• Restaurant-Tipps für Nancy, Frankreich

    Vor ein paar Tagen haben wir unsere Reise-Tipps für Nancy, einer charmanten Stadt in Frankreich, mit euch geteilt. Heute liefern wir euch wie versprochen auch unsere Restaurant-Tipps nach. Lasst euch gesagt sein: wir sind gefühlt durch Nancy gerollt! Essen und Trinken kann man in Frankreich wirklich wie ein König! Dafür zahlen nicht nur wie Touristen, sondern auch die Einheimischen gerne ein paar Euro mehr als zum Beispiel hier in Deutschland.

    Mein Favorit: A La Table du Bon Roi Stanislas – 7 Rue Gustave Simon

    Das kleine, unscheinbare Restaurant „A La Table du Bon Roi Stanislas“ ist mein absoluter Favorit. Hier waren wir direkt am ersten Abend essen und wir haben es keine Sekunde bereut – außer vielleicht die Tatsache, dass unser Magen nicht noch mehr aufnehmen konnte. Die Karte ist klein und überschaubar. Angeboten werden 3 Gänge Menüs, die man sich selbst zusammen stellen kann, dafür gibt es immer einen Festpreis. Das einzige Manko war, dass es die Karte nur auf französisch gab. Letztendlich aber haben wir uns mit unseren Französischkenntnissen und dem Internet ganz gut durch die kleine Karte arbeiten können (außerdem konnte unsere Bedienung auch recht gut englisch und sie hat uns super weitergeholfen). Preislich gesehen lagen wir da bei ca. 46€ pro Kopf inkl. Vorspeise, Hauptspeise, Nachtisch, Wein und Wasser. Das finde ich absolut gerechtfertigt! Hier findet ihr populäre französischen Gerichte, zum Teil mit polnischen Wurzeln, nach klassischen Rezepturen zubereitet. Es gibt keine lange Wartezeiten, die Portionen sind großzügig und das Essen unheimlich lecker. Ein tolles Restaurant für Liebhaber von bodenständigem, aber besonderem Essen.

    TIPP: Unbedingt vorab reservieren! Das Restaurant ist wahnsinnig klein – hier gibt es kein „ich schau mal auf gut Glück vorbei“.

    Von der Gruß aus der Küche, über die Vorspeise bis hin zum Nachtisch: alles war einfach perfekt. Ein perfekter Abend mit einem perfekten Essen und einem leckeren Weißwein. Was will man mehr?

    Ich liebe es, dass die Beilagen getreu dem Motto „Sharing is Caring“ zusammen serviert werden. Bestellt haben wir übrigens Zander und Wachtel – und es war wirklich fantastisch.

    Wir wissen leider nicht mehr genau, was wir als Nachspeise hatten, aber wir würden es beide jederzeit wieder bestellen!

    Charmante Besitzer: Les Frères Marchand – 99 Grande Rue

    Wir waren anfänglich etwas verwirrt, weil sich ein „Les Frères Marcnand“ an das nächste reihte. Aber schnell stellte sich heraus, dass sich das Restaurant in mehrere Abteilungen aufteilte. Es gibt eine „Bar à fromages“, einen „Salon“, eine „Winstub“ und und und, die jeweils eine auf die Produkte abgestimmte Atmosphäre bieten. Wir gönnten uns im Hauptrestaurant ein leckeres und sättigendes Mittagessen (ja, ich musste die Haxe mit dem Käse probieren, auch wenn ich danach wirklich wie eine Schwangere aussah – da ist mir übrigens aufgefallen, dass man ab einem bestimmten Alter echt liebevolle Blicke zugeworfen bekommt, wenn man als Frau mit einem kleinen Bäuchlein durch die Welt läuft…) mit viel leckerem Käse. Einer der Brüder (Frères = Brüder) war an dem Tag auch (durch Zufall?) vor Ort und nach einer kurzen Smalltalk-Runde erfuhren wir, dass zum Betrieb der Familie auch ein Gourmet-Käseladen dazu gehört. Sie sind sogar eine der wenigen Käse-Kenner, die quasi den Titel eines „Sommeliers für Käse“ besitzen. Leider ist mir das Wort entfallen – kann mir jemand weiterhelfen?

    TIPP: Ein muss für Käse-Liebhaber! Und bei gutem Wetter unbedingt draußen sitzen.

    Überall sieht man Bilder von den sympathischen Brüdern. Gute Vermarktung würde ich sagen.

