• Zu Gast bei Sternekoch Marc Fosh – Palma, Mallorca

    Ein Mittagessen beim Chef Marc Fosh, dem ersten britischen Chef in Spanien, dessen Küche mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde ließ mein kleines Gourmetherz höher schlagen. Dieser Ausflug rundete meinen Kurztrip auf die sonnenverwöhnte Insel Mallorca Ende November ab. Meine Erwartungen an das Menü waren sehr hoch, nachdem ich mich etwas über ihn und seine Küche schlau gemacht hatte. Ich freute mich wahnsinnig auf eine unkonventionelle und experimentelle Küche und ich wurde nicht enttäuscht. Bekommen habe ich genau das und dazu gab es noch einen charismatischen und sympathischen Chef, der uns gemeinsam mit seiner Frau sehr freundlich in der Lobby des Hotel Convent de la Missió empfangen hatte.

    Marc Fosh, Carrer de la Missió, 7, 07003 Palma, Illes Balears, Spanien

    Das Restaurant Marc Fosh befindet sich im Erdgeschoss des Hotel Convent de la Missió. Aus dem ehemaligen Kloster ist und nun ein luxuriöses Wellness Hotel mitten in Palma geworden. Die stylische, urbane Dekoration wird mit viel natürlichem Licht und interessanter moderner Kunst kombiniert und gilt sowohl für das Hotel, als auch für das Restaurant. Ich habe mich sofort sehr wohl gefühlt. Der rote Faden von Wellness, Gesundheit und Wohlbefinden zieht sich durch das gesamte Konzept – Küche inbegriffen. Die ist aber nicht nur gesund, sondern auch kreativ, modern, mediterran und ungewöhnlich. Sie reflektiert die Leidenschaft von Marc Fosh für frische, saisonale und vor allem einheimische Erzeugnisse vom Markt, die auf raffinierte Art und Weise zu spannenden, aber stimmigen, Gerichte kombiniert werden.

    Atmosphäre und Service

    Wir waren zum Mittagessen dort und haben den Tisch hinter der stylischen Bar – ein kleines, offenenes Séparée, etwas abseits des Trubels – bekommen. Von meinem Platz aus hatte ich jedoch einen guten Blick auf das Restaurant und konnte das bunte Treiben gut beobachten. Ich mochte die Grundstimmung im Restaurant. Sie war locker, leger, bodenständig. Die Gäste waren entspannt und fühlten sich sichtbar gut aufgehoben. Der service war freundlich und familiär – aber stets auf einer professionellen Ebene. Das Marc Fosh ist definitiv ein Sterne-Restaurant, vor dem man keine Angst haben muss.

    Der Sommelier

    Ein kleines Extra-Lob geht an dieser Stelle an den ebenfalls sehr sympathischen und charismatischen Sommelier Gabriel Lucas. In einem perfekt sitzenden Anzug gekleidet und stets mit einem Lächeln auf den Lippen, löste er mein Bild des etwas steifen, eingestaubten und gerne mal belehrenden Sommeliers ab. Ich trinke allgemein sehr selten Alkohol, aber zu einem guten Essen gehört Wein mittlerweile auch für mich dazu. Leider kenne ich mich so gar nicht mit dem Thema aus und brauche daher jemanden, der mir dabei hilft, das Genuss-Erlebnis zu maximieren. Bei der Auswahl des perfekten Weines möchte ich jedoch weder eingeschüchtert noch belehrt, sondern ganz einfach beraten werden – und das hat wunderbar geklappt. Die ausgewählten Weine harmonierten prima zu den Gerichten.

    Das Essen- unser 4-Gänge menü

    1. Gazpacho von roter Beete mit Meerrettich „Ravioli“ mit Pistazien und Mandarine – Wunderschön angerichtet, perfekt serviert. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob mir das Gericht schmecken würde, da ich weder ein großer Fan von rote Beete in flüssiger Form, als auch von Meerrettich bin. Die Sorgen waren jedoch ganz unbegründet. Das erste Gericht wurde mit jedem Löffel schmackhafter. Man entdeckte mehr Geschmackskomponenten nach und nach. Und all die miteinander harmonierenden, aber dennoch spannend kombinierten Geschmäcker sorgten für das erste zufriedene Lächeln am Tisch.

    2. Gemüsesüppchen von Idiazábal Käse und geräuchertem Lauch mit Kastanien Tortellini – Ich liebe Käse. Ich liebe Kastanien. Ich liebe gut gemachte Tortellini. Das Gericht hat mich also schon überzeugt, bevor ich es überhaupt probiert hatte und es überzeugte mich noch mehr nach dem ersten Bissen. .

    3. Schweinebäckchen vom Iberico Schwein mit Erbsenpüree, Speck und Holunderblüten-Jus – Ich habe noch nie so gut gemachtes Schwein gegessen. Das Fleisch war so zart, dass es auf der Zunge zerfiel und das Erbsenpüree passte wunderbar dazu. Auch hier stimmte einfach alles: Konsistenz, Geschmack, Ästhetik.

    4. Auf niedriger Temperatur gegarte Ananas mit Sanddorn, Queller Alge und Kokos-Sorbet – Ein Nachtisch mit Algen? Ich bin zwar Chinesin und Algen machen mir gar nichts aus – ich liebe sie sogar, aber salzige Algen im Nachtisch? Ungewohnt. Interessant. Nicht schlecht. Aber ungewohnt. Dieses Gericht hätte ich ohne diese Geschmackskomponente noch etwas mehr genießen können. Denn die auf niedriger Temperatur gegarten Ananas-Stückchen passten perfekt zum Kokos-Sorbet und dem intensiven Geschmack der Sanddorn.

    Die Preise

    Die Preise haben mich sehr überrascht und sind absolut fair.

    Lunch: Das 3-Gänge-Menü bekommt man für 27,50€/ p.P und das 5-Gänge-Menü für 39,50€/ p.P. Brot mit hausgemachter Butter gibt es für 1,80€ pro Person. Das Degustations-Menü besteht aus 6 Gängen plus Gruß aus der Küche und Petits Fours. Das gibt es für 79,00€/ p.P. Weinprobe und Käseauswahl kann extra hinzu gebucht werden.

    Dinner: Das vegetarische 6-Gänge-Menü inkl. Gruß aus der Küche und Petits Fours gibt es für 68€/ p.P. Für 89€/ p.P gibt es ein 7-Gänge-Menü plus Snacks und Petits Fours. Wie beim Mittagstisch auch kann man das Weinpaket oder auch eine Käseauswahl hinzu buchen. Zum Dinner würde ich jedem Weintrinker empfehlen, das Paket mit zu buchen.

    Alle Informationen dazu erhaltet ihr hier unter dem Punkt Menüs

    Fazit

    Du probierst gerne mal neue Dinge aus? Hast keine Angst vor Experimenten? Außerdem isst dein Auge stets mit und du erfreust dich an schön angerichteten Speisen? Gutes Essen in stylischer Umgebung und das in einer entspannten, legeren Atmosphäre ist genau dein Ding? Dann ist das Marc Fosh ein Restaurant für dich. Angeboten werden hier liebevolle angerichtete und durchweg stimmige Menüs zu einem sehr fairen Preis. Das Marc Fosh ist definitv einen Besuch wert.

    Love,

    Summer

  • Restaurant Empfehlung Barcelona – Ciudad Condal

    Ich habe meinem Verlobten zu seinem 30. Geburtstag Tickets für ein El Clasico Match in Barcelona geschenkt und Mitte September 2017 war es dann endlich so weit. Es standen drei Tage in der aufregenden Stadt an und wir haben sie in vollen Zügen genossen. Wir haben viel erlebt, schöne Erinnerungen gesammelt und vor allem aber auch gut und günstig gegessen und ein ganz besonderes Restaurant möchte ich daher an dieser Stelle mit euch teilen: das Ciudad Condal. Auf der Suche nach tollen Restaurants habe ich es mir nicht nehmen lassen, einen meiner Lieblingskollegen – Jochen (hier findet ihr ihn auf Instagram) – nach Tipps zu fragen. Wir stellten schnell fest, dass wir zeitgleich in Barcelona unterwegs sein würden und machten direkt ein Date in seinem Lieblingsrestaurant in Barcelona aus. Er schwärmte mir wochenlang von dem Essen vor, was mich ganz verrückt machte. Aber ganz so wild war ich dennoch nicht auf das Essen. Denn serviert werden im Ciudad Condal nämlich Tapas und ich kannte bis dato kein Tapas-Restaurant, das mich so richtig umgehauen hätte. Aber well, eine Chance muss man dem Ganzen ja mal geben.

