• SPA-Review: Maradiva Villas Resort & Spa Wolmar

    Ein großes Thema habe ich bei meinem Hotelreview vom Maradiva Villas Resort & Spa weggelassen: der preisgekrönte Spa. Warum? Ganz einfach: weil der Spa dort so wunderbar ist, dass ich ihm ein extra Posting widmen muss. Ich liebe Spas und kann behaupten, dass ich bereits einige davon in meinem Leben gesehen und genossen habe, weshalb ich bei diesem Thema gar nicht so leicht zu beeindrucken bin. Dass dieser Spa gut sein würde, das habe ich bei einem 5 Sterne Superior Hotel erwartet. Was aber die Meßlatte für außergewöhnlich gute Spas ist, das weiß ich nun seit meinem Besuch im Maradiva Spa.

    Hinter einem unscheinbaren Eingang verbirgt sich ein echtes Paradies. Auf einem weitläufigen, von allen Seiten mit Palmen abgeschirmten Areal befindet sich ein beheizter Pool, eine Sauna, ein Dampfbad, ein Hammam, ein eiskalter Plunge-Pool zum Abkühlen, ein Meditations- und Yoga Pavillon, großzügige Umkleiden mit Duschbereich und last but not least die Behandlungszimmer, inklusive zweier großer Behandlungsräume für Paare. Gleich vorab: auch wenn man aus welchen Gründen auch immer keine Spa-Behandlung buchen möchte, so sollte man sich dennoch den Spa-Bereich genauer anschauen. Die Nutzung des Bereiches ist für Gäste natürlich kostenfrei und ein Besuch lohnt sich. Dieser Ort ist ruhig, entspannend, voller positiver Energie und einfach wohltuend für die Seele.

    Das besondere an diesem Spa ist, zusätzlich zu der besonderen Atmosphäre, dass er von einem indischen Ayurveda-Arzt betreut wird. Dr. Sreeragh erstellt jedem Gast eine kostenfreie Anamnese um ihn besser einschätzen zu können und daraufhin eine persönliche Empfehlung für eine Behandlung oder auch einem Speiseplan aussprechen zu können. Das Gespräch unter vier Augen beinhaltet Fragen zu Beschwerden, Lebensgewohnheiten und früheren Erkrankungen. Nach der Ayurveda-Lehre wird ein Mensch von der Balance dreier Lebensenergien bestimmt, den sogenannten Doshas (Vata Dosha, Pitta Dosha & Kapha Dosha). Sie bestimmen Lebensweise, Temperament und Aussehen eines jeden Menschen. Neben einem speziellen Fragenkatalog und verschiedenen kleinen Untersuchungen, bestimmt Dr. Sreeragh den Konstitutionstyp. Im Idealfall soll es eine Harmonie der drei Doshas geben, damit der Mensch gesund sein kann – bei mir war dies nicht der Fall. Bei der Geburt seien die Doshas übrigens bei jedem Menschen ausgeglichen. Diese Harmonie wird allerdings durch Stress, falsche Ernährung oder Überarbeitung beeinflusst und in ein Ungleichgewicht gebracht (=Körper ist anfällig für Krankheiten). Durch Ayurveda soll eine negative Entwicklung verhindert werden. Aufgrund der Empfehlung von Dr. Sreeragh haben mein Verlobter und ich uns für eine Ayurveda-Massage mit medizinischen Ölen entschieden. So weit ich das richtig im Kopf habe, werden alle Behandlungen dort mit Ölen durchgeführt. Das liegt wohl daran, dass im Ayurveda gesagt wird, dass Öle sich nicht nur sehr gut als Trägersubstanz für die Moleküle und Essenzen beigefügter Heilpflanzen und Präparate eignen, sondern auch, dass unsere Haut gerade für hochwertige Öle besonders gut durchlässig ist und somit wichtige Bestandteile auf diesem Weg aufgenommen werden können. Zu unterscheiden sind da spezielle medizinische Öle von Basisölen. Unter einem Basisöl versteht man ein Öl, dem keine weiteren Substanzen wie Kräuter oder ätherische Öle beigefügt sind. Ein medizinisches Öl entsteht dann, wenn man ein Basisöl mit Heilpflanzen aufbereitet. Die Herstellung dieser Öle kann extrem aufwändig sein. Qualitativ hochwertige Öle und Heilpflanzen werden dafür in einem langen Kochprozess gemixt, gekocht und zubereitet. Die Prozedur soll das Öl so aufbereiten, dass es bei einer Massage optimal von der Haut aufgenommen werden kann. Bei einer wohltuend warmen Massage dienen die medizinischen Öle dabei hauptsächlich zum Entschlacken des Körpers. Wenn wir ganz ehrlich sind: ich weiß nicht, ob mein Körper dabei wirklich entschlackt wurde oder nicht. Aber das ist mir ziemlich egal. Denn wir sind uns einig: das war die beste Massage, die wir jemals hatten. Ich war so entspannt wie nie zuvor. Und das obwohl – oder vielleicht auch genau deswegen: bei einer Ayurveda-Massage steht eigentlich nicht das Wohlfühlen im Mittelpunkt, sondern die medizinische Anwendung und der Gesundheitseffekt. Die Massage war übrigens so gut, dass wir gleich nach der ersten Behandlung schon einen Termin für den zweiten Tag gemacht hatten. Dieses Mal eine einstündige Massage mit einem Basisöl. Denn so gut wir die Massage mit den medizinischen Ölen auch fanden, eines muss man wissen: diese Öle können sehr intensiv und recht speziell riechen. Ich musste meine Haare sehr oft waschen, bis ich den würzigen Geruch wieder raus bekam. Aber eines kann ich euch versprechen: eine Massage mit dem Basisöl ist mindestens genau so wohltuend wie eine mit medizinischem Öl – und dazu riechen sie auch noch sehr angenehm.

    Nach beiden Massagen wurde uns empfohlen das Öl in die Haut einziehen zu lassen, bevor wir es abduschen sollten – ein netter Nebeneffekt zur puren Entspannung ist dann übrigens die super weiche Haut, die man nach der Öl-Behandlung bekommt. Die Zeit verbrachten wir entspannt wie nie zuvor und voller positiver Energie am Pool bei einer Kanne sehr leckerem, selbstgebrühtem Tee.

    Mein Fazit: Der ayurvedische Spa ist das Herzstück des Villen-Resorts. Hier kommt man hin, wenn man offen gegenüber einer spirituellen Atmosphäre (dies war mein erster Berührungspunkt mit dem Thema Ayurveda) ist und auf der Suche nach sowohl mentaler Balance, als auch physischem Wohlbefinden ist. Zu Beginn des Aufenthalts sollte man meiner Meinung nach auf jeden Fall die 30-minütige Konsultation bei dem praktizierendem Arzt Dr. Sreeragh in Anspruch nehmen. Abhängig von den jeweiligen persönlichen Bedürfnissen, wird das Spa-Team des Maradiva für den weiteren Aufenthalt diverse Behandlungen, einen Speiseplan oder auch Yogaübungen vorschlagen. Die Massagen dort sind göttlich, die Mitarbeiter mehr als freundlich und arbeiten dazu wirklich sehr gewissenhaft. Ein zu recht preisgekrönter Spa und ein Besuch dort sollte definitiv auf der to-do Liste stehen.

    Love,

    Summer

  • Hotelreview: Maradiva Villas Resort & Spa Wolmar, Mauritius

    Unglaublich, dass wir gefühlt soeben noch die Wärme und die Sonne auf Mauritius genossen haben und wir nun, nach nicht mal 24 Stunden wieder auf der heimischen Couch sitzen. Es ist 08:08. Ich sitze seit einer Stunde eingekuschelt in eine Decke auf der Couch (meine innere Uhr hat mich heute,  und natürlich auch im Urlaub, mal wieder pünktlich um kurz nach 7 geweckt) und denke darüber nach, in wie viele Postings ich diesen wundervollen Urlaub aufteilen werde, um euch diese so vielfältige Insel etwas näher bringen zu können.  Anfangen möchte ich wie immer mit einem Hotelreview. Das Hotel ist meiner Meinung nach nämlich eine der wichtigsten Entscheidungen, die man bei einem Urlaub treffen muss. Mit dieser Entscheidung steht oder fällt der Urlaub – zumindest für uns als Paar. Als sogenannte noch „DINK’s“ (double income no kids) reisen wir ganz anders wie damals als Studenten und stecken somit gerne Geld in unsere Urlaube, damit die kurze Auszeit, die wir uns gönnen können, so perfekt wie möglich wird. Und „perfekt“ ist auch das Stichwort für dieses Hotel:

    Maradiva Villas Resort & Spa Wolmar 5* S, Flic en Flac, Mauritius, Leading Hotels of the World

    Das Maradiva liegt an der Westküste von Mauritius an einem unberührten Strandabschnitt. Das Resort mit zwei Restaurants, einer Bar, einem preisgekrönten Spa, einem Fitnesstudio mit Tennisplatz, einem Infinity-Pool am Strand, einer Bibliothek/Videothek und last but not least 65 luxuriöse und vor allem sehr geräumige Villen (von 163 bis 345 qm pro Villa), jeweils mit eigener Sonnenterrasse, einem kleinen Pool und Butler-Service, erstreckt sich über 11 Hektar Land direkt am weißen Sandstrand des Tamarin Bays. Die Größe und der Standort des Resorts bieten demnach sehr viel Privatsphäre und machen diesen Ort zu einer romantischen Ruheoase für Paare und auch Familien. Egal wo man sich im Resort aufhält, man bekommt nie das Gefühl, dass man das kleine Stückchen Paradies großartig mit anderen Menschen teilen müsste. Die meisten Gäste kommen daher vermutlich hierher, weil sie das ruhige, luxuriöse und private Ambiente schätzen. Aber ruhig und privat bedeutet nicht, dass man seinen Strandurlaub im Maradiva nicht auch sportlich aktiv gestalten kann. Das kann man sogar sehr gut. Denn das Hotel bietet ihren Gästen Aktivitäten wie Kajakfahren, Segeln, Windsurfen und Wasserskifahren an. Gegen Gebühr kann man auch an einem Tauchgang teilnehmen, Hochseefischen gehen oder auch Tennisunterricht nehmen. Da wir aber leider nur die ersten zwei Nächte unseres Urlaubs hier verbracht haben, haben wir uns bewusst gegen diese Aktivitäten entschieden und uns dafür ausgiebig in den Restaurants, im Fitnessstudio und im Spa ausgetobt. Das war der beste Start in den Urlaub, den wir uns hätten wünschen können.

    Die Villen – die Qual der Wahl:

    Buchen kann man im Maradiva eine der fünf verschiedenen Villentypen. Die ersten drei Kategorien: die Garden Suite Pool Villa, die Luxury Suite Pool Villa und die Beachfront Luxury Suite Pool Villa sind alle geräumige 163qm groß. Jede dieser Villen verfügt über einen eigenen 15qm großen, erfrischenden Pool, sowie einer großen Terrasse mit überdachtem Wohnbereich, einem Badezimmer mit Tageslicht, einer Innen- und Außendusche, sowie einer Minibar, Espressomaschine und einer Teekochgelegenheit. Die nächsthöhere Kategorie, die Exclusive Suite Pool Villa liegt direkt am Strand und hat eine Fläche von 220qm und einen 25qm großen Privatpool. Diese Villa verfügt zusätzlich über ein Wohnzimmer, eine Gästetoilette, sowie einem halboffenen Essbereich. Wer das entsprechende Kleingeld hat, der kann sich natürlich auch in eine der zwei Presidential Suite Villas einbuchen, welche ebenfalls direkt am Strand liegen. Mit 345qm Fläche findet man hier alles in doppelter Ausführung, so dass es sich mit zwei erwachsenen Paaren gut aushalten lässt. Der dazugehörige, beheizte Infinity-Pool mit 56qm ist ein echter Traum! Das Maradiva ist übrigens das einzige Resort auf Mauritius, das nur Villen mit je einem privaten Pool anbietet.

