• Kurztrip nach Strasbourg – lohnt sich das?

    Wenn wir verreisen, dann denken wir oft nur an Orte in der Ferne – zumindest geht das uns so. Je weiter weg, desto besser. Dabei vergessen wir manchmal, wie viele wunderschöne Orte es in unserer Nähe gibt. Daher haben wir beschlossen, nach und nach die schönen Orte um unser Homebase Frankfurt herum zu erkunden, nachdem uns aufgefallen ist, wie strategisch toll Frankfurt gelegen ist. Wir nutzen daher die Wochenenden, um von hier aus verschiedene Kurztrips zu starten. Dieses Jahr haben wir zum Beispiel angefangen, folgende Städte zu erkunden:

    • Maastricht (knapp drei Stunden Autofahrt von Frankfurt am Main aus – Bericht folgt noch)
    • Roermond (ebenfalls knapp drei Stunden Autofahrt von Frankfurt am Main aus) und danach einen kleinen Abstecher nach Venlo (von Roermond aus ca. eine halbe Stunde Autofahrt – fand ich jetzt aber nicht besonders schön…)
    • Trier (etwas über zwei Stunden Autofahrt von Frankfurt am Main aus) mit einem anschließenden Besuch der Burg Eltz (noch mal eine gute Stunde Autofahrt von Trier aus – den Artikel über diesen Kurztrip könnt ihr hier nachlesen)

    Letztes Wochenende haben wir uns dann Strasbourg (etwas über zwei Stunden Autofahrt von Frankfurt am Main aus) vorgeknöpft und heute klären wir mal die Punkte, warum sich ein Kurztrip in die kleine, verschlafene Stadt lohnt.

    In Strasbourg…

    … kann man wunderbar durch die verträumte Stadt flanieren und das Leben genießen.

    Wer früh los fährt, der kommt auch früh an – und das ist ratsam. Den Vormittag/ Mittag sollte man nutzen, um ganz entspannt durch die wunderschöne Stadt zu flanieren. Macht euch einen ersten Eindruck von der Stadt, saugt alle Eindrücke in euch auf, spaziert am Fluss entlang – einmal um die ganze Stadt herum – spaziert dann durch die Altstadt selbst, verliebt euch genau so wie ich in das Viertel „Petit France“ und bestaunt die beeindruckende Architektur an jeder Ecke der Stadt. Hier kann man ganz einfach der Hektik des Alltages entfliehen und einfach mal die Seele baumeln lassen.

     

      

    … gibt es die schönsten Kirchen und Kathedralen.

    Während man durch die Altstadt schlendert, läuft man unweigerlich an geschichtsträchtigen Kirchen und Kathedralen vorbei. Da ist zum einen die lutherische Thomaskirche, die kleine Wilhelmskirche oder auch das Kirchenkomplex Saint-Pierre-Le-Vieux. Nicht zu übersehen ist natürlich auch die Hauptattraktion der Stadt: das Strasbourger Münster mit prägenden Stilelementen der Romanik bis zur Spätgotik. Der weltberühmte Sakralbau aus rotem Vogesen-Sandstein wird jährlich von ca. drei Millionen Besucher bestaunt – zu recht. Etwas Kondition benötigt man jedoch schon für die 332 Stufen zur Plattform des Südturmes in 66 Meter Höhe, aber es lohnt sich! Von oben aus hat man einen tollen Blick über die schiefen, charmanten Altstadtdächer weit hinein in die Landschaft. Sehr empfehlen kann ich den Aufstieg zur Plattform zur sogenannten „golden hour“, also kurz bevor die Sonne untergeht. Zu diesem Zeitpunkt taucht die Stadt in ein wunderschönes, warmes Licht – und es sind nicht mehr so viele Menschen oben.

          

    … weil man mit seinem Aufenthalt unter anderem auch Künstler unterstützen kann.

    Bevor wir uns aber auf Entdeckungstour gemacht haben, haben wir noch schnell in unser Hotel eingecheckt. Ich bin ehrlich – das Hotel Graffalgar (3 Sterne, DZ ab 100€) war ganz nett und sicher eine super Option für junge, trendbewusste Menschen – aber unsere Erstwahl war es definitiv nicht. Leider haben wir erst drei Tage vor Abreise beschlossen, dass wir über ein langes WE dort bleiben würden und unsere favorisierten Design Hotels waren zu diesem Zeitpunkt bereits ausgebucht. Einige andere Hotels im 4* und 5* Bereich standen zwar zur Option, aber sie waren nicht nur von der Lage her ungünstiger gelegen, sondern auch vom Interior her einfach nur altbacken. So haben wir uns für das jugendlich-stylische Hotel in der Nähe von Petit France entschieden. Insgesamt hat das Graffalgar 38 Zimmer. Das besondere an diesem Hotel: keines der Zimmer gleicht dem anderen, da jedes Zimmer von einem anderen Künstler gestaltet wurde, was wirklich sehr cool war. Das Zimmer an sich ist sehr spärlich eingerichtet und erinnerte uns in der Einfachheit an ein Kinderzimmer. Nichtsdestotrotz: gute Lage, stylisches, Junges Ambiente, freundlicher Check-In. Für 100€ allerdings kein Schnäppchen für ein drei Sterne Hotel. Aber Achtung: Fürs Parken zahlt man 15€ Extra für 24 Stunden – leider ist das damit nicht getan, denn der Parkplatz kostet 28€/ Tag. Bei bei der Ausfahrt zusätzlich 8€ zahlen, da die 15€ eigentlich nur eine Art „Voucher“ sind und einen Wert von 20€ entsprechen.

     

     … gibt es viele tolle Museen zu entdecken.

    Jap, die gibt es wirklich. Wir haben leider nur 4 der unzähligen Museen geschafft, welche Strasbourg zu bieten hat. Besonders empfehlenswert finde ich das „Musée d’Art Moderne et Contemporain“ in der Nähe von Petit France und das „Musée des Arts Décoratifs“ im Palais de Rohan. Beide Museen sind mir wirklich sehr positiv in Erinnerung geblieben – die solltet ihr euch definitiv nicht entgehen lassen. Nehmt euch daher ruhig einen ganzen Tag lang nur die Museen vor und macht euch vorher unbedingt eine Liste mit den Museen, die ihr besuchen möchtet. Denn so müsst ihr nur einmalig 12€ bezahlen und kommt mit dem Ticket in alle Museen rein. Eine Auflistung der Museen in Strasbourg findet ihr zum Beispiel hier.