    Ciudad Condal – Rambla de Catalunya, 18, 08007 Barcelona, Spanien

    Vorab

    Unbedingt hingehen! Top Stimmung, leckeres Essen. Ich hätte es sehr bereut, wäre ich nicht dort essen gewesen.

    Stimmung

    Wuselig, laut, lebendig. Die Stimmung ist herrlich! Zumindest, wenn man es fröhlich und tempramentvoll spanisch mag. Wenn man es lieber gesittet haben möchte und in Ruhe essen gehen möchte, dann sollte man dieses Restaurant meiden. Hier ist zu jeder Tageszeit etwas los und zu Stoßzeiten ist es gar nicht so einfach, einen guten Platz zu bekommen. Der beste Spot? Die Theke.

    Essen& Trinken

    10/10 Punkten. Ich habe meine Liebe zu Tapas entdeckt. Unbedingt nach dem Prinzip „Sharing is caring“ bestellen und am besten mit einer größeren Gruppe dort hin gehen, so dass ihr so viel wie möglich von der Karte probieren könnt. Wir waren zu fünft dort und haben mindestens 12 Runden bestellt. Dazu gab es Wein satt – vier oder fünf Flaschen – und am Ende haben wir gerade mal so um die 180€ zusammen gezahlt. Das wäre in Deutschland nicht möglich gewesen. Startet mit verschiedenen Leckereien belegtem Weißbrot – ich meine, es gibt sogar zartes Steak als Belag. Steak auf Weißbrot! Hallo? Göttlich. Aber übertreibt nicht, denn das ist erst der Anfang. Wer Fisch mag, der bestellt sich dazu frittierte Sardinen. Wie wäre es danach mit gut gewürztem Tintenfisch, gebraten in Butter? Achja, auf Kalorienzählen solltet ihr im Ciudad Condal auch verzichten. Das tut der Seele nicht gut. Und ihr kennt sicher alle die Regel: „Im Urlaub kann man ohne schlechtes Gewissen schlemmen, so viel man will.“ Für das gute Gewissen gibt es erst einmal etwas vegetarisches: eine Pilzauswahl auf Eigelb. Klingt ungewohnt, ist aber unfassbar lecker. Die Spanier wissen anscheinend, was gut ist. Apropos Spanien, wer in Spanien ist, muss natürlich auch Serrano Schinken essen. Gesagt, getan. Ein Tablett Schinken bitte, dazu Weißbrot, was sonst? Shrimps gehen natürlich auch immer. Etwas leichtes für zwischendurch. Danach geht es aber wieder weiter mit Fisch – Thunfischsteak um genau zu sein. Es war mega lecker. Das Gemüse obendrauf ebenso. Ich glaube sogar, dass es mein Lieblingsgericht war. Und damit ich mich als Chinesin auch wohl fühle, gibt es noch eine kleine Portion Udon-Nudeln mit Shrimps und frischem Gemüse. Erstaunlich authentisch und wie könnte es anders sein: lecker. Spätestens ab hier waren wir schon ziemlich satt. Aber Jochen wollte uns unbedingt noch ein paar Sachen zeigen, also bestellten wir daraufhin fröhlich weiter. Der Mini-Burger war so schnell weg, so dass ich es nicht einmal geschafft habe, ein Foto davon zu machen. War leider zu lecker. Also unbedingt den Mini-Burger dort probieren! So, da wären wir vorerst mal durch mit dem Essen. Also nicht ganz, denn der Magen will ja auch etwas Süßes haben. Aber das zählt ja bekanntlich nicht als Essen-Essen, oder? Für Nachtisch ist immer Platz und deswegen reichte uns auch nicht nur eine Nachspeise. So richtig glücklich wurden wir erst nach drei Desserts. Mein Favorit? Der Crunchy Camembert mit Marmelade. Ganz schön mächtig und vor allem mächtig lecker. Auch das muss dort bestellt werden. Das Brot haben wir dann allerdings nicht mehr gegessen. Irgendwann ist ja auch mal gut.

    Mein Schlussfazit

    Ich war glaube ich selten so glücklich und rund gegessen wie an diesem Abend. Daher: wenn ihr in Barcelona seid, ihr müsst dort hin! Danke Jochen, dass du uns dort hin geschleppt hast. Wir waren sicherlich nicht das letzte Mal dort

     

     

  • Restaurant-Tipps für Nancy, Frankreich

    Vor ein paar Tagen haben wir unsere Reise-Tipps für Nancy, einer charmanten Stadt in Frankreich, mit euch geteilt. Heute liefern wir euch wie versprochen auch unsere Restaurant-Tipps nach. Lasst euch gesagt sein: wir sind gefühlt durch Nancy gerollt! Essen und Trinken kann man in Frankreich wirklich wie ein König! Dafür zahlen nicht nur wie Touristen, sondern auch die Einheimischen gerne ein paar Euro mehr als zum Beispiel hier in Deutschland.

    Mein Favorit: A La Table du Bon Roi Stanislas – 7 Rue Gustave Simon

    Das kleine, unscheinbare Restaurant „A La Table du Bon Roi Stanislas“ ist mein absoluter Favorit. Hier waren wir direkt am ersten Abend essen und wir haben es keine Sekunde bereut – außer vielleicht die Tatsache, dass unser Magen nicht noch mehr aufnehmen konnte. Die Karte ist klein und überschaubar. Angeboten werden 3 Gänge Menüs, die man sich selbst zusammen stellen kann, dafür gibt es immer einen Festpreis. Das einzige Manko war, dass es die Karte nur auf französisch gab. Letztendlich aber haben wir uns mit unseren Französischkenntnissen und dem Internet ganz gut durch die kleine Karte arbeiten können (außerdem konnte unsere Bedienung auch recht gut englisch und sie hat uns super weitergeholfen). Preislich gesehen lagen wir da bei ca. 46€ pro Kopf inkl. Vorspeise, Hauptspeise, Nachtisch, Wein und Wasser. Das finde ich absolut gerechtfertigt! Hier findet ihr populäre französischen Gerichte, zum Teil mit polnischen Wurzeln, nach klassischen Rezepturen zubereitet. Es gibt keine lange Wartezeiten, die Portionen sind großzügig und das Essen unheimlich lecker. Ein tolles Restaurant für Liebhaber von bodenständigem, aber besonderem Essen.

    TIPP: Unbedingt vorab reservieren! Das Restaurant ist wahnsinnig klein – hier gibt es kein „ich schau mal auf gut Glück vorbei“.

    Von der Gruß aus der Küche, über die Vorspeise bis hin zum Nachtisch: alles war einfach perfekt. Ein perfekter Abend mit einem perfekten Essen und einem leckeren Weißwein. Was will man mehr?

    Ich liebe es, dass die Beilagen getreu dem Motto „Sharing is Caring“ zusammen serviert werden. Bestellt haben wir übrigens Zander und Wachtel – und es war wirklich fantastisch.

    Wir wissen leider nicht mehr genau, was wir als Nachspeise hatten, aber wir würden es beide jederzeit wieder bestellen!

    Charmante Besitzer: Les Frères Marchand – 99 Grande Rue

    Wir waren anfänglich etwas verwirrt, weil sich ein „Les Frères Marcnand“ an das nächste reihte. Aber schnell stellte sich heraus, dass sich das Restaurant in mehrere Abteilungen aufteilte. Es gibt eine „Bar à fromages“, einen „Salon“, eine „Winstub“ und und und, die jeweils eine auf die Produkte abgestimmte Atmosphäre bieten. Wir gönnten uns im Hauptrestaurant ein leckeres und sättigendes Mittagessen (ja, ich musste die Haxe mit dem Käse probieren, auch wenn ich danach wirklich wie eine Schwangere aussah – da ist mir übrigens aufgefallen, dass man ab einem bestimmten Alter echt liebevolle Blicke zugeworfen bekommt, wenn man als Frau mit einem kleinen Bäuchlein durch die Welt läuft…) mit viel leckerem Käse. Einer der Brüder (Frères = Brüder) war an dem Tag auch (durch Zufall?) vor Ort und nach einer kurzen Smalltalk-Runde erfuhren wir, dass zum Betrieb der Familie auch ein Gourmet-Käseladen dazu gehört. Sie sind sogar eine der wenigen Käse-Kenner, die quasi den Titel eines „Sommeliers für Käse“ besitzen. Leider ist mir das Wort entfallen – kann mir jemand weiterhelfen?

    TIPP: Ein muss für Käse-Liebhaber! Und bei gutem Wetter unbedingt draußen sitzen.

    Überall sieht man Bilder von den sympathischen Brüdern. Gute Vermarktung würde ich sagen.