    Wir haben eine der neu renovierten Garden Suite Pool Villas bezogen und waren mehr als zufrieden damit. Villa 103 war gut gelegen: wir hatten sowohl einen kurzen Weg zum Pool am Strand, den Restaurants als auch zum Spa und dem Fitnessbereich. Kurze Wege bei der Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind wirklich ein Segen, auch wenn es wirklich schön ist, durch das wundervoll angelegte Resort zu spazieren. Wer jedoch keine Lust hat viel in der Hitze zu laufen, kann sich auch jederzeit mit kleinen Buggies von den Mitarbeitern von A nach B bringen lassen. Zusätzlich zu der tollen Lage hatten wir auch einfach Glück mit dem Ausblick. Denn obwohl man bei der Garden Suite Pool Villa eigentlich nur Blick auf den Garten hat (der völlig ausreichen würde, um die Seele baumeln zu lassen), so hatten wir von unserem Schlafzimmer aus nicht nur Blick auf den Garten, sondern auch auf das türkis-blaue Meer. Das Design der Villen ist traditionell mauritisch inspirierte Architektur und sehr klassisch und elegant gehalten. Die Villen sind Lichtdurchflutet und wirken trotz der edlen, dunklen Holzelemente sehr hell und freundlich. Besonders angesprochen hat mich das helle, riesige Badezimmer mit einem Walk-In Closet, einer freistehenden Badewanne vor einer riesigen Glasfront mit Blick auf einen toll angelegten Außendusche-Bereich und einer komplett verglasten Innendusche – ebenfalls mit Blick auf die Außendusche. Einfach wunderschön. Genau so würde ich mir mein Bad für ein Eigenheim bauen lassen. Sehr gefreut habe ich mich übrigens über die Luxus-Toilettenartikel der Reihe „Un Jardin sur le Nil“ aus dem Hause Hermès, passend zu der neuen Hermès Tapete. Die riechen nämlich nicht nur super, sondern pflegen die von der Hitze und der Luftfeuchtigkeit strapazierten Haare auch sehr gut.

    Die Anlage, der Fitnessbereich und der Strand – eine Ruheoase:


    Sowohl die Villen als auch die Wege sind von unzähligen Bäumen, Sträuchern, Palmen und Kakteen umzäunt. Bei einem Spaziergang durch die Anlage bekommt man das Gefühl, man würde durch einen botanischen Garten laufen. Hier kann man ganz entspannt Tiere in einer idyllischen Umgebung beobachten, dem hoteleigenen Kräutergarten einen Besuch abstatten oder das komplette Gebiet mit einem Fahrrad, welches man sich beim Hotel ausleihen kann, erkunden. Die weitläufige Anlage liegt an einem ca. 800 m langen Strandabschnitt mit türkis-blauem Meer und weißem Sandstrand – umsäumt von schattenspendenden Palmen und Kasuarinen. Ich habe mich wie im Paradies auf Erden gefühlt. Die Liegestühle und Sonnenschirme verteilen sich über den ganzen Strandabschnitt und man findet somit immer ein ruhiges Plätzchen, wo man ganz für sich alleine den wundervollen Ausblick genießen kann. Ich hätte einfach den ganzen Tag am Strand sitzen können und einfach nur die Wellen und das Treiben der Angler draußen auf dem Meer beobachten können – das war Entspannung pur. Am Strand selbst patrouilliert übrigens in regelmäßigen Abständen das Security-Personal vom Maradiva, deshalb habe ich mich trotz der wenigen Menschen dort stets sehr geborgen und beschützt gefühlt.

    Der Fitnessbereich besteht aus zwei getrennten Räumen – ein Raum mit Kraftsportgeräten und ein Raum mit Cardiogeräten, einem Tennisplatz, einem Boxsack, einer Tischtennisplatte und einem Trainer, der für Tipps und Tricks verfügbar war. Nach einer Runde Cardio für mich und einer Runde Freeletics für meinen Verlobten, haben wir uns bei der Hitze sogar noch an ein Tischtennis-Match getraut. Überflüssig zu sagen, dass natürlich ICH gewonnen habe… 😉

    Der Pool – perfekt für Sonnenuntergänge:

    Ein schöner Pool-Bereich gehört zu jedem guten Resort dazu. Der Infinity-Pool im Maradiva liegt direkt am Strand und eignet sich perfekt als Fotokulisse (und natürlich auch zum Abkühlen und Plantschen). Wir haben uns sagen lassen, dass man von hier aus einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten kann. Leider haben wir das verpasst, da es an beiden Abenden sehr bewölkt war und man die Sonne gar nicht gesehen hat. Der Pool befindet sich vor dem Hauptrestaurant und der Bar, daher bekommt man hier über den Tag verteilt schon ein paar Gesichter mehr zu sehen. Wenn man sich also doch mal etwas zu einsam fühlen sollte, dann ab an den Pool. Der Vorteil hier: man kommt schneller an Snacks und Getränke ran, da sich hier viel mehr Mitarbeiter befinden, die sich um das Wohlbefinden der Gäste kümmern können. Nachdem wir die Vormittage immer sehr gerne am menschenleeren Strandabschnitt verbracht haben, zog es uns dann ab dem frühen Nachmittag – nach ein paar entspannten Stunden im Spa (separater Bericht folgt) – doch immer an den Pool, um den Abend dort bei guter Musik und ein paar Cocktails ausklingen zu lassen, bevor wir eines der drei Restaurants aufgesucht haben.

    Die Restaurants – Kelly & das Teppanyaki-Restaurant sind ein Traum:

    Dafür, dass das Hotel „nur“ 65 Villen hat, bietet es seinen Gästen viel Abwechslung beim Essen und Trinken. Insgesamt gibt es zwei À-la-carte-Restaurants und eine Bar. Das Restaurant „Coast2Coast“ serviert ganztägig mediterrane, mauritische und internationale Speisen in entspannter Atmosphäre mit Meerblick. Das Spezialitäten-Restaurant „Cilantro“ ist auf pan-asiatische Küche spezialisiert und ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Der eine Bereich serviert indische Speisen und der andere japanische Küche, welche direkt an einem Teppanyaki-Tresen, geleitet von Chef Kelly, zubereitet wird.

    Vorab noch: wenn man das Maradiva bucht, dann immer ab „halfboard“. Sprich, man bucht den Aufenthalt mit mindestens zwei Mahlzeiten am Tag. Das Frühstücksbuffet findet man im Hauptrestaurant, dem Coast2Coast. Das Buffet bietet eine reichhaltige Auswahl von europäischen Speisen, über chinesische bis hin zu warmen indischen Gerichten. Ganz egal ob man morgens lieber süß, salzig, warm, kalt, leicht oder reichhaltig frühstückt, hier kommt jeder Frühstückstyp voll und ganz auf seine Kosten. Während mein Verlobter sich eher an das europäische Frühstück gehalten hat, habe ich den Morgen schon lieber mit einer authentischen Wantan-Suppe oder indischem Butter Chicken angefangen. Viele von euch schütteln sicherlich schon allein bei dem Gedanken daran den Kopf, aber bei mir ist das wirklich so: ich esse am liebsten warm – und das auch gerne drei mal am Tag. Oder mehr. Essen geht einfach wirklich immer!

    Da wir immer relativ spät gefrühstückt hatten und den ganzen Tag entweder faul in der Sonne lagen oder uns im Spa aufgehalten hatten, skippten wir das Mittagessen und aßen dafür recht früh zu Abend. Den ersten Abend verbrachten wir im Coast2Coast und bestellten dort das drei gängige „Chefs Menü“, welches täglich wechselt und immer bei einer Halfboard-Buchung inklusive ist. Einen Gruß aus der Küche, Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch – alles durchweg einfach lecker und qualitativ auf einem sehr hohen Niveau. Dieses Restaurant geizt weder mit der Größe der Portionen noch mit den verwendeten Zutaten: von Garnelen als Vorspeise über das Thunfischsteak als Hauptspeise – es war einfach hervorragend gut.

    So sehr ich am ersten Abend schon durch die Küche beeindruckt wurde, so übertraf das Teppanyaki Restaurant am zweiten Abend all meine Erwartungen (entschuldigt bitte die Bilder, das Licht dort war nicht ganz so fotofreudig). Neben den Spa Besuchen gehörte dieses Dinner definitiv zu unseren Highlights der ersten zwei Tage. Ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass ich alleine für dieses Essen und die tolle Show von Chef Kelly wieder im Maradiva einchecken würde. In diesem Teil des Cilantro Restaurants gibt es insgesamt nur 12 Plätze, die sich alle um den Teppanyaki Tresen befinden. Wir hatten das Glück, dass wir einen Platz genau vor der Kochplatte hatten und waren fasziniert vom Können der Köchin – das war Entertainment pur. Auch hier haben wir das „Chefs Menü“ genommen, welches insgesamt 6 Gänge beinhaltete. Angefangen von der Miso Suppe mit frittierten Thunfischhäppchen über das Tempura und Sushi bis hin zum kreativen Nachtisch – es war perfekt. Bei der Hauptspeise hatte man die Wahl zwischen Hummer und Wagyu Rind und dazu dann entweder gebratenen Reis oder Nudeln.  Für mich gab es Hummer und für den Mann Wagyu Rind – jeweils mit gebratenem Reis. Beide Gerichte wurden vor unseren Augen mit viel Können, Show, Feuer und Rauch zubereitet. Ein tolles und vor allem leckeres Erlebnis – absolut empfehlenswert! Bei diesem Menü zahlt man übrigens trotz einer Halfboard-Buchung etwas dazu. Aber es lohnt sich.

    Der Service – top notch:

    Bei einem 5 Sterne Hotel erwarte ich schon sehr viel vom Service – bei einem 5 Sterne Superior Hotel erwarte ich dann noch viel mehr. Da ich selbst in der Hotellerie arbeite, weiß ich mittlerweile sehr gut, was man als Gast erwarten darf. Daher bin ich auch immer sehr kritisch, wenn ich in Hotels übernachte und achte sehr penibel auf den Service. Das Maradiva hat mich nicht enttäuscht. Alle Mitarbeiter waren immer sehr freundlich und zuvorkommend und haben ihr Bestes getan, damit unser Aufenthalt so angenehm wie nur möglich war. Oft waren es einfach die kleinen Dinge und Aufmerksamkeiten, die für den gehobenen Service gesprochen haben und diese wussten wir sehr zu schätzen. Besonders schön fand ich übrigens, dass alle Mitarbeiter, die uns über den Weg liefen, immer ein herzliches Lächeln auf dem Gesicht hatten und einen super entspannten Eindruck machten. Das zeugt meiner Meinung nach für ein gutes Arbeitsklima – und das ist die Basis für guten Service.

    Fazit – ohne wenn und aber: 

    Ohne wenn und aber können wir das Maradiva Villas Resort & Spa Wolmar mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Sollten wir Mauritius ein weiteres Mal besuchen, dann werden wir sicherstellen, dass wir wieder einige Nächte im Maradiva bleiben werden. Wir hätten uns keinen besseren Start in den Urlaub wünschen können.

    Love,

    Summer

  • Hotelreview: Vana Belle, A Luxury Collection Resort – Koh Samui, Chaweng Noi Beach

    Fast ein Jahr ist es nun schon wieder her, seit wir im vergangenen April für ein paar Tage auf der Trauminsel Koh Samui waren. Eingebucht haben wir uns dort in zwei verschiedene Resorts. Die erste Hälfte des Urlaubs haben wir im wundervollen „Le Méridien Koh Samui Resort & Spa“ am etwas ruhigeren Lamai Beach verbracht. Für die zweite Hälfte haben wir uns das „Vana Belle – A Luxury Collection Resort“ am Chaweng Noi Beach gegönnt. Heute möchte ich euch nun endlich dieses Resort vorstellen, in dem ich mich rundrum gut aufgehoben gefühlt habe.

    Der erste Eindruck: Am Flughafen angekommen, dauert die Fahrt bis zum Vana Belle lediglich 15 min. Der Empfang ist herzlich. Ein Mitarbeiter kümmert sich um das Gepäck, ein anderer begrüßt die Gäste mit einem feuchten Handtuch und bringt sie dann anschließend zum Check-In Desk. Beim Check-In unter freiem Himmel hat man einen Panoramablick auf den funkelnden Golf von Siam. Neben eleganten Steinböden und den Wasserspielen ist die Lounge mit vielen regionalen Details wie Elefantenstatuen, Vogelkäfigen und künstlerischen Glaskuben aus Nordthailand ausgestattet, die in der Nacht mit leuchtenden Metallobjekten versehen sind. Verteilt im gesamten Lobby-Bereich gruppieren sich einladende Sessel und Sofas  um niedrige Tische herum, an denen man – geschützt vor der Sonne – Cocktails und Snacks zu sich nehmen kann. Spätestens jetzt weiß man, dass der Urlaub angefangen hat und man endlich abschalten kann.

