• Afternoon Tea im Grandhotel Hessischer Hof | Werbung

    Das in Großbritannien so bekannte nachmittägliche Tee-Ritual ist beliebter denn je zuvor. Die Stars und Sternchen dieser Welt treffen sich zu Tee, Sandwiches, Scones und ganz viel Gossip in den schönsten Londoner Hotels. Auch in Frankfurt muss man nicht darauf verzichten. Wer also Mitten in Frankfurt Lust auf einen gepflegten „Afternoon Tea“ hat, kann gerne mal dem Grandhotel Hessischer Hof einen Besuch abstatten. An Sonn- und Feiertagen, zwischen Oktober und März, bietet das Hotel vom Leading Hotels of the World seinen Gästen von 15.00 bis 17.00 Uhr die Gelegenheit, einen „very British“ Nachmittag im charmanten Wintergarten des Hauses zu verbringen. Man muss nicht zwingend, aber man darf sich gerne für diese Tradition der Briten schick machen. Eine super Gelegenheit, um mal wieder das Lieblingskleid auszupacken, das man schon so lange nicht mehr ausgeführt hat.

    Grandhotel Hessischer Hof – Friedrich-Ebert-Anlage 40, 60325 Frankfurt am Main

    Das Angebot

    Zu einer großen Auswahl an erlesenen und vor allem besonderen Teesorten und einem Glas Winzer-Sekt aus dem hauseigenen edlen Weingut im Rheingau, bekommt man englisches Gebäck, Finger Sandwiches und Scones (super lecker!) nach Originalrezept im lichtdurchfluteten Wintergarten serviert. Abgerundet wird der gemütliche Nachmittag mit einer Etagere voller süßen Leckereien und einem Glas Portwein. Wir als große Tea-Lover haben uns durch sämtliche Tee-Sorten probiert und sind uns recht schnell einig geworden: der Colombia Especial & Cacao ist genial!

    Das Ambiente

    Charmant, luxuriös, elegant und durchaus gemütlich. Durch und durch ein Grandhotel (hier könnt ihr übrigens auch mein Hotel Review zum besagten Hotel durchlesen). Der Service war freundlich und aufmerksam – die Mitarbeiter haben stets ein Lächeln auf den Lippen gehabt und waren stets zur Stelle, ohne dabei aufdringlich zu sein. Mit etwa 20 Gästen waren auch fast alle Tische im Wintergarten belegt, aber man hatte dennoch genug Platz und Privatsphäre. Es war absolut gemütlich. Ein perfekter Ort für Verliebte, Girls-Talk oder auch kleinere Feiern mit der engsten Familie.

    Informationen zur Reservierung

    Nach Verfügbarkeit und auf Voranmeldung, Sonn- und Feiertage zwischen Oktober und März von 15.00 bis ca. 17.00 Uhr. Kostenpunkt: 49,00 Euro pro Person für die beschriebene Teezeremonie. Reservierungen gerne Telefonisch unter 0049 (0) 69/75 40 20 00 oder per E-Mail an mice@ghh.de.

    Wer jetzt Lust bekommen hat, hat noch die Möglichkeit, bis Ende März einen Tisch zu reservieren, sofern die Sonntage noch nicht ausgebucht sind. Sollte dies zeitlich nicht mehr klappen, so könnt ihr euch in jedem Fall auf den kommenden Herbst/ Winter freuen, denn ab Oktober startet der Royal Tea in die nächste Runde.

  • Vasarely Special im Holbein‘s, exklusiv buchbar über OpenTable | Werbung

    Eventuell sagt dir der Name „Vasarely“ im ersten Augenblick nichts – aber ich bin mir sicher, du kennst seine Werke. Victor Vasarely ist ein Hauptvertreter der europäischen Op-Art und zentrale Figur der französischen Nachkriegskunst. Jetzt hat das Städel dem ungarisch-französischen Maler eine große Ausstellung gewidmet und passend zu dieser Ausstellung hat sich der Küchenchef des Holbein’s, Patrick Grossmayer, vom Künstler inspirieren lassen und ein 3-Gänge Menü gezaubert. In diesem Menü treffen die ungarischen Wurzeln des Künstlers auf die Traditionen von Frankreich, seiner Wahlheimat. Buchbar ist das Vaserely-Special exklusiv über die Plattform OpenTable bis zum 19. Januar 2019.

    Holbein’s Restaurant im Städel, Holbeinstraße 1, 60596 Frankfurt am Main, Telefon: 069-66056666

    OpenTable

    OpenTable arbeitet weltweit mit über 47.000 Restaurants zusammen und ist die führende Online-Plattform unter den vielen Anbietern von online Restaurant-Reservierungen. Mit wenigen Klicks kann man hier ganz bequem und ohne Stress einen Tisch reservieren. Ich persönlich nutze OpenTable besonders gerne im Ausland. So kann man das Telefongespräch und die damit verbundenen Kosten umgehen – ich Fuchs, oder? Seit Ende letzten Jahres gibt es via OpenTable nun auch die Möglichkeit, kulinarische Erlebnisse in Form von besonderen Menüs und/oder saisonalen Speise-Highlights – sogenannte „Specials“ – direkt online zu reservieren. Für mich die beste Gelegenheit, aus meiner Comfort Zone heraus zu treten und mal wieder etwas neues auszuprobieren. Alle Special-Angebote für die Stadt Frankfurt zum Beispiel findet ihr hier.

    Vasarely-Special

    Wie bereits erwähnt hat das Städel Museum nun dem ungarisch-französischen Maler eine große Ausstellung gewidmet. Die Besucher können, ausgehend von den großen Erfolgen 1970, rückwärts durch das Lebenswerk von Vasarely wandeln und seine Entwicklung vom kuriosen Grafiker zur absoluten Design-Legende nachvollziehen. Ein Restaurantbesuch im Holbein’s könnte der perfekte Abschluss für ein Tag voller Kunst und Kultur sein. Um das Thema „Vasarely“ aufzugreifen hat sich Küchenchef Patrick Grossmayer von Vasarelys Biographie inspirieren lassen. Er kombiniert ungarische Klassiker mit französischer Küchentradition. Deftiges Essen, fein interpretiert – genau so wie ich es mag! Als Vorspeise gibt es geräucherte Barbarie-Entenbrust mit karamellisiertem Ziegenkäse, Portwein, Feige und Feldsalat. Sehr leckerer Start. Das Hauptgericht, ein Saltimbocca-Seeteufel auf Szegediner Paprikakraut und Kartoffelstampf. Der Seeteufel erinnert mich etwas an Hummer – super zart und dennoch fest in der Konsistenz. Zum Nachtisch gibt es eine Esterházy-Schnitte, eine Cremetorte, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Ungarn erfunden wurde. Serviert wird die Schnitte, die durchaus sehr glücklich macht, mit einer Portion Zitrusfrüchteragout und einem leichten Sorbet. Das leicht säuerliche passt hervorragend zu der intensiven Süße der Schnitte. Die einzelnen Geschmäcker ergänzen sich wundervoll.

    Das drei Gänge Menü inklusive einem Ticket zur Vasarely-Ausstellung kostet 60 Euro pro Person und 50 Euro pro Person ohne das Museumticket. Ein reduziertes Zwei-Gänge-Menü gibt es zur Mittagszeit für 38 Euro. Das Vasarely-Menü ist übrigens das erste, exklusive OpenTable-Menü in Frankfurt. In anderen Städten wie London oder New York gibt es solche Online-Exclusives bereits öfters, aber auch in Frankfurt soll das Angebot ausgebaut werden. Wer nun Interesse bekommen hat, das Menü selbst auszutesten, der schaut am besten direkt hier vorbei.

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    Summer

  • Hochzeitskolumne #8 – Gesunder Glow zur Hochzeit: Sport. Viel Trinken. Gesund Essen. | Werbung: PR-Samples.