    Typisch ich: Mittags mit der Haxe und viel Käse anfangen… aber auch der Flammkuchen mit Extra-Käse war nicht ohne. Sehr lecker!

    Top Atmosphäre: Les Pissenlits -Rue des Ponts 27

    „Les Pissenlits“ bedeutet übersetzt „Löwenzahn“ und der landet hier nicht nur auf dem Teller, sondern auch in der Architektur und der Dekoration – Stichwort: Jugendstilmöbelschnitzereien, Hier wird typisch französisches Essen mit guter Preis-Leistung serviert. Der Service ist freundlich und aufmerksam – wenn auch die Kommunikation sich als etwas schwieriger gestaltet. Aber auch hier: es macht so Spaß, seine Französisch-Kenntnisse auch mal wieder im echten Leben zu nutzen! Die Weinempfehlung zu den Speisen war gut und der Nachtisch bildete ein perfekter Abschluss für den zweiten Abend.

    TIPP: Auch hier unbedingt reservieren und traut euch, das Essen, das die Einheimischen bestellt haben, sahen so gut aus! Vielleicht einfach mal die Karte weglassen und auf gut Glück das Essen des Tischnachbars nachbestellen.

    Der obligatorische Blätterteig-Gruß aus der Küche, tolle Architektur und leckerer Wein.

    Fisch, Steak, Side Dishes zum Teilen und der perfekte Nachtisch bestehend aus vier verschiedenen Eiskugeln – ich vermute aufgrund der speziellen Sorten, dass sie hausgemacht waren – und Meringue (Baiser). LECKER!

    Der Klassiker: Brasserie Excelsior – Rue Henri Poincaré 50

    Das Auge isst mit: Die Brasserie Excelsior mit ihrer einzigartigen Jugendstileinrichtung ist ein Muss in Nancy – selbst wenn man keinen großen Hunger hat, für einen kleinen Snack (oder ein Weinchen) sollte man doch mal hier vorbei schauen. Zu den Stoßzeiten ist das Restaurant proppevoll. Aber das Serviceteam ist hervorragend und vor allem sehr flink. Sie rennen und schlittern durch das Restaurant, um den Gästen so schnell wie möglich das Essen zu servieren. Normalerweise sollte man das ja im Service nicht tun, weil es so viel Unruhe stiftet, aber hier passt das einfach rein. Es wirkt authentisch und es macht Spaß, das bunte Treiben auf sich wirken zu lassen – man hat das Gefühl, man bekäme eine kleine Show mit zu seinem Essen dazu geliefert. Die Speisen kreisen sich übrigens um die für eine Brasserie üblichen Angebote – inklusive der frischen Meeresfrüchte (große Austernauswahl). Die Preise sind in Ordnung, aber wie in ganz Nancy eben etwas teurer als wir es von Deutschland gewohnt sind. Wenn man im Hinterkopf behält, dass man ein kleines bisschen auch für das Ambiente mit zahlt, dann ist das gar kein Problem .

    TIPP: Schaut zu den Stoßzeiten vorbei – die eigene Ruhe am Tisch, das hektische Treiben drum herum, gepaart mit der beeindruckenden Architektur, das gibt’s nicht überall!

    Tolle Architektur – tolle Atmosphäre.

    Ein kleines, aber feines 3-Gänge-Menü sorgt dafür, dass wir gut gestärkt unsere letzten Stunden in Nancy genießen können.

    Ein kleines aber feines 3-Gänge Menü sorgte dafür, dass wir gut gestärkt die letzten Stunden in Nancy genießen konnten.

    Die beste Café-Pause in Nancy: Aux Merveilleux de Fred – 25 Rue Saint Dizier

    Im Aux Merveilleux de Fred gibt es die fluffigsten und leckersten Rosinenbrötchen, die ich jemals gegessen habe. Und liebe Berliner aufgepasst: beim Googeln habe ich entdeckt, dass es in Berlin nun auch eine Filiale davon gibt! Rosinenbrötchen-Lover in Berlin müssen dort unbedingt vorbei schauen und berichten, ob er dort auch so lecker ist. Dieses Café haben wir übrigens durch Zufall entdeckt – und durch die Tatsache, dass ihre Törtchen und Brioches unheimlich schön im Schaufenster angerichtet wurden sind. Der Empfang ist herzlich, die Mitarbeiter sehr freundlich und hätten wir kein Frühstück im Hotel gehabt, dann wären wir täglich hier her gekommen.

    TIPP: Nicht wundern, die Bezahlung erfolgt hier über eine Maschine. So müssen die Mitarbeiter das Geld nicht anfassen und sich die Hände schmutzig machen. Top!

    Die Rosinenbrötchen? Fast schon eine Reise wert!

    Love,

    Summer

  • #Essenistwieküssen: Gekko Food Festival

    Die Gekkogroup hat am 26. August zur Foodtour auf dem Gekko Food Festival eingeladen und wir sind der Einladung sehr gerne gefolgt. Freuen durften wir uns auf viele Leckereien von den Restaurants Gerbermühle und Moriki Frankfurt, sowie dem Restaurant vom Roomers Hotel Frankfurt – und Drinks von der Bristol Bar Frankfurt und dem Gekkos. Für gute Stimmung sorgten verschiedene Gekko DJs und die Frankfurter Jungs „Meezy & Caser Nova”. Es war ein rundum gelungenes Event mit vielen netten Leuten wie zum Beispiel die kreativen Köpfe hinter dem Instagram Account widenka oder der Agentur esistfreitag, die übrigens Gründer des Hashtags #FrankfurtDuBistSoWunderbar sind. Bei gutem Wetter und guter Musik haben wir uns durch die verschiedenen Stationen geschlemmt, die ich euch heute gerne kurz vorstellen möchte, weil es mir, Raupe Nimmersatt, wirklich sehr geschmeckt hat.

    Roomers Frankfurt, Gutleut, Gutleutstraße 85, Tel. 2713420

    Das Roomers Frankfurt, ein exklusives Designhotel in der Nähe vom Frankfurter Hauptbahnhof, ist bekannt für ihre luxuriöse, burlesque Eleganz. Das gesamte Hotel wirkt durch die dunklen Farben, hauptsächlich schwarz und lila, sehr „lasziv“ und verrucht. Das Roomers Restaurant ist „vegan friendly“ und serviert innovative israelische cross-over Küche unter der Leitung vom sympathischen Küchenchef Hubertus Marquardt. Auf dem Festival testen konnten wir super leckere Scampis mit Aioli, Mini-Burger und Avocado-Tartar. Das Probierangebot reichte von frischen und leichten Gerichte bis hin zu deftig. Genau die richtige Mischung. Das macht Lust auf mehr! Vielleicht wird es doch mal Zeit, mich in das Roomers Restaurant zu wagen, obwohl man ja selten in seiner eigenen Stadt in ein Hotelrestaurant geht. Aber als Hubertus Marquardt von dem Konzept sprach, dass das Essen dort dafür gedacht ist, es mit seinen Begleitern zu teilen – also quasi das, was wir Asiaten immer machen, damit wir keinen Futterneid bekommen – da horchte ich doch genauer hin. Also, wer kommt mit?

    moriki, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt am Main

    Das moriki befindet sich mitten in der Frankfurter Innenstadt, unter den Zwillingstürmen der Deutschen Bank. Der Name moriki bedeutet Wald und Lebensenergie und steht für eine Küche mit traditionellen japanischen Einflüssen, inspiriert durch das moderne Asien. Pan-asiatisches Soulfood pur. Ich war erst vor kurzem dort und habe zugegebenermaßen nicht nur viel Geld dort gelassen, sondern auch ein bisschen mein Herz für leckeres Essen. Mit gut gemachtem Sushi bekommt man mich halt immer leicht herum… und wenn es dann noch die Soft Shell Crabs gibt, dann bin ich im Food-Heaven. Die müsst ihr dort unbedingt probieren! Verspricht mir das. Wer Eintracht-Fan ist hat gute Chancen dort den einen oder anderen Spieler dort zu spotten, oder wie wir: die halbe Mannschaft. Food-Geschmack haben sie!