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    Das Zimmer: Insgesamt gibt es, verteilt auf vier Zimmerkategorien, 80 Zimmer im Resort. Wir haben fünf unvergessliche Tage in einem der 58 geräumigen Pool Suiten verbracht. Die Pool Suiten stehen als Classic Pool Suiten oder Deluxe Pool Suiten zur Verfügung. Die Deluxe Pool Suiten bieten Blick auf das Meer, während Classic Suiten auf den Garten schauen. Das offene Design des Zimmers ist schlicht, edel und in Cremefarben gehalten. Das Bad ist wie in fast allen modernen Luxus- und Boutiquehäuser offen. Die Badewanne und die zwei Waschbecken stehen frei im Zimmer, während die Toilette und die Dusche sich jeweils hinter einer Milchglaswand befinden. Ich liebe offene Bäder – sie sehen einfach schöner aus, aber ich hadere immer etwas mit der Funktionalität. Bin ich denn die einzige auf der Welt, die sich die Toilette hinter einer richtigen Wand wünscht? Aber wie gesagt: schön sieht das offene  Bad dennoch aus. Das super bequeme Bett steht in der Mitte des Raumes. Vom Bett aus schaut man über den Wohn- und Sitzbereich hinweg auf den Mini-Privatpool und wenn je nach Zimmerkategorie, erhascht man vom Bett aus sogar einen Blick auf das Meer. Wirklich toll fand ich den kleinen Privatpool auf, den ich trotz der tollen Pool-Anlage direkt am feinen Sandstrand nicht hätte missen wollen. Sonst bietet das Zimmer auch alle Annehmlichkeiten von Bademäntel, Slipper, über wirklich tolle Pflegeprodukte bis hin zur gut gefüllten Minibar und Kaffeemaschine. Hier fühlt man sich wohl und bestens aufgehoben.

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    Der Service: Man merkt sofort den hohen Servicestandard im Vana Belle und man merkt, mit welchem Klientel die Servicemitarbeiter täglich zu tun haben. Die Gäste dort sind High-Class Service gewöhnt und fordern dies auch ein.  Über den Service gibt es deshalb auch absolut nichts zu meckern: er ist „on point“. Aber eine Sache fand ich doch sehr interessant: Im direkten Vergleich zum Le Meridién Koh Samui Resort & Spa wirkt der Service hier zwar noch gehobener, aber auch etwas distanzierter und nicht ganz so familiär. Meiner Meinung nach ist der Service jedoch immer etwas distanzierter, je gehobener ein Hotel ist. Oder welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

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    Die Anlage/ der Pool: Die Anlage ist wunderschön grün angelegt und recht weitläufig. Der Pool am Strand war unsere tägliche Anlaufstelle. Der Süßwasser-Infinity-Pool befindet sich zwischen dem Sandstrand, den Felsformationen und einem üppigen tropischen Wald. Neben der wirklich tollen Lage bietet der Pool-Bereich drei kostenfreie Cabanas (welche wir uns gerne am späten Nachmittag gesichert haben, um den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen), sowie Sonnenliegen, die entweder mit Sonnenschirmen ausgestattet sind oder im schattigen, knöcheltiefen Teil des Pools liegen. Abends wird der Pool von unten mit funkelnden Lichtern erleuchtet, die zwischen Rot, Blau, Grün und Gelb wechseln und eine wahnsinnig schöne Atmosphäre kreieren. Die angrenzende Pool Bar bietet erfrischende Snacks und Drinks wie Salate, Sandwiches und lokale Gerichte, alkoholfreie Getränke, Cocktails und vieles mehr, die wir während unseres Aufenthaltes fast einmal komplett durchprobiert haben. Alles super lecker – aber preislich natürlich nicht ohne. Besonders toll fand ich übrigens, dass die Hotelmitarbeiter die Gäste über den Tag verteilt mit gekühlten Wasserflaschen versorgt haben, damit man immer genug Wasser zu sich nimmt. Top!

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    Der Strand: Was gibt es schöneres als unter Palmen zu liegen, dem Rauschen des Meeres zu lauschen und den feinen, hellen und angenehm warmen Sand durch die Finger rieseln zu lassen? Nicht viel. Richtig. Der Strandabschnitt vorm Hotel ist wunderschön – sehr viel empfehlenswerter als der Strandabschnitt vor dem „Le Meridién Koh Samui“. Der Chaweng Noi Beach ist die kleine Schwester vom Chaweng Beach. Dieser Strand ist wunderschön ruhig gelegen, fernab vom Trubel der grossen Schwester und dennoch nah genug am Ort des Geschehens, sollte man nach einigen erholsamen Tagen voller Ruhe und Idylle doch mal etwas Abwechslung und Nightlife suchen. Die beliebte Flaniermeile, die Chaweng Beach Road, ist mit den unzähligen Restaurants, Bars, Clubs und Shops nur eine 10-minütige Taxifahrt vom Hotel entfernt. Somit ist das Vana Belle perfekt für Gäste, die sowohl einen Aktiv- als auch einen Entspannungsurlaub erleben wollen und dabei nicht auf Luxus verzichten wollen.

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    Die Speisemöglichkeiten: Das Vana Belle bietet ihren Gästen zwei verschiedene Restaurants an. Im Restaurant Kiree gibt es leckere thailändische Spezialitäten – modern interpretiert. Das Kiree ist etwas erhöht gelegen. Von dort aus hat man eine wundervolle Aussicht auf das offene Meer. Hier gibt es auch das tägliche Frühstücksbuffet, das mit Abstand das allerbeste Frühstücksbuffet war, das wir jemals hatten. Alleine schon für das Frühstück würde ich dieses Hotel wieder buchen. Auch das à la carte Menü für das Abendessen ist sehr empfehlenswert. Hochwertig, schön angerichtet und sehr authentisch. Nachteil beim Frühstück als auch beim Abendessen ist der Preis. Wer aus dem Resort rausfährt kann für sehr viel weniger Geld genauso gut oder noch besser essen. Aber im Urlaub darf man auch mal faul sein und auch einen ganzen Tag lang sich nur im Resort aufhalten. Im Restaurant Panali werden neben internationalen und Thailändischen Gerichten, vor allem Italienische Speisen serviert. Das Panali liegt direkt am Strand und war vor allem zum Mittagessen unsere Anlaufstelle, wenn wir doch mal die Muße hatten, uns vom Pool wegzubewegen. Sehr genossen haben wir auch das Beachfront Sea Breeze BBQ (letztes Bild). Für Seafood-Liebhaber ist das ein Muss. Das BBQ wird direkt neben dem Strand serviert und war wirklich einfach nur lecker. Das leise rauschen des Meeres sowie der Sternenhimmel runden das Dinner ab und zwischendurch haben wir gemeinsam mit den Restaurantmitarbeitern Himmelslaternen mit unseren Wünschen beschriftet und in den Himmel steigen lassen – ein rundum gelungenes Dinner!

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    Fazit, kurz und bündig: Wundervolles Hotel, schöne Anlage, toller Service, Luxus pur – würde ich ohne Bedenken sofort wieder buchen.

    Love,

    Summer

  • Hotelreview: Design Hotel Kompas Dubrovnik

    Wie bereits in meinen vorherigen Dubrovnik-Berichten (Hotelreview: Grand Villa Argentina, Traveldiary: 6 Reisetipps für Dubrovnik) erwähnt, haben wir nach den ersten zwei Tagen das Grand Villa Argentina gegen das Design Hotel Kompas Dubrovnik getauscht, um mit ihm als Ruheoase die näheren Ausflugsziele rund um Dubrovnik besser kennen zu lernen. Bevor ich euch aber erzähle, welche Orte und Sehenswürdigkeiten ich für einen Tagesausflug empfehlen kann, möchte ich euch zunächst das Hotel etwas genauer vorstellen:

    Design Hotel Kompas Dubrovnik – Ul. kardinala Stepinca 21, 20000, Dubrovnik, Kroatien – ein Hotel der Hotelgruppe der Adriatic Luxury Hotels.

    Wenn ihr das Hotel googelt, dann bekommt ihr auf der rechten Seite die Fehlinformation, dass es ein 3 Sterne Hotel sei – lasst euch davon nicht beirren: die Information ist veraltet. Das Design Hotel Kompas Dubrovnik wurde im Jahr 2015 komplett renoviert und ist seit dem ein super schickes und vor allem sehr modernes 4 Sterne Hotel, das dem modernen Reisenden alle Annehmlichkeiten bietet, die man sich wünschen kann. Es befindet sich in der wunderschönen Lapad-Bucht, dem größten Strandabschnitt Dubrovniks. Die Hotellobby ist hier ungewöhnlicherweise im 10. Stock. Mit dem Aufzug gelangt man dann auf die einzelnen Etagen. Im ersten Obergeschoss befindet sich der Wellness und Spa Bereich und weiter unten im Erdgeschoss das Hotelrestaurant mit Blick aufs Meer. Von dort aus ist man übrigens in nur zwei Gehminuten am Strand. Wer in die Altstadt will, der nimmt ganz einfach den öffentlichen Bus. Die Fahrt dorthin dauert nur etwa 15 Minuten. Da es selbst in der Nebensaison nicht einfach war, einen Parkplatz in der Alstadt zu finden, ist dies in der Hauptsaison wahrscheinlich ein Ding der Unmöglichkeit – von daher ist ein Busshuttle gar nicht mal so unpraktisch. Allerdings sollte man sich generell für einen längeren Urlaub mit Dubrovnik als Base unbedingt ein Auto mieten, um die tollen Ausflugsziele in näherer Umgebung besichtigen zu können.

    Der erste Eindruck: Beim Betreten der Lobby durch die 10. Etage merkt man zunächst gar nicht, wie groß und weitläufig das Hotel eigentlich ist. Das erkennt man erst dann, wenn man nach dem Check-In seine Sachen im Zimmer verstaut hat und einen ersten Blick von seinem Balkon wirft. Das Einchecken habe ich meinem kroatisch-sprechenden Freund überlassen, worüber sich die Rezeptionistin sehr gefreut hatte – auch wenn englisch und sogar deutsch gar kein Problem für sie war. Sie war übrigens sehr freundlich und gesprächig und hat uns sogleich anhand einer Karte erklärt, wo wir uns gerade befinden und wo sich das Leben sonst so abspielt, wenn nicht gerade Nebensaison ist. Im November hatten leider doch die meisten Restaurants und Bars schon geschlossen gehabt und es war wirklich sehr leer für die sonst so lebhafte Bucht. Für uns war das aber nicht weiter tragisch, da wir für jeden Tag Ausflüge geplant hatten. Ich habe währenddessen den Ausblick und das Hoteldesign auf mich wirken lassen. Mein erster Eindruck vom Hotel war ohne wenn und aber sehr positiv. Die Lobby ist modern eingerichtet und sieht sehr einladend und freundlich aus. Hinter der Lobby befindet sich die erste von insgesamt zwei Hotelbars, die Zenith Bar. Hier kann man Cocktails und Kaffee-Drinks mit einen atemberaubenden Blick auf die Lapad-Bucht genießen (mit Sicherheit einer der besten Spots in der Lapad-Bucht, um den Sonnenuntergang bei einem Cocktail zu genießen!). Bei gutem Wetter habe ich mich hier gerne mit einer Tasse Café auf der Terrasse gesonnt. Der Look, sowohl von der Lobby als auch von der Bar, ist „clean“ und schlicht, genau so wie ich es mag. Hier habe ich mich wirklich von der ersten Sekunde an einfach wohl gefühlt.

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    Das Zimmer: Einige der führenden kroatischen Innenarchitekten sorgten für ein modernes Design auf den insgesamt 173 Zimmer und Suiten des Hotels. Jedes dieser Zimmer verfügt über mindestens einen großen Balkon – die meisten davon sogar mit einem wunderschönen Blick auf das Meer. Wir wurden vor Ort mit einem Upgrade auf ein Premium-Zimmer auf der 9. Etage überrascht und haben uns wirklich sehr darüber gefreut. Diese Zimmerkategorie bietet nämlich zwei große Balkone an und ist dadurch nicht nur schön lichtdurchflutet, sondern auch etwas größer als die Standardzimmer. So weit ich das richtig gesehen hatte, hatte das Eckzimmer auch eine Verbindungstür zum Nachbarzimmer. Das wäre perfekt für eine Familie mit Teenager oder auch für eine größere Gruppe von Freunden. Auf einigen Bewertungsportalen habe ich übrigens gelesen, dass man die 9. Etage unter der Zenith Bar meiden sollte, weil es dort etwas lauter zugehen könnte. Ich kann das so nicht bestätigen. Allerdings war ich auch nicht zur Hauptsaison dort. Wer also sehr lärmempfindlich ist, sollte diesen Tipp beherzigen und beim Check-In dann ansprechen (die Mitarbeiter am Check-in haben einen sehr freundlichen Eindruck auf mich gemacht, daher werden sie sicherlich ein offenes Ohr dafür haben). Das Zimmer war sehr sauber und wie die Lobby auch, sehr „clean“ und modern eingerichtet. Besonders gern mochte ich die kleine Sitzecke. Da mein Freund immer länger geschlafen hatte als ich, habe ich mich jeden Morgen mit meinem Buch (Das Paket von Sebastian Fitzek – spannend!) und einer Kuscheldecke auf den bequemen Sessel gekuschelt und die Zeit bis zum Frühstück dort verbracht – super gemütlich. Das Bad, ein schmaler, länglicher Raum hinter dem großen Flatscreen TV gegenüber vom Bett, war ausreichend groß und mit einer halb-offenen Dusche, Bademäntel und lecker duftenden Pflegeprodukten ausgestattet. Alles in allem: das Zimmer ist stilvoll eingerichtet, sehr geräumig, sauber, mit einem bequemen Bett versehen und daher sehr empfehlenswert!