    Typisch ich: Mittags mit der Haxe und viel Käse anfangen… aber auch der Flammkuchen mit Extra-Käse war nicht ohne. Sehr lecker!

    Top Atmosphäre: Les Pissenlits -Rue des Ponts 27

    „Les Pissenlits“ bedeutet übersetzt „Löwenzahn“ und der landet hier nicht nur auf dem Teller, sondern auch in der Architektur und der Dekoration – Stichwort: Jugendstilmöbelschnitzereien, Hier wird typisch französisches Essen mit guter Preis-Leistung serviert. Der Service ist freundlich und aufmerksam – wenn auch die Kommunikation sich als etwas schwieriger gestaltet. Aber auch hier: es macht so Spaß, seine Französisch-Kenntnisse auch mal wieder im echten Leben zu nutzen! Die Weinempfehlung zu den Speisen war gut und der Nachtisch bildete ein perfekter Abschluss für den zweiten Abend.

    TIPP: Auch hier unbedingt reservieren und traut euch, das Essen, das die Einheimischen bestellt haben, sahen so gut aus! Vielleicht einfach mal die Karte weglassen und auf gut Glück das Essen des Tischnachbars nachbestellen.

    Der obligatorische Blätterteig-Gruß aus der Küche, tolle Architektur und leckerer Wein.

    Fisch, Steak, Side Dishes zum Teilen und der perfekte Nachtisch bestehend aus vier verschiedenen Eiskugeln – ich vermute aufgrund der speziellen Sorten, dass sie hausgemacht waren – und Meringue (Baiser). LECKER!

    Der Klassiker: Brasserie Excelsior – Rue Henri Poincaré 50

    Das Auge isst mit: Die Brasserie Excelsior mit ihrer einzigartigen Jugendstileinrichtung ist ein Muss in Nancy – selbst wenn man keinen großen Hunger hat, für einen kleinen Snack (oder ein Weinchen) sollte man doch mal hier vorbei schauen. Zu den Stoßzeiten ist das Restaurant proppevoll. Aber das Serviceteam ist hervorragend und vor allem sehr flink. Sie rennen und schlittern durch das Restaurant, um den Gästen so schnell wie möglich das Essen zu servieren. Normalerweise sollte man das ja im Service nicht tun, weil es so viel Unruhe stiftet, aber hier passt das einfach rein. Es wirkt authentisch und es macht Spaß, das bunte Treiben auf sich wirken zu lassen – man hat das Gefühl, man bekäme eine kleine Show mit zu seinem Essen dazu geliefert. Die Speisen kreisen sich übrigens um die für eine Brasserie üblichen Angebote – inklusive der frischen Meeresfrüchte (große Austernauswahl). Die Preise sind in Ordnung, aber wie in ganz Nancy eben etwas teurer als wir es von Deutschland gewohnt sind. Wenn man im Hinterkopf behält, dass man ein kleines bisschen auch für das Ambiente mit zahlt, dann ist das gar kein Problem .

    TIPP: Schaut zu den Stoßzeiten vorbei – die eigene Ruhe am Tisch, das hektische Treiben drum herum, gepaart mit der beeindruckenden Architektur, das gibt’s nicht überall!

    Tolle Architektur – tolle Atmosphäre.

    Ein kleines, aber feines 3-Gänge-Menü sorgt dafür, dass wir gut gestärkt unsere letzten Stunden in Nancy genießen können.

    Ein kleines aber feines 3-Gänge Menü sorgte dafür, dass wir gut gestärkt die letzten Stunden in Nancy genießen konnten.

    Die beste Café-Pause in Nancy: Aux Merveilleux de Fred – 25 Rue Saint Dizier

    Im Aux Merveilleux de Fred gibt es die fluffigsten und leckersten Rosinenbrötchen, die ich jemals gegessen habe. Und liebe Berliner aufgepasst: beim Googeln habe ich entdeckt, dass es in Berlin nun auch eine Filiale davon gibt! Rosinenbrötchen-Lover in Berlin müssen dort unbedingt vorbei schauen und berichten, ob er dort auch so lecker ist. Dieses Café haben wir übrigens durch Zufall entdeckt – und durch die Tatsache, dass ihre Törtchen und Brioches unheimlich schön im Schaufenster angerichtet wurden sind. Der Empfang ist herzlich, die Mitarbeiter sehr freundlich und hätten wir kein Frühstück im Hotel gehabt, dann wären wir täglich hier her gekommen.