    Gerbermühle, Gerbermühlstraße 105, 60594 Frankfurt am Main

    Nach all den vorhergehenden Leckereien waren wir einfach zu satt, um uns auch noch durch die Food Festival Karte der Gerbermühle zu probieren und darauf hatte ich mich eigentlich sehr gefreut gehabt: deftig traditionelle Küche, schick interpretiert. Mag ich. Flammkuchen mit Spinat und Trüffel (ich bin ein Trüffelschwein und sauge alles mit Trüffel in Nullkommanichts auf), Käsefondue und Spanferkel. Alleine beim Tippen schon leuchten meine Augen. Noch heute bin ich traurig, dass ich schon vorher satt war. Übrigens fahre ich jedes Mal an der Gerbermühle vorbei, wenn wir zu den Eltern von meinem Freund fahren und ich habe erst letzte Woche erfahren, dass die Gerbermühle auch ein Hotel ist. Wenn auch ein sehr kleines – aber wenn die Zimmer so aussehen, wie die sonstige Dekoration etc., dann ist es ein wirklich sehr stylishes Hotel. Aber zurück zum Food: eine Sache hat doch noch in den Magen gepasst – der Nachtisch. Ist klar, oder? Nachtisch geht immer. Und wenn der Nachtisch dann auch noch aus den zwei Hauptkomponenten „Streunseln“ und „salzigem Karamelleis“ besteht, dann muss ich glaube ich keine Erläuterung mehr hinzufügen, weshalb und wieso ich mir das nicht habe entgehen lassen können.

    Ich denke, dass wir durch das Event einen wirklich guten ersten Einblick in die drei verschiedenen Restaurants bekommen haben, die ich euch allesamt weiterempfehlen kann. Mein persönlicher Liebling unter den vorgestellten Restaurants ist und bleibt jedoch das moriki. Zusätzlich zu den Restaurants kann ich euch übriegns auch die Bristol Bar sehr empfehlen. Hier wird in stylischer Wohnzimmeratmosphäre geräuchert, gekocht, flambiert und experimentiert – Liebhaber von kreativen Drinks, aber natürlich auch den Klassikern, kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten.

    So und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Entdecken!

    Love,

    Summer

  • Edgar Hurtado bringt Peru ins Sheraton Frankfurt Airport Hotel

    Ich esse unheimlich gerne und gefühlt bin ich immer irgendwie am Essen, wofür ich von meinen Kollegen auf der Arbeit gerne mal liebevoll aufgezogen werde. Aber das Leben ist einfach zu kurz für schlechtes Essen, findet ihr nicht auch? Somit probiere ich mich am liebsten durch alle Küchen dieser Welt, um stets neue Geschmäcker zu entdecken, das mir dann hoffentlich ein seliges Lächeln auf die Lippen zaubert. Vor zwei Wochen habe ich Edgar Hurtado, Küchenchef im Garden Restaurant im JW Marriott Marquis Dubai, und mit ihm die peruanische Küche im Sheraton Frankfurt Airport Hotel kennengelernt. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass das pure Liebe auf dem ersten Bissen war.

    Wer Interesse an dieser wunderbaren Küche – oder allgemein Interesse an gutem Essen – hat, sollte sich dies auf gar keinen Fall entgehen lassen. Noch bis zum 30. Juli 2017 könnt ihr nämlich Chef Edgars peruanische Fusionküche im Restaurant Flavors des Sheraton Frankfurt Airport Hotels probieren und vor allem genießen.

    Infos zu Edgar Hurtado: Geboren in Lima, hat sich Edgar schon als Kind leidenschaftlich für das Kochen interessiert und machte in dieser Zeit erste Erfahrungen in der Küche seiner Großmutter, die ein eigenes Restaurant führte. Der Einfluss ihrer nordperuanischen Küche prägt ihn bis heute. Mit elf Jahren kochte er bereits sein erstes Menü. Eigentlich wollte er Pilot werden, aber das hat aufgrund der wirtschaftlichen Lage damals nicht sein sollen. Auf die Frage, was er denn sonst machen möchte, war seine Antwort mit 16 Jahren bereits: „Ich möchte Chef werden!“ Seine berufliche Karriere startete er im La Rosa Nautica in Lima, das als bestes traditionelles Restaurant in Peru gilt. Heute arbeitet der super sympathische Edgar bereits als Küchenchef im Garden Restaurant im JW Marriott Marquis Dubai. Vor zwei Wochen checkte er dann mit einem übergewichtigen Koffer voller Zutaten aus Peru (hauptsächlich eine spezielle Sort an Chilis) im Sheraton Frankfurt Airport Hotel ein, um seine Fusion-Küche in allen Gastronomien des Hauses zu präsentieren. Er nimmt seine Aufgabe ernst und man merkt, dass Kochen – beziehungsweise, seine Gäste glücklich machen – seine Leidenschaft ist. Er spricht über seine Gerichte, wie als würde er über ein Gemälde sprechen: voller Euphorie, Stolz und Liebe. Man muss ihn man einfach live erleben!

    Infos zur peruanischen Küche: Die peruanische Küche gehört zu den vielfältigsten und besten der Welt. Sie ist ein Spiegelbild der drei wichtigsten geographischen Zonen: die Küste, das Andenhochland und der Dschungel – eine Verbindung von Einflüssen aus verschiedenen Zeiten und Kulturen von Einwanderern. Daher ist die peruanische Küche traditionell schon eine sogenannte Fusionsküche. Einwanderer aus Japan, China, Spanien oder Italien haben ihre Spuren hinterlassen. Am bekanntesten ist wohl die Nikkei-Küche, das japanisch-peruanische Küche anbietet. Weniger bekannt in Deutschland, aber ebenfalls sehr beliebt in Peru ist die sogenannate Chifa-Küche, welche chinesisch-peruanische Gerichte serviert.

    Ich habe in den letzten zwei Wochen nicht nur traditionell Peruanische Küche, sondern auch Gerichte aus der Nikkei- und der Chifa Küche probieren können und ich bin begeistert. Sie ist eine einzige Geschmacksexplosion. Aromatisch, frisch, leicht und lecker!

    Wir haben uns an diesem Abend mit einem 10 Gänge Menü einmal quer durch die peruanische Karte probiert. Plus Nachtisch…. also eigentlich zwölf Gänge. Ich muss glaube ich nicht hinzu fügen, dass ich das glücklichste Mädchen auf der Welt war, oder? Die Farbenfrohen Häppchen waren allesamt nicht nur liebevoll angerichtet, sondern waren wirklich unglaublich lecker. Ein Gericht war besser als das andere. Ich konnte mich gar nicht entscheiden, welches Gericht mein absoluter Favorit war. Aber genug geredet – Bilder sagen bekanntlich mehr aus als 1000 Worte. Lasst daher einfach mal die tollen Bilder auf euch wirken, die mir die liebe Lisa (vielen Dank!) freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, da mein Akku leer war.

    CHEF EDGARD’S BRIOCHE SIGNATURE BURGER mit 225g Rindfleisch, Speck, Panca-BBQ-Sauce, Guacamole, Süßkartoffel-Pommes

    Warmer Ceviche mit „Leche de Tigre“, serviert auf heißen Steinen

    Tuna Brullé mit Quinoa Aji Amarillo Dressing

    Quinoa-Salat, bestehend aus drei verschiendenen Quinoa-Sorten (hier spielt er mit verschiedenen Texturen von weichgekocht bis bissfest) und Avocado, Edamame, Heidelbeeren und Granatapfelkernen

    Lachs Ceviche im Nikkei-Stil mit Gurke, Ponzu-Soße und Sesamöl

    Causa Colonial, Kartoffelbrei mit Garnelen, Ziegenfrischkäse und Escabeche-Sauce

    Quinotto – vergleichbar mit Risotto, nur aus Quinoa – mit grünem Spargel, Pilzen und gehobeltem Trüffel

    LOMO SALTADO – Rinderfilet, Sojasauce, Koriander, gelbe Chili, hier als Frühlingsrolle serviert ist ein Gericht aus der Chifa-Küche.

    COSTILLAS DE CORDERO – Mit Chili, Honig, Passionsfrucht & Lauchpüree mariniertes Lammkarree

    Knusprig gebratene Garnelen mit einer süßlichen Maracuja-Soße und meinem geliebten Avocado Dip

    Hände hoch, wer jetzt auch Appetit auf peruanische Küche bekommen hat! Ich für meinen Teil freue mich wirklich, dass Chef Edgar seine tollen Kreationen in das Sheraton Frankfurt Airport Hotel gebracht hat und werde auf jeden Fall noch mal dort dinieren gehen – dann mit meinem Verlobten. Wer einen ersten Blick in die Karte werfen will, kann dies übrigens hier tun:

    Love,

    Summer

    PS: Weitere Meinungen zum peruanischen Tasting-Dinner könnt ihr auch hier nachlesen: Ivi, Lisa, Marcel, Sonja, Steffen nachlesen.