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    Wellness & Spa: Man merkt dem Hotel an jeder Ecke an, dass es vor kurzem erst renoviert wurde. Zusätzlich wurde penibel darauf geachtet, dass alle Bereiche sauber waren und dass alles ordentlich aussah – vor allem im Wellness & Spa Bereich auf der ersten Etage des Hotels. Hier kam in regelmäßigen Abständen eine Mitarbeiterin rein und räumte die benutzen Handtücher weg, legte neue hin und schaute nach, ob alles in Ordnung war. Der beheizte Innen-Pool ist ganz in weiß gehalten und sieht daher sehr edel aus. Ich habe mich jeden Abend nach einem anstrengenden Ausflug sehr auf den Wellnessbereich gefreut. Die abendliche Routine sah folgendermaßen aus: Sportsachen an und erst einmal eine halbe Stunde im Fitnessraum auf dem Stepper verbringen. Der Raum war zwar recht klein, aber dafür hatte man eine gute Auswahl an verschiedenen Fitnessgeräten, die allesamt noch sehr neu waren. Danach kurz unter die Dusche gesprungen und ein paar Bahnen im Pool geschwommen, bevor es zum gesunden Schwitzen in die finnische Sauna (wahlweise auch in das Dampfbad) ging. Während mein Freund dann oft noch eine zweite Runde schwimmen war, habe ich es mir – wie hätte es auch anders sein können – mit dem Buch bequem gemacht und die wohlige Wärme im Spa Bereich genossen. Auf der großen Sonnenterrasse vor dem Fitnessraum befindet sich übrigens noch ein etwas größerer Outdoor-Pool, den ich natürlich bei Sonnenschein und 30° Grad Celsius Lufttemperatur dem Indoor-Pool vorgezogen hätte. Von dort aus kann man ganz entspannt die Adria betrachten, während man sich den ganzen Tag lang mit gesunden Shakes und Power-Drinks von der Boutique-Bar Luna versorgen lässt. Den späten Abend verbrachten wir entweder dick eingepackt auf dem Balkon (ich liebe es, dem Meeresrauschen zu lauschen!) oder vor dem Fernseher und haben den Tag und das erlebte Revue passieren lassen. Und nach der körperlichen Anstrengung tagsüber, da durfte man sich auch zu später Stunde noch mal ein leckeres Club Sandwich aufs Zimmer bestellen, richtig? Richtig! Genau das haben wir uns nicht nehmen lassen. In-Room Dining ist einfach eine tolle Sache und wir wurden nicht enttäuscht. Top Service.

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    Restaurant: Apropos Cocktails und Kaffee in der Zenith Bar, Shakes und Drinks aus der Boutique-Bar Luna und 24h Room Service – als letzten Stop möchte ich dann noch mal kurz auf das mediterrane Restaurant Sphere zu sprechen kommen. Dort wurde jeden Morgen ein großzügiges und sehr leckeres Frühstücksbuffet serviert. Das Frühstücksbuffet bot die selben Speisen und Getränke an wie in der Grand Villa Argentina, sehr solide also. Auch wenn ich nichts vermisst habe, so bin ich mir doch sicher, dass das Hotel in der Hauptsaison ein noch größeres Geschütz auffährt und seinen Gästen noch mehr Auswahl zum Frühstücken anbietet. Hier habe ich mal wieder bemerkt, dass das Beste am Frühstücksbuffet im Hotel die Tatsache ist, dass man so ganz entspannt und gut gestärkt in den Tag starten kann, ohne sich um irgendetwas kümmern zu müssen. Besonders positiv im Gedächtnis geblieben ist mir übrigens ein älterer Herr (ich glaube, es war der Serviceleiter oder auch der Restaurantleiter?) aus dem Sphere. Er war durch und durch Hotelier und hat seinen Beruf mit einer Leidenschaft ausgeübt, welche mich selbst als Gast begeistert hatte. Er war ein toller Gastgeber und wir haben uns nicht zuletzt durch ihn sehr gut aufgehoben gefühlt. Geöffnet hat das Restaurant übrigens von 6:30 bis 24:00 Uhr. Man kann hier also zu jeder Uhrzeit recht casual mit Blick auf das glitzernde Meer und die wunderschöne Landschaft in einer stylischen Umgebung essen. Dazu gibt es leckere Cocktails, eine gut sortierte Weinkarte und guten Kaffee. Und um das noch mal zu betonen: den Meerblick gibt es gratis dazu – was will man mehr, oder?

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    Mein Fazit: Das Design Hotel Kompas Dubrovnik hat die perfekte Lage für moderne Touristen, die sich eine längere Zeit in Dubrovnik aufhalten wollen, um sowohl die Altstadt, als auch die nähere Umgebung kennen zu lernen – ohne dabei auf Strand, Meer und Wellness verzichten zu wollen. Wenn du den casual Luxus magst, ein moderner Typ bist und viel Wert auf Sauberkeit legst, dann ist dieses Hotel die richtige Wahl.

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  • Hotelreview: Grand Villa Argentina Dubrovnik

    Nach der anstrengenden China-Reise im September wollten mein Freund und ich das Jahr 2016 unbedingt noch mit einem entspannten Urlaub am Meer beenden. Eigentlich dachten wir dabei an Bali oder Mauritius, aber da wir 2016 nicht mehr am Stück so viel Urlaub nehmen konnten und mein Freund dazu noch etwas Heimweh nach „seinem“ Meer und Kroatien hatte, beschlossen wir spontan, nicht in die Ferne zu fliegen – sondern nach Dubrovnik. Im Nachhinein kann ich nur bestätigen, dass das die beste Entscheidung war, die wir hätten treffen können. Dubrovnik in der Off-Saison ist genial! Mein Herz ist definitiv dort geblieben.

    Am 22. November nach der Arbeit ging es los. Nach nur knapp zwei Stunden Flug landeten wir in Dubrovnik. Direkt am Flughafen holten wir unseren Mietwagen ab und fuhren dann Richtung Innenstadt. Unser erstes Ziel war das Hotel Grand Villa Argentina, in dem wir die ersten zwei Nächte von insgesamt sieben verbracht haben. Ich persönlich liebe es ja, in Hotels zu wohnen und würde am liebsten 365 Tage im Jahr im Hotel wohnen! Da es viel zu viele tolle Hotels auf dieser Welt gibt und ich mich meistens nicht für ein Hotel entscheiden kann, buche ich mich auf meinen Reisen gerne in mindestens zwei verschiedenen Hotels ein. Besonders auf Inseln wie Koh Samui oder Bali mache ich es, um einem Resort-Koller zu entgehen und auch mal andere Ecken zu entdecken. So auch dieses Mal. Aufgebaut war der Urlaub so, dass wir die ersten zwei Tage in der Nähe der Altstadt gewohnt haben, damit wir diese Ruhe erkunden konnten. Dann zogen wir für weitere drei Tage an den Lapad Beach, um von dort aus Trsteno, Ston, Orebic und Korcula zu besichtigen. Abschließend haben wir uns noch weitere zwei Tage in einem Wellness-Hotel in Srebreno eingebucht, um von dort aus Mostar und Cavtat zu besuchen und den Urlaub mit Spaziergängen am ruhigen Strandabschnitt in der Nähe zu beenden. Bevor ich euch aber zu den einzelnen Stationen mitnehme, möchte ich euch unser erstes Hotel auf dieser Reise etwas näher vorstellen:

    Grand Villa Argentina (5 Sterne Hotel), Ul. Frana Supila 14, 20000, Dubrovnik, Kroatien – ein Hotel der Hotelgruppe der Adriatic Luxury Hotels.

    Auf einer steil abfallenden Klippe gelegen, mit tollem Blick auf Dubrovniks Altstadt, ist die Grand Villa Argentina eine der exklusivsten Unterkünfte dort. Zu Fuß benötigt man nur etwa zehn Minuten – wenn man gemütlich schlendert – bis man vor dem Ploce-Tor und somit vor der Altstadt – übrigens Weltkulturerbe – steht. Das Hotel hat die perfekte Ausgangslage, um sowohl die „stari grad“ zu erkunden, als auch leicht abseits des Trubels (der Hauptsaison) das Meer und die Natur zu genießen. Zur Entspannung stellt das Hotel dabei nicht nur einen Indoor Wellnessbereich inklusive Pool, Jacuzzi, Fitnessstudio, Sauna und Dampfbad zur Verfügung, sondern auch eine wunderschöne Außenanlage mit üppigen Gärten voller Zitronen- und wilden Orangenbäumen sowie Rosmarin-, Lorbeeren- und Lavendelpflanzen. Der Garten war selbst jetzt im „Winter“ schon sehr beeindruckend, wie schön muss er dann im Frühling/ Sommer erst sein, wenn alles erblüht ist? Als ich so durch die Anlage spazierte, schoss mir ein Gedanke immer wieder durch den Kopf: dieser Ort wäre absolut märchenhaft für eine kleine, aber feine Hochzeit! Wer also überlegt, sich in Europa vor romantischer Kulisse am Meer das Ja-Wort zu geben, der kann sich gerne mal hier informieren und sich bei Interesse mit dem Hotel in Verbindung setzen: hier klicken. Neben der perfekten Hochzeitskulisse findet man im Garten aber natürlich auch für den Kurzurlaub überall ruhige Ecken, um sich mit einem Buch zu verziehen, die Sonne zu genießen oder auch einfach mal nichts zu tun. Mein Lieblingsplatz war definitiv der mit Meerwasser befüllte Außenpool direkt am Privatstrand des Hotels. Dort konnte ich stundenlang sitzen, dem Meeresrauschen lauschen, den wenigen mutigen Tauchern zuwinken, die sich in das 17° Grad Celsius kalte Wasser getraut haben und die Altstadt betrachten. Die Abende verbrachten wir jedoch sehr gerne im Wellnessbereich und benutzten den Jacuzzi, die Sauna und das kleine Fitnessstudio. Der Wellnessbereich ist für mich übrigens mit ein ausschlaggebendes Kriterium bei meiner Hotelauswahl. In meinem Koffer habe ich ganz egal wo es hin geht, immer meine Sportsachen und mindestens einen Bikini mit. Ein Hotel ohne Fitnessstudio und Pool hat also bei mir schlechte Karten. Und das, obwohl ich noch kein großer Fitness-Freak bin. Aber das Wissen, ich könnte, wenn ich wollen würde – das gibt mir einfach ein besseres Gefühl.

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    Neben den Wellness- und Spa-Angeboten bietet das Hotel seinen Gästen auch einige Restaurants und Bars mit toller Aussicht. Nur wenige Meter von der Adria entfernt zum Beispiel, bietet das Beach Terrace Restaurant und Bar eine Auswahl an Pasta, Salaten, Sandwichs und Snacks in den Sommermonaten von Mai bis September an. Leichte Kost beim Sonnenbaden kann nie schaden! Die Lobby Bar befindet sich wie der Name es schon verrät, direkt in der Lobby neben der Rezeption. Von dort aus hat man einen wundervollen Blick über die Adria. Hier kann man nach der Ankunft erst einmal in hinter einer riesigen Glasfront eine kleine Verschnaufpause einlegen und die Aussicht bei einem Café auf sich wirken lassen. Last but not least gibt es noch die im Stil einer Brasserie gehaltenen La Caravelle Restaurant & Piano Bar. Leider war es jetzt im November schon zu kalt, um abends auf der großen Terasse des Hauptrestaurants zu sitzen, ein mehrgängiges Dinner zu genießen und dabei den Sonnenuntergang über der Adria zu beobachten. Dafür konnten wir hier jedoch in der wärmenden Sonne das tägliche Frühstücksbuffet mit Blick auf die Altstadt zu uns nehmen. Das haben wir wirklich sehr genossen. Nach den kalten Tagen und Wochen in Deutschland tat es so gut, endlich wieder mal Vitamin D zu tanken. Das Frühstücksbuffet selbst war solide. Sowohl mein Freund, der zwar gerne herzhaft, aber vor allem süß frühstückt, als auch ich – Team herzhaft – wurden beim Buffet zufrieden gestellt und konnten so ganz entspannt und gut gestärkt in den Tag starten. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass das Hotel in der Hauptsaison ein größeres Geschütz auffährt und noch mehr zum Frühstücken anbietet. Die Servicemitarbeiter waren allesamt freundlich, aufmerksam und sehr zuvorkommend. Sie haben sich direkt nach dem ersten Tag gemerkt, wer welche Vorlieben bezüglich Kaffee oder Tee hatte. Im Servicebereich mag das vielleicht nichts besonderes sein, aber mich beeindruckt das immer wieder und ich schätze solche kleine Aufmerksamkeiten sehr. Außerdem sprachen alle Mitarbeiter, mit denen man öfters ins Gespräch kommt, gut englisch und es gab keinerlei Verständigungsprobleme.