    Bald sind schon vier Monate vergangen, seit wir unsere Traumhochzeit in Dubrovnik im Kreise unserer Liebsten gefeiert haben. Die Zeit vor der Hochzeit und auch danach waren so vollgepackt gewesen, so dass ich keine Sekunde für den Blog hatte. Nun komme endlich wieder etwas zur Ruhe und ich merke, wie mir das Schreiben gefehlt hat. Abgesehen davon habe ich einfach noch so viel zu erzählen – vor allem zum Thema „Hochzeit“. Da möchte ich noch so viele Dinge und Gedanken (ganz viele positive – aber natürlich auch ein paar negative) mit euch teilen. Das werde ich nach und nach auf jeden Fall tun. Solltet ihr spezifische Fragen dazu haben, dann stellt sie mir gerne in den Kommentaren, auf Instagram oder auch via E-Mail.

    Eine oft gestellte Frage möchte ich heute schon beantworten. Und zwar habt ihr mich gefragt, ob ich vor der Hochzeit besonders auf meine Ernährung geachtet hätte und ob ich mir spezielle Beauty-Routinen angeeignet hätte. Diese Frage kann ich ganz klar mit einem „JA“ beantworten. Eine durchaus berechtigte Frage, denn jede Braut will an diesem besonderen Tag besonders toll aussehen und nicht nur von Innen heraus strahlen. Ich war zugegebenermaßen sehr spät dran mit meinen Vorbereitungen. Im Klartext heißt es, dass ich bis etwa einem Monat vor dem Hochzeitstag nichts anders gemacht habe wie sonst auch. Ich habe also weder besonders intensiv auf meine Ernährung geachtet, noch meine Hautpflege umgestellt. Das änderte sich wirklich schlagartig von heute auf morgen. Ich vermute, dass mich dann doch ganz plötzlich die Panik packte. Daraufhin habe ich von heute auf morgen folgende Dinge beachtet/ umgestellt:

    #1 Viel Trinken für straffe Haut und ein gesundes Leuchten von Innen heraus. (PR Sample)

    Stilles Wasser versteht sich. Seit Ende März versuche ich, täglich etwa drei Liter Wasser zu trinken. Auf der Arbeit funktioniert das wirklich gut. Da habe ich meine Flasche stets griffbereit und schaffe problemlos mindestens zwei 1-Liter Flaschen. Zu Hause jedoch fällt mir das Trinken sehr, sehr schwer. Ich kann mir nicht helfen, aber zu Hause vergesse ich das Trinken einfach. Geht das nur mir so oder kennt ihr das auch? Um dem entgegen zu wirken, habe ich mir angewöhnt, so gut wie immer eine Trinkflasche griffbereite zu haben. „Griffbereit“ bedeutet in diesem Fall, dass ich versuche, diese Trinkflasche stets mitzunehmen, ganz gleich ob ich das Zimmer wechsle oder auch raus gehe, damit ich immer nur „einen Arm“ entfernt bin von einem Schluck Wasser. Das soll übrigens der Trick vieler weiser Asiatinnen sein, deren Haut trotz hohem Alter noch super zart und gepflegt aussehen… das kann also nicht schaden. Wenn mich das Wasser-Trinken jedoch mal wirklich langweilt, dann trinke ich entweder Tee oder aber auch „Fruit Infused water“. Mein Favorit? Wasser mit Ingwer, Limette und Gurke! Das gibt einen super Frischekick. Meine treuen Begleiter sind übrigens von der Marke beVIVID und wurden mir bereits letztes Jahr ohne Werbeauftrag zugeschickt. Ich liebe sie nach wie vor und passe die Farbe gerne mal meinem Outfit entsprechend an.

    #2 Sport treiben

    Meine Motivation war riesig: ich war einen ganzen Monat lang jeden zweiten Tag Sport treiben. Das war auch eigentlich gar nicht so schwer, wenn man beim Sporteln auf den Cardio-Geräten Netflix schauen kann. Ja genau, Netflixen beim Sport. Total pervers eigentlich – aber warum nicht. Ich habe endlich die letzte „Gossip Girl“ Staffel zu Ende geschaut, ohne dabei wertvolle Zeit zu verlieren. Danach ging es weiter mit der Serie „Reign“. Damit dies möglich ist, benötigt man natürlich ein hochwertiges und modernes Fitness-Studio. Alle Frankfurter nun aufgepasst: ich trainiere im Club White Label der Kette FITSEVENELEVEN im Taunusturm und bin absolut zufrieden mit meiner Wahl. Das Fitness-Studio ist elegant und puristisch in der Einrichtung. Es bietet Platz für Training jeglicher Art ebenso wie für Erholung. Die Geräte und auch das Programm sind super modern – und vor allem gut vernetzt. Mit dem Club-Armband kann man sich ganz einfach einloggen und jeden Schritt und jede Kalorie mit der dazugehörigen App tracken. Was ich genau trainiere und wie effektiv das Training für mich war, das erzähle ich euch gern in einem weiteren Posting.

    #3 Du bist was du isst.

    So ungern ich diesem Satz glauben schenken möchte, so sehr muss ich leider gestehen, dass er stimmt. Kurz vor der Hochzeit habe ich dann doch recht stark auf meine Ernährung geachtet. In Verbindung mit Sport klappte der Vorsatz, ein paar Kilo zu verlieren, auch sehr gut. Ich habe viel Obst, viel Gemüse und ganz wenige Kohlenhydrate zu mir genommen. In dieser Zeit ist mir das auch recht einfach gefallen. Momentan versuche ich wieder, etwas vermehrt auf meine Ernährung zu achten, aber so einfach wie vor der Hochzeit fällt mir das leider nicht mehr. Vor allem die Kohlenhydrate, die mag ich nicht wirklich gerne missen. Aber wisst ihr was? Suck it – wir haben nur ein einziges Leben und es ist viel zu schade, dauerhaft auf all die Leckereien zu verzichten. Nichtsdestotrotz versuche ich die Balance zu halten und eben auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und wieder vermehrt selbst zu kochen. Das alleine hilft schon oft. Meine aktuelle Sucht? Wassermelonen und Poké Bowls. Wenn ich mal wieder keine Lust drauf habe, sie selbst zuzubereiten, dann schaue ich einfach bei Onocubes vorbei. Auch hierzu wird es ein separates Posting geben.

    #4 Rituale bei der Hautpflege: The Ritual of Namasté – die Hautpflegekollektion von Rituals (PR Sample)

    Ich bin ganz schlecht, was das Thema Hautpflege betrifft. Ich habe zu viele Produkte, möchte aber eigentlich nicht zu viele Produkte auf einmal nutzen und ich schaffe es auch nicht, eine gewissen Regelmäßigkeit im Alltag zu etablieren. Für mich macht es daher Sinn, die Pflege an meine Routine anzupassen. Das heißt für mich: unter der Woche lasse ich so gut wie nur Wasser und Abschminkprodukte an meine Haut. An Wochenenden nehme ich mir dann jedoch Zeit für eine gründliche Pflege. Mittlerweile halte ich es schon vier Monate durch und das will was heißen. Denn so lange habe ich noch nie eine Pflege durchgezogen. Aktuelle benutze ich Produkte der „The Ritual of Namasté“ Reihe von Rituals und bin sehr zufrieden. Sie riechen gut und interessanterweise riechen die Produkte wirklich nach „echten“ Spa Produkten. Ich starte immer mit dem Skin Brightening Face Exfoliator, einer saften Gesichtspeeling. Ich liebe dieses Produkt! Es reinigt spürbar die Haut ohne aggressiv  zu sein (dank feinster Peeling-Artikel aus Bambus) und es riecht wunderbar. Dieses Produkt sorgt für samtweiche Haut und einen klaren Teint. Danach geht es weiter mit dem Cleansing Balm. Das besondere an diesem Produkt ist die Konsistenz. Zuerst ist es ein Gel, das beim Einmassieren in die Haut zu einem Öl wird, um sich anschließend in eine Reinigungslotion zu verwandeln. In Kombination mit einem warmen Tuch werden Unreinheiten entfernt und Umweltstress bekämpft. Mein Ritual endet dann mit der Gesichtsmaske Glow Mask. Diese Gesichtsmaske beinhaltet natürliche Inhaltsstoffe für eine beschleunigte Zellerneuerung und somit strahlend schöne Haut. Zusätzlich erhält die Haut ein leichtes Peeling für einen natürlich strahlenden Teint. Je nach Bedarf nutze ich nach der Reinigung noch manchmal das Pure Radiance Face Oil. Das Öl zieht schnell ein und soll die Bildung erster Falten reduzieren. Die intensive Hautpflege nimmt etwa 30 Minuten in Anspruch und ich kann nur bestätigen, dass diese Zeit gut investierte Zeit ist. Mit den richtigen Produkten macht die Hautpflege sogar auch mir Spaß.