              

    … kann man sehr lecker essen.

    Und das haben wir getan. Wir haben im La Cigogne (11 Place de la Cathédrale) mit Blick auf den Strasbourger Münster lecker Crêpes gegessen, uns dann ganz klassisch Flammkuchen im „Au Brasserie“ (22 Rue des Veaux, 1. Bild) schmecken lassen und beim abendlichen Spaziergang sogar noch einen Geheimtipp für euch entdeckt! Und zwar sind wir nach dem Dinner am „La Tarbouche“ (22 Rue de la Krutenau, 2. und 3. Bild) im Viertel Krutenau vorbei spaziert und das Restaurant war so proppevoll, dass es nur gut sein konnte. Innen, außen – überall waren Menschen und sie sahen so glücklich aus. Das Essen roch nicht nur gut, sondern sah auch wirklich ansprechend aus. Das haben wir uns also direkt für den zweiten Tag vorgemerkt und wir wurden nicht enttäuscht. Für wenig Geld gab es viel leckeres libanesisches Essen. Allein die Vorspeise hat mich eigentlich schon gesättigt, aber die Hauptspeise war einfach zuuu gut, als das man die hätte weglassen wollen. Also, unbedingt dort essen gehen! Was das Frühstück betrifft, da hatten wir echt Pech und hätten uns gewünscht, dass wir das Frühstück im Hotel dazu gebucht hätten. Wir waren im Le Kougelhopf (52 Rue du Fossé-des-Tanneurs) und hatten uns auf ein tolles und reichhaltiges Frühstück gefreut. Allerdings gab es dort nur ein Stück labbriges Baguette, ein Stück Guglhupf, ein Stückchen verpackte Butter und Erdbeermarmelade. Dazu wurde O-Saft und Kaffee/ Tee serviert. So ein langweiliges Frühstück hatte ich wirklich noch nie. So ein Frühstück ist doch auch nicht typisch für Frankreich, oder?

      
    … kann man gut shoppen.

    Von H&M über Zara oder auch Stradivarius bis hin zu Hermes und Louis Vuitton oder dem Galeries Lafayette und viele uns unbekannte Marken – Strasbourg ist ein wahres Paradies für Shopping-Liebhaber! Übrigens, was mir besonders positiv aufgefallen ist, waren die vielen hübschen Blumenlädchen, die an jeder Ecke in der Stadt aufzufinden sind.

        

    … sollte man auf gar keinen Fall eine Bootstour verpassen!

    Meiner Meinung nach ist auch eine Bootsfahrt auf der Ill am schönsten kurz vor dem Sonnenuntergang. Die Panoramaschiffe legen am Kai beim Palais de Rohan ab. Das Ticket für Erwachsene kostet 13€ und die Tour rund um die Altstadt dauert 75 Minuten – sogar mit einem Abstecher ins Bassin de l’Ill, vorbei am Headquarter von Arte. Von hier aus hat man einen guten Ausblick auf die futuristische Architektur von Europaparlament, Europarat und dem Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte. Ich hätte die Institutionen gerne besucht, aber leider war dies zu dem Zeitpunkt nicht möglich.


    ... (last but not least) gibt es einen wunderschönen Sonnenuntergang im Petit France.

    Petit France ist schon bei Tageslicht mein Favorit gewesen – aber spätestens beim romantischen Sonnenuntergang muss man sich einfach in dieses Viertel/Strasbourg verlieben. Richtig?


    So, die Frage, ob sich ein Kurztrip nach Strasbourg lohnt hat sich dann hoffentlich geklärt, oder? Also, egal ob ihr nur mal kurz raus aus dem Alltag wollt, oder aber Strasbourg als Zwischenstation für eine Frankreich-Tour anvisiert – ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

    Viel Spaß dann beim Entdecken!

    Love,

    Summer

  • Unsere Top 9 (Foto-) Spots auf Mauritius

    Mein Verlobter und ich planen unsere Urlaube immer recht spontan. Anfang des Jahres haben wir dann beschlossen, dass wir Ende April Richtung Australien fliegen würden – schön erst zwei Wochen Australien und dann noch eine Woche Bali hinten dran. Allerdings klappte das zeitlich nicht mit meinem Visum und wir mussten dann sogar für uns sehr sehr spontan umplanen. Mich überkamen leichte Panikanfälle und ich sah mich schon bei 10 Grad und Regen auf Balkonien Urlaub machen. Nach kurzer Recherche konnten wir dann doch aufatmen. Mit unseren Anforderungen deckten sich einige spannende Destinationen wie Zanzibar, Mauritius, Dom Rep oder auch die Seychellen. Entschieden haben wir uns dann recht schnell für Mauritius, ein beliebtes Reiseziel für viele Honeymooner. Warum eigentlich nicht? Da wir für unsere Honeymoon Reise definitiv andere Orte ins Auge gefasst hatten, war Mauritius eigentlich gar keine schlechte Idee. Gesagt getan. Innerhalb weniger Tage wurden Flüge und Hotels gebucht und der Countdown zu unserem Pre-Mini-Moon konnte starten.

    Insgesamt waren wir 9 volle Tage auf dieser wundervollen Insel und wir haben die Zeit sehr genossen. Neben den entspannten Pool- und Spa-Tagen haben wir fast jeden zweiten Tag einen Ausflug gemacht. Wir haben zwar viel von der Insel sehen können, aber leider lange nicht alles entdecken können, was sie so hergibt. Aber reden wir mal nicht zu viel um den heißen Brei herum: heute stellen wir euch unsere Top 9 Spots auf Mauritius vor, die nicht nur sehenswert sind, sondern sich auch perfekt als Foto-Location für das eine oder andere Urlaubsbild eignet, das man sich gerne ausdrucken und aufhängen möchte.

    Ile aux Cerfs – der schöne Part, das Paradies auf Erden.