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    Aufgeteilt ist das Hotel übrigens in zwei Bereiche. Zum einen gibt es die historische Villa an sich, die als Privatresidenz zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut und in den 1950er Jahren erst zum Luxushotel umgebaut wurde. Und zum anderen gibt es den etwas moderneren Teil, das Hotel Grand Villa Argentina. Beide „Häuser“ zusammen bieten insgesamt 131 Zimmer an – aufgeteilt in folgende Zimmerkategorien: klassische Zimmer, Superior Zimmer, Deluxe Zimmer, Junior Suiten und einer Executive Suite. Während unseres Aufenthaltes haben wir zwei Nächte in einem Superior Zimmer im Hotel Grand Villa Argentina verbracht. Das Zimmer war eher klein und recht schmal geschnitten – besaß dafür aber einen großen Balkon und bot uns somit einen traumhaften Blick auf das offene Meer und die gegenüberliegende Insel Lokrum an. Da wir uns an diesen beiden Tagen so gut wie gar nicht im Zimmer selbst aufgehalten hatten, war die Größe des Zimmers kein Problem für uns. Die Zimmer sind klimatisiert und schlicht und gemütlich im älteren Stil eingerichtet. Das Bett, bestehend aus zwei zusammengerückten Einzelbetten (die Lücke zwischen den zwei Einzelbetten war eine ganz neue Erfahrung für uns!), nahm den meisten Platz im Zimmer ein. Auf der einen Seite vom Bett befand sich ein kleiner Arbeits-/ Schminkplatz und auf der anderen Seite stand eine bequeme Sitzgelegenheit mit Fußhocker an einem kleinen Beistelltisch bereit. Weitere Annehmlichkeiten wie Flachbildschirm-TV, Minibar, gratis WLAN auf den Zimmern (und im gesamten Hotel), Safe, Föhn (der war leider doch schon sehr veraltet und hat sich sehr schnell beim Benutzen erhitzt, also hier lieber auf Nummer sicher gehen und einen eigenen mitnehmen), Bademäntel und Hausschuhe sind natürlich Standard für ein fünf Sterne Haus und waren vorhanden. Gefreut habe ich mich übrigens sehr über die Luxus-Toilettenartikel der Verbene Linie von l’Occitane, die ich auch zu Hause gerne benutze. Die riechen so unglaublich frisch und lecker nach Zitrone, absolut empfehlenswert! Das Badezimmer selbst wirkte durch den altmodischen Look je nach Geschmack des Betrachters etwas altbacken, oder aber auch charmant. Ich persönlich würde das Hotel wieder buchen. Hauptsächlich wegen der Nähe zur Altstadt und wegen der schönen Gartenanlage. Allerdings würde ich mir dann ein Zimmer in der historischen Villa buchen. Ich glaube nämlich, dass die Einrichtung sehr viel besser in der alten Villa zur Geltung kommt und dort einen ganz anderen Charme versprüht als im moderneren Teil. Wer allerdings schon im Vorfeld weiß, dass man nicht all zu viel Zeit im Zimmer selbst verbringen wird, kann sich natürlich auch ein Zimmer im Hotel Grand Villa Argentina buchen (das ist im Vergleich zur Villa selbst immer etwas günstiger). Mein Tipp: wenn man schon mal am Meer ist, dann unbedingt ein paar Euro drauf legen und ein Zimmer mit Meerblick buchen! Mal im Ernst, was gibt es schöneres, als sich vom beruhigenden Meeresrauschen in den Schlaf wiegen zu lassen?

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  • Hotelreview: Das historische Schlosshotel Kronberg

    Vor einiger Zeit ging es für mich zu einem Luxusreisebloggertreffen in das wunderschöne Schlosshotel Kronberg. Bisher kannte ich persönlich nur Fashion-Blogger und muss leider gestehen, dass ich mich nach 6 Jahren Bloggen einfach nicht mehr zu 100% mit der Fashion-Blogger Gruppe identifizieren kann, obwohl mir Fashion noch genau so viel Spaß macht wie damals. Mein Leben hat sich seit dem stark verändert und dementsprechend haben sich natürlich auch die Themen auf meinem Blog verändert. Im Zuge des Luxusreisebloggertreffens bekam ich also die Möglichkeit, nicht nur die Agentur Lobster Experience, sondern auch die Organisatorinnen Anja Beckmann und Janett Schindler, sowie viele weitere Reise-Blogger bei spannenden Vorträgen zum Thema „Luxusreisen“ kennen zu lernen – herzlichen Dank dafür! Neben den interessanten Gesprächen, Vorträgen und Menschen, bekamen wir zudem die Möglichkeit, auch das historische Schlosshotel Kronberg selbst näher kennen zu lernen, das ich euch in meinem heutigen Posting vorstellen möchte.

    Schlosshotel Kronberg, Hainstraße 25, 61476 Kronberg im Taunus.

    Ich kann mich noch sehr gut an den 26. September erinnern. Das war der Montag nach meinem China-Urlaub, der erste Arbeitstag nach einem wundervollen, aber auch anstrengendem Urlaub also. Dieser begann mit vielen Mails und Meetings, aber vor allem mit einer sich ankündigenden Erkältung. Nachdem ich also nach Feierabend mit Halsschmerzen und super abgehetzt mit der S-Bahn in Kronberg am Bahnhof ankam, habe ich mich natürlich sehr über den freundlichen und warmherzigen Empfang am Gleis gefreut. Oft steht und fällt der Gesamteindruck vom Hotel mit der begrüßung/ dem Check-In und wenn der erste Eindruck nicht sehr positiv ist, dann hat man es als Hotel viel schwerer, den Gast wieder vom Gegenteil zu überzeugen. Aber ein freundliches Gesicht, eine schicke Mercedes Limousine mit Burmester Anlage, eine kurze Fahrt hoch zum Hotel: und ich fühlte mich bereits etwas entspannter, aber vor allem gut aufgehoben. Wenn man durch das große Tor fährt und einer kurzen Strecke das Hotel dann zum ersten Mal sieht, dann stockt einem kurz der Atem. Ein wirklich beeindruckendes Anwesen inmitten einer riesigen Parklandschaft – und die Lobby erst! Beim Betreten des Hotels kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus! Überall entdeckt man Kunstobjekte, Gemälde, Stuckdecken, Kronleuchter – zwischenzeitlich wusste ich gar nicht, wohin ich zuerst schauen sollte! Wie kann die Lobby so voller interessanten Reliquien sein, aber dennoch so wunderbar harmonisch und gar nicht überladen aussehen? Das war mir ein echtes Rätsel. Auch der Check-In an sich verlief reibungslos. Höfliche Mitarbeiter, die zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Witz machten und zack war das Eis gebrochen und man fühlte sich angekommen.

    Apropos „ankommen“: Gäste, die eine Suite gebucht haben müssen gar nicht in der Lobby warten, bis sie eingecheckt werden. Sie werden nämlich direkt zur Suite gebracht, und dort eingecheckt – da fällt einem das Ankommen wahrscheinlich noch leichter. Damit nicht genug, der private Check-In soll bleibenden Eindruck hinterlassen, daher wird an der Bar in der Suite während des Eincheckens der Lieblingsdrink des Gastes gemixt. So startet man doch gerne in den Urlaub.

    Nachdem einchecken war ich kurz auf dem Zimmer und habe mich sehr über den Willkommens-Brief und einen frischen Obstteller gefreut. Der erste Eindruck vom Zimmer selbst war ebenfalls sehr positiv. Denn als hätten sie gewusst, dass mich die Farbe „rosa“ glücklich macht, bekam ich ein liebevoll in rosa eingerichtetes Zimmer zugeteilt. Stellt euch mal vor, in diesem Hotel gleicht kein Zimmer dem anderen! Aber jedes Zimmer ist in sich durchdacht und abgestimmt. Die verschiedenen Grundrisse werden optimal genutzt und bieten den Gästen Komfort und ausreichend Platz. Für das Konzept und die Einrichtung der neuen Zimmer wurde übrigens die renommierte Innenarchitektin Nina Campbell engagiert. Ihr stilvolles Design zeichnet sich durch exklusive Stoffe, Polster und Teppiche in ganzheitlichen Farb- und Raumkonzepten aus und ist ganz klar und deutlich in den neuen Zimmern zu erkennen. Nachdem ich mir einen ersten Eindruck der Zimmer gemacht hatte und mich kurz frisch machen konnte, habe ich auch schon direkt den wunderschönen Veranstaltungsraum aufgesucht, in dem die angekündigten Vorträge präsentiert wurden, da ich diese auf gar keinen Fall verpassen wollte.

    Das besondere am Schlosshotel Kronberg ist, dass man sich in eine andere Zeit versetzt fühlt, ohne jedoch auf den Luxus und die Annehmlichkeiten von heute verzichten zu müssen. Hinter der gut erhaltenen historischen Fassade, ist das Hotel nämlich super modern und bietet den Gästen alles, was sie sich wünschen.

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    Nach den wirklich interessanten Vorträgen wurden wir von Herr Frank Zimmermann, dem charismatischen Hoteldirektor des Hauses und Herr Dr. Rüdiger Jacobs, dem hauseigenen Historiker, durch das geschichtsträchtige Hotel geführt. Es ist der Wahnsinn: dieses Hotel ist „Geschichte zum Anfassen“ pur! Während ich die Unterrichtsstunden in Geschichte damals als unheimlich langweilig und trocken empfand, so habe ich mich hier richtig über die Hotelführung gefreut und diese voll und ganz genossen – und das nicht nur, weil wir an den einzelnen Stationen auch kulinarisch vom Hotel-Team verwöhnt wurden. Herr Dr. Jacobs schaffte es einfach, die Geschichte lebendig und spielerisch an den Mann zu bringen. Seine Begeisterung für das Haus und die Geschichte selbst war so wunderbar ansteckend, man konnte gar nicht anders, als an seinen Lippen zu hängen! Ich glaube, ich habe selten einen Menschen gesehen, der so viel zu erzählen hatte und dies mit solch einer Leidenschaft tat. Mit ihm zusammen ging die kulinarische Schlossführung gefühlt leider viel zu schnell vorbei und ich hätte gerne noch so viel mehr über diesen Ort erfahren.

    Im Schlosshotel Kronberg erlebt man die Geschichte. Man lebt regelrecht darin – hier kann man Geschichte wirklich anfassen.

    An dieser Stelle möchte ich einen winzigen geschichtlicher Exkurs mit euch teilen: Das Schlosshotel wurde 1893 nach den Wünschen und Vorstellungen von Victoria Kaiserin Friedrich, damals als Schloss Friedrichshof errichtet. Sie ließ sich das Schloss getreu ihrer Herkunft im viktorianischen Stile einrichten. Bis 1901 lebte sie selbst im Schloss und machte es mit ihrem Charme und ihrer Lebenseinstellung zu einem besonderen Ort der Gastfreundschaft. Die ihr würdigen Gäste mussten als Tradition damals bei ihrer Ankunft im Schlosshotel erst einmal einen Baum pflanzen. Tolles Gastgeschenk und eine tolle Erinnerung! Ich hätte an dieser Stelle sehr gerne noch gewusst, wer damals alles ein Bäumchen in dem weitläufigen Park (und heute auch Golfplatz) pflanzen durfte – aber das werde ich bei Gelegenheit noch heraus finden. 

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    Herr Dr. Jacobs erklärte uns im Laufe des Abends noch den Unterschied zwischen Damentreppen und Herrentreppen, klärte uns über die verschiedenen Wappen auf, pickte sich Kunstobjekte heraus, die er uns erläuterte und erzählte von den hochrangigen Gästen, die vor Ewigkeiten genau dort gesessen hatten, wo wir genau in dem Augenblick saßen. Beeindruckend einfach! Dass Geschichte mal so interessant werden könnte und ich lieber noch ein paar Geschichten von einem Historiker hören wollte, statt mich in die Badewanne meines Luxuszimmers zu legen und mir ein Schaumbad zu gönnen, das hätte ich mir auch nicht erträumt. Wer sich jetzt nach meinem Schwärmen selbst von den Skills von Hr. Dr. Jacobs überzeugen möchte, der kann dies übrigens an jedem 2. und 4. Wochenende eines Monats tun. Das Schlosshotel bietet dann nicht nur den eigenen Gästen, sondern auch den externen Besucher eine historische Führung durch das Schlosshotel Kronberg mit Frau Dr. Astrid Jacobs und Herr Dr. Rüdiger Jacobs. Weitere Informationen dazu findet ihr hier.