    Love,

    Summer

  • Tsubame Sanjo – traditionelle japanische Handwerkskunst, üppige Natur und gutes Essen

    Nach welchen Kriterien wählt ihr ein Urlaubsziel aus? Action? Kultur? Schöne Landschaften? Ich bevorzuge den Mix aus interessanten Kulturen, gutes Essen, Erholung, schöne Landschaften – und nette Gastgeber. Ja, auch nette Gastgeber sind bei mir ein Muss. Was das betrifft, kann ich euch schon mal Tsubame Sanjo ans Herz legen. Ich wurde vor einigen Wochen von der japanischen Botschaft zu einem Event in Frankfurt eingeladen und ich habe an diesem Abend einige sehr nette und wundervolle Menschen aus Tsubame Sanjo kennen gelernt, für die Gastfreundschaft kein Fremdwort war. Sie waren herzlich und auch die Sprachbarriere hat dieser Herzlichkeit keinen Abbruch getan. Sie gaben mir sofort das Gefühl, dass man sich „bei Ihnen zu Hause“ wohl fühlen kann.

    Höchstwahrscheinlich sagen euch die Städte Tsubame und Sanjo in Japan nichts. Aber keine Sorge – ich kannte sie vorher auch nicht. Zwar steht Japan selbst schon seit Ewigkeiten auf meiner To-See Liste, aber leider habe ich es bisher noch nicht geschafft, dort hin zu reisen. Sehr viel länger will ich diese Reise jedoch nicht mehr aufschieben. Ich hoffe sehr, dass wir es 2019 schaffen werden, dort hin zu reisen, Neben den gängigen Städten wie Tokio, Osaka, Kyoto, Hiroshima und Shikoku habe ich nun auch Tsubame und Sanjo auf meine Liste gepackt. Von Tokio aus benötigt man nur zwei Stunden mit dem Zug, um diese Städte zu erreichen. Tsubame Sanjo ist bekannt für typisch japanische Handwerkskunst. Hier finden sich Manufaktur und Landwirtschaft, Tradition und Innovation – alles integriert in einem nachhaltigen Lebensstil. Unter anderem kommen aus der Region Kupferwaren, Eisenscheren, Holzstäbchen und sehr begehrte Küchenmesser. Davon durften wir uns beim Event selbst überzeugen: zwei Meister waren vor Ort und haben uns mit Ihrer Handwerkskunst mehr als beeindruckt. Ganz egal, ob es die wunderschönen handgeschlagenen Sake-Becher waren oder auch die Beschriftung eines der begehrten (und so gut wie immer ausverkauften) Messer – es war unheimlich spannend, den Meistern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Ich kann mein Glück übrigens noch immer nicht fassen: auf dem Event wurden zwei personalisierte Messer der Marke Tadafusa verlost und drei mal dürft ihr nun raten, wer eins davon gewonnen hat! Genau – ich, obwohl ich sonst immer so glücklos bin. Schaut euch das erste Bild oben an – wie präzise mein Name auf japanisch eingeklopft wurde. So schön kann ich nicht einmal mit einem Stift schreiben! Dass die Handwerkskunst so ausgelebt wird kommt jedoch nicht von sonst wo her. Die Industrie von Tsubame Sanjo hat eine lange Geschichte. Sie begann in der frühen Edo-Zeit mit der Herstellung von „Wakugi“ (japanischer Nagel). Selbst heute noch werden diverse Verarbeitungstechnologien von damals in der Herstellung von handgehämmertem Metallhandwerk und scharfkantigen Handwerkzeugen verwendet. Ich habe mir dazu auch sagen lassen, dass Tsubame Sanjo neben der Handwerkskunst auch noch andere Dinge zu bieten hat: üppige Natur und köstliches Essen. Übrigens, wer aus Frankfurt und Umgebung kommt, muss gar nicht so weit reisen, um original Ramen aus der Region zu probieren. Mitten in Frankfurt findet ihr nämlich das Ramen Jun Red von Meister Jun, der ursprünglich aus Tsubame Sanja stammt. Im Ramen Jun Red wird, wie es sein Name schon verrät, die berühmte japanische Nudelsuppe „Ramen“ serviert. Das Restaurant von Meister Jun in Tokio wurde übrigens als eines der „Top 10 Ramen-Shops“ der Hauptstadt ausgezeichnet. Das will was heißen! Seine Ramen sind mehr als nur eine einfache Nudelsuppe, er schafft es das japanische Volksgericht zu einem unvergesslichen Geschmackserlebnis zu machen – mit viel Liebe zum Detail zubereitet. In der Küche lautet sein Motto „一麺入魂“ ( Ichimen-Nyukon ). Übersetzt heißt das so viel wie: „in jede Schüssel, jede einzelne Nudel, stecken wir unser Herz und unsere Seele.“ Und das stimmt: eine Portion Ramen lässt einem warm ums Herz werden. Schaut dort auf jeden Fall mal vorbei, wenn ihr etwas Fernweh nach Japan habt.

    Und ihr könnt mir glauben: ich habe Fernweh. Also werde ich in regelmäßigen Abständen bei Ramen Jun Red vorbei schauen. So lange bis wir es endlich einmal nach Japan schaffen – hoffentlich 2019 dann. Wenn es so weit ist, werde ich sehr gerne einen Zwischenstopp in Tsubame Sanjo einlegen und die zwei Städte mit ihrer traditionsreichen Handwerkskunst, der üppigen Natur, dem leckeren Essen und last but not least – mit der tollen Gastfreundschaft – erkunden und für euch dokumentieren.

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    Summer

  • Vetro Vero – Ein gutes Glas Wein im Frankfurter Westend

    Vor kurzem hat in Frankfurt ein neues Restaurant, das Vetro Vero, eröffnet. Es verbindet die zwanglose Atmosphäre des Italieners von nebenan mit dem Flair des Frankfurter Westends – so lässt sich die neue Cantina in Frankfurt wohl am besten beschreiben. Hier werden die Gäste mit Klassikern der italienischen Küche verwöhnt, die eine zusätzliche Raffinesse und einen individuellen Touch bekommen. Es ist super stylish, schick – aber dennoch zwanglos und eignet sich daher perfekt für einen entspannten Abend mit dem Partner oder auch eine gesellige Runde mit guten Freunden. Wir haben es uns nicht nehmen lassen, das Restaurant zu testen und sind der Einladung von Restaurantchefin Deborah Mognol sehr gerne gefolgt.

    Vetro Vero Cantina Westend // Feldbergstraße 3, 60323 Frankfurt // Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag ab 18 Uhr // Telefon: 069 – 72 18 82

    Vetro Vero Cantina Westend

    Deborah Mognol und Ihr Team verwöhnen ihre Gäste mit Klassikern der italienischen Küche, die – wie bereits erwähnt – eine zusätzliche Raffinesse und einen modernen Twist haben. Von Vitello tonnato und Carpaccio über Pasta-Variationen und Cotolleta alla Milanese bis hin zu den süßen Leckereien – die Speisekarte deckt alles ab, was sich das Foodie-Herz wünscht. Darüber hinaus können sich die Gäste auch auf ganz besondere und inspirierende Kreationen, wie zum Beispiel die Ravioli mit wunderbar zarten Rinder-Bäckchen, freuen. Sehr viel Wert legt das Vetro Vero unter anderem auf leckere Cicchetti (typische italienische Appetithappen), sowie eine reichhaltige italienische Käseauswahl und – wie der Name es schon verrät – ein gutes Glas Wein. Nicht zu vergessen ist die große Portion italienische Gastfreundschaft – die bekommt man gratis dazu.