    Ihr wollt weiße Sandstrände und kristallklares Wasser? Dann solltet ihr euch den Trip auf die Insel „Ile aux Cerfs“ nicht entgehen lassen. Wir haben uns für eine private Tour mit einem Speedboot nur für uns und einem privaten Lunch an einem ruhigen Strandabschnitt (das Essen an sich war zugegeben sehr bescheiden, aber ok so weit) entschieden. Kostenpunkt lag bei umgerechnet etwa 180€ für zwei Personen. Wahlweise hätten wir für 20€ weniger die selbe Tour auf einem Katamaran ab 30 Personen machen können. Wer Lust auf viele Menschen und Party hat, sollte sich definitiv für die zweite Variante entscheiden. Uns war es aber wichtiger, dass wir uns nicht nach anderen Menschen richten mussten, daher die private Tour. Während die Gäste zu einer Gruppentour um 7 abgeholt wurden, konnten wir noch gemütlich im Hotel frühstücken, bevor wir dann um 8:30 Uhr von einem privaten Shuttle abgeholt wurden. Im Osten dann am kleinen Hafen angekommen, wartete auch schon das Speedboot auf uns. Bevor wir zur Insel fuhren, machten wir einen kleinen Schlenker zu den Crying Rocks und einem kleinen Wasserfall (unterwegs bekommt man übrigens Affen in freier Natur zu sehen – so süß!). Die Fahrt im Speedboot hat uns persönlich sehr viel Spaß gemacht und man kann sich perfekt im kühlenden Wind sonnen und entspannt an seiner Bräune arbeiten. Die Insel selbst bietet glasklares, türkisblaues Wasser, weiße Sandstrände und sattgrüne Palmen – und mittlerweile auch viele Touristen. Allerdings befinden sich diese alle gefühlt auf einem Fleck. Wenn man sich nur ein paar Minuten von dem „Hauptplatz“ entfernt und eine kleine Strecke am Strand hinter sich zurück lässt, so kommt man an Strandabschnitte, an dem kein einziger Mensch zu finden ist. Unfassbar schön. Hier kann man ganz in Ruhe plantschen, sich sonnen und das kleine Stückchen Paradies genießen. Gegen Mittag ging es dann mit dem Speedboot weiter zum Lunchen an einem ruhigen Strandabschnitt der Insel. Mit Blick auf eine wunderschöne Kulisse schmeckte das einfache Essen gleich doppelt so gut. Danach hat man noch genug Zeit, die Sonne und das Meer zu genießen, bevor es dann wieder Richtung Hotel geht.

       

    Gris Gris – der wilde Part und der südlichste Punkt. Danach kommt nur noch der Südpol.

    Huch, haben wir hier plötzlich das Ozean gewechselt? Das Meer im Süden ist wild, rau und dunkel. Es erinnert vielmehr an den Nordatlantik als an tropische Gewässer. Das liegt daran, dass es an dieser Küste kein Korallenriff gibt, das den Strand und die Bucht schützt. Der Ozean ist somit immer sehr aufgewühlt und man bekommt hier einen guten Eindruck davon, wie gewaltig und kraftvoll die Natur sein kann. Das Baden ist an diesem Abschnitt somit strengstens verboten – und daran sollte sich wirklich jeder halten. Unser Taxifahrer (Taxi zu fahren ist auf Mauritius so normal wie Bus fahren und gute Taxifahrer fungieren gleichzeitig auch als Tourguides und in unserem Fall auch als Fotograf) erzählte uns, wie er hier einen Freund verlor, der einfach von den Wellen verschluckt wurde und nie wieder auftauchte, nur weil er sein Können überschätzte. Daher kann ich euch nur wärmstens empfehlen, euch hier nicht mit der Kraft von Mutter Natur zu messen. Mit der Warnung im Hinterkopf wirkt die Szenerie von Gris Gris noch beeindruckender. Hier möchte man einfach stundenlang stehen und das Meer beobachten und vor allem dem Meeresrauschen lauschen. Wunderschön übrigens, wenn man nach kurzer Zeit realisiert, dass sich über jeder großen Welle ein Mini Regenbogen darüber bildet (drittes Bild). Einfach faszinierend!

      
    Botanischer Garten Pamplemousse – Palmen. Palmen. Palmen.

    Der Botanische Garten gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel und ist eines der artenreichsten tropischen Gärten der Welt. Sogar heute noch werden botanische Gärten aus der ganzen Welt mit Pflanzen und Samen von hier beliefert. Der Garten gehört zu den wenigen Sehenswürdigkeiten auf Mauritius, für die man Eintritt zahlen muss. Direkt nach dem Eingang kann man sich bei Bedarf auch einen Führer nehmen, der durch die botanische Vielfalt des Gartens führt. Eigentlich wollten wir keine geführte Tour machen, aber der Führer hat es uns gekonnt aufgeschwätzt. Im Nachhinein waren wir doch ganz froh darüber, dass wir das „bisschen“ Geld in eine Führung investiert haben. Sie war nämlich sehr lehrreich und interessant. Ohne den Führer hätten wir so einiges übersehen (schlafende Flughunde zum Beispiel)! Wer also zum ersten Mal da ist, dem kann ich nun mit gutem Gewissen eine Führung empfehlen. Das Markenzeichen dort schlechthin sind übrigens die Amazonas-Wasserlilien (Victoria regia). Die Blätter der Blumen sind so groß und stark, so dass Sie angeblich problemlos ein Kleinkind halten könnten! Und die Blüte der Wasserlilie, die lebt nur einen Tag lang – dabei verändert sie ihre Farbe von weiß am Morgen zu lila am Abend, bevor sie dann verwelkt. Das muss ein wirklich toller Anblick sein!


    Maradiva Villas Resort & Spa – das Paradies am Flic en Flac.

    Wer viel Wert auf ein luxuriöses Ambiente, ruhige Privatsphäre, einen preisgekrönten Spa und ausgezeichneten Service bei seinem Aufenthalt legt, der sollte sich das Luxusresort Maradiva Villas Resort & Spa genauer anschauen. Meinen ausführlichen Erfahrungsbericht mit vielen Eindrücken über das Hotel selbst könnt ihr hier nachlesen und über den Spa hier.


    Grand Bassin – der heilige Ort.