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    Nach vielen neuen Eindrücken, einem tollen Menü und interessanten Gesprächen habe ich mich nach einem anstrengenden Tag gegen elf Uhr von der restlichen Gruppe verabschiedet und mich auf meinen wohlverdienten Feierabend gefreut. Nach einer wohltuenden warmen Dusche habe ich mich in das unheimlich bequeme Bett fallen lassen und den Abend und die Erzählungen noch ein mal Revue passieren lassen. Zwischen den wirren Gedanken kurz vor dem Einschlafen kam ich immer wieder zu dem Ergebnis, dass dieses Hotel eine wunderbare Location für eine Märchenhochzeit wäre. Mit einem 1A Service, einer traumhaften Kulisse, kulinarischen Highlights unter der Hand vom Küchenchef Jörg Lawerenz und einer hauseigenen Wedding Planerin, Frau Johanna Stams, kann man hier mit dem richtigen Budget vermutlich spielend leicht eine Traumhochzeit auf die Beine stellen. Seit die eigenen Mädels nun nach und nach alle unter die Haube kommen, man selbst natürlich in näherer Zukunft auch vor der Hochzeitsfrage stehen wird und Mici und ich dazu noch angefangen haben, gemeinsam Hochzeiten zu fotografieren, ist das Thema natürlich allgegenwärtig. Und mit dem praktischen Gedanken, dass bei einer Schlossführung mit Hr. Dr. Jacobs sich garantiert kein Gast langweilen wird, wenn sich das Brautpaar mal so eben für die nächsten paar Stunden zum Foto-Shooting verabschiedet, bin ich dann auch eingeschlafen und habe die absolute Stille der Umgebung genossen.

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    Leider war die Nacht viel zu kurz und ich kam nicht in den Genuss des Frühstücksbuffets, da ich das Hotel sehr früh verlassen musste, um wieder pünktlich auf der Arbeit zu erscheinen. Aber nichtsdestotrotz habe ich die kurze Auszeit im Schlosshotel Kronberg sehr genossen und möchte mich herzlichst bei allen Beteiligten bedanken, die dafür gesorgt haben, dass es ein rundum erstklassiges Event geworden ist.

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  • Hotelreview: Chaptel – Hang Zhou, 杭州

    Eigentlich wollten wir von Shanghai aus direkt nach Beijing fliegen, aber meine Oma gab mir den Tipp, mir eine kleine Auszeit in Hangzhou zu gönnen. Eine kleine Erholung im Grünen zwischen den Megacities. Mein absoluter Tipp für Reisende, die sich Shanghai und Beijing anschauen wollen, aber zwischendrin auch etwas zur Ruhe kommen möchten. Nur, wer wirklich dort zur Ruhe kommen möchte und dennoch nichts von Hangzhou verpassen will, der sollte sich mindestens eine Woche für diese sehr sehenswerte und wunderschöne Stadt einplanen. Leider hatten wir nur 1 1/2 Tage für diese Stadt, was definitiv viel zu kurz war. Außerdem erwischten wir gerade einen sehr fiesen Regen, da ein Taifun den Süden Chinas verwüstete. Aber immer positiv denken: Hangzhou ist selbst im Regen wunderschön!

    Wie in Shanghai auch, möchte ich mein Traveldiary über Hangzhou mit dem Hotelreview beginnen:

    Chaptel Hangzhou – Relais & Châteaux (4 Sterne Boutique Hotel), No. 57 Chang Sheng Road, Shangcheng District, Hangzhou 311123, China.

    Vorab: Das Chaptel hat mich voll und ganz umgehauen. Es ist die perfekte Oase direkt am wunderschönen West Lake. Elegant, luxuriös, traditionell – die perfekte Symbiose zwischen dem westlichen und dem chinesischen Stil. Man fühlt sich sofort in eine andere Welt versetzt, sobald man dieses Hotel betritt. Der Luxus im Chaptel ist nicht protzig oder pompös, fast eher bescheiden – aber dennoch an jeder Ecke spürbar und sehr angenehm familiär, nicht überladend und vor allem charmant und bescheiden.

    Die Lage: Über die Lage müssen wir bei diesem Hotel nicht diskutieren – sie ist perfekt. Sie befindet sich nämlich im Herzen von Hangzhou. Nicht mal drei Minuten zu Fuß und man ist am weltberühmten und wunderschönen West Lake und kann von dort aus seinen Spaziergang rund um den See beginnen. Ein paar weitere Minuten am See entlang und man erreicht die belebte Bar-Straße mit Blick auf den See. Auf der anderen Seite der Bar-Straße findet man die China Academy of Art – ein inspirierender Ort. Ebenfalls in der Nähe befindet sich eine Metrostation. Vor dort aus kann man die Stadt ebenfalls sehr bequem mit der Metro erkunden.

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    Der erste Eindruck von Außen: WOW. Eine hohe graue Steinmauer umgibt die Hotelanlage, lässt aber von Außen schon erahnen, was einen im Inneren erwartet: die Anlage ist komplett restauriert und bietet „Townhouses“ (so lassen sich die geräumigen Suiten am Besten beschreiben) im reinen Shikumen-Stil an (erbaut 1930). Jede Ecke dieser Anlage wirkt unheimlich edel und strahlt eine Ruhe aus, die die Gäste in eine andere Welt entführen. Unheimlich schöner, ästhetischer Baustil mit Liebe zum Detail.

    Ein kleiner Exkurs: Was ist der Shikumen-Stil? Dieser Stil entwickelte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts und gehört zu meinen liebsten architektonischen Stilen überhaupt. Das ist nicht sehr schwer nachzuvollziehen, wenn man meine Herkunft betrachtet. Dieser Stil ist die perfekte Symbiose aus westlichen und chinesischen Attributen. Beeinflusst wurde dieser Stil damals von den zahlreichen Ausländer, die nach Shanghai strömten. Die Shikumen zeichnen sich durch sehr enge Sackgassen aus, deren Eingang meist ein enges Steintor bildet. Die dadurch gebildeten Gassen formten also eine Art Mikrokosmos für sich, welches von der Außenwelt abgeschirmt wird. Dieser Stil verbindet meiner Meinung nach gekonnt die europäischen und chinesischen Gegensätze und erzeugen so eine wunderschön harmonische Spannung. Das massive der Europäer und die feinen Details der Chinesen ergänzen sich für mein Empfinden perfekt in diesem Stil.

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    Die Hotelausstattung: Das Chaptel wurde zuletzt 2012 renoviert und bietet seinen Gästen kostenloses WLAN, ein Businesscenter und einen Express-Check-in. Zudem gibt es einen kostenlosen Parkservice – und einen kostenpflichtigen Flughafentransfer (auf Anfrage). Die rund um die Uhr geöffnete Rezeption ist von mehrsprachigem Personal besetzt, das sehr freundlich und hilfsbereit ist. Sie bieten gerne Unterstützung bei der Tourenplanung/beim Ticketerwerb und einer Gepäckaufbewahrung an. Darüber hinaus bietet dieses Hotel ebenfalls einen kleinen Fitness-Raum, der ebenfalls im charmanten chinesischen Stil eingerichtet ist. Ebenfalls im Hotel selbst, befindet sich ein edles Restaurant, welches authentische westliche Küche anbietet – leider habe ich sie nicht probiert, da wir nur 1 1/2 Tagen in Hangzhou waren. Sollte man schon länger in China unterwegs sein und doch mal Hunger auf westliches Essen bekommen, dann ist das eine gute Option.

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    Der Room-Service: Wir haben uns an beiden Tagen das Frühstück in die Suite bringen lassen, um uns in Ruhe für den Tag fertig machen zu können und ganz entspannt das Frühstück genießen zu können. Mein Tipp: Solltet ihr das Frühstück wirklich unbedingt zum besagten Zeitpunkt aufs Zimmer haben wollen, dann sagt das beim Bestellen auch so mit Nachdruck. So eingedeutscht wie ich bin, habe ich immer sehr pünktlich das Frühstück erwartet und es kam immer so 15-30 Minuten später. Schlimm war das nicht, aber sollte man einen sehr strengen Terminplan haben, dann sollte man das auch so mit den Mitarbeitern kommunizieren. Oder eben ins wunderschöne Restaurant gehen und dort frühstücken. Das Frühstück selbst ist übrigens sehr gut. Man kann sich sein Frühstück aus mehreren Komponenten zusammenstellen. Dazu gibt es Obst und Tee, Wasser oder auch frisch gepresste Säfte. Die Pancakes und der French Toast sind göttlich – und die Eiergerichte allesamt sehr zu empfehlen. Einfach mal durchprobieren!

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    Die Suite: Natürlich habe ich vorab im Internet nach Bildern geschaut, aber ich habe gelernt, mich nicht von Bildern blenden zu lassen. Daher bin ich ohne eine fixe Vorstellung vom Hotel selbst angereist. Auch als mich bereits das Äußere beeindruckt hatte, war ich dennoch in einer „ich schau mal“-Haltung, was die Suite betraf. Direkt nach dem Eintreten setzte dann aber doch die Euphorie ein und mein erster Gedanke war: „Mist, wieso haben wir uns bloß nur so wenige Tage für Hangzhou eingeplant? Wann soll ich dieses perfekte Hotel genießen können?!“ Der Mitarbeiter, der uns den Weg zeigte, führte uns durch die ca. 100 qm, verteilt auf 3 Etagen, plus Dachterrasse, die uns für die nächsten 1 1/2 Tage gehören sollten. Kennt ihr dieses Gefühl vom „Angekommen sein“? Genau das hatten wir, als wir die Tür zu unserer Suite betraten. Der erste Satz von meinem Freund war: „Genau so – nur mit Küche und Kinderzimmer – könnte unser Traumhäuschen aussehen!“ Der wunderschöne, dunkle Holzboden harmonisiert so perfekt zu den sanften Beige-Tönen. Die teilweise antiken Möbel aus der Originalzeit des Hotels, das altmodische Telefon, die Aufteilung der Zimmer – im Chaptel kann man sich nur wohl fühlen. Das Badezimmer mit dem dunklen Steinboden, der offenen Regenwalddusche und der freistehenden Badewanne gehörte definitiv neben dem super bequemen Bett zu meinen persönlichen Highlights der Suite – auch wenn der Gesamteindruck an sich einfach ein Highlight war. Ich hatte leider zu wenig Zeit, um das Hotel noch besser kennen zu lernen, mir all die Kunstwerke anzuschauen, oder auch einfach das Hotel in vollen Zügen zu genießen. Und da ich mit 1 1/2 Tagen Hangzhou generell einfach zu wenig eingeplant hatte, wird mich meine Reise definitiv wieder zurück nach Hangzhou führen, um diese Stadt zu entdecken – mehr dazu dann in meinem Hangzhou Traveldiary.

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    Wohnzimmer

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    Mein Freund und die essbare Lotusknospe – unbedingt probieren, die Früchte/ Nüsse, oder wie man sie auch immer nennt, sind sehr lecker und gesund!

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    Die Details sind so wunderschön.

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    Das Treppenhaus in der Suite.

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    Die freistehende Badewanne.

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    Schlafzimmer mit einer weiteren Terrasse.

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    Hier kann man sich ungestört fertig machen.

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    Das Bett war sooo bequem!

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    Ich habe hier wirklich so gut wie selten geschlafen!

    Mein Fazit: Dieses Hotel bekommt von mir die volle Punktzahl und eine uneingeschränkte Empfehlung. Ich hatte das Glück, den Hausbesitzer vor Ort kennen zu lernen und ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Er ist ein sehr kunstinteressierter und historisch belesener, weltoffener Mann. Das spiegelt sich auch in diesem Hotel wieder und macht das Hotel zu einem Ort, an dem man Geschichte und Kunst live erlebt. Apropos Geschichte, zum Chaptel Hotel gehört auch das Museum der Provisorischen Regierung der Republik Korea in Hangzhou, das ebenfalls einen Besuch wert ist und dieses Hotel nicht zuletzt wegen meiner Herkunft, für mich noch ein Stückchen interessanter macht.