    TIPP: Nicht wundern, die Bezahlung erfolgt hier über eine Maschine. So müssen die Mitarbeiter das Geld nicht anfassen und sich die Hände schmutzig machen. Top!

    Die Rosinenbrötchen? Fast schon eine Reise wert!

    Love,

    Summer

  • Ein Kurztrip in die goldene Stadt – Nancy, Frankreich

    Nachdem uns der Kurztrip nach Straßbourg schon so gut gefallen hat – und wir so stolz auf unser Schulfranzösisch waren – haben wir beschlossen, einen weiteren Kurztrip in eine französische Stadt anzutreten: Nancy. Von Frankfurt aus erreicht man die wunderschöne, verträumte Stadt mit gutem Essen, interessanten Museen und Charme in nur drei Stunden Autofahrt. Lasst euch gesagt sein: einmal mehr habe ich mich wieder gefragt, warum ich das vielseitige Land Frankreich so lange von meiner Reiseliste gestrichen habe. Ich kann es mir nicht erklären, denn auch diese Stadt hat mein Herz in Nullkommanichts erobert.

    Kurz zur Nancy:

    Nancy war einst die Hauptstadt des Herzogtums Lothringen. Das merkt man. Hier wurde nicht an der Stadtplanung gespart. Opulente Jugendstilvillen, eine lebhafte Markthalle, Stadtvillen aus den verschiedensten Epochen, prachtvolle Paläste – all das bekommt man in dieser charmanten Stadt geboten. Nancy ist weltbekannt für ihr architektonisches Ensemble aus dem 18. Jahrhundert, welches seit 1983 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt: darunter das Herzstück der Altstadt – die Place Stanislas, der Place de la Carrière sowie der Place d’Alliance. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Eine perfekte Stadt für aufgeweckte, kulturbegeisterte Reisende, die gutes Essen lieben und auch gerne mal ein Weinchen trinken.

    Unterwegs in Nancy.

    Einfach durch die Stadt flanieren.

    Ganz egal, ob man die Herren beim Reparieren der Fahrräder beobachtet, einen kleinen Spaziergang über den hektischen Markt macht oder sich frische Blumen in einem der vielen schönen Blumenlädchen kauft – Nancy ist einfach wundervoll charmant. Mein absoluter Reisetipp ist und bleibt: irrt umher! Ja, ich finde tatsächlich, dass man jede neue Stadt einfach mal komplett planlos ablaufen sollte. Ohne Ziel. Man muss sich treiben lassen und einfach stehenbleiben, wenn man etwas schönes sieht. Zwischendrin mal ein Käffchen trinken – oder auch ein Weinchen und dabei einfach die Stadt auf sich wirken lassen. Seit ich nicht mehr so verbissen jede noch so kleine Sehenswürdigkeit einer Stadt bestaunen muss, habe ich das Gefühl, die Städte viel intensiver kennen lernen zu können. Paradox, aber wahr. Probiert es definitiv mal aus!

    Museumsbesuche? Langweilig? Von wegen – meine Top drei Museen in Nancy:

    Ich liebe Museen und interessante Ausstellungen. Daher suche mir in jeder Stadt, die wir besuchen, mindestens drei Stück aus, denen wir einen Besuch abstatten. Die Auswahl in Nancy in übersichtlich aber durchaus interessant. Wenn man nach Museen in Nancy googelt, dann schlägt die Suchmaschine genau 6 stück vor. Für mich stand nach kurzer Recherche bereits meine Top drei fest: das „Musée des Beaux-Arts de Nancy“, das „Museum Aquarium de Nancy“ und das „Musée lorrain à Nancy“. Warum genau diese drei? Ganz einfach: weil meine Seele stets Kunst als Input braucht, ein Aquarium für mich immer ein Muss ist und weil es nie schadet, auch etwas mehr über die Geschichte einer Stadt heraus zu finden. TIPP: Für die Sparfüchse unter uns: die Museen bieten grundsätzlich jeden ersten Sonntag im Monat freien Eintritt – top, oder?