    Der riesige Kratersee Grand Bassin – von Hindus auch „Ganga Talao“, übersetzt „See des Ganges“ genannt – ist die größte hinduistische Pilgerstätte außerhalb Indiens. Der Tipp von unserem einheimischen Taxifahrer lautet: unbedingt unter der Woche besuchen gehen uns auf gar keinen Fall Ende Februar/ Anfang März. Denn da findet das „Maha-Shivaratree“- Fest statt. Zu diesem Zeitpunkt begeben sich mehr als 400.000 (!!!) Gläubige auf eine Pilgerreise zu dem heiligen See, um den Gottheiten ein Opfer zu bringen. Wir hatten echt Glück: wir waren nicht nur extrem früh dran, so dass wir so gut wie alleine dort waren, sondern auch mit der Tatsache, dass unser Taxifahrer ein praktizierender Hindu-Priester war. Er hat uns wirklich alles zu der Religion und ihre Götter erzählen können – super interessant und sehr lehrreich.


    Black River National Park – Natur pur.

    Der Black River National Park (gegründet im Jahr 1994 als erster Nationalpark auf der Insel) ist ein absolutes Paradies für alle Urlauber, die gerne wandern gehen. Das hügelige Gelände beherbergt grüne Hoch- und Tieflandwälder, sowie sumpfige Heidelandschaften. Für uns war es leider nur ein kurzer „Go-See“ Spot, da die Zeit für eine Wanderung nicht gereicht hätte. Wir haben daher nur die wahnsinnige Aussicht auf uns wirken lassen. Dabei hatten wir das Glück gehabt, einen Affen beim professionellen Posen – bitte beachten: ich spreche natürlich von dem dritten Bild und nicht dem zweiten – vor der imposanten Kulisse beobachten zu können.


    Chamarel – noch mehr beeindruckende Natur innerhalb des Black River National Parks.

    Hier ist die nächste Sehenswürdigkeit auf Mauritius, für die man Eintritt zahlen muss. Man fährt zunächst an Zuckerrohrfelder und Palmenplantagen vorbei zu dem Chamarel Wasserfall. Hier stürzt das Wasser etwa 100 m in die Tiefe – sehr imposant! Noch imposanter soll der Wasserfall aber im mauritianischen Sommer sein, nachdem es sehr viel geregnet hat. Auch zu dem Wasserfall konnte uns unser einheimischer Taxifahrer/ Tourguide einige interessante Fakten erzählen. Zum Beispiel kann man hier zwei Lavaschichten aus verschiedenen Zeitaltern erkennen. Die Untere Schicht ist 8 – 10 Millionen Jahre und die obere „nur“ etwa 1,7 – 3,5 Mio. Jahre alt. Außerdem gibt es hier zwei Aussichtspunkte. Der direkt am Parkplatz ist weniger spannend als der zweite, den man über einige Stufen erreicht. Nach dem kurzen Zwischenstopp am Wasserfall geht es dann weiter zu der Siebenfarbige Erde. Die Hügellandschaft ist wie die ganze Insel vulkanischen Ursprungs. Die verschiedenen Farben der Erde kommen durch die Umwandlung von Basaltlava in Tonminerale zustande. Durch diese Umwandlung verfärbt sich die Erde dann von blau über violettblau bis blaugrün.


    Port Louis – Kaputt, aber charmant.

    Port Louis, die Hauptstadt und mit rund 170.000 Einwohnern das kulturelle & politische Zentrum der Insel, trifft mit Sicherheit nicht den Geschmack der Allgemeinheit. Die Stadt ist voll, stickig und kaputt. Ich persönlich mochte die Stadt – ich mochte das bunte Treiben und den Charme der kaputten Häuser. Mein Verlobter war zum Beispiel weniger begeistert von ihr. Hier gibt es so einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken, daher sollte man die Stadt meiner Meinung nach keinesfalls weglassen. Meine Empfehlung: ganz egal wie heiß und stickig es ist, spaziert mit einer klassischen Stadtkarte ausgestattet durch die Stadt und saugt einfach so viel auf wie möglich. Von Moscheen über die zweitälteste Pferderennbahn der Welt bis hin zur Citadel Fort Adelaide, einer Festung hoch auf einem Hügel, das einen wundervollen 360 Grad Aussicht auf die Stadt bietet oder auch dem Blue Penny Museum – es gibt sooo viel zu entdecken, also los, worauf wartet ihr denn noch?


    The Westin Mauritius Turtle Bay – Auszeit für Familien.

    Das Westin Mauritius Turtle Bay Resort & Spa liegt in Balaclava und bietet seinen Gästen eine großzügige Anlage mit Panoramablick auf den indischen Ozean, einem gut ausgestatteten Fitness-Studio, Spa, zwei Pools, 6 Restaurants und last but not least sehr gemütliche Zimmer für einen entspannten Aufenthalt im Nordwesten von Mauritius. Hier bekommt man definitiv die schönsten Sonnenuntergänge der Insel zu sehen und der Himmel verfärbt sich danach täglich mit den schönsten Farben der Natur. Ein ausführliches Hotelreview über das Resort wird zeitnah online gestellt.

    Das waren unsere persönlichen Top 9 (Foto-) Spots auf Mauritius. Ich hoffe, dass ich euch nach diesem Posting ein bisschen Lust auf Mauritius machen konnte und dass ihr euch spätestens dann, wenn die Honeymoon Reise auf dem Plan steht, wieder an mein Posting zurück erinnert 🙂

    Love,

    Summer

  • Tagesausflug: Trier & Burg Eltz

    Als Kind bin ich viel mit meinen Eltern durch Deutschland gereist – mittlerweile steht Deutschland ganz weit unten auf meiner „Travel Bucket List“. Dabei hat Deutschland wirklich viele sehenswürdige Orte zu bieten! Daher haben mein Verlobter und ich uns nun vorgenommen, auch mal etwas mehr in Deutschland herum zu kommen. Angefangen haben wir mit einem eintägigen Ausflug nach Trier, der ältesten Stadt Deutschlands und einem Abstecher zur Burg Eltz, der wahrscheinlich beliebtesten Burg Deutschlands.

    Gestartet sind wir um 10:00 Uhr morgens. Von Frankfurt aus fährt man dann etwa zwei Stunden nach Trier. Um Punkt 12:00 angekommen knurrte uns schon mächtig der Magen. Also haben wir als erstes ein Restaurant aufgesucht. Entschieden haben wir uns dann recht schnell für das Burgeramt Trier. Diesen Burger-Laden kannten wir noch aus Berlin und haben ihn damals für sehr gut befunden. Auch dieses Mal hat uns der Burger nicht enttäuscht. Meinen Avocado-Bacon Burger kann ich wärmstens weiterempfehlen und auch die Süßkartoffel-Pommes war super lecker! Frisch gestärkt konnten wir dann auch endlich unsere kleine Sightseeing-Tour durch Trier starten. Es gibt hier so vieles zu sehen. Das Kurfürstliche Palais neben der Konstantin-Basilika zum Beispiel, gilt als einer der schönsten Rokoko-Paläste der Welt! Schaut euch die Verzierungen an der Außenfassade an. sind die nicht wundervoll?