    Starten wir doch mit einem gläschen prosecco in den abend…

    Kaum haben wir Platz genommen, schon wurde uns ein Glas Prosecco angeboten. Dies wird jedem Gast als Aperitif serviert. Danach wird eine Portion „fare la scarpetta” (übersetzt heißt das so viel wie „über den Teller wischen“), bestehend aus Brot und leckerem roten und grünen hausgemachten Pesto, gebracht. Schon jetzt wird einem klar: das muss die berühmte italienische Gastfreundschaft sein! Apropos Gastfreundschaft, Deborah lebt sie – die italienische Gastfreundschaft. Es macht unheimlich Spaß zu beobachten, wie sie durch das Restaurant wuselt und sich um das Wohlergehen ihrer Gäste kümmert. Mit Prosecco, „fare la scarpetta“ und einer herzlichen Restaurantchefin ist das Eis schnell gebrochen und ein entspannter Abend mit guten Weinen zu leckeren Speisen kann nun offiziell starten.

    Ein gutes Glas Wein ist hier ein muss

    Bevor wir zu den Speisen wechseln, möchte ich noch ein paar Worte über die Weine – und vor allem über die wundervollen Rotweingläser im Vetro Vero verlieren. Die riesigen XXL-Gläser, in denen der Rotwein serviert wird, sind nicht nur ein absoluter Hingucker. Nein, sie sind wirklich wundervoll – denn in ihnen kann sich der Rotwein so richtig entfalten und atmen. Es war tatsächlich das erste Mal in meinem Leben, dass ich einen Rotwein als „wirklich sehr lecker“ betitelte. Aber ganz egal, ob es die tollen Rotweingläser oder auch die normalen Gläser sind – im Vetro Vero sollten sie in jedem Fall stets gut gefüllt sein. Schließlich bedeutet der Name übersetzt nicht umsonst „ein gutes/ ein wahres Glas“. Hier habt ihr jedoch die Qual der Wahl. Neben Klassikern wie Barolo stehen auch einige „Nischenprodukte“ wie etwa der Merica Roero auf der Karte. Die Auswahl ist wirklich groß und da kann man schon mal den Überblick verlieren. Gut, dass Deborah meistens vor Ort ist, um einem beratend zur Seite zu stehen.

    Antipasti, Cicchetti, Primi Piatti & Dolci

    Kleiner Exkurs: Letztes Jahr waren wir für ein paar Tage in Venedig und wir haben uns dort sehr in das Essen, beziehungsweise das Essens-Konzept, verliebt. Ich erinnere mich noch ganz genau, wie wir mit einem Gläschen Wein, Käse und Cicchetti draußen saßen und die lauen Sommerabende genossen haben. Meine Artikel zu Venedig könnt ihr hier nachlesen: Hotel Danieli – A Luxury Collection, 48 Stunden in Venedig, Street Food in Venedig.

    Daher freut es mich sehr, dass das Vetro Vero genau dieses Konzept auch anbietet – im Sommer dann auch mit Plätzen auf der Außenterrasse. Gestartet haben wir daher mit einer kleinen Auswahl aus Antipasti und Cicchetti, begleitet von einem sehr leckeren Glas Rotwein. Sowohl der Klassiker Vitello tonnato, bei Vetro Vero mit gebeiztem Kalbsfilet, roten Zwiebeln und Thunfischsoße, als auch die Burrata mit Cherrytomaten und Rucola waren sehr lecker – aber die frittierten Reisbällchen mit Tartarsauce toppten all das noch. Weiter ging es mit „Tortelli di guancia di manzo“ (frische Ravioli, gefüllt mit Rinder-Bäckchen, Rotweinreduktion und  Parmigiano) und „Spaghetti alle vongole“ (Spaghettoni gragnano, Olivenöl, Schalotten, Zwiebeln, Chilli und Muscheln). Sagen wir es mal so: ich hätte sehr gerne beide Portionen für mich gehabt. Solltet ihr euch zwischen all den leckeren Gerichten jedoch nicht entscheiden können, so empfehle ich euch definitiv die frischen Raviolis. Einfach gut! Und wenn man dann an dem Punkt angekommen ist, dass man satt und glücklich ist – und vermeintlich keinen einzigen Bissen mehr zu sich nehmen kann, dann lasst es euch gesagt sein: das ist definitiv eine Lüge. Denn Nachtisch geht immer. Vor allem Nachtisch beim Italiener. Der krönende Abschluss des Abends bestand aus einem klassischen Tiramisu (mein Favorit), luftig-cremige „Mousse al cioccolato“ (Schokoladenmousse mit Amaretto) und Cannolis (sizilianische Mini-Cremerollen). Wir haben alles aufgegessen, das sagt alles, oder?

    Fazit:

    Gehen wir im Geiste kurz die einzelnen Punkte durch: die herzliche Begrüßung, die zwanglose Atmosphäre, die tolle Gastfreundschaft, das stylische Interior, die leckeren Speisen, perfekt harmonisierende Weine – hier spricht absolut nichts gegen einen Besuch. Aber beachtet: Guter Service, sowie gutes Essen und gute Weine haben jedoch ihre Preise. Die Hauptspeisen starten bei 9€ und gehen hoch bis zu 37€, die Antipasti liegen im Durchschnitt bei etwa 12€. Das Vetro Vero ist kein Billig-Italiener! Meiner Meinung nach, sind die Preise aber gerechtfertigt. Von daher kann ich euch also mit gutem Gewissen meine Empfehlung aussprechen. Wer ins Vetro Vero kommt kann den „Italian spirit“ spüren und sich verwöhnen lassen.

    Hier findet ihr das Vetro Vero auf Facebook und hier auf Instagram.

  • Hotel- & Restaurant Tipp Mallorca: Luxushotel Sant Jaume & Tomeu Restaurant amb Arrels

    Das Tomeu Restaurant amb Arrels im Luxushotel Sant Jaume, Mallorca, ist mein persönliches „Place to be“ für ein wahnsinnig gutes Abendessen in einer stylischen Location. Hier habe ich einen tollen Abend mit netter Begleitung, interessanten Gesprächen, guten Weinen und noch besseren Speisen genossen. Für eure Begleitung kann ich nicht sprechen – aber für alles andere schon: ein Besuch im Restaurant Tomeu lohnt sich. Und um euch eure Urlaubsgestaltung etwas vereinfachen zu können, werde ich euch heute nicht nur das Restaurant, sondern auch kurz auf das Hotel eingehen.

    Sant Jaume Boutique Hotel & Tomeu Restaurant amb Arrels, Carrer de Sant Jaume, 22, 07012 Palma, Illes Balears, Spanien

    Boutique Hotel Sant Jaume

    Das Boutique-Hotel Sant Jaume ist ein sehr stylisches, minimalistisch und modern eingerichtetes 5-Sterne Hotel mitten in der Altstadt von Palma, in einer der ältesten Straßen der Stadt. Es befindet sich zwischen der Kirche Sant Jaume und dem Kloster Santa Magdalena und ist nur wenige Schritte vom „Paseo del Borne“, der schönsten und luxuriösesten Einkaufsgegend der Stadt, sowie fünf Gehminuten von der Strandpromenade entfernt. Das Hotel selbst ist in einem Haus aus dem 18. Jahrhundert untergebracht. Im Erdgeschoss findet man die Rezeption, die Lobby, das Tomeu Restaurant, die Cocktailbar und das Spa. Die modernen Hotelzimmer verteilen sich auf den drei Obergeschossen. In der vierten Etage befindet sich die Sonnenterrasse, die mit einem Tauchpool, Sonnenliegen, Duschen und einer herrlichen Aussicht auf die Altstadt und die Kathedrale punkten kann. Der hauseigene Fitnessbereich und auch das SPA sind nicht besonders groß – dafür aber absolut stylisch. Die Größe stellt jedoch kein Problem dar, da das Hotel ohnehin nicht viele Zimmer hat und sich die Gäste somit gut verteilen können, sollten alle zur gleichen Zeit anwesend sein. Dieses Hotel bekommt meine volle Empfehlung für Liebhaber stylischer Boutique-Hotels im Luxus Segment.