    Das „Musée des Beaux-Arts de Nancy“ heißt übersetzt „Museum der schönen Künste“ und es macht seinem Namen alle Ehre. Das Museum befindet sich direkt an der Place Stanislas, gegenüber der Oper. Vertreten sind hier die verschiedenen Kunstströmungen des 14. bis 21. Jahrhunderts. In den Gemäldesammlungen finden sich Namen wie Rubens, Delacroix, Monet, Dufy, Picasso und viele weitere Künstler. Der Rundgang führt allmählich hin zur Entdeckung von Werken zeitgenössischer französischer bzw. ausländischer Künstler. Dazu gibt es zeitlich begrenzte und sich stets wechselnde Ausstellungen und Installationen. In meiner Lieblingsinstallation der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama habe ich mit Sicherheit mindesten 20 Minuten verbracht, weil es mich so fasziniert. Der Infinity Mirror Raum entführte mich für eine kurze Zeit in eine andere Welt – alleine schon wegen dieser Installation hat sich der Besuch gelohnt! Außerdem findet man im Untergeschoss die ansprechend präsentierte Glassammlung von Daum, welches dem Besucher einen Überblick über die hundertjährige Tradition der berühmten Glasherstellung in Nancy bietet. Mit der Präsentation der Überreste der Befestigungsanlagen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, ebenso im Untergeschoss, schlägt das Museum nicht nur eine Brücke zwischen der Alt-und der Neustadt, sondern auch zwischen dem alten Herzogtum Lothringen und dem modernen Nancy. TIPP: Wer Hintergrundinformationen zu den einzelnen Werken haben möchte, der nimmt sich am besten einen Audioguide mit.

    Wo immer in einer Stadt ein Aquarium aufzufinden ist, man findet mich dort. Fragt mich nicht warum, aber ich liebe Aquarien. Das Aquarium mit integriertem Naturkundemuseum ist klein aber fein. Im vollständig renovierten ersten Stockwerk werden über 600 Tiere in einem pädagogisch aufbereiteten, ansprechendem Ausstellungsdesign präsentiert, während im Erdgeschoss 60 Aquarien den Besucher in die tropischen Gewässer des Roten Meeres, des Amazonas und des Tanganjikasees eintauchen lassen. Ich habe wie ein kleines Kind vor jedem Aquarium gestanden und all die bunten Fische beobachtet. Klinge ich langweilig, wenn ich mich dafür begeistern kann? Wir hatten durch die zum Teil sehr interaktiv gestaltete Ausstellung einfach unheimlich viel Spaß dort gehabt. Auch hier gab es eine Installation, die uns, na sagen wir’s mal so: unheimlich überrascht hatte. Letztendlich konnten wir nicht mehr aufhören, über uns zu lachen. Mehr möchte ich jedoch nicht verraten – da müsst ihr schon selbst hin, wenn ihr auch so herzlich über euch lachen möchtet. TIPP: Mit kindlicher Neugier und Interesse an die Sache heran gehen!

    Zu guter Letzt haben wir das „Musée lorrain à Nancy“ besucht. Dieses Museum ist im Herzen der Altstadt von Nancy, im ehemaligen Palais der Herzöge von Lothringen und der Eglise des Cordeliers untergebracht. Es zeugt vor allem von der bemerkenswerten künstlerischen und kulturellen Bedeutung der Region. Archäologische und mittelalterliche Sammlungen bringen den Besuchern die Geschichte der Stadt näher. Im ehemaligen Franziskanerkloster neben der Eglise des Cordeliers, wo die Grabstätte der Herzöge von Lothringen zu sehen ist, befindet sich zudem eine Sammlung, die das ländliche Leben in Lothringen des 19. Jhs zeigt. Es war in der Tat sehr interessant zu sehen, wie die Menschen damals gelebt haben. TIPP: Die kleine Außenanlage ist toll zum Entspannen.

     

    Was hat Nancy noch zu bieten?

    Shopping: In der Innenstadt findet man neben den typischen Verdächtigen, die man von einer Stadt erwarten kann, vor allem aber viele originelle Boutiquen und Geschäfte von Modeschöpfer und Designer, die lokale Produkte anbieten. Von den uns bekannten Läden wie Zara und Mango, über die kleinen lokalen Shops, die Mirabellen-Torten, Mirabellen-Schnaps und leckere Macarons verkaufen, bis hin zu den von uns geliebten, aber in Deutschland eher selten aufzufindenden Shops wie Pinko oder Sephora – man findet dort wirklich alles. Ich hätte definitiv meinen Spaß gehabt. Leider kamen wir jedoch aufgrund der kurzen Zeit in Nancy nicht zum Shoppen. TIPP: Le Boudoir des Arts! Eine kleine, unauffällige Boutique, das hochwertige Second Hand Mode verkauft. Wir sind mehrmals dran vorbei gelaufen, bis die Neugier siegte und mich wie ein Sog hinein zog. Für Liebhaber von Pre-Loved Stücke aus dem Luxusbereich ist das ein Schlaraffenland. Hermés, Louis Vuitton, Chanel, Fendi – bei so viel Auswahl bin ich natürlich nicht mit leeren Händen wieder heraus gekommen. Was ich nicht zurück lassen konnte, das seht ihr in diesem Posting.