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  • Hotelreview: Narada Boutique Hotel Shanghai Yu Garden – Shanghai, 上海

    Knapp zwei Wochen waren wir – mein Lieblingsmensch und ich – nun in China unterwegs und drei davon in der Megacity Shanghai, unser erster Stop dieser Reise. Wir sind täglich 15 km und mehr gelaufen und trotzdem haben wir nicht mal annähernd alles gesehen. Als Kind war ich schon öfters mal Shanghai gewesen, aber als Kind nimmt man so eine Stadt natürlich noch mal ganz anders wahr. Jetzt war ich doch schon einige Jahre nicht mehr dort gewesen und habe mich wirklich ganz neu in diese Stadt verliebt. Bevor ich euch jedoch die Stadt selbst etwas näher vorstellen möchte, möchte ich euch zuerst das Hotel vorstellen, das wir für die drei Nächte gebucht hatten:

    Narada Boutique Hotel Shanghai Yu Garden (4 Sterne Boutique Hotel), No. 389 Renmin Road, Huangpu District, Shanghai 200010, China

    Die Lage: Ausgesucht haben wir uns das Hotel nicht zuletzt wegen der guten, zentralen Lage und wegen der super Anbindung zur Metro. Vom Flughafen zum Hotel sind wir mit der Metro gefahren. Gedauert hat das Ganze ca. 1 1/2 Stunden mit allem drum und dran (Orientierung, Riesenkoffer schleppen, Ticket kaufen und auf die Bahn warten) und gekostet hat die Fahrt umgerechnet ca. 7,50€. Das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Shanghais – nagut, unmittelbar ist hier ein etwas dehnbarerer Begriff… Sagen wir mal: „für Shanghaier Verhältnisse unmittelbare Nähe“. Zu Fuß erreicht man die Altstadt und den Yu Garden in nur 5 Minuten (das ist auch für deutsche Verhältnisse wohl unmittelbar). Aber auch die Sehenswürdigkeiten wie der berühmte Bund, Xintiandi oder auch die Nangjing Road kann man relativ gut zu Fuß erreichen. Mein Tipp: lauft, was das Zeug hält. In Shanghai gibt es so viel zu entdecken – all die süßen kleinen, stylishen Cafés und Shops würdet ihr sonst einfach verpassen.

    Der erste Eindruck von Außen: Von Außen ist das Hotel echt einfach nur hässlich. Ich war erst einmal richtig geschockt und konnte mir gar nicht vorstellen, dass sich in diesem tristen Gebäude ein hübsches Boutique Hotel verstecken würde. Der Schock wurde mir aber Gott sei Dank gleich nach Betreten des Hotellobbys genommen. Lasst euch wirklich nicht von der hässlichen Fassade abschrecken, denn wie auch beim Menschen: das Innere zählt. Insgesamt hat das Hotel 164 Zimmer, verteilt auf 17 Stockwerken. Natürlich bietet das Hotel mehrere Zimmerkategorien an, die aber auf verschiedenen Seiten verschieden heißen und somit etwas schwieriger sind, diese einheitlich zu benennen. Weiter unten stelle ich euch unsere gebuchte Zimmerkategorie vor.

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    Die Hotelausstattung: Die Lobby ist klein, aber fein und bietet eine hübsch gestaltete Ecke mit einigen Sitzmöglichkeiten für die Gäste. Im 4. Stock befindet sich ein Restaurant. Dort gibt es sowohl Sitzmöglichkeiten im Innenraum, als auch Sitzmöglichkeiten auf der Dachterasse. Gefrühstückt haben wir dort nur an unserem Abreisetag, da man in China wirklich nicht im Hotel essen sollte. Wirklich nicht. Auch wenn das Frühstück dort wirklich gut war. Es gibt eine große Auswahl an sowohl westlichen als auch eine große Auswahl an chinesischen Sachen. Dennoch: in China findet ihr wirklich an jeder Ecke superleckeres und günstiges Essen, dafür würde ich vermutlich jedes Frühstücksbüffet auf dieser Welt skippen. Wenn ihr also die Option habt, das Frühstück nicht zu buchen, dann nehmt sie ruhig an. Zusätzlich zum Restaurant gibt es noch ein Café, das ich aber nicht besucht hatte. Außerdem gibt es ein Fitnessbereich im Hotel – leider habe ich auch das nicht von Innen gesehen (20km laufen am Tag reicht dann auch an Bewegung, oder?). Laut Bewertungen auf den gängigen Portalen soll der Fitnessbereich aber sehr klein sein. Aber wer in Shanghai als Tourist abends noch Zeit und Lust zum Sport machen hat, der hat irgendwas falsch gemacht – oder übertreibt einfach gerne. Oder hat sich einfach viel Zeit für diese Stadt eingeplant, in diesem Fall: herzlichen Glückwunsch!

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    Das Zimmer: Die Bilder der Zimmer auf den Buchungsportalen sprachen für sich. Die Runde Badewanne vor einer Fensterfront im „Executive Room“, manchmal auch „Conception Room“ genannt, hat mich sofort angesprochen. Abgesehen davon waren diese Zimmer in einem der höheren Etagen angesiedelt. Daher haben wir uns gegen das Standardzimmer entschieden und lieber ein paar Euro drauf gelegt. Unser Zimmer war dann letztendlich auf der 13. Etage, worüber ich mich sehr gefreut hatte. Je weiter oben, desto besser. Das Zimmer hat mich nicht enttäuscht! Es war schön, modern, liebevoll aber gleichzeitig auch traditionell Chinesisch eingerichtet. Ganz nach meinem Geschmack. Mit etwa 40 qm bietet das Zimmer genug Platz für ein super bequemes Bett, einem hellen und geräumigen Bad mit Dusche und Badewanne, einem Flur mit Minibar (inkl. einigen kostenfreien Getränken) und Schrank und einer leicht abgetrennten Sitzecke mit Couch, Couchtisch, Schreibtisch und Stuhl direkt an einem großen Fenster. Ich war wirklich voll und ganz zufrieden (ok, die Ecke hinter der Tür hätte man ein bisschen besser putzen können, aber damit konnte ich leben…) und kann das Hotel und diese Zimmerkategorie mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Übrigens mochte ich die im Hotel genutzten Badeartikel wahnsinnig gerne: Es gab ein Duschgel für morgens zum Aufwachen mit Zitrusfrüchten und eins für abends mit Kamille zum Herunterkommen – so ganz einfache, aber gut durchdachte Kleinigkeiten bereiten mir einfach eine Riesenfreude. Aber hier lasse ich am Besten die Bilder sprechen.

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    Mein Fazit: das Hotel bekommt von mir für die Top-Lage mit guter Metro-Anbindung 4 von 5 Sterne und eine Empfehlung. Wenn man früh genug bucht, ist das Hotel auch preislich gesehen ok. Kurzfristig kann auch das Hotel locker mal 500€ für zwei Nächte kosten. Meiner Meinung nach ist das Narada Boutique Hotel Yu Garden (Achtung, es gibt zwei Naradas in Shanghai) das perfekte Hotel für junge Menschen, die viel Wert auf ein stylisches Boutiquehotel und ein kleines bisschen Luxus zu einem vernünftigen Preis in einer guten Lage legen.

    Love,

    Summer

  • Hotelreview: Le Méridien Koh Samui Resort & Spa – Koh Samui, Lamai Beach

    Ich kann es nicht fassen, es sind schon wieder Monate vergangen, seit wir auf der wunderbaren Insel Koh Samui, Thailand, waren. Mit einem kurzen Zwischenstop in Bangkok, kamen wir um 8 oder 9 Uhr morgens auf Koh Samui an (hier könnt ihr übrigens alles zu meinem kurzen Bangkok Aufenthalt nachlesen) – der Flughafen auf Koh Samui hat seinen ganz eigenen Charme: man fühlt sich gleich „angekommen“. Alles scheint so friedlich und ruhig, so startet man direkt entspannt in den Urlaub.

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    Das Hotel im Überblick: Entschieden haben wir uns für zwei Hotels, um keinen Ressort-Koller zu bekommen und um verschieden Strandabschnitte kennenzulernen. Als ersten Stop haben wir uns für das Le Méridien Koh Samui Resort & Spa (146/24 Moo 4, Lamai Beach, Maret, Surat Thani, Koh Samui, 84310, Thailand) entschieden, welches laut TripAdvisor zu den Top Hotels am Lamai Beach zählt. Durch unseren frühen Flug kamen wir wahnsinnig früh an und mussten noch einige Stunden warten, bis wir einchecken konnten, auch wenn sich das Housekeeping Team sehr beeilt hat. Schlimm war das aber nicht, da sich die Mitarbeiter wirklich super um uns gekümmert haben. Nachdem wir einen Welcome-Drink genossen hatten, wurden wir ins SPA gebracht und konnten uns dort erst mal ein bisschen frisch machen und umziehen: Kurz duschen, abkühlen und Badesachen anziehen! Wenn man als Sonnenanbeter in Deutschland lebt, dann weiß man, wie kostbar jede einzelne Sonnenminute ist, also legten wir uns gleich an den schönen großen Infinity-Pool. Was mir wirklich gut an dem Hotel gefallen hat war die luxuriöse, aber familiäre Atmosphäre. Die Mitarbeiter waren alle sehr herzlich und die Gäste sehr entspannt. In Luxus Hotels findet man oft ein bestimmtes Klientel an Menschen, die zum Beispiel sehr fordernd sind und manchmal auch etwas übers Ziel hinaus schießen. Aber hier war das nicht so – sowohl die Mitarbeiter als auch die Gäste waren nicht so distanziert – ja, das Wort „familiär“ beschreibt die ganze Atmosphäre wirklich sehr treffend!

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    Speisemöglichkeiten im Hotel: Ich gehöre nun wirklich nicht zu den Leuten, die im Hotel essen, wenn sie unterwegs auf Reisen sind. Wirklich nicht! Ich gehe viel lieber außerhalb essen, sei es Street Food, das kleine Restaurant um die Ecke oder oder oder. In meinem Thailand Urlaub war ich jedoch zugegebenermaßen etwas fauler als sonst. Neben dem Frühstück haben wir also schon öfters mal im Hotel zu Mittag gegessen (es war aber auch einfach zu heiß um in der Mittagssonne auf Nahrungssuche zu gehen!). Die Preise im Hotel sind jedoch schon sehr hoch. Wenn man also faul ist, dann muss man sich darauf einstellen, dafür zu zahlen. Das hoteleigene Restaurant heißt „Latest Recipe“ und ist ein offener Raum direkt am Infinity-Pool. Ich habe mir einige Restaurants direkt am Strand angeschaut, muss aber sagen, dass das hier von der Ambiente wirklich am schönsten war. Besonders abends, wenn der Pool schön beleuchtet ist – auch wenn ich abends dort nie gegessen habe. Das Frühstück findet auch im Latest Recipe statt und ist toll. Von der Pho-Suppe über Pancakes, frisch zubereiteten Eiergerichten zu exotischen Früchten, ihr findet alles, was das Herz begehrt. Dieser Ort wirkt einfach super friedlich und ruhig – wirklich perfekt, um in den Tag zu starten! Am Pool selbst gibt es dann noch die „Plunge Bar“. Hier haben wir uns täglich leckere Drinks und Smoothies gegönnt – das gehört einfach zum Entspannen am Pool dazu, oder?

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    Das Zimmer: Wir haben 5 Nächte lang in der wundervollen Plunge Pool Suite verbracht – und genau diese Suite würde ich euch auch empfehlen. Insgesamt gibt es 6 Zimmertypen, angefangen bei der günstigsten Option, der „Verandah Suite“ bis hin „Ocean Front Pool Villa“. Alle Zimmertypen sind ausreichend groß – aber leider besitzen die „Verandah Suite“ und die „Terrace Suite“ keinen direkten „Wasserzugang“. Die Plunge Pool Suite aber hat einen Mini-Tauchbecken im Freien und dieser ist Gold wert! Man kann quasi direkt vom Bett aus ins kühle Nass springen. Die weiteren Zimmerkategorien bieten entweder einen Zugang zu einem privaten Pool, den man sich mit wenigen anderen Gästen teilt oder auch einen komplett privaten Pool direkt am Strand. Was top ist, aber natürlich dann auch etwas mehr kostet. Die Zimmer an sich sind sehr schön eingerichtet – asiatisch, chinesisch mit einem sehr modernen Touch. Das gefällt mir persönlich als Chinesin natürlich sehr, sehr gut. Das Bett ist unheimlich bequem der Service lässt keinen Wunsch offen.

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    Der Strand – Lamai Beach: Der Lamai Beach ist nach dem Chaweng Beach (hier waren wir dann in der zweiten Hälfte unseres Urlaubes) der zweitgrößte Strand von Ko Samui und damit sehr viel ruhiger und entspannter. Leider muss ich zugeben, dass der Strand nicht ganz so schön wie in Chaweng ist, aber auch hier kann man unbesorgt ins Meer gehen, schwimmen, surfen, schnorcheln oder auch tauchen. Die Preise am Lamai Beach sind etwas günstiger als in Chaweng, aber was das Nachtleben betrifft, muss sich dieser Strandabschnitt ebenfalls nicht verstecken. Beachclubs, Bars, Restaurants, Thaiboxen – man findet hier alles und zu günstigen Preisen.

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    Mein Fazit: Ich liebe dieses Hotel! Ganz egal ob das 24h Fitness Studio, die Mitarbeiter, die kostenlosen Shuttles zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten, der Pool, der Service – alles war perfekt, ohne überladen oder distanziert zu wirken. Ich würde keineswegs zögern, wieder dort zu buchen, oder meinen Freunden und natürlich auch euch liebe Leser, eine uneingeschränkte Empfehlung auszusprechen.