    Mitten im Stadtzentrum findet man den Trierer Dom, die ältestes Bischofskirche Deutschlands. Unter dem Gebäude der Dom-Information können noch die Reste der ersten frühchristlichen Versammlungsstätte nördlich der Alpen aus dem späten 3. Jahrhundert und die Reste der ersten Basilika bei einer Führung besichtigt werden. Direkt neben dem Trierer Dom steht die früheste gotische Kirche in Deutschland, die Liebfrauenkirche. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Ein so gigantisches Gebäude alleine ist schon sehr beeindruckend, zwei nebeneinander sind einfach nur wow.

    Vom Hauptmarkt aus hat man übrigens den besten Blick auf den Dom und die Liebfrauenkirche. Aber auch der Marktplatz an sich ist wunderschön. Es wird sogar behauptet, er sei einer der schönsten Plätze Deutschlands. Ich glaube sogar, dass ich dem zustimmen kann. Am besten setzt man sich hier in eines der zahlreichen Cafès oder so wie wir mit einem leckeren Eis auf eine Bank und lässt all die Eindrücke, die man hier sammeln kann, auf sich wirken. Wer sich besonders für Architektur und Geschichte interessiert, kann hier gut und gerne auch ein bisschen länger sitzen bleiben. Der Hauptmarkt hat nämlich einiges in diesen Bereichen zu bieten. Besonders erwähnenswert sind das Marktkreuz, der Petrusbrunnen, das Judenviertel, die Marktkirche St. Gangolf, das Rote Haus und die Steipe.

    In Trier findet man dank seiner Geschichte einige römische Baudenkmäler wie zum Beispiel ein Amphitheater, Kaiserthermen, die Konstantinbasilika, die Römerbrücke, der Dom sowie die Liebfrauenkirche, der Igeler Säule vor den Toren der Stadt und auch die Porta Nigra (diese zählen übrigens seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe). Die Porta Nigra bedeutet übersetzt „schwarzes Tor“ und ist nicht nur das bekannteste antike Bauwerk in Trier, sondern auch das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Der ursprüngliche Name lautete Porta Martis (Tor des Mars). Den jetzigen Namen bekam es erst im Mittelalter, dank der schwarzen Verfärbung, welches das Tor allmählich mit der Zeit durch starke Sonneneinstrahlung, Witterungs- und Umwelteinflüsse sowie durch Brände in der Stadt und am Tor selbst bekam. Unfassbar übrigens, dass es Idioten auf dieser Welt gibt, die sich das Recht heraus nehmen, irgendwelche dämlichen Sprüchen wie „Nein danke Trier“ in die Wände einzuritzen, oder?

    Der krönende Abschluss für diesen Ausflug: die Burg Eltz. Das ist die wahrscheinlich momentan bekannteste und am meisten gehypte Burg Deutschlands. Sie ist aber auch wirklich märchenhaft. Die Burg Eltz steht auf einem Felsen und befindet sich dabei gleichzeitig in einem Tal, umgeben vom Eltzer Wald, einem Naturschutzgebiet. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass diese Burg seit über 800 Jahren alle Kriege unbeschadet überstanden hat und noch immer in Besitz der Familie Eltz. WOW. Ich hätte so gerne den Burgherren getroffen und mir das Schloss von ihm zeigen lassen. Jede einzelne Ecke! Wir waren leider mit dem Hund da und konnten somit nicht an einer Burgführung teilnehmen, das bereuen wir schon sehr. Besonders gerne hätte ich mir dabei auch die Schatzkammer angeschaut. Diese beherbergt nämlich eine der bedeutendsten Privatsammlungen mit über 500 Exponaten aus acht Jahrhunderten!

    Übrigens solltet ihr unbedingt vom Parkplatz zur Burg laufen. Dabei ist es fast egal, ob ihr den „Wanderweg“ oder den steileren Weg, den der Shuttle fährt nehmt. Eine bessere Sicht von oben habt ihr jedoch, wenn ihr den Shuttle-Weg nehmt. Auf halber Strecke befindet sich nämlich eine kleine Aussichtsplattform. Der Ausblick ist wunderschön – einfach traumhaft. Daher, bloß nicht faul sein! Ihr werdet es sonst bereuen. Besser noch ist es, wenn ihr beide Wege ablauft. Wir kamen relativ spät – nach 17:00 Uhr – an der Burg an und haben dort erst mal lecker Kuchen und Kaffee genossen. Die Biergärten/ Restaurants sind wirklich unheimlich voll gewesen und das trübt natürlich ein bisschen die romantische Atmosphäre der Burg, aber so ist immer etwas los und das ist auch sehr spannend. Am Abend haben wir dann das beliebte „Welcher Fotograf ist am geduldigsten“-Spiel gespielt und gewonnen. Wir haben so lange vor der Burg gewartet, bis auch die letzten Gäste weg waren, damit wir die Burg und die märchenhafte Atmosphäre hier für einen Augenblick ganz alleine genießen konnten.

    Tipp: Auf dem Weg von Trier zur Burg gibt es so viele Sehenswürdigkeiten. Einfach spontan den braunen Schildern folgen und alles mitnehmen, was man kann 🙂 Es lohnt sich!