    Tomeu Restaurant amb Arrels

    Wie bereits erwähnt ist das Tomeu Restaurant amb Arrels, geführt von Tomeu Caldentey, mein „Place to be“ auf der sonnenverwöhnten Insel Mallorca. Tomeu Caldentey, der erste mit Michelin-Stern ausgezeichnete mallorquinische Koch auf der Insel greift beim Kochen, wie der Name des Restaurants „amb Arrels“ verrät, auf die Wurzeln der mallorquinischen Küche zurück. Das Team arbeitet vorrangig mit lokal bezogene, saisonale Zutaten sowie mit von Generation zu Generation weitergegebenen Rezepten. Diese werden neu interpretiert, um den Gerichten einen modernen Touch zu verleihen. Allein der Aperitif “Mallorca in a bite” ist eine Reise wert. Er umfasst die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Zutaten der Insel: fluffiges Olivenölbrot (unfassbar gut!) zu Oliven, Kräuter, Käse und flambierte Sobrasada, einer luftgetrockneten, streichfähigen Wurst aus Mallorca. So einfach erobert man mein Herz. Besonders die Sobrasada hat es mir dabei angetan. Drei mal dürft ihr raten, was ich als Mitbringsel für meinen daheimgebliebenen Partner in Crime mitgebracht hatte. Leider war sie viel zu schnell weg und wir können es kaum erwarten, bald wieder nach Mallorca zu fliegen, um uns einen Jahresvorrat an Sobrasada anzuschaffen. Ich weiß nicht mehr genau, wie viele Gänge unser Menü hatte – ich glaube sieben, aber nagelt mich nicht darauf fest. Jeder Gang für sich war lecker und mit Liebe zubereitet. Manchmal musste man sich etwas mehr trauen als sonst, aber bis auf eine Kleinigkeit hat mir alles ohne wenn und aber sehr gut geschmeckt. An dieser Stelle ein kleiner Appell an alle Käseliebhaber unter euch: auch wenn man vom Menü alleine mehr als satt wird – bestellt euch bitte die Käseplatte dazu. Ihr werdet es nicht bereuen. Ich schwärme noch heute davon. Aber nicht nur der Geschmack der einzelnen Gerichte waren gut, sie wurden auch wunderschön am Tisch präsentiert und zum Teil auch am Tisch zubereitet. So zum Beispiel bei dem “Ginet” Sorbet (Fruchtsorbet mit Gin) aus Menorca, bei dem das Sorbet am Tisch in einer hölzernen Trommel aufgeschäumt und zur Beschleunigung des Prozesses ein Schuss Stickstoff hinzugegeben wird. Auch wenn ich zu dem Zeitpunkt eigentlich schon nichts mehr essen konnte, so musste ich diesen Dessert noch probieren. Nachtisch geht schließlich immer, richtig?

    FAZIT Zum restaurant:

    Auch wenn ihr nicht im Hotel Sant Jaume eincheckt, so plant auf jeden Fall ein leckeres Essen im Tomeu ein. Ich bleibe dabei: es ist ein Muss für die nächste Mallorca-Reise! Das Konzept mit klassischer mallorquinischer Küche, deren Protagonisten Produkte und Zutaten der Balearischen Inseln sind, geht gut auf. Mit ihren Gerichten möchten sie dafür sorgen, dass das typisch mallorquinische weltweit bekannt wird. Klares Ziel, gute Umsetzung, tolle Atmosphäre! Ich freue mich schon darauf, mich hoffentlich bald wieder dort verwöhnen zu lassen.

  • Neue Karte im Designhotel Roomers Restaurant, Frankfurt am Main

    Hubertus Marquardt, seit über zwei Jahren Chefkoch im Designhotel Roomers in Frankfurt, habe ich vor einigen Monaten auf dem Gekko Food Festival kennen gelernt. Wir waren uns sofort sympathisch – der ständige Hunger und die Liebe zum Essen verbindet eben. Einige Zeit später fand man sich auf Instagram wieder. Seinen Account findet ihr hier. Bisher ließ ich mich gerne von seinen leckeren Gerichten inspirieren und packte hier und da auch mal eine der gezeigten Zutaten in meinen Einkaufswagen.

    Aber wer weiß, vielleicht nimmt er uns ja auch mal demnächst auf eine seiner vielen Reisen nach Israel mit. Dorthin reist er nämlich regelmäßig, um sich von der israelischen Küche inspirieren zu lassen. Sein Spezialgebiet: die Levante-Küche. Die Wurzeln der Levante-Küche liegen in der gleichnamigen Region an der östlichen Mittelmeerküste, in Ländern wie Israel, Syrien und dem Libanon. Diese Küche ist erfrischend, gesund, bunt durchgemischt und ohne einer festen Reihenfolge „Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise“, aber dafür gemeinschaftlich zu genießen. Spannend, oder?

    Bei einem Foto blieb ich jedoch hängen: eine gebackene Süßkartoffel. Dieses Gericht erinnerte mich total an meine Kindheit und daran, wie sehr ich die im Ofen gebackenen Süßkartoffeln in Peking liebte, die man ab Herbst an jeder Straßenecke für umgerechnet etwa einen Euro kaufen konnte. So süß und Geschmacksintensiv… und sie hielten dazu noch die Hände warm. Natürlich kommentierte ich sofort unter seinem Posting und erzählte ihm von diesen Erinnerungen. Zu meinem Erstaunen und meiner Freude bot er mir direkt an, dass wir dieses Gericht doch mal zusammen zubereiten könnten. Ich fand das super, hielt das aber für eine nette Floskel. Ihr kennt das sicher – heutzutage sagt man so oft „Lass uns dies und das machen.“ und am Ende verläuft sich das im Sand. Aber Hubertus wäre wahrscheinlich nicht Hubertus, wenn er sein Wort nicht halten würde. Denn ein paar Wochen später stand ich mit ihm in der Küche vom Roomers Restaurant.

    Roomers Frankfurt, Gutleut, Gutleutstraße 85, Tel. 2713420

    Roomers ist ein Designhotel, das eigentlich genau meinem Beuteschema entspricht. Ausgefallen, stylisch, luxuriös, glamourös, opulent – burlesque Eleganz. Der Grund, weshalb ich es dennoch nicht von innen kannte ist einfach: das Roomers befindet sich in Frankfurt. Da ich aber eine eigene Wohnung in Frankfurt habe, gab es für mich bisher noch keinen Grund, in das Roomers einzuchecken. Schade eigentlich. Sonst hätte ich schon viel eher erfahren, dass die Küche dort einiges drauf hat und man sich durchaus durch die riesige, dunkle Tür trauen sollte – die im ersten Augenblick etwas abschreckend wirken könnte. Hubertus empfing mich nach einigen Minuten freundlich in seiner schicken, dunklen Kochuniform. Bevor es in die Küche ging, bekam ich erst einmal eine kleine Führung durch das Haus. Wusstet ihr, dass das Roomers einen eigenen Bienenstock besitzt um hausgemachten Honig für seine Gäste zu produzieren? Ziemlich cool – und das mitten in der Stadt! Besonders beeindruckt hat mich jedoch der Blick auf die Frankfurter Skyline aus der Skylounge. Hubertus erzählte mir, dass diese Lounge gerne mal für Heiratsanträge gemietet wird. Für 499€ kann man hier ganz privat bei einem 5-Gänge-Menü für zwei Personen die beeindruckende Aussicht genießen. Das klingt fair. Ein kleiner Geheimtipp an euch: Der Roomers Spa ist ein Traum für alle Mädels und Jungs, die mitten in Frankfurt gleichzeitig nach Erholung und dem perfekten Instagram-Spot suchen. Einchecken lohnt sich.

    Die neue Speisekarte im Roomers Restaurant

    Aber was sage ich – hier ist einfach alles stylish. Jede Ecke ist instagrammable. So natürlich auch das super schicke Restaurant, durch das man vorbei muss, um in die Küche zu kommen. Die Atmosphäre dort ist gediegen, locker – aber dennoch einem Luxus-Hotel entsprechend. Mich beeindruckt es schwer, dass nicht nur die Gäste, sondern auch die Mitarbeiter im Hotelrestaurant ihre Pause machen dürfen und dort ihr Essen zu sich nehmen können. Das ist modern, das ist jung – und anders. Unkonventionell eben. Ebenso unkonventionell ist auch die neue Speisekarte. Diese schreibt dem Gast nicht mehr vor, welche Beilage zu welchem Hauptgericht serviert wird. Bis auf ein paar wenige Menüs wie zum Beispiel der Black Angus Burger zu Belgischen Pommes oder das Wiener Schnitzel zum lauwarmen Kartoffelsalat und Preiselbeeren, gibt es ab sofort im Roomers keine festen Menüs mehr. Die neue Karte besteht aus einzelnen Bausteinen und fokussiert sich auf frisches Fleisch, Fisch und andere Meeresfrüchte, sowie frische Zutaten und eine einfache Zubereitung – aber vor allem auch auf die Wünsche des einzelnen Gastes. Das Team um Hubertus Marquardt konzentriert sich auf ein maximales Geschmackserlebnis ohne viel Schnickschnack und bleibt dabei flexibel, um dem Gast genau das servieren zu können, worauf er/sie gerade Lust hat. Man bekommt das Gefühl, dass die neue Karte das Wesen von Hubertus und auch seinem Team widerspiegelt: gradlinig, clean, trendbewusst und herzlich. Herzlich, da die Gerichte mit viel Liebe und Leidenschaft zu den einzelnen Komponenten zubereitet werden.