  • Meine Top 6 Restaurants in Beijing

    In Beijing findet man an fast jeder Ecke ein tolles Restaurant, in dem man einfach gut und in der Regel auch sehr günstig essen kann. Da es aber so wahnsinnig viel Auswahl gibt und man sich leider Gottes entscheiden muss, möchte ich euch heute meine sechs Lieblingsrestaurants in Beijing vorstellen. Von riesengroß über super stylisch bis hin zu familiär, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. In diesen Restaurants findet ihr authentisches chinesisches Essen und ich befürchte, dass ihr danach auch einen großen Bogen um chinesische Restaurants in Deutschland machen werdet.

    1. Lost Heaven: Service Hall by Qianmen Community of Dongcheng Administration Service Center, 23, Dongcheng Qu, Beijing Shi, China

    Fangen wir mal mit dem stylischen „Lost Heaven“ mitten in Beijing an. In der ehemaligen Amerikanischen Botschaft gelegen, ist Lost Heaven ein etwas höherpreisiges aber qualitativ sehr hochwertiges Restaurant. Hier findest ihr neu und kreativ interpretierte „Yunnan“-Küche (sie erinnert mich ein klein bisschen an die frische thailändische Küche) und auch eine tolle Bar mit super leckeren Cocktails. Wir waren zwei mal dort essen und haben uns durch die Karte probiert – egal was wir bestellt haben: es war durchweg alles sehr schmackhaft. Besonders empfehlen kann ich jedoch folgende Gerichte (auf englisch, weil es dir Karte dort nur in englisch gibt): „Ancient Trail Crispy Chicken“ (3. Bild: OMG. Das war wirklich einmalig lecker!), „Tea Leaf Salad“ (Leider nicht fotografiert, weil nicht hübsch – schmeckt aber eindeutig besser als es aussieht), „Vegetable Pancake“ (1. Bild, mittleres Gericht: YUMMY!!!), Pork Belly (2. Bild: Ja, ich will.) und „Tofu & Eggplant Salad“ (1. Bild, links: ohne dieses Gericht geht’s nicht). Ich verspreche euch, ihr werdet es lieben!


    2. Din Tai Fun: 6/F, Beijing APM Shopping Mall, No.138 Wangfujing Main Street, Dongcheng District, Peking, China

    Din Tai Fun gibt es glaub ich sechs mal in Beijing und das ist gut so. Hier gibt es die leckersten „Dumplings“, die ich gerne zu den kleinen Side-Dishes wie Aubergine in einer Essig-Soja Soße (2. Bild, rechts), Wasserspinat mit Chili und Knoblauch angebraten (2. Bild, links) oder scharf angebratene Bohnen mit Hackfleisch esse. Probiert euch einfach durch die saftigen Dumplings durch (immer dran denken: kleines Loch reinbeißen, Soße heraus saugen, in Essig tunken, essen) – und wer auf Trüffel steht, sollte auch die Trüffel-Dumplings bestellen. Oh und als Nachtisch unbedingt die süßen kleinen Schweinchen-Dumplings probieren.


    3. Grandma’s Home: 6/F BEIJING APM, No.138 Wangfujing Street, Dongcheng District, Peking

    Hier findet ihr gute und authentische Hangzhou-Küche für wenig Geld. Allerdings ist es hier immer recht voll. Langes trödeln und herum sitzen ist hier nicht unbedingt erwünscht. Obwohl die meisten doch recht flott essen, kann es schon mal zu etwas längeren Wartezeiten kommen. Das ist aber normal. Also geduldig sein und warten. Bestellt haben wir die Spezialitäten „Hühnerfleisch nach Bettler Art“, „Longjing Krabbenfleisch“ (die bekannte Teesorte Longjing dient hier als wichtige Zutat bei der Zubereitung) und gegrillten Schweinebauch mit Knoblauch und chinesischen Gewürzen. Dazu gab es noch Gemüse und eine kleine Auswahl an gerösteten Erdnüssen, Bohnen und Lotuskernen. Hunger bekommen? Dann ab zu Grandma’s Home!

    4. A’Wen Dumpling: ChaoYang District GuangHua West Li 9 1 Floor, Peking, China

    Um ehrlich zu sein weiß ich nicht genau, ob es dieses Restaurant noch gibt. Wer aber zufälligerweise in der Nähe vom „Silk Market“ unterwegs ist, sollte mal Ausschau danach halten. Hier gibt es auch sehr gute Dumplings und gute und einfache chinesische Küche. Meine Favoriten neben vielen Dumplings? Grüne Beilagen und eine leichte Suppe mit Eiern und Spinat.


    5. Quan Ju De: Hier empfehle ich euch einfach zu der euch am nächsten Filiale zu gehen

    Beijing ohne Peking Ente ist einfach nicht Beijing und mehr gibt es dazu einfach nichts zu sagen – außer, dass die Peking Ente eines der besten Gerichte auf der Welt ist. Bitte, bitte unbedingt ausprobieren, wenn ihr in Beijing seid. Unbedingt!


    6. Geheimtipp: Restaurant „谁家院“ in den „Nan Luo Gu Xiang“ Hutongs

    Puh, ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wie ich dort hin gefunden habe – es ist in einen der vielen kleinen Seitenstraßen in den Hutongs, dort, wo sich die wenigstens Touris hinverirren und wo es sehr ruhig ist. Von Außen erkennt man gar nicht auf dem ersten Blick, dass man hinter den hohen Steinwänden überhaupt Essen bekommt. Aber es roch so lecker und deswegen habe ich einen Blick hinein gewagt. Der Chef winkte uns höchstpersönlich herein. Die Karte ist überschaubar und einfach – aber genau das hat seinen Reiz. Der Koch kocht in einer kleinen, dunklen Küche fast alles, was man will – auch fernab von der Karte, so lange er die Zutaten da hat. Das lassen sie sich zwar auch ganz nett bezahlen – aber es lohnt sich.

    Nachtrag: Das allerbeste Essen in Beijing gab es für mich immer nur an einem Ort: zu Hause bei meiner Oma. Ich erinnere mich so gerne an die vielen Abendessen zurück, die wir an dem Glastisch im Wohnzimmer hatten. Nichts war ihr zu kompliziert und sie wusste immer, was ich mochte, oder meine Eltern mochte und sogar was mein Verlobter mochte. Bei ihr gab es wirklich das beste Essen in allerbester Umgebung. Und ich erinnere mich, wie sehr sie sich darüber freute, wenn wir Ihr Essen aßen und glücklich dabei waren. Es ist schmerzhaft zu wissen, dass dies nun der Vergangenheit angehört.

    Love,

    Summer

  • Rezept: Gesunder Joghurt-Eis Snack für den Sommer

    Heute gibt es eine kleine Premiere auf dem Blog, denn heute teile ich ein Rezept mit euch. Das allererste überhaupt. Ja gut – eigentlich schäme ich mich ein bisschen dafür, das ganze hier überhaupt Rezept zu nennen, da man hierbei nicht einmal kochen muss. Ich bin und bleibe einfach jemand, der gerne isst, aber leider gar nicht gerne dafür in der Küche steht. Rezept hin oder her, immerhin geht es heute um etwas zu essen, genauer gesagt um einen gesunden Joghurt-Eis Snack, welches sich wahnsinnig gut als kleine Erfrischung an heißen Tagen eignet. Dazu sieht es auch noch recht ansprechend aus – kann man also auch mal seinen Gästen servieren.

    Was ihr dazu benötigt:

    • Euren Lieblingsjoghurt. Ich habe mich für einen Naturjoghurt mit 3,5% Fettanteil entschieden.
    • Toppings. Hier könnt ihr absolut kreativ werden. Auf meinem Joghurtsnack seht ihr Heidelbeeren und Nussmüsli. Eigentlich wollte ich noch Kiwi dazu geben, aber die muss ich beim schnippeln irgendwie vernascht haben…
    • Honig.

    Und so einfach funktionierts:

    • Ihr benötigt einen flachen Behälter, den ihr in die Tiefkühltruhe stellen könnt.
    • Wenn ihr Backpapier zur Hand habt, dann benutzt Backpapier statt Folie, um den Behälter auszukleiden. Nach dem Einfrieren bekommt man die „Eistafel“ so nämlich besser aus der Form.
    • Jetzt könnt ihr so viel Joghurt wie ihr möchtet in die Form geben. Achtet darauf, dass ihr ihn schön glatt streicht und ebenmäßig in der Form verteilt.
    • Toppings dazu geben. Einfach wild verstreuen und wenn nötig leicht in den Joghurt hinein drücken.
    • Entweder habt ihr den Honig bereits direkt mit dem Joghurt vermischt oder ihr macht das wie ich: ein bisschen Wasser in den Honig geben, vermischen und dann über die anderen Toppings geben.