    Art nouveau & Art déco: Die Stilrichtungen „Art nouveau“, auf deutsch „Jugendstil“ und „Art déco“, „dekorative Kunst“ folgen zeitlich aufeinander. Während sich beide Stilrichtungen in der Übergangszeit etwas vermischten, so entfernte sich der Art déco recht schnell von den Eigenschaften des Art nouveau, um sich in die entgegengesetzte Richtung zu entwickeln. In Nancy setzte sich Art Nouveau gegen Ende des 19 Jh. durch. Als Folge der Industrialisierung entstanden neue, interessante Baumaterialien wie Stahl und Glas. Diese nutzen die Künstler der 1901 gegründeten „école de Nancy“, der Schule von Nancy aus und gestalteten zuerst Porzellan- und Möbelstücke in den neuen Formen, die hauptsächlich von der Natur beeinflusst wurden. Die Kunst des Jugendstils zeichnet neben der hohen handwerklichen Qualität vor allem eines aus: Sinnlichkeit. Mit dem Ersten Weltkrieg begann dann der Niedergang des Jugendstils und der Aufstieg des Art déco. Während die floralen, von der Natur inspirierten, weichen Formen des Jugendstils verschwanden, prägten nun elegante, klare Linien und ein oft geometrisches Dekor die Werke. All das und noch viel mehr haben wir während einer einstündigen Tour mit dem „Art noveau“ Zug aufgeschnappt. Diese Tour findet jeden Sonntag morgen um 10 Uhr statt (von Mai bis Ende September, genaue Zeiten für 2018 könnt ihr sicherlich dann hier entnehmen) und ist sehr empfehlenswert, wenn man sich für die Geschichte der Architektur interessiert und auch einen Blick auf die äußeren Regionen der Stadt werfen möchte. Ich habe bei der Tour immer versucht, vorab zu erraten, zu welche Epoche welche Villa gehörte – das klappte irgendwann ganz gut. Wer sich etwas mehr mit dem Thema auskennt, kann natürlich auch bei meinen Bildern fleißig mitraten. TIPP: Wenn ihr diese Tour im September macht, dann packt euch warm ein und nehmt euch auch etwas warmes zu trinken mit! Frühmorgens kann es nämlich schon etwas neblig und kalt sein, aber dafür auch sehr charmant.

    La Villa Majorelle: Die Villa liegt im Schatten der Apsis der Basilika Sacré Cœur, in einem ruhigen Wohnviertel. Sie gehört zu dem in nächster Nähe gelegenen Museum der Ecole de Nancy. Wir hatten Glück (die Führungen sind recht selten) und kamen pünktlich zu einer Führung durch das Haus, ohne vorher gegoogelt zu haben. Sie finden nur Samstags und Sonntags statt. Eine um 14:30 Uhr und eine um 15:45 Uhr. Leider sind die Führungen (momentan?) nur auf französisch. Aber Gott sei Dank hatten wir beide französisch in der Schule und anscheinend ist da mehr hängengeblieben als vermutet. Obwohl die Führerin wirklich schnell gesprochen hatte, so haben wir doch viel davon verstehen können. Ein absolutes Erfolgserlebnis für uns. Tipp: Diese Villa ist einen Besuch wert und da sie nur einige Hundert Meter vom Nancyer Bahnhof/ Zentrum entfernt ist, ist es auch kein großer Akt, dort hin zu spazieren – vorbei an all den vielen hübschen kleinen Häuschen und den romantischen Gassen.