    Und So wird serviert

    Apropos servieren: serviert wird das Essen vorzugsweise für alle Gäste in der Tischmitte. Da steht dann die Platte mit köstlichen Meeresfrüchten wie Jakobsmuscheln, Calamaris, Lobster und Shrimps – angebraten mit Zitronengras, Chili-Schoten und Rosmarin neben dem Teller mit den zarten Sirloin-Sekunden-Steaks zu einer erfrischenden Chimmi Churi Soße. Daneben die Beilagen wie Süßkartoffel Pommes mit hausgemachter Trüffel-Mayonnaise, warmes Brot oder auch Ofengemüse. Genau so macht Essen richtig Spaß und genau so sollte Essen serviert werden. Als ich mit 6 Jahren nach Deutschland kam, war nicht nur das Essen eine große Umstellung für mich, sondern vor allem die Art zu essen. In meiner Heimat isst man ganz nach dem Motto: Sharing is caring. Ein großer Tisch, viele verschiedene Gerichte für alle. Das gemeinsame Essen war immer eine große Freude. In Deutschland musste ich mich dann an ein komplett anderes Essverhalten gewöhnen: ein Teller mit einer Hauptspeise und einer Beilage nur für sich selbst. Kein Teilen mehr. Ich habe mich bis heute nicht mit dieser Art anfreunden können. Das gemeinsame Essen ist doch viel schöner, wenn es mehrere Hauptgerichte und Beilagen gibt, die man allesamt in die Mitte stellt – und jeder am Tisch kann von allem etwas probieren, ist das nicht toll? Nie wieder Futterneid! Und genau deswegen feier ich die neue Karte von Hubertus und seinem Team. Sie ist nicht nur unheimlich lecker, sie macht dazu noch den Weg frei für ein viel kommunikativeres, lebhaftes und spaßigeres Beisammensein im Restaurant.

    FAZIT

    Lust auf gutes Essen, ein lebhaftes Treiben und gute Stimmung beim nächsten Dinner? Dann ab ins Roomers! Je größer die Runde, desto spaßiger wird es – und desto mehr Essen könnt ihr ausprobieren. Ich weiß auch schon, was ich das nächste Mal dort bestellen werde: den New Orleans Pot (vorletztes Foto: Garnelen Jakobsmuscheln Poularde Fenchel Chili Cajun), eine Portion Meeresfrüchte für zwei und noch irgendetwas, das man gut zur hausgemachten Trüffel-Mayonnaise essen kann. Ihr Lieben, der Gedanke an das leckere Essen lässt mich nicht mehr ganz so klar denken. Daher bleibt mir nur noch zu sagen: schaut vorbei und lasst euch vom Roomers Team verwöhnen. Guten Appetit!

    Love,

    Summer

     

  • Hotelreview und Restaurant-Empfehlung für Rom: Hotel de Russie, Rocco Forte

    Rom ist definitiv eine meiner Lieblingsstädte in Europa. Ich war nun schon vier oder fünf Mal dort und habe die Stadt noch immer nicht satt. Der einzige Grund, weshalb ich wahrscheinlich so schnell nicht wieder in Rom sein werde ist der, dass die Welt noch so viele schöne Orte zu bieten hat. Da muss auch eine so wundervolle Stadt wie Rom etwas warten. Wer jedoch noch nie in Rom war, sollte dies so schnell wie möglich ändern. Diese Stadt ist voller Kultur, Schönheit, Geschichte, Mode und Dolce Vita. Und Zauber. Auf dieser Stadt liegt ein Zauber im positivsten Sinne. Mehr zu der Stadt an sich erzähle ich euch jedoch ein anderes Mal. Heute geht es um ein zauberhaftes Hotel, ein zu Hause auf kurze Zeit, mitten in der wundervollen Stadt.

    Hotel de Russie, Rocco Forte, Via del Babuino, 9, 00187 Roma RM, Italien

    DIE LAGE

    Das luxuriöse Hotel de Russie gehört zur Rocco Forte Gruppe und befindet sich direkt an der zentralen Piazza del Popolo. Mir wurde gesagt, dass es eines der wenigen Hotels der Stadt ist, in dem auch die Römer selbst sich gerne blicken lassen. Das läge vor allem am „Geheimen Garten“ aus dem 18. Jahrhundert. Dieser Ort vermittelt Ruhe – aber schafft es, einem zugleich das Gefühl zu geben, auch mitten im Geschehen zu sein. Und glaubt mir, in Rom möchtet ihr mitten im Geschehen sein. Nichtsdestotrotz weiß man es sehr zu schätzen, wenn man nach einem anstrengenden Tag durch die unscheinbare Tür treten kann und eine Ruheoase vorfindet. Einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden sich ganz in der Nähe und können gut zu Fuß erreicht werden. Die Spanische Treppe ist zum Beispiel nur einen kurzen Spaziergang entfernt. Auf dem Weg dort hin passiert man eine Shopping-Meile, die alles bietet, was das Herz begehrt. Weitere Sehenswürdigkeiten wie der Trevi-Brunnen, Piazza Navona, die berühmten Modeboutiquen der Via Condotti, die Kunstgalerien der Via Marguatta und Museen wie das MAXXI (mein Favorit) sind ebenfalls ganz in der Nähe und wie bereits erwähnt, gut zu Fuß zu erreichen.

    Die zimmer

    Wisst ihr, was ich wirklich sehr gerne an den Rocco Forte Hotels mag? Ich mag den Flair, der in den Rocco Forte Hotels herrscht. Ich liebe die Mischung aus Alt und Neu. Geschichte und Fortschritt. Auch das Hotel de Russie verbindet zwei verschiedene Welten. Das moderne Design perfektioniert die klassische Architektur des historischen Gebäudes. Die Zimmer sind meiner Meinung nach sehr geschmackvoll eingerichtet. Das kleinste Zimmer beginnt ab 23 qm und eignen sich perfekt für allein reisende Gäste. Die nächsthöhere Kategorie, die Classic Zimmer, sind mit 30 qm schon deutlich größer. Diese Zimmer blicken entweder auf die Stadt oder auf den „Geheimen Garten“. Die großen Badezimmer sind mit Marmor und Mosaiken gestaltet und gefallen mir sehr gut. Insgesamt gibt es 13 Kategorien. Sehr angetan war ich von den Popolo-Suiten auf der obersten Etage. Weshalb sie so heißen erklärt sich sofort, wenn man die Suite betritt und einen Blick aus den vielen Fenstern wirft. Sie bietet von ihrer großen Terrasse aus einen herrlichen Ausblick auf den Piazza del Popolo und die Dächer Roms.

    Der Spa

    Leider konnten wir den SPA aufgrund von Zeitmangel nicht nutzen. Er sieht jedoch wunderbar stylisch und sehr einladend aus. Wir hätten zu gerne ein paar Stunden im wohlig-warmen SPA verbracht.  So ein verregneter Novembertag eignet sich auch perfekt dazu, oder? Leider waren nicht nicht lange genug in Rom und das Sightseeing stand klar im Vordergrund. Aber als großer Fan des Villa Kennedy Spas, welches ebenfalls zur Gruppe Rocco Forte gehört, bin ich mir sicher, dass sich auch ein Besuch hier gelohnt hätte.