    Ab in die Kühltruhe damit und et voilà: fertig ist der super leckere und gesunde Snack für Zwischendurch. Probiert es unbedingt mal aus – das hier bekommt wirklich auch der faulste „Koch“ auf Erden hin. Wer es übrigens etwas weniger Gesund mag, der kann es auch mal mit Smarties und Milchmädchen versuchen… ich glaube, die Kombination kann richtig gut werden! Mit welchen Toppings würdet ihr denn diesen Snack aufpimpen? Verratet es mir doch in einem Kommentar.

    Love,

    Summer

  • Traveldiary: Hangzhou in 1 1/2 Tagen, 杭州

    Die Stadt „Hangzhou“ kommt euch irgendwie bekannt vor? Das kann gut sein, denn spätestens dieses Jahr solltet ihr von Hangzhou gehört haben! Diese Stadt war nämlich Gastgeber für das diesjährige G20 Gipfeltreffen. Hangzhou ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Zhejiang und beherbergt über 8 Millionen Einwohner im Stadtkern. Groß, größer, chinesische Städte! Mal zum Vergleich: mit Rund 3,5 Millionen Einwohner ist Berlin Deutschlands größte Stadt! Die wunderschöne Stadt am West Lake liegt nur etwa 190 km süd-südwestlich von Shanghai, weshalb wir uns dazu entschieden haben, mit dem Zug von Shanghai nach Hangzhou zu fahren, um dort einen 1 1/2 Tage zu verbringen und die tolle Natur dort zu genießen, bevor es dann in die nächste Megacity Beijing ging. Leider haben wir uns hier einfach zu wenig Zeit eingeplant und konnten die Stadt und die wunderbare Natur gar nicht so kennen lernen, wie wir uns das gewünscht hätten. Lasst euch also gesagt sein, wer diese Stadt kennen lernen möchte und der Genussteil nicht zu kurz kommen sollte, der muss sich mindestens 7 Tage für Hangzhou und Umgebung einplanen. Ich kann euch deshalb leider nur einen kleinen Teil dessen vorstellen, was diese Stadt zu bieten hat und hoffe, dass ich euer Interesse damit wecke, selbst auf Entdeckungstour zu gehen.

    Der erste halbe Tag…

    …nachdem wir gegen 14:00 Uhr im Hotel Chaptel Hangzhou (Hotelreview hier) ankamen, haben wir uns erst einmal auf die Suche nach etwas essbarem gemacht. Verschlagen hat es uns in ein kleines Restaurant in der Nähe des Hotels. Während Shanghai wirklich „teuer“ für chinesische Verhältnisse ist, haben wir in diesem Restaurant direkt das erste positive Erlebnis gehabt: die Preise für normale Restaurants sind wahnsinnig günstig – und das Essen sehr lecker! Beim Essen haben wir uns einige Sachen heraus gesucht, die wir uns an diesem Tag noch anschauen wollten. Gesagt getan, auch wenn der Regen uns wirklich einige Striche durch die Rechnung gemacht hat. Unser erstes Ziel war der „Kaiserkanal“. Mit der Metro (Linie 1) ging es dann zum „Wulin Square“. Hier springen euch sofort die edelsten Marken ins Auge. Von Hérmes über Louis Vuitton bis hin zu Rolex, es gibt kein High End Laden, das dort nicht vertreten ist. Ein echtes Paradies für Luxusliebhaber. Von hier aus startet man am besten die Tour am Kanal, welcher von Hangzhou bis nach Beijing verläuft und somit mit seiner Länge von 1800 KM die längste von Menschen geschaffene Wasserstraße ist. Das muss man meinen Landsleuten einfach lassen, wenn sie etwas gut können, dann ist es diszipliniertes Arbeiten und Ausdauer (ich denke da zum Beispiel an die chinesische Mauer)! Ursprünglich hatten wir eine Bootstour über den Kanal bis hin zu den „Xixi Wetlands“ geplant. Da es aber so heftig geregnet hatte, haben wir uns dagegen entschieden und sind nur entlang des Kanals, unter den vielen Bäumen entlang spaziert, was nicht nur beruhigend war, sondern im Regen auch einen romantischen Touch hatte.

    Nächstes Mal werde ich mit dem Boot von Gongcenqiao bis Xixi-Wetlands fahren, das definitiv einen Besuch wert ist. Dieser Ort erinnert ein bisschen an Venedig, nur eben chinesisch. Die kleinen Inseln und Häuser sind durch viele kleine Seen und Teiche getrennt und gleichzeitig aber durch Kanäle verbunden. Am besten fährt man hier mit kleinen Holzbooten durch das Gebiet, um die Natur voll und ganz zu genießen.

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    Xixi-Wetland – steht also weiterhin auf meiner „To-see“ Liste

    Als es schon langsam dunkeln wurde, beschlossen wir wieder Richtung „Wulin Square“ zu laufen. Allerdings nicht direkt am Fluss, sondern eine Seitenstraße weiter, durch die Stadt. Ich habe es bereits öfters erwähnt, aber für mich gibt es einfach nichts schöneres, als mit meinem Freund Hand in Hand durch eine fremde Stadt zu laufen und sie ohne Ziel und Stress auf mich einwirken zu lassen – natürlich stets mit einem Bubble Tea in der Hand. Mir ist es auf Reisen immer sehr wichtig, dass ich mir die Zeit nehme, egal wie knapp sie bemessen ist, einfach durch die Straßen zu schlendern – am liebsten Fernab irgendwelcher Touristenrouten, damit ich einen kleinen Eindruck vom „echten Leben“ der Stadt bekomme.

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    Was ich leider ebenfalls nicht gesehen habe, aber unbedingt noch hin muss ist die traditionelle Shoppingstraße „Hefang“. Diese Shoppingstraße richtet sich zwar in erster Linie an Touristen, aber das macht sie nicht weniger interessant oder sehenswert. Hier bekommt man einen kleinen Eindruck davon, wie es damals im alten Hangzhou ausgesehen hat. Das wurmt mich wirklich sehr, dass ich nicht dort war und wird definitiv bei meinem nächsten Trip nach Hangzhou nachgeholt!

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    Pagode der sechs Harmonien

    Reingehen statt vorbeifahren! So lautet vermutlich mein Motto für den nächsten Hangzhou Trip. Denn auch die bekannte „Pagode der sechs Harmonien“ habe ich nur von weitem gesehen – dem Wetter geschuldet hat alles einfach länger gedauert und obwohl ich wirklich keine Mimose bin: ich war nass bis auf die Knochen und musste wirklich zurück ins Hotel, mich einfach wieder aufwärmen. Die Pagode befindet sich am Nordufer des Qiantang-Flusses und wurde 970 errichtet. Zwischendrin wurde sie immer wieder von Rebellen zerstört, aber stets wieder aufgebaut. Zwischenzeitlich diente die Pagode auch als Leuchtturm – stylish oder?

    Am Abend sind wir dann völlig durchnässt im Hotel angekommen und haben uns kurz frisch gemacht, bevor wir dann im Dunkeln an den West Lake gegangen sind, um uns die Wasserfontänen Show im See anzuschauen. Mein Tipp hier: wenn ihr sie sehen wollt, dann unbedingt früh hingehen! Wir waren zu spät dran und waren etwas gefrustet, dass wir keinen guten Platz mehr ergattern konnten. Aber um ehrlich zu sein, der Spaziergang am See selbst hat mir letztendlich besser gefallen als die Show. Von daher würde ich sagen, dass man diese Show hier auch ausfallen lassen kann.

    Der zweite Tag….

    …begann ganz entspannt mit dem beruhigenden Geräusch von plätscherndem Regen und einem leckeren Frühstück im Hotelzimmer. Nach einem spontanen Treffen mit dem Hausbesitzer vom Hotel Chaptel Hangzhou – ein sehr charismatischer Mann – ging es dann für uns zum Lingyin Tempel. Ich habe herkunftsbedingt schon sehr viele Tempel besucht und gesehen – aber dieses hier ist eines der schönsten Tempelanlagen, die ich je gesehen habe. Übersetzt bedeutet Lingyin Tempel übrigens „Tempel der verborgenen Geister/Seelen“. Ich weiß nicht, ob es am Regenwetter lag, aber über diesem Ort lag wirklich etwas wunderbar beruhigendes, erhabenes und mystisches. Es fühlte sich fast so an, wie als wären dort gute Seelen versteckt, die auf einen aufpassen und begleiten. Ich hätte ewig durch diese Anlage spazieren können und werde diesen Ort sicherlich noch ein weiteres Mal aufsuchen. Alleine schon für den Wahnsinnsblick von der Aussichtsplattform lohnt sich ein zweiter Besuch! Dann hoffentlich bei gutem Wetter – aber auch so definitiv eines meiner Lieblingsspots Hangzhou.