    Love,

    Summer

  • Hotelreview: Maradiva Villas Resort & Spa Wolmar, Mauritius

    Unglaublich, dass wir gefühlt soeben noch die Wärme und die Sonne auf Mauritius genossen haben und wir nun, nach nicht mal 24 Stunden wieder auf der heimischen Couch sitzen. Es ist 08:08. Ich sitze seit einer Stunde eingekuschelt in eine Decke auf der Couch (meine innere Uhr hat mich heute,  und natürlich auch im Urlaub, mal wieder pünktlich um kurz nach 7 geweckt) und denke darüber nach, in wie viele Postings ich diesen wundervollen Urlaub aufteilen werde, um euch diese so vielfältige Insel etwas näher bringen zu können.  Anfangen möchte ich wie immer mit einem Hotelreview. Das Hotel ist meiner Meinung nach nämlich eine der wichtigsten Entscheidungen, die man bei einem Urlaub treffen muss. Mit dieser Entscheidung steht oder fällt der Urlaub – zumindest für uns als Paar. Als sogenannte noch „DINK’s“ (double income no kids) reisen wir ganz anders wie damals als Studenten und stecken somit gerne Geld in unsere Urlaube, damit die kurze Auszeit, die wir uns gönnen können, so perfekt wie möglich wird. Und „perfekt“ ist auch das Stichwort für dieses Hotel:

    Maradiva Villas Resort & Spa Wolmar 5* S, Flic en Flac, Mauritius, Leading Hotels of the World

    Das Maradiva liegt an der Westküste von Mauritius an einem unberührten Strandabschnitt. Das Resort mit zwei Restaurants, einer Bar, einem preisgekrönten Spa, einem Fitnesstudio mit Tennisplatz, einem Infinity-Pool am Strand, einer Bibliothek/Videothek und last but not least 65 luxuriöse und vor allem sehr geräumige Villen (von 163 bis 345 qm pro Villa), jeweils mit eigener Sonnenterrasse, einem kleinen Pool und Butler-Service, erstreckt sich über 11 Hektar Land direkt am weißen Sandstrand des Tamarin Bays. Die Größe und der Standort des Resorts bieten demnach sehr viel Privatsphäre und machen diesen Ort zu einer romantischen Ruheoase für Paare und auch Familien. Egal wo man sich im Resort aufhält, man bekommt nie das Gefühl, dass man das kleine Stückchen Paradies großartig mit anderen Menschen teilen müsste. Die meisten Gäste kommen daher vermutlich hierher, weil sie das ruhige, luxuriöse und private Ambiente schätzen. Aber ruhig und privat bedeutet nicht, dass man seinen Strandurlaub im Maradiva nicht auch sportlich aktiv gestalten kann. Das kann man sogar sehr gut. Denn das Hotel bietet ihren Gästen Aktivitäten wie Kajakfahren, Segeln, Windsurfen und Wasserskifahren an. Gegen Gebühr kann man auch an einem Tauchgang teilnehmen, Hochseefischen gehen oder auch Tennisunterricht nehmen. Da wir aber leider nur die ersten zwei Nächte unseres Urlaubs hier verbracht haben, haben wir uns bewusst gegen diese Aktivitäten entschieden und uns dafür ausgiebig in den Restaurants, im Fitnessstudio und im Spa ausgetobt. Das war der beste Start in den Urlaub, den wir uns hätten wünschen können.

    Die Villen – die Qual der Wahl:

    Buchen kann man im Maradiva eine der fünf verschiedenen Villentypen. Die ersten drei Kategorien: die Garden Suite Pool Villa, die Luxury Suite Pool Villa und die Beachfront Luxury Suite Pool Villa sind alle geräumige 163qm groß. Jede dieser Villen verfügt über einen eigenen 15qm großen, erfrischenden Pool, sowie einer großen Terrasse mit überdachtem Wohnbereich, einem Badezimmer mit Tageslicht, einer Innen- und Außendusche, sowie einer Minibar, Espressomaschine und einer Teekochgelegenheit. Die nächsthöhere Kategorie, die Exclusive Suite Pool Villa liegt direkt am Strand und hat eine Fläche von 220qm und einen 25qm großen Privatpool. Diese Villa verfügt zusätzlich über ein Wohnzimmer, eine Gästetoilette, sowie einem halboffenen Essbereich. Wer das entsprechende Kleingeld hat, der kann sich natürlich auch in eine der zwei Presidential Suite Villas einbuchen, welche ebenfalls direkt am Strand liegen. Mit 345qm Fläche findet man hier alles in doppelter Ausführung, so dass es sich mit zwei erwachsenen Paaren gut aushalten lässt. Der dazugehörige, beheizte Infinity-Pool mit 56qm ist ein echter Traum! Das Maradiva ist übrigens das einzige Resort auf Mauritius, das nur Villen mit je einem privaten Pool anbietet.

    Wir haben eine der neu renovierten Garden Suite Pool Villas bezogen und waren mehr als zufrieden damit. Villa 103 war gut gelegen: wir hatten sowohl einen kurzen Weg zum Pool am Strand, den Restaurants als auch zum Spa und dem Fitnessbereich. Kurze Wege bei der Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind wirklich ein Segen, auch wenn es wirklich schön ist, durch das wundervoll angelegte Resort zu spazieren. Wer jedoch keine Lust hat viel in der Hitze zu laufen, kann sich auch jederzeit mit kleinen Buggies von den Mitarbeitern von A nach B bringen lassen. Zusätzlich zu der tollen Lage hatten wir auch einfach Glück mit dem Ausblick. Denn obwohl man bei der Garden Suite Pool Villa eigentlich nur Blick auf den Garten hat (der völlig ausreichen würde, um die Seele baumeln zu lassen), so hatten wir von unserem Schlafzimmer aus nicht nur Blick auf den Garten, sondern auch auf das türkis-blaue Meer. Das Design der Villen ist traditionell mauritisch inspirierte Architektur und sehr klassisch und elegant gehalten. Die Villen sind Lichtdurchflutet und wirken trotz der edlen, dunklen Holzelemente sehr hell und freundlich. Besonders angesprochen hat mich das helle, riesige Badezimmer mit einem Walk-In Closet, einer freistehenden Badewanne vor einer riesigen Glasfront mit Blick auf einen toll angelegten Außendusche-Bereich und einer komplett verglasten Innendusche – ebenfalls mit Blick auf die Außendusche. Einfach wunderschön. Genau so würde ich mir mein Bad für ein Eigenheim bauen lassen. Sehr gefreut habe ich mich übrigens über die Luxus-Toilettenartikel der Reihe „Un Jardin sur le Nil“ aus dem Hause Hermès, passend zu der neuen Hermès Tapete. Die riechen nämlich nicht nur super, sondern pflegen die von der Hitze und der Luftfeuchtigkeit strapazierten Haare auch sehr gut.

