deutschland heiraten würden, dann würden wir tatsächlich auf einen professionellen Wedding Planner verzichten. Hier kann man relativ schnell und einfach alle notwendigen Zulieferer etc. ausfindig machen. Im Ausland wird dies schon ein bisschen schwieriger. Man kennt die Infrastruktur nicht, man hat keine Kontakte – man ist einfach etwas aufgeschmissen. Daher sind wir sind wirklich sehr froh darüber, dass wir so schnell jemanden gefunden haben, bei der wir uns gut aufgehoben fühlen.

    Bild von Andy Ruiz – Thx <3

    Love,

    Summer

  • I said yes!

    Das Thema „Hochzeit“ lässt sich in keiner Beziehung vermeiden – früher oder später spricht man darüber. Dazu gibt es sicherlich mehrere Ansätze und keine davon ist falsch oder auch richtig. Manche wollen schlicht und einfach nicht heiraten, für andere steht das „ob“ gar nicht zur Debatte. Manche brauchen ewig für eine Entscheidung, andere können es gar nicht abwarten und heiraten nach kürzester Zeit. Und wie gesagt: hier gibt es kein richtig oder falsch. Jedes Paar hat eine ganz eigene Vorstellung von einem gemeinsamen Leben und natürlich ein eigenes Tempo. Für mich jedoch war schon immer klar: ich werde heiraten. Den richtigen Mann natürlich. Vor der Hochzeit muss natürlich in irgendeiner Art und Weise eine Verlobung statt finden. Über das wo und wie habe ich mir nie große Gedanken gemacht. Für mich war nur klar, dass er diesen ersten Schritt machen musste. Er muss mich fragen, ob ich den Rest meines Lebens mit ihm verbringen möchte. Hier bin ich durch und durch Mädchen und ausnahmsweise mal ganz klassisch. Lange Rede kurzer Sinn: er ist auf die Knie gegangen und hat mir die Frage aller Fragen gestellt.

    JA JA JA und JAAAAA.

    An mehr konnte ich mich eigentlich auch nicht mehr erinnern. Ich glaub ja fest daran, dass der eigene Körper immer alles besser weiß und sich deshalb selbst reguliert. In diesem Fall hat mein Körper also beschlossen, alle unnötigen Funktionen herunter zu fahren, damit ich nicht völlig ausflippe und vor Aufregung platze. Das heißt, dass mein Kopf kurzzeitig ausgeschaltet wurde und ich weder vor Ort denken konnte, noch mich nachher richtig an den Antrag erinnern konnte. Ohne Witz, ich stand absolut neben mir. Daher bin ich so dankbar dafür, dass Mici als Fotografin vor Ort war, um das Ganze für mich auf Bildern festzuhalten – damit ich diesen Moment rekonstruieren konnte:

    Es war der 28. Januar 2017. Einen Tag vor meinem 30. Geburtstag. Ich war geschäftlich in Hamburg und wurde in dem wunderschönen Hotel The Westin Hamburg untergebracht. Als ich das erfuhr, war für mich sofort klar, dass ich meinen 30. Geburtstag mit meinem Herzmann in Hamburg verbringen würde und so haben wir den Aufenthalt kurzerhand um zwei weitere Nächte verlängert. Am 28. Januar sollte er nach meiner 2-tägigen Konferenz nachkommen. Der ganze Tag war schon irgendwie komisch, aber zum Glück hatte ich keine Zeit, darüber nachzudenken. Morgens um 8:00 Uhr schrieb mir mein Freund, dass er gerade aufgestanden sei und da ich um diese Zeit bereits fertig für den letzten Konferenztag war, schnappte ich mir mein iPhone und rief ihn via FaceTime an – nichts ungewöhnliches, wir FaceTimen immer, wenn einer von uns längere Zeit weg ist. Komischerweise erreichte ich ihn nicht, da er nicht im WLAN Netz eingeloggt war. Wenn er doch gerade aufgestanden ist und zu Hause war, dann MUSSTE er aber im WLAN Netz eingeloggt gewesen sein… oder wo war er? Naja, egal – kann ja mal vorkommen und ich musste ja auch los. Die nächsten Stunden verbrachte ich mit sehr interessanten Vorträgen und Workshops zum Thema Marketing, Social Media und Co.. Zwischendrin bekam ich die Nachricht, dass er seinen ersten Flug verpasst hatte und somit nicht pünktlich um 14 Uhr in Hamburg sein würde. Ich habe die Augen verdreht und dachte mir nur: „Na suuuper, dann kommt er irgendwann an und es ist schon dunkel und kalt und wir haben den einzigen sonnigen Tag verloren.“ Normalerweise würde ich etwas zickig werden an dieser Stelle, aber an diesem Tag nicht. Na dann genieße ich halt die Zeit bis dahin mit meinen Kollegen in der The Bridge Bar. Punkt 13:00 Uhr wurde die Konferenz beendet und die meisten Kollegen verabschiedeten sich Richtung heimwärts, um das wohlverdiente Restwochenende zu genießen. Im Nachhinein hätte mir das spätestens jetzt komisch vorkommen müssen, dass zwei meiner Kollegen freiwillig länger geblieben sind anstatt direkt nach Hause zu fahren. Wir bestellten ein paar Drinks und genossen die Sonne und den Blick auf den Hafen. Plötzlich sprang erst der eine auf und musste ganz dringend wegen der Arbeit telefonieren und dann verabschiedete sich der zweite, weil er genau jetzt rauchen gehen musste. Da saß ich nun alleine mit den Drinks, aber immerhin mit der schönen Aussicht und der wärmenden Sonne im Gesicht. Perfekt… wenn jetzt noch mein doofer Freund hier wäre. In diesem Augenblick kam die Kellnerin und legte mir mit den Worten „Für Sie, Gruß aus der Küche!“ eine aus Zuckerfondant erstellte kleine Chanel Le Boy Tasche und einen Brief hin. Ich war total fasziniert von der Tasche und dachte nur: „Was ein Top Social Media Team steckt denn dahinter? Die müssen mich gut gestalked haben und wissen nun, dass ich ein Taschenliebhaber bin.“. Statt zum Brief zu greifen, fing ich erst mal an, Bilder von der kleinen Zucker-Chanel zu machen. Ihr Lieben, ihr habt keine Ahnung, wie doof ich mich angestellt hatte. Ich habe nämlich immer aus Spaß gesagt: „Schatz, du wartest jetzt so lange mit dem Antrag, ganz ehrlich, ohne einer Chanel brauchst du mir jetzt keinen mehr zu machen…“ – dass ich natürlich keine will, weiß er spätestens, seit wir zusammen im Chanel-Store waren und ich total enttäuscht war, als ich die Le Boy in der Hand hielt. Der Zauber war einfach verflogen. Ich schwöre euch, dass ich so sehr auf dem Schlauch gestanden hatte, dass ich „den Gruß aus der Küche“ zu keinem Zeitpunkt mit einem Antrag in Verbindung gesetzt habe. Ich war so vertieft darin, Fotos zu machen, dass die Kellnerin ein zweites Mal kommen musste und mir noch mal sagen musste, dass ich doch bitte auch den Brief lesen solle. In meinem Kopf war nur ein riesengroßes Fragezeichen: „Hä, warum schreibt mir die Küche einen Brief?! Ich habe doch erst morgen Geburtstag…“. Selbst als ich den Brief öffnete und seine Schrift erkannte und die rührende Worte las, selbst als die Tränen kamen, selbst da habe ich die Lage noch immer nicht verstanden. Ich habe aus den Augenwinkel wahrgenommen, dass plötzlich alles um mich herum still stand. Die Menschen in der Bar schauten mich erwartungsvoll an, während ich versuchte, den Brief trotz Tränen zu ende zu lesen und die Menschen draußen an der Scheibe blieben stehen und klebten teilweise an der Fensterscheibe und schauten herein. Dieses Gefühl, so gar nicht zu wissen und nicht einordnen zu können, was gerade los war, ist im Nachhinein vollkommen unerklärlich für mich. Ich schalte normalerweise echt schnell und vermassele jede Überraschung. So aber nicht an diesem Tag. Am Ende des Briefes stand, dass ich doch auf mein Handy schauen sollte und mit dem Gedanken, dass mein Freund ja noch immer in Frankfurt sei, habe ich nur gedacht, dass er mir eine Pre-Bday Überraschung machen wollte oder die Leute hätten sich um einen Tag geirrt oder wie auch immer. Ich schaute auf meinem Handy und sah nur eine Menge an Mentions über Instagram von einem mir fremden Account namens „marryme(Kosename)“ – der Account heißt jetzt übrigens „marrymeandtravelwithme“. Ding ding ding, es klingelt noch immer nicht bei mir. Aber als ich wieder aufblickte sah ich zum ersten Mal in die gespannten Gesichter der Menschen um mich herum. In dem Augenblick drehte ich mich um und sah meinen Freund in seinem schicken, legeren Anzug mit Blumen in der Hand. Nein, wirklich, nicht mal hier habe ich verstanden, worum es gerade ging. Er kam auf mich zu, wir umarmten uns, ich glaube ich habe ihn ganz verdutzt gefragt, was er hier machen würde und was los sei… dann kniete er sich hin und stellte mir die Frage aller Fragen.

    Ja, ich möchte den Rest meines Lebens mit dir verbringen. Weil du mein Ruhepol bist, meine Ladestation, mein Tanzpartner morgens beim Zähneputzen, weil du mich erträgst, so wie ich bin und weil du mich trotz meiner hohen Erwartungen und Anforderungen so gut es geht auf Händen trägst. Weil ich mich bei dir geborgen fühle und weil du mich immer zum Lachen bringst. Und weil ich mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen kann.

    Nachdem das Klatschen der anderen Gäste uns zurück in die Realität holte, durfte ich mich direkt über die strahlenden Gesichter meiner zwei eingeweihten Kollegen freuen – vielen Dank fürs Mitspielen und Planen! Und könnt ihr euch vorstellen, wie groß meine Freude war, als ich Mici in der Ecke stehen sah? Ihr tränenüberströmtes Gesicht werde ich nie wieder vergessen können!

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    Verlobungsbilder von Charosé Fotodesign, Frankfurt am Main – vielen Dank, dass du nicht nur als Fotografin da warst, sondern vor allem als Freundin ♥ Hätte ich es nicht selbst erlebt, ich hätte nicht geglaubt, dass man fähig ist, so auf dem Schlauch zu stehen und keine einzige Andeutung wahr zu nehmen, geschweige denn den Antrag an sich richtig mitzubekommen. Ich kann daher jeden Mann nur ermutigen, sich einen Fotografen für den Antrag anzuheuern, damit dieser Moment nicht nur eine vage Erinnerung bleibt.

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    _MG_0434

    Love,

    Summer