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    Der Aufstieg zur Aussichtsplattform lohnt sich sogar bei Regen!

    Nachdem wir also stundenlang durch die Anlage spaziert sind, ging es für uns weiter zum Tee-Museum. Ich persönlich liebe Tee und bin ein absoluter Teetrinker – ganz vorbildlich eben. Ich muss auch gestehen, dass ich in Deutschland oft die Augen verdrehe über die Produkte, die einem als Tee verkauft werden. Oft riechen die nämlich einfach nur lecker, aber Geschmack haben sie nicht. Ganz anders zum Beispiel der berühmte und auch sehr teure Longjing Tee (übersetzt bedeutet er „Drachenbrunnen“) aus Hangzhou, das glaube ich sogar der bekannteste Tee aus China ist. Die Preise gehen je nach Qualität hoch bis zu 40€ pro 100 Gramm! Zuerst war ich schon sehr skeptisch, ob es die richtige Wahl war, die kurze Zeit in Hangzhou für einen Museumsbesuch zu nutzen, aber das Tee Museum hat mich überzeugt. Ich empfehle jeden, dort vorbei zu schauen. Die Außenanlage inmitten von Teeplantagen ist wunderschön anzuschauen und definitiv einen Besuch wert. Verteil über die ganze Anlange gibt es kleine Häuschen zu jeweils einem bestimmten Tee-Thema. Alles sehr liebevoll gestaltet. Dort findet ihr Informationen über die Geschichte des Tees, die Entwicklung und die verschiedenen Teearten und ich bin mir sicher, dass ihr das Museum auch als Tee-Fan wieder verlassen werdet. Der Besuch des Museums ist übrigens kostenlos, eine nette Geste der Stadt wie ich finde.

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    Tee, Tee und nochmals Tee!

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    Gott sei Dank gab es Regenschirme vom Hotel!

    Am Abend wollten wir uns dann eigentlich die Show „West Lake Impressions“ anschauen – das wäre die Krönung des Kurztrips gewesen! Leider wurde das Open Air Stück aufgrund des Regens nicht aufgeführt, worüber ich wirklich sehr enttäuscht war. Ich halte diese Show, obwohl ich sie (noch) nicht gesehen habe, für ein einmaliges Spektakel, dass ein MUST-SEE ist. Das besondere an daran ist nämlich, dass sich die Bühne 3 Zentimeter unter der Wasseroberfläche befindet. Dementsprechend sieht es so aus, als würden sich die Tänzer schwebend auf der Wasseroberfläche bewegen! Die Musik, die Choreografie und die Lichtspiele sorgen hier für eine beeindruckende Atmosphäre. Stattdessen haben wir uns aber die in-door Show „Night of West Lake“  angeschaut, die jeden Abend Punkt 19:10 im Dongpo Theater beginnt. Auch bei diesem Programmpunkt war ich anfänglich etwas skeptisch (jaja, ich bin ein echter Skeptiker!). Aber sowohl ich, als auch mein Freund, wurden positive überrascht. Nach einer kurzen Zeit wurde man hier vor allem durch die akrobatischen Kunststücke und Showeinlagen in den Bann gezogen.

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    Night of West Lake

    Night of West Lake

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    West Lake Impression Show

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    West Lake Impression Show

    Nach der Show haben wir bei „Grandma’s Kitchen“ zu Abend gegessen. Dort gibt es für wenig Geld sehr leckere Hangzhou Küche. Stellt euch aber darauf ein, dass man hier eine Nummer ziehen muss und immer warten muss, bevor man einen Platzt bekommt – manchmal bis zu einer Stunde. Es lohnt sich aber. An diesem Abend haben wir natürlich etwas übertrieben und ein kleines bisschen zu viel bestellt (die Gemüsegerichte habe ich nicht mal fotografisch dokumentiert). Allerdings kann man uns das nicht verübeln, immerhin kommen wir so schnell erst mal nicht zurück nach Hangzhou. Bestellt haben wir die Spezialitäten „Hühnerfleisch nach Bettler Art“, „Longjing Krabbenfleisch“ (die bekannte Teesorte Longjing dient hier als wichtige Zutat bei der Zubereitung) und gegrillten Schweinebauch mit Knoblauch und chinesischen Gewürzen. Dazu gab es noch Gemüse und eine kleine Auswahl an gerösteten Erdnüssen, Bohnen und Lotuskernen. Yummy. Ich glaube, ich muss nicht erwähnen, dass das Essen mehr als nur lecker war, oder?

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    Es ist ein wahnsinnig kleiner Einblick von dem, was Hangzhou zu bieten hat. Daher möchte ich das Posting mit einer Liste von Dingen beenden, die ich bei meinem nächsten Hangzhou-Besuch unbedingt nachholen möchte.

    1. Einmal um den gesamten West Lake laufen und jede Ecke des Sees entdecken.
    2. Naja, vielleicht doch eher einmal mit dem Fahrrad umrunden.
    3. Die Xixi Wetlands besuchen.
    4. Auf die „Pagode der sechs Harmonien“ hochklettern.
    5. Die Hefang Straße besuchen.
    6. Das Seidenmuseum besichtigen.
    7. Dem Hangzhou Bauhaus Museum einen Besuch abstatten (ich liebe diesen Stil!)
    8. Überhaupt die modernen, kreativen Kunststätten Hangzhous kennen lernen!
    9. Tee trinken am See.
    10. Erneut die Aussichtsplattform im Lingyin Tempel aufsuchen.
    11. Die „West Lake Impressions“ Show anschauen gehen.
    12. Tee trinken im Cheng Huang Ge auf dem Wu-Berg mit Panoramablick über die Stadt.

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    Summer

  • #lifedeliziosa – The Italian Way: Sanpellegrino Aperitivo

    Aperitivo – das ist die italienische Tradition, den Abend mit guten Freunden ausklingen zu lassen. Am besten natürlich mit kühlen Drinks, leckerem italienischen Fingerfood und lässiger Musik. Genau dieses mediterrane Lebensgefühl bringt Sanpellegrino jetzt nach Deutschland und tourt mit einem exklusiven Erlebnis durch einige ausgewählte deutsche Städte. Die Tour startete in München und fand bereits in Stuttgart, Frankfurt und Berlin statt. Am Freitag, den 12. August geht es weiter in Leipzig und dann kommen noch Hamburg und Köln dran. Die genauen Daten und wie ihr Gästelistenplätze gewinnen könnt, das findet ihr hier.

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    Den Stop in Frankfurt habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Besucht habe ich das exklusive After-Work-Event mit meinem Freund – aber hätte ich vorher gewusst, wie nett das Event wird, hätte ich definitiv meine Lieblingsmenschen mit eingepackt, um gemeinsam den Abend ausklingen zu lassen. Die entspannte Atmosphäre über den Dächern von Frankfurt, mit wundervollem Blick auf die Frankfurter Skyline und den letzten Sonnenstrahlen am Abend machte richtig Lust auf Urlaub. Der Fokus des Abends lag jedoch klar auf den Sanpellegrino Limonaden Aranciata (mein Favorit), Limonata, Pompelmo und Aranciata Rosso. An der Bar konnte man sich von netten Barkeepern verschiedene Drinks – alkoholisch und nicht alkoholisch – zaubern lassen, die allesamt sehr lecker waren. Dazu gab es ein kleines, aber feines Buffet mit verschiedenen, sehr liebevoll und hübsch angerichteten italienischen Spezialitäten. Mit Schinken und Käse kann man mich sowieso immer gut ködern. Aber auch der Lachs-Mango-Avocado Salat zum Beispiel war sehr lecker. Das Rezept habe ich vor ein paar Tagen direkt in leicht abgewandelter Form – Feldsalat, Avocado, Scampis und Mango – zu Hause serviert. Mhhhh! Und der Schokokuchen dort erst – mit einem Klecks salziger Karamellcreme… dafür würde ich gerade so einiges tun!

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    Das Konzept „After Work mit Cocktails und Buffet“, also der „Aperitivo“ ist in Italien übrigens ein sehr gängiges Event. Nach getaner Arbeit treffen sich die Menschen vor den Bars, trinken einen leckeren Drink und verzehren dabei kulinarische Leckereien. So kann man ganz einfach den Alltag Alltag sein lassen und den Tag entspannt abschließen. Ein super Konzept wie ich finde und sehr, sehr schade, dass dieses Konzept von den Bars in Deutschland noch nicht so aufgegriffen wurde, oder?