    Die Anlage, der Fitnessbereich und der Strand – eine Ruheoase:


    Sowohl die Villen als auch die Wege sind von unzähligen Bäumen, Sträuchern, Palmen und Kakteen umzäunt. Bei einem Spaziergang durch die Anlage bekommt man das Gefühl, man würde durch einen botanischen Garten laufen. Hier kann man ganz entspannt Tiere in einer idyllischen Umgebung beobachten, dem hoteleigenen Kräutergarten einen Besuch abstatten oder das komplette Gebiet mit einem Fahrrad, welches man sich beim Hotel ausleihen kann, erkunden. Die weitläufige Anlage liegt an einem ca. 800 m langen Strandabschnitt mit türkis-blauem Meer und weißem Sandstrand – umsäumt von schattenspendenden Palmen und Kasuarinen. Ich habe mich wie im Paradies auf Erden gefühlt. Die Liegestühle und Sonnenschirme verteilen sich über den ganzen Strandabschnitt und man findet somit immer ein ruhiges Plätzchen, wo man ganz für sich alleine den wundervollen Ausblick genießen kann. Ich hätte einfach den ganzen Tag am Strand sitzen können und einfach nur die Wellen und das Treiben der Angler draußen auf dem Meer beobachten können – das war Entspannung pur. Am Strand selbst patrouilliert übrigens in regelmäßigen Abständen das Security-Personal vom Maradiva, deshalb habe ich mich trotz der wenigen Menschen dort stets sehr geborgen und beschützt gefühlt.

    Der Fitnessbereich besteht aus zwei getrennten Räumen – ein Raum mit Kraftsportgeräten und ein Raum mit Cardiogeräten, einem Tennisplatz, einem Boxsack, einer Tischtennisplatte und einem Trainer, der für Tipps und Tricks verfügbar war. Nach einer Runde Cardio für mich und einer Runde Freeletics für meinen Verlobten, haben wir uns bei der Hitze sogar noch an ein Tischtennis-Match getraut. Überflüssig zu sagen, dass natürlich ICH gewonnen habe… 😉

    Der Pool – perfekt für Sonnenuntergänge:

    Ein schöner Pool-Bereich gehört zu jedem guten Resort dazu. Der Infinity-Pool im Maradiva liegt direkt am Strand und eignet sich perfekt als Fotokulisse (und natürlich auch zum Abkühlen und Plantschen). Wir haben uns sagen lassen, dass man von hier aus einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten kann. Leider haben wir das verpasst, da es an beiden Abenden sehr bewölkt war und man die Sonne gar nicht gesehen hat. Der Pool befindet sich vor dem Hauptrestaurant und der Bar, daher bekommt man hier über den Tag verteilt schon ein paar Gesichter mehr zu sehen. Wenn man sich also doch mal etwas zu einsam fühlen sollte, dann ab an den Pool. Der Vorteil hier: man kommt schneller an Snacks und Getränke ran, da sich hier viel mehr Mitarbeiter befinden, die sich um das Wohlbefinden der Gäste kümmern können. Nachdem wir die Vormittage immer sehr gerne am menschenleeren Strandabschnitt verbracht haben, zog es uns dann ab dem frühen Nachmittag – nach ein paar entspannten Stunden im Spa (separater Bericht folgt) – doch immer an den Pool, um den Abend dort bei guter Musik und ein paar Cocktails ausklingen zu lassen, bevor wir eines der drei Restaurants aufgesucht haben.

    Die Restaurants – Kelly & das Teppanyaki-Restaurant sind ein Traum:

    Dafür, dass das Hotel „nur“ 65 Villen hat, bietet es seinen Gästen viel Abwechslung beim Essen und Trinken. Insgesamt gibt es zwei À-la-carte-Restaurants und eine Bar. Das Restaurant „Coast2Coast“ serviert ganztägig mediterrane, mauritische und internationale Speisen in entspannter Atmosphäre mit Meerblick. Das Spezialitäten-Restaurant „Cilantro“ ist auf pan-asiatische Küche spezialisiert und ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Der eine Bereich serviert indische Speisen und der andere japanische Küche, welche direkt an einem Teppanyaki-Tresen, geleitet von Chef Kelly, zubereitet wird.

    Vorab noch: wenn man das Maradiva bucht, dann immer ab „halfboard“. Sprich, man bucht den Aufenthalt mit mindestens zwei Mahlzeiten am Tag. Das Frühstücksbuffet findet man im Hauptrestaurant, dem Coast2Coast. Das Buffet bietet eine reichhaltige Auswahl von europäischen Speisen, über chinesische bis hin zu warmen indischen Gerichten. Ganz egal ob man morgens lieber süß, salzig, warm, kalt, leicht oder reichhaltig frühstückt, hier kommt jeder Frühstückstyp voll und ganz auf seine Kosten. Während mein Verlobter sich eher an das europäische Frühstück gehalten hat, habe ich den Morgen schon lieber mit einer authentischen Wantan-Suppe oder indischem Butter Chicken angefangen. Viele von euch schütteln sicherlich schon allein bei dem Gedanken daran den Kopf, aber bei mir ist das wirklich so: ich esse am liebsten warm – und das auch gerne drei mal am Tag. Oder mehr. Essen geht einfach wirklich immer!

    Da wir immer relativ spät gefrühstückt hatten und den ganzen Tag entweder faul in der Sonne lagen oder uns im Spa aufgehalten hatten, skippten wir das Mittagessen und aßen dafür recht früh zu Abend. Den ersten Abend verbrachten wir im Coast2Coast und bestellten dort das drei gängige „Chefs Menü“, welches täglich wechselt und immer bei einer Halfboard-Buchung inklusive ist. Einen Gruß aus der Küche, Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch – alles durchweg einfach lecker und qualitativ auf einem sehr hohen Niveau. Dieses Restaurant geizt weder mit der Größe der Portionen noch mit den verwendeten Zutaten: von Garnelen als Vorspeise über das Thunfischsteak als Hauptspeise – es war einfach hervorragend gut.