    Love,

    Summer

  • Stopover in Bangkok, Thailand

    Ende Februar haben wir beschlossen, dass wir eine kleine Auszeit in der Sonne bitter nötig hatten und haben darauf hin sehr spontan einen Strandurlaub auf Koh Samui gebucht. Hier in Deutschland war es zu dem Zeitpunkt noch immer unangenehm kalt – vom Frühling war weit und breit keine Spur zu sehen. Ende März packten wir dann die Koffer und machten uns auf die wohlverdiente Reise. Geflogen sind wir mit Lufthansa nach Bangkok und von dort aus mit Bangkok Airways auf die Insel Koh Samui. In Bangkok selbst haben wir uns für einen kurzen Stopover entschieden, um die Hauptstadt Thailands ein klein wenig näher kennen zu lernen. Wir hatten genau 1 1/2 Tage in Bangkok und haben versucht, das Beste aus der kurzen Zeit zu machen – was bei der Hitze und Luftfeuchtigkeit wirklich gar nicht so einfach war. Denn schon alleine die Akklimatisierung hat mehr Kraft gekostet als gedacht – wobei das eigentlich kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass man von heute auf morgen einen Temperaturunterschied von plus 20 Grad wegstecken muss. Aber ich habe es geliebt! Diese Hitze, die Luftfeuchtigkeit, das Gewusel der lauten Stadt – überall Menschen, leckeres Essen, frisches, tropisches Obst… In Asien fühle ich mich einfach immer wieder wohl!

    Von unserer Wohnung aus brauchen wir nur knapp 30 Minuten, bis wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln am Flughafen sind. Absolut entspannt und vor allem sehr günstig. Außerdem braucht man dann auch niemanden für sich arbeiten lassen, was mir immer sehr unangenehm ist, wenn ich extra jemanden dazu nötige, mich an den Flughafen fahren zu müssen. Da ich auf Flügen immer friere – selbst mit den vorhandenen Decken – nehme ich mir immer einen dicken Pulli oder eine Jacke mit ins Flugzeug, damit ich mich schön einkuscheln kann. Der Flug mit Lufthansa dauert ca. 12 Stunden. Bei Kurzstreckenflügen bin ich relativ Pflegeleicht, sofern ich keinen schnarchenden, rotzenden und ungepflegten Sitznachbarn habe, oder mir ein Kind ständig in den Rücken tritt und die Eltern es für nicht nötig halten, etwas dagegen  zu tun (alles schon erlebt). Bei Flügen ab sechs Stunden bin ich etwas weinerlicher (so richtig gerne fliege ich nicht) und bevorzuge den Komfort der Business Class. Es gibt nichts besseres, als sich auf einem Langstreckenflug dis neusten Blockbuster anzuschauen. Da vergeht die Zeit im wahrsten Sinne wie im Fluge und man kann sich problemlos von der Tatsache, dass man in einem Flugzeug sitzt, ablenken lassen. Die letzten Stunden verschlafe ich dann meistens relativ bequem.

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    So weit ich mich richtig erinnere, sind wir gegen 15:00 Uhr in Bangkok gelandet. Dadurch, dass ich vor Ort noch mein Visum beantragen musste – ich trage den chinesischen Pass – hat sich alles etwas verzögert, so dass wir erst gegen 17:00 Uhr im Hotel, dem „The Westin Grande Sukhumvit Bangkok“ angekommen sind, welches ich sehr empfehlen kann. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich, höflich und hilfsbereit. Vom Zimmer selbst habe ich keine Bilder gemacht, da wir immer nur in den Abendstunden, wenn es bereits dunkel war, im Zimmer waren. Das Bad mit Bademäntel, Handtücher und allen notwendigen Ausstattungen war schön eingerichtet, das Zimmer angenehm gekühlt und das Bett wunderbar bequem. Sehr genossen habe ich aber vor allem das Fitness-Studio (24 Stunden am Tag geöffnet!) und den Außenpool. Leider hatten wir keine Zeit, die Restaurants dort zu testen – aber um ehrlich zu sein: wenn man sowieso nur kurz in Bangkok ist, dann sollte man so oft und so viel wie möglich außerhalb des Hotels essen. Daher haben wir uns auch gegen das Hotelfrühstück entschieden und lieber unterwegs (to go) gegessen. In Bangkok findet man wirklich an jeder Ecke etwas leckeres zu essen. Nachdem wir uns am ersten Abend kurz frisch gemacht und umgezogen hatten, beschlossen wir, die SkyTrain zu nehmen, und auf gut Glück irgendwo hin zu fahren. Glück hatten wir nicht nur mit unserer Auswahl, sondern auch damit, dass das Hotel direkt an einer SkyTrain Haltestelle liegt. Durch das recht gut ausgebaute Streckennetz des Skytrains kann man Bangkok bequem und sehr preisgünstig auf eigener Faust erkundigen, ohne im Verkehrsstau festzustecken. Der Fakt, dass man damit sehr viel Zeit spart, ist deutlich wichtiger als die Tatsache, dass man auch sehr viel Geld dabei spart. Allerdings ist das Taxifahren in Bangkok sowieso nicht sehr teuer. Mich hat es nur geärgert, dass die meisten Taxifahrer, mit denen ich gefahren bin, sehr dreist waren und die Fahrt immer teurer gemacht haben, als das Taximeter angezeigt hätte – also Vorsicht beim Taxifahren in Bangkok!

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    Mit der SkyTrain sind wir also zum Siam Centre, dem ersten Shopping Mall in Bangkok gefahren. Ich liebe diese gigantischen Shopping Malls in Asien – man findet dort einfach alles. Jede Marke ist dort vertreten – von No Names über H&M und Zara bis hin zu Chanel und Louis Vuitton. Wenn man das nötige Kleingeld hat, dann ist Bangkok ein Paradies zum Shoppen. Und noch gigantischer ist, dass diese Art von (Luxus-) Shopping Malls überall sind. Ich hatte das Gefühl, dass sich ein Mall an das nächste reihte. Konnte mir gar nicht vorstellen, wie all diese Shops bei so viel Konkurrenz überleben können. Den Abend verbrachten wir mit Window Shopping und damit, uns nach langer Abstinenz endlich wieder mit Bubble Milk Teas zu versorgen und wann immer es passte, uns etwas leckeres von den Straßenständen zu gönnen. Ich liebe es, einfach in einer fremden Stadt zu sein, mich treiben zu lassen und die Stadt auf mich wirken zu lassen. Ohne Ziel und ohne Eile. Das führte dazu, dass wir die 3,5 km zum Hotel im Zickzack zurück spaziert sind, obwohl wir doch sehr müde und fertig von der Hitze und dem langen Flug waren. Aber so bekommt man einfach am meisten von der Stadt mit. Im Hotel angekommen, lässt man die laute und bunte Stadt hinter sich und vergisst, dass so viel Trubel um einen herum herrscht. Zum Abkühlen sprangen wir erst mal in den Pool und lasst euch diesen einen Tipp geben: wenn ihr im Sommer in Bangkok seid, dann bucht auf jeden Fall ein Hotel mit Pool – alles andere werdet ihr bereuen!

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    Am nächsten Tag sind wir recht früh aufgestanden, um uns den Grand Palace und den Wat Phra Khaeo anzuschauen. Es ist die schönste Tempelanlage in ganz Thailand und absolut sehenswert. Die ehemalige Residenz der Könige dient heute als Ort für Staatsempfänge. Der dazugehörige Wat Phra Khaeo ist einer der wichtigsten Tempel in Thailand. Dort findet man einen Smaragd Buddha, welcher auch Namensgeber des Tempels ist. Einlass gibt es übrigens nur mit geschlossenen Schuhen, langer Hose und bedeckten Schultern. Sollte man bei 35 Grad und 80% Luftfeuchtigkeit keine Lust auf den Dresscode haben, gibt es vor Ort auch Kleidung zum Ausleihen. Der Eingang ist an der langen weißen Mauer und etwas versteckt. Daher laufen immer ein paar verirrte Touristen umher und werden von „Schleppern“ mit den Hinweis abgefangen, dass der Palast geschlossen wäre. Er ist aber so gut wie nie geschlossen – also bitte nicht darauf herein fallen. Wir wurden schon vor der Reise vorgewarnt, dass der Tempel voller Touristen sei, aber mit der Masse an Menschen haben wir dann irgendwie doch nicht gerechnet. Ich habe nach einiger Zeit einfach aufgehört Fotos zu machen, da ich den Tempel lieber auf mich wirken lassen wollte, anstatt tausend fremde Menschen auf meinen Urlaubsbildern abzulichten. Die Anlage ist sehr pompös und farbenfroh – wirklich beeindruckend. Abgesehen davon, dass wir nicht über den Dresscode bescheid wussten, haben wir uns noch zwei weitere kleine Fehler geleistet. Zum einen hat uns die Taxifahrt zum Grand Palace sehr viel Zeit gekostet, da wir eigentlich die ganze Fahrt über im Stau standen. Schaut euch deshalb unbedingt nach einer Alternative um – die gibt es mit Sicherheit. Zum anderen haben wir uns in unserer Naivität kein Wasser mitgenommen, weil wir uns so sicher waren, dass man in der Anlage selbst an jeder Ecke Getränke kaufen kann. Pustekuchen. Wir sind in der Hitze beinahe eingegangen. Tipp: Unbedingt Wasser mitbringen, wenn ihr das überleben möchtet.

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    Nachdem wir es aus der Touri-Hölle – siehe Beweisbild – geschafft haben und uns etwas zu trinken erkämpft hatten, entschieden wir uns dazu, erst einmal lecker lunchen zu gehen. TripAdvisor schickte uns in ein kleines Restaurant in der Nähe der Tempelanlage. Das „Jin Chieng Seng by Inn A Day“ ist ein kleines, gut verstecktes Restaurant, das super stylish eingerichtet ist und Thai-Food anbietet. Bei TripAdvisor ist es aktuell auf Platz 19 von über 9.000 Einträgen. Das Essen dort ist wirklich sehr lecker und schnell zubereitet. Leider finde ich die Portionen sehr klein. Möchte man es aber positive sehen, so bedeutet dies, dass man sich ohne schlechtes Gewissen mehr als ein Gericht pro Person bestellen kann. Gesetzt in Thailand ist übrigens mein geliebter Papayasalat zu jeder Mahlzeit. Und dazu gehört auch immer eine frische Kokosnuss. Auch hier war das eine gute Entscheidung und ein sehr entspannter Ort zum Lunchen. Nach dem Essen sind wir entspannt und vor allem sehr günstig mit dem Wassertaxi auf die andere Seite gefahren, um das Wat Arun (Tempel der Morgenröte) zu besichtigen. Diese Tempelanlage ist ein buddhistischer und in Bangkoks Ortsteil „Bangkok Yai“ am westlichen Ufer des Chao-Phraya Flusses zu finden. Leider war es zu dem Zeitpunkt als wir da waren wegen Restaurationen geschlossen und wir konnten den Tempel nicht in seiner vollen Pracht sehen. Paradoxer weise ist der Tempel der Morgenröte beim Sonnenuntergang von der anderen Seite des Flusses am schönsten anzusehen und ein sehr schönes und beliebtes Fotomotiv. Das hatte zeitlich aber leider nicht mehr bei uns gepasst.

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    Nachdem wir dann noch ein bisschen durch die Anlage spaziert sind, machten wir uns auf die Heimreise und hatten nur noch einen Wunsch: POOL. Diese Abkühlung tat sooo gut – noch jetzt, Monate danach, erinnere ich mich noch ganz genau an dieses Gefühl, endlich ins kühle Nass springen zu können. Ich wäre am liebsten einfach dort geblieben, wenn wir nicht so Zeitdruck gehabt hätten (wir mussten am nächsten Tag um 3 Uhr morgens schon auschecken, um unseren Flug zu bekommen). Und eine Sache wollten wir uns unbedingt noch anschauen, bevor unser kurzer Stopover in Bangkok vorbei war. So haben wir uns ein drittes Mal an diesem Tag umgezogen und ein klein bisschen „schicker“ gemacht, um den Abend mit einem atemberaubenden Blick über die Stadt und Cocktails in der Sky Bar by lebua ausklingen zu lassen. Hier wird sehr auf den richtigen Look geachtet, wobei „richtig“ in diesem Fall nicht bedeutet, dass die Besucher dort alle sehr schick oder mega stylisch angezogen wären. „Richtig“ bedeutet in diesem Fall nur: keine offenen Schuhe für Männer, keine Flip Flops, keine ripped Jeans, keine kurzen Hosen für Männer. Die Bar ist definitiv einen Besuch wert – und die Stadt Bangkok sowieso. Aber plant euch definitiv ein paar Tage mehr ein!

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    Love,

    Summer