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    Für die Mädels und Jungs aus Leipzig, die am Freitag Abend noch nichts geplant haben, oder gerne ein paar nette Stunden verbringen möchten, bevor es zum Feiern geht – hier könnt ihr euch registrieren und bis zu 4 Karten für dieses tolle Event gewinnen. Viel Glück und viel Spaß 🙂

    Love,

    Summer

  • Frankfurt-Tipp: Mexikanisch Essen

    Dass ich eigentlich keine Küche zu Hause benötige, ist mittlerweile kein großes Geheimnis mehr, so selten wie ich am Herd stehe. Ab und an packt mich zwar die Lust, eines meiner „Signature Dishes“ zu kochen, aber meistens reicht mir nach der Arbeit ein Salat (und das kann man schlecht Kochen nennen) oder eben ein Dinner-Date mit Freunden und/oder meinem Freund. Ich habe dabei eine Handvoll an Lieblingsrestaurants, zu denen ich immer wieder gehe. Dabei hat Frankfurt so viel an tollen Restaurants zu bieten und vor allem so eine große Vielfalt an verschiedenen Küchen! Bisher fehlte mir jedoch noch so ein klein bisschen Ansporn, mich komplett durch Frankfurt hindurch zu futtern. Bisher.

    Vor einigen Wochen lernte ich auf dem Breeze Dinner die liebe Saskia kennen und durch sie auch die APP „finest address„. Das Konzept ist einfach und gut, so dass ich sie euch heute kurz in Verbindung mit einem Restaurant-Tipp vorstellen möchte. Finest address ist ein Netzwerk für Menschen, die auf Luxus und Lifestyle stehen. Mit der App findet man Hotels, Restaurants, Clubs und Bars aus dem gehobenen Segment – aber auch Boutiquen oder Wellnessadressen. Schaut einfach mal rein, welche Läden so mitmachen. Die Mitgliedschaft ist komplett kostenfrei und das tolle ist, sobald man Mitglied ist, kann man bei jedem Restaurantbesuch oder Shoppen Geld sparen. Wie das geht? Ganz einfach:

    1. App im App-Store kostenlos herunter laden
    2. Bei den Partnern essen oder shoppen gehen
    3. Die Rechnung in der App abfotografieren
    4. Und fertig! Man bekommt direkt 5% des Rechnungsbetrags gutgeschrieben.

    Das Guthaben kann man dann wiederum bei anderen finest address Partnern einlösen. In Frankfurt sind zum Beispiel folgende Restaurants, Shops und Hotel Spas sehr interessant für mich: Breuninger, Burresi am Flughafen (hier schaue ich immer wieder in meinen Pausen vorbei), The Spa – Frankfurter Hof, Breeze by lebua, Frankfurter Botschaft, Grandhotel Hessischer Hof (mal eine kleine Auszeit in der eigenen Stadt), Main Tower Restaurant & Lounge (super Blick über die Stadt), Moriki (wollte ich schon immer mal ausprobieren), Next Level Restaurant (in der Kameha Suite), Restaurant Sümela II (fahre da immer dran vorbei und steht auch noch auf meiner Liste), Roomers Hotel (tolle Fotolocation), Sra Bua by Juan Amador und The Black Bulls. Ich habe mir nun gemeinsam mit meinem Freund vorgenommen, dass wir uns mal die Liste nach und nach anschauen werden – mal schauen, ob sich das umsetzen lässt. Meine Erfahrungen teile ich dann natürlich gerne mit euch.

    Neben den etwas  Restaurants im findet man jedoch bei finest address auch tolle Restaurants mit viel Liebe und Charakter, die bezahlbar sind. Dazu gehört das El Pacifico, Sandweg 79, 60316 Frankfurt am Main. Die farbenfrohe und liebevolle Dekoration fällt einem sofort ins Auge und man spürt sofort das bunt-lebendige Lebensgefühl der Mayas und Azteken (und ihr wisst ja, wie sehr ich mich modisch dazu angezogen fühle). Ich war inzwischen bereits zwei Mal dort und habe mich jedes mal wie im Urlaub gefühlt. Die Inhaberin und Küchenchefin Ana Sofia Dos Santos hat viele klassische Rezepte in moderner Interpretation nach Frankfurt gebracht und mir eine ganz neue Geschmackswelt gezeigt. Fast alles, was ihr auf der Speisekarte findet, ist hausgemacht – ganz ohne Zusatzstoffe. Für die Küche ist es übrigens auch kein Problem, die Speisen glutenfrei zuzubereiten. Und wenn ihr Koriander, Limetten, Avocado, Tomaten, Zwiebeln, Mais und Chili mögt, dann seid ihr in der mexikanischen Küche richtig – denn diese Zutaten sind immer dabei. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Geister bei Koriander scheiden. Ich persönlich liebe Koriander! Mein Freund hingegen pickt sie gerne mal aus dem Essen heraus. Und ihr?

    Um euch einen Mini-Einblick in die Speisekarte von El Pacifico geben zu können, habe ich dieses Mal das Essen wie ein guter Blogger es tut, fotografisch dokumentiert. Meine Empfehlung für zwei Personen lautet also wie folgt:

    El Pacifico Frankfurt

    An einem heißen Tag gibt es nichts besseres als mit einem fruchtigen Cocktail anzustoßen, bevor das Essen serviert wird. Angestoßen haben wir mit zwei alkoholfreien Cocktails, dem „Pacific Green“ mit frischem Mango, Ananas und Zitronensaft – und dazu Blue Curaçaofür die hübsche Farbe und dem „Fruit Punch“ mit Ananas, Banane, pürierten Erdbeeren und Grenadine. Super lecker und hübsch anzusehen – das zieht sich aber durch das gesamte Essensangebot. Ich würde sagen, das El Pacifico serviert absolut Instagram-taugliches Essen.

    El Pacifico Frankfurt

    El Pacifico Frankfurt

    Weiter geht es mit der Vorspeise: überbackene Nachos (hausgemacht) mit einer Zimt-Tomaten-Soße, Käse, Schmand, Jalapenos etc. – einfach nur lecker! Dazu haben wir verschiedene Dips probiert, wie zum Beispiel Guacamole (ohne geht’s nicht), Molcajete (pures Grillgemüse zur Salsa verarbeitet – das könnte ich pur löffeln!), Pico de gallo (frische Tomaten, weiße Zwiebel, Koriander und Limettensaft), Salsa Roja (Chili und Tomaten) und Salsa Verde (grüne Tomatillos, Koriander und Limettensaft). Dazu gibt es „Flautas con pollo“. Das sind vier gerollte und frittierte Maistortillas mit einer Füllung aus Hähnchen, Zwiebeln und Paprika. Serviert wird es mit zwei Soßen und das ist gut so, denn von den Soßen und Dips bekommt man gar nicht genug!

    El Pacifico Frankfurt

    El Pacifico Frankfurt

    El Pacifico Frankfurt

    Als Hauptspeise haben wir uns Fajitas geteilt. Wusstet ihr, dass Fajitas früher von den Cowboys gegessen wurden? Im El Pacifico werden Fajitas zum Selbstfüllen und mit verschiedenen Beilagen angeboten. Ganz egal ob mit Rindfleisch, Scampis oder Huhn, alle Fajitas werden mit Paprika und Zwiebeln gebraten und mit einer Chili-Chipotle Tomatensauce in der Pfanne serviert. Dazu gibt es Weizenmehl-Tortillas, Salat, Guacamole, Bohnenmus, Käse und Crème Fraîche. Wir haben uns für die Variante „Pollo a la tequila“ – also mit Hähnchen in Tequila, Safran, Chili-Salsa und Limetten mariniert entschieden und haben es nicht bereut. Ich finde es super, dass man die Fajitas selbst rollen muss – ein bisschen DIY hat noch nie jemandem geschadet.

    El Pacifico Frankfurt

    El Pacifico Frankfurt

    Nach den hausgemachten, mit Käse überbackenen Nachos zu den super leckeren Dips, den Flautas und den Fajitas waren wir doch schon gut satt. Aber die Dessertkarte klang so verlockend, dass wir entgegen aller Vernunft noch mehr bestellt haben. Es gab also on Top noch eine Portion „Flan Caramel“ und „Ananastarte mit Vanilleeis“. Das war wirklich die Krönung. Unheimlich lecker und dazu auch noch so schön anzusehen. Ich glaube, ich muss nicht erwähnen, dass ich sehr glücklich zum Auto gerollt bin. Ich hoffe, ich konnte euch die mexikanische Küche ein klein wenig näher bringen. Solltet ihr aus Frankfurt sein, oder mal in Frankfurt unterwegs sein – dann schaut unbedingt mal hier vorbei.

    El Pacifico Frankfurt

    El Pacifico Frankfurt

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    Summer