    So sehr ich am ersten Abend schon durch die Küche beeindruckt wurde, so übertraf das Teppanyaki Restaurant am zweiten Abend all meine Erwartungen (entschuldigt bitte die Bilder, das Licht dort war nicht ganz so fotofreudig). Neben den Spa Besuchen gehörte dieses Dinner definitiv zu unseren Highlights der ersten zwei Tage. Ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass ich alleine für dieses Essen und die tolle Show von Chef Kelly wieder im Maradiva einchecken würde. In diesem Teil des Cilantro Restaurants gibt es insgesamt nur 12 Plätze, die sich alle um den Teppanyaki Tresen befinden. Wir hatten das Glück, dass wir einen Platz genau vor der Kochplatte hatten und waren fasziniert vom Können der Köchin – das war Entertainment pur. Auch hier haben wir das „Chefs Menü“ genommen, welches insgesamt 6 Gänge beinhaltete. Angefangen von der Miso Suppe mit frittierten Thunfischhäppchen über das Tempura und Sushi bis hin zum kreativen Nachtisch – es war perfekt. Bei der Hauptspeise hatte man die Wahl zwischen Hummer und Wagyu Rind und dazu dann entweder gebratenen Reis oder Nudeln.  Für mich gab es Hummer und für den Mann Wagyu Rind – jeweils mit gebratenem Reis. Beide Gerichte wurden vor unseren Augen mit viel Können, Show, Feuer und Rauch zubereitet. Ein tolles und vor allem leckeres Erlebnis – absolut empfehlenswert! Bei diesem Menü zahlt man übrigens trotz einer Halfboard-Buchung etwas dazu. Aber es lohnt sich.

    Der Service – top notch:

    Bei einem 5 Sterne Hotel erwarte ich schon sehr viel vom Service – bei einem 5 Sterne Superior Hotel erwarte ich dann noch viel mehr. Da ich selbst in der Hotellerie arbeite, weiß ich mittlerweile sehr gut, was man als Gast erwarten darf. Daher bin ich auch immer sehr kritisch, wenn ich in Hotels übernachte und achte sehr penibel auf den Service. Das Maradiva hat mich nicht enttäuscht. Alle Mitarbeiter waren immer sehr freundlich und zuvorkommend und haben ihr Bestes getan, damit unser Aufenthalt so angenehm wie nur möglich war. Oft waren es einfach die kleinen Dinge und Aufmerksamkeiten, die für den gehobenen Service gesprochen haben und diese wussten wir sehr zu schätzen. Besonders schön fand ich übrigens, dass alle Mitarbeiter, die uns über den Weg liefen, immer ein herzliches Lächeln auf dem Gesicht hatten und einen super entspannten Eindruck machten. Das zeugt meiner Meinung nach für ein gutes Arbeitsklima – und das ist die Basis für guten Service.

    Fazit – ohne wenn und aber: 

    Ohne wenn und aber können wir das Maradiva Villas Resort & Spa Wolmar mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Sollten wir Mauritius ein weiteres Mal besuchen, dann werden wir sicherstellen, dass wir wieder einige Nächte im Maradiva bleiben werden. Wir hätten uns keinen besseren Start in den Urlaub wünschen können.

    Love,

    Summer

  • Willkommen am Fraport: Asiana Airlines fliegt Seoul – Frankfurt mit dem A380 an

    Ich habe einen Freund, der behauptet steif und fest, dass Flugzeuge nicht dazu gemacht wurden, um in der Luft zu fliegen. Ich würde behaupten: er liegt da falsch. Aber auch ich muss gestehen, dass mich Flugzeuge immer wieder beeindrucken und ich fasziniert davon bin, dass sie uns so schnell und sicher von A nach B bringen. Ich bin wirklich jedes Mal tief beeindruckt, wenn so ein Koloss vom Boden abhebt, um anschließend durch die Luft zu gleiten. Besonders beeindruckend ist sicherlich der Airbus A380 – allein schon durch seine gigantische Größe. Mit einer Spannweite von 80m und einer Länge von 73m kann so ein Airbus bis zum 800 Plätze beherbergen (was natürlich keine Fluglinie aus ausschlachtet). Ab sofort fliegt nun auch die südkoreanische Fluggesellschaft Asiana Airlines mit solch einem Koloss den Frankfurter Flughafen an – und zwar täglich von Seoul nach Frankfurt und wieder zurück. Der A380 ist bei Asiana mit 495 Sitzplätzen übrigens recht angenehm bestuhlt. Neben den zwölf Suiten vorne in der First Class und 311 Sitze der Economy Class auf dem Hauptdeck, befinden sich auf dem Oberdeck 66 „Smartium“-Business-Class-Sitze und dahinter weitere 106 Plätze der Economy Class. Der Sitzabstand von 87 Zentimetern in der Economy Class soll überdurchschnittlich sein. Hört sich doch recht angenehm an, oder? Weiß jetzt nicht, wie viel Beinfreiheit man sonst so hat, aber ein knapper Meter hört sich für mich schon mal gut an. Spätestens jetzt muss ich eigentlich meine schon lange überfällige Reise nach Korea planen, damit ich endlich meine Wurzeln erforschen kann, oder?

    Die heutigen Bilder entstanden letzten Sonntag, als Mici und ich bei der ersten Landung des neu eingesetzten A380’s von Asiana Airlines in Frankfurt am Main dabei waren. Die Fluggesellschaft nahm uns mit auf eine spannende Fraport-Tour auf dem Vorfeld, bevor wir die Landung und Taufe (das fand ich besonders toll!) aus nächster Nähe beobachten konnten. Der Guide von Fraport war wirklich super und erzählte uns viele spannende Dinge über den Flughafen. Zum Beispiel darf man auf dem ganzen Flughafengelände nur 30km/h fahren und es wird dort regelmäßig geblitzt, da sich anscheinend auch hier nicht immer alle daran halten. Oder stellt euch mal vor, die riesigen Kerosinbehälter auf dem Flughafengelände fassen 186 Millionen Liter Kerosin – und das hält nur so ca. zwei Wochen lang! Wahnsinn, oder? Außerdem ist das Areal vom Frankfurter Flughafen wirklich gigantisch – aber ziemlich trist. Es ist so gar nicht grün oder nett angelegt  worden wie zum Beispiel der Flughafen auf Koh Samui. Und das macht Sinn: denn wer will schon Vögel, Füchse und co. zwischen Kofferwagen und Triebwerke haben? Richtig. Kein Mensch. Auf jeden Fall ist so eine Tour echt interessant und das nicht nur für eingeschworene Flugzeugfans.

    Bilder von Charosé – Fotodesign aus Frankfurt am Main

    Love,

    Summer