    Lunch Buffet im LE Jardin de russie

    Im hinteren Teil des Gartens befindet sich das Restaurant Le Jardin de Russie. Auch wenn der Name des Restaurants französisch ist, angeboten wird hier feinste italienische Gourmetküche unter der Führung vom Fulvio Pierangelini. Ganz egal ob Dinner oder Lunch,  diese kleine Ruheoase inmitten der hektischen Stadt ist eine pure Wohltat für die Seele. Da wir uns ein bisschen durch die Karte probieren wollten, um einen Gesamteindruck von dem Speisenangebot zu bekommen, haben wir uns gegen à la carte und für das Buffet Lunch (Montag bis Freitag, 12:30 Uhr bis 15:0 0Uhr) entschieden. Das Buffet Lunch kostet 40€ pro Kopf und beinhaltet Vorspeisen, Salate, verschiedene Hauptspeisen (Pasta, Fleisch- und Fischgerichte, Gemüse, Beilagen) und eine tolle Auswahl an Desserts. Wir haben uns viel Zeit beim Essen gelassen und uns durch die verschiedenen Speisen probiert: allesamt super lecker und frisch zubereitet. Der Service ist gehoben, freundlich und die Mitarbeiter haben stets einen Blick auf das Geschehen, um bei Bedarf Wasser oder Wein nachzuschenken und um das Buffet immer wieder aufzufrischen, damit keine Wartezeit für den Gast entsteht. Die Vorspeisen waren bereits so gut, dass ich mich echt zusammen reißen musste, um mich nicht schon allein mit der Vorspeise satt zu essen: Burrata, frischer Salat, Carpaccio und mein Favorit „Fritto misto di verdura“, auch bekannt als frittiertes Gemüse. Was mir bei den  Speisen besonders positiv aufgefallen ist, war die gute Qualität der einzelnen Zutaten. Alle Produkte waren durchweg frisch, saftig und sehr geschmacksintensiv. Nach den sättigenden Hauptspeisen blieb kaum noch Platz für den Nachtisch. Aber frisches Obst und hausgemachtes Sorbet-Eis passt dann doch irgendwie immer – kennt ihr auch oder? Alles in allem: tolle Stimmung, guter Service und leckeres Essen. Wer sich in Ruhe fit für einen kleinen Shopping- oder auch Sightseeing-Trip machen möchte, kann gut und gerne im Le Jardin de Russie starten.

    FAZIT

    Das luxuriöse Hotel de Russie mit dem gehobenen Restaurant Le Jardin de Russie sind einen Besuch wert. Man ist inmitten des Geschehens, aber dennoch gut geschützt an einem ruhigen Ort, an dem man sich entspannen und verwöhnen lassen kann. Hier fühlt man sich bestens aufgehoben. Wer dem Trubel Roms kurzzeitig entkommen möchte und wieder neue Kraft sammeln möchte, dem empfehle ich einen Besuch im SPA mit einem anschließenden Restaurant-Besuch. Danach fühlt ihr euch wieder frisch und munter und habt Energie, um die imposante Stadt weiter zu erkunden.

    Bis zum nächsten Mal

    Summer

  • Restaurant-Empfehlungen: Street-Food in Venedig

    Letzten Juli waren wir für ein paar Tage im wunderschönen Venedig. Dort haben wir es uns so richtug gut gehen lassen und uns gefühlt einen Tag lang durch leckere Street-Food Stationen durchgeschlemmert. Obwohl wir auch schicke Restaurants lieben, so versuchen wir in jedem Land im Zweifel eher das Street-Food Angebot zu testen. Bereut haben wir es noch nie. Wir merken einfach immer wieder, wie viel mehr Spaß und Freude uns das ungezwungene Naschen in den kleinen Restaurants bereitet. Daher möchten wir euch heute unsere Lieblings Street-Food Läden aus Venedig vorstellen. Hier könnt ihr für kleines Geld viele Leckerein ausprobieren und das Dolce Vita in vollen Zügen genießen. Für mehr Informationen zu den einzelnen Restaurants könnt ihr einfach auf die jeweilige Überschrift klicken, dort habe ich euch die Homepage verlinkt, so fern sie eine haben.

    Unsere Street-Food Lieblinge in Venedig
    Dal Moro’s Fresh Pasta To Go- Calle Casseleria, 5324, 30122 Venezia VE, Italien

    Nudeln zum Mitnehmen, das kennen wir alle, wenn auch eigentlich vom Asia-Imbiss nebenan. Italienische Pasta To-Go ist daher keine welterschütternde Innovation, aber dennoch ziemlich, ziemlich cool. Für den größeren kleinen Hunger zwischendurch haben wir uns jeweils eine Portion frisch zubereitete Pasta geholt. Ich hatte die nicht ganz so scharfe Arrabiatta Version, er die knoblauchlastige. Beide schön mit viel Parmesan. Lecker, lecker, lecker. Außerdem ist das Personal nicht nur super freundlich, sondern auch echt witzig – sie hatten immer einen guten Spruch auf den Lippen. Preislich ist die Pasta To-Go sehr günstig für venezianische Verhältnisse. Mit 5 bis 7 Euro ist man dabei. Die Portion ist groß genug um satt zu werden, aber nicht übersättigend. So hat man noch genug Platz im Magen für die nächste Anlaufstelle

    Acqua & Mais – Campiello dei Meloni, 1411-1412, 30125 Venezia VE, Italien

    Während Pasta wohl für jedermann und natürlich auch jedefrau ist, so ist das Acqua & Mais eher eine Street-Food Station für etwas mutigere Esser, beziehungsweise für Meeresfrüchte-Liebhaver. Wir fanden das Acqua & Mais auf jeden Fall sehr toll! Auch hier gibt es, wie bei Dal Moro’s Fresh Pasta To Go, keine Tische zum Sitzen – aber dafür schnell gemachtes und leckeres Essen auf die Hand. Ich finde es sehr hilfreich, dass sie von ihren Tagesangeboten und Speisen jeweils ein Beispiel in der Theke haben, so dass man als Tourist auch ein Gefühl bekommt, was man so bestellen kann. Entschieden haben wir uns für warme Polenta, Tintenfisch in verschiedenen Variationen und eine Portion frittierte Leckereien aus dem Meer. Yummy! Ach ja, die Portionen gibt es zwischen 2 und 7 Euro.

    Basegó – Calle del Scaleter, 2863, 30125 Venezia VE, Italien (Aktuell Wartung, geöffnet wieder ab dem 18. Januar 2018)

    Dieses kleine Restaurant haben wir durch Zufall entdeckt, als wir uns in all die kleinen Gänge etwas abseits des Rummels gestürzt haben. Wir waren schon etwas erschöpft vom vielen Laufen und wahrscheinlich Essen… Aber von Außen sah das so gemütlich aus. Und wir hatten wirklich Lust auf ein Glas Weinchen, einen guten Espresso und ein paar leckere Cicchetti. Es handelt sich hierbei um lecker geröstete Brot- oder Polenta-Scheiben, die in den typischen Gaststätten von Venedig serviert und oft stehend gegessen werden. Die typischen Cicchetti können warm oder kalt sein und es gibt dabei zahlreiche Geschmacksvarianten: auf den gerösteten Scheiben werden Eier und Sardellen, frittierte Krebsscheren, frittiertes Gemüse, kleine Tintenfische, Krebsfleisch, marinierte Sardellen, gegrillte Tintenfische, Wurst, Käse oder auch Camembert und Honig angerichtet. Bei der großen Vielfalt an möglichen Belägen findet wirklich jeder etwas! Wir wussten es voher nicht, aber die Kombination Wein zu Cicchetti ist etwas ganz typisches für Venedig und sollte definitiv ausprobiert werden. An den Preis kann ich mich nicht mehr genau erinnern, aber ich glaube, wir mussten für Wein, Espresso, Wasser und 6 Cicchettis so um die 20€ bezahlen. Ebenfalls OK.

    La Bottiglia Local Street Food – Calle del Scaleter, 2537, 30125 Venezia VE, Italien

    Unser Favorit. Hierher kommen wir auf jeden Fall wieder. Das war für mich Dolce Vita pur. Die Sonne ist schon längst untergegangen. Die Wärme staute sich jedoch weiterhin in der Stadt. Nach einem anstrengenden Tag haben wir das La Bottiglia aufgesucht, um auf den Abend anzustoßen und um etwas „Local Street Fod“ zu genießen. Die Mitarbeiter – darunter vielleicht auch der Besitzer – hatte alle Hände voll zu tun. Aber er bemühte sich, immer freundlich zu sein. Wir baten ihn um eine Platte mit Wurst und Käse, ein bisschen Brot, ein getoastetes Sandwich mit Mortadella und  schnappten uns unsere Flasche Wein und setzten uns ans Wasser. Bezahlt haben wir selbst mit Wein nicht all zu viel – knapp 30€ etwa? Das war ein wirklich einfaches Abendessen, aber dennoch total romantisch dank der ruhigen Ecke. Cheers, auf bald wieder!

    Wir hoffen sehr, dass euch unsere Tipps gefallen haben und ihr den einen oder anderen Laden auch auf eure Reiseplanung setzt. Darüber würden wir uns sehr freuen.

    Love,

    Summer

  • Zu Gast bei Sternekoch Marc Fosh – Palma, Mallorca

    Ein Mittagessen beim Chef Marc Fosh, dem ersten britischen Chef in Spanien, dessen Küche mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde ließ mein kleines Gourmetherz höher schlagen. Dieser Ausflug rundete meinen Kurztrip auf die sonnenverwöhnte Insel Mallorca Ende November ab. Meine Erwartungen an das Menü waren sehr hoch, nachdem ich mich etwas über ihn und seine Küche schlau gemacht hatte. Ich freute mich wahnsinnig auf eine unkonventionelle und experimentelle Küche und ich wurde nicht enttäuscht. Bekommen habe ich genau das und dazu gab es noch einen charismatischen und sympathischen Chef, der uns gemeinsam mit seiner Frau sehr freundlich in der Lobby des Hotel Convent de la Missió empfangen hatte.

    Marc Fosh, Carrer de la Missió, 7, 07003 Palma, Illes Balears, Spanien

    Das Restaurant Marc Fosh befindet sich im Erdgeschoss des Hotel Convent de la Missió. Aus dem ehemaligen Kloster ist und nun ein luxuriöses Wellness Hotel mitten in Palma geworden. Die stylische, urbane Dekoration wird mit viel natürlichem Licht und interessanter moderner Kunst kombiniert und gilt sowohl für das Hotel, als auch für das Restaurant. Ich habe mich sofort sehr wohl gefühlt. Der rote Faden von Wellness, Gesundheit und Wohlbefinden zieht sich durch das gesamte Konzept – Küche inbegriffen. Die ist aber nicht nur gesund, sondern auch kreativ, modern, mediterran und ungewöhnlich. Sie reflektiert die Leidenschaft von Marc Fosh für frische, saisonale und vor allem einheimische Erzeugnisse vom Markt, die auf raffinierte Art und Weise zu spannenden, aber stimmigen, Gerichte kombiniert werden.

    Atmosphäre und Service

    Wir waren zum Mittagessen dort und haben den Tisch hinter der stylischen Bar – ein kleines, offenenes Séparée, etwas abseits des Trubels – bekommen. Von meinem Platz aus hatte ich jedoch einen guten Blick auf das Restaurant und konnte das bunte Treiben gut beobachten. Ich mochte die Grundstimmung im Restaurant. Sie war locker, leger, bodenständig. Die Gäste waren entspannt und fühlten sich sichtbar gut aufgehoben. Der service war freundlich und familiär – aber stets auf einer professionellen Ebene. Das Marc Fosh ist definitiv ein Sterne-Restaurant, vor dem man keine Angst haben muss.

    Der Sommelier

    Ein kleines Extra-Lob geht an dieser Stelle an den ebenfalls sehr sympathischen und charismatischen Sommelier Gabriel Lucas. In einem perfekt sitzenden Anzug gekleidet und stets mit einem Lächeln auf den Lippen, löste er mein Bild des etwas steifen, eingestaubten und gerne mal belehrenden Sommeliers ab. Ich trinke allgemein sehr selten Alkohol, aber zu einem guten Essen gehört Wein mittlerweile auch für mich dazu. Leider kenne ich mich so gar nicht mit dem Thema aus und brauche daher jemanden, der mir dabei hilft, das Genuss-Erlebnis zu maximieren. Bei der Auswahl des perfekten Weines möchte ich jedoch weder eingeschüchtert noch belehrt, sondern ganz einfach beraten werden – und das hat wunderbar geklappt. Die ausgewählten Weine harmonierten prima zu den Gerichten.

    Das Essen- unser 4-Gänge menü

    1. Gazpacho von roter Beete mit Meerrettich „Ravioli“ mit Pistazien und Mandarine – Wunderschön angerichtet, perfekt serviert. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob mir das Gericht schmecken würde, da ich weder ein großer Fan von rote Beete in flüssiger Form, als auch von Meerrettich bin. Die Sorgen waren jedoch ganz unbegründet. Das erste Gericht wurde mit jedem Löffel schmackhafter. Man entdeckte mehr Geschmackskomponenten nach und nach. Und all die miteinander harmonierenden, aber dennoch spannend kombinierten Geschmäcker sorgten für das erste zufriedene Lächeln am Tisch.

    2. Gemüsesüppchen von Idiazábal Käse und geräuchertem Lauch mit Kastanien Tortellini – Ich liebe Käse. Ich liebe Kastanien. Ich liebe gut gemachte Tortellini. Das Gericht hat mich also schon überzeugt, bevor ich es überhaupt probiert hatte und es überzeugte mich noch mehr nach dem ersten Bissen. .

    3. Schweinebäckchen vom Iberico Schwein mit Erbsenpüree, Speck und Holunderblüten-Jus – Ich habe noch nie so gut gemachtes Schwein gegessen. Das Fleisch war so zart, dass es auf der Zunge zerfiel und das Erbsenpüree passte wunderbar dazu. Auch hier stimmte einfach alles: Konsistenz, Geschmack, Ästhetik.

    4. Auf niedriger Temperatur gegarte Ananas mit Sanddorn, Queller Alge und Kokos-Sorbet – Ein Nachtisch mit Algen? Ich bin zwar Chinesin und Algen machen mir gar nichts aus – ich liebe sie sogar, aber salzige Algen im Nachtisch? Ungewohnt. Interessant. Nicht schlecht. Aber ungewohnt. Dieses Gericht hätte ich ohne diese Geschmackskomponente noch etwas mehr genießen können. Denn die auf niedriger Temperatur gegarten Ananas-Stückchen passten perfekt zum Kokos-Sorbet und dem intensiven Geschmack der Sanddorn.

    Die Preise

    Die Preise haben mich sehr überrascht und sind absolut fair.

    Lunch: Das 3-Gänge-Menü bekommt man für 27,50€/ p.P und das 5-Gänge-Menü für 39,50€/ p.P. Brot mit hausgemachter Butter gibt es für 1,80€ pro Person. Das Degustations-Menü besteht aus 6 Gängen plus Gruß aus der Küche und Petits Fours. Das gibt es für 79,00€/ p.P. Weinprobe und Käseauswahl kann extra hinzu gebucht werden.

    Dinner: Das vegetarische 6-Gänge-Menü inkl. Gruß aus der Küche und Petits Fours gibt es für 68€/ p.P. Für 89€/ p.P gibt es ein 7-Gänge-Menü plus Snacks und Petits Fours. Wie beim Mittagstisch auch kann man das Weinpaket oder auch eine Käseauswahl hinzu buchen. Zum Dinner würde ich jedem Weintrinker empfehlen, das Paket mit zu buchen.

    Alle Informationen dazu erhaltet ihr hier unter dem Punkt Menüs

    Fazit

    Du probierst gerne mal neue Dinge aus? Hast keine Angst vor Experimenten? Außerdem isst dein Auge stets mit und du erfreust dich an schön angerichteten Speisen? Gutes Essen in stylischer Umgebung und das in einer entspannten, legeren Atmosphäre ist genau dein Ding? Dann ist das Marc Fosh ein Restaurant für dich. Angeboten werden hier liebevolle angerichtete und durchweg stimmige Menüs zu einem sehr fairen Preis. Das Marc Fosh ist definitv einen Besuch wert.

    Love,

    Summer