    Das Rendez-vouz Place Stanislas: Als ich hörte, dass es täglich um 22:00 Uhr vom 17. Juni bis zum 17. September eine Lichtshow auf dem Place Stanislas geben würde, da war mir klar, dass wir sie uns anschauen gehen werden. Ich muss aber zugeben, dass ich nie und nimmer mit solch einer schönen Show gerechnet hatte. Das UNESCO-Weltkulturerbe schmückt sich jeden Abend im Sommer nämlich mit einer Szenografie aus monumentalen Bildern. Die von der Gesellschaft Spectaculaires – Allumeurs d’images kreierte Show vereint glaube ich jeden Abend alle Nancy-Touristen an einem Ort. Mit den Worten „Von Kindheit an hatte ich Angst vor der Dunkelheit… Mein ganzes Leben habe ich deshalb nach Licht… nach allen Lichtern gesucht“ startet die zauberhafte Show und lädt die Zuschauer ein, sich von dem Können der Künstler von Nancy und von den Lichtern der 5 Kontinenten faszinieren zu lassen. Es wird immer wieder daran erinnert, wie wichtig es ist, Träume zu haben und ihnen hinterher zu jagen. TIPP: Einfach auch mal die Kamera weglassen und die Show genießen.

    Und Kulinarisches? WO GIBT ES AUTHENTISCHES ESSEN AUS DER REGION?

    Mein erster Eindruck von Nancy, kulinarisch gesehen, war, dass hier vor allem die Naschkatzen ganz besonders glücklich werden! Diese Stadt ist nämlich in erster Linie für seine Macarons und Bergamotte-Bonbons bekannt. Daneben wird der Stadt auch die Mirabelle – von der Frucht (in allen möglichen Variationen in Kuchen, Gebäck und Soßen) bis hin zum Mirabellengeist – zugeschrieben. Noch nicht genug Süßes? Kein Problem: wie wäre es mit Kuchenspezialitäten wie Saint Epvre, Duchesse de Lorraine, Honig- und Pfefferkuchen, Schokolade oder auch einem Stück Gâteau de Nancy (Schokokuchen)? Aber auch die salzigen Gerichte sind nicht ohne. Hier teilen sich Spezialitäten wie Quiche, die berühmte kleine Lothringer Pastete, die mit ihrer in Weißwein marinierten Fleischfüllung unvergleichlich ist, die lothringischen Fleisch- und Wurstwaren und der Lothringer Eintopf mit Kohl, Karotten, Würste, Fleisch das Siegertreppchen. Bitte viel Hunger mitbringen! Und Durst. Denn der Wein kann auch etwas. Es gibt viele ausgezeichnete Weinhändler und Weinbars, wo man neben den lothringische Weinproduktion – von Toul bis zum Gebiet von Metz – auch renommierte Käsehersteller findet.

    Lokale und regionale Küche sowie französische Küche, Weltküche – in Nancy hat man die freie Auswahl, man braucht nur genug Platz im Magen. Vom schicken Restaurant bis hin zur gemütlichen Kneipe, hier kann man in jeder Preislage gut essen gehen. Meine Tipps für stets Hungrige Reisende findet ihr hier.

    Wo kann man in Nancy übernachten?

    In Nancy gibt es Hotels für jedes Budget. Vorstellen möchte wir euch zwei davon. Das erste ist ein vier Sterne Hotel namens Grand Hotel de la Reine, das sich direkt am Place Stanislas befindet. Es wird demnächst renoviert. Danach wird es als das erste 5 Sterne Hotel in der Region wieder eröffnen. Wer also den perfekten Ausgangspunkt für einen Trip nach Nancy sucht und dabei wert auf Luxus legt, der sollte sich dieses Hotel anschauen. Wer weniger Wert auf Sterne legt, aber einen fast ebenso guten Ausgangspunkt sucht wie das Grand Hotel de la Reine, der kann sich das drei Sterne Hôtel des Prélats anschauen. Das liegt nämlich nur etwa 100 m von der Place Stanislas entfernt und heißt ihre Gäste in einem alten episkopalen Haus aus dem frühen 17. Jahrhundert willkommen.

    So, genug informationen für heute, oder? Bald geht das Posting mit meinen Restauranttipps für Nancy online und dann seid ihr perfektmit infos für einen kurztrip nach Nancy versorgt.

    Love,

    Summer

     

     

     

  • Hotelreview: Hotel Danieli, a Luxury Collection – Venedig

    Als wir dann dieses Jahr recht spontan beschlossen hatten, gemeinsam ein paar Tage in Venedig zu verbringen, da waren wir uns einig, dass nur ein Hotel in Frage kommen würde. Goethe, Honoré de Balzac, Winston Churchill, Richard Wagner, Könige, Staatsmänner, Schauspieler und Künstler – sie alle wohnten dort, wenn es sie nach Venedig verschlagen hat. Sie haben hier gefeiert und/ oder sich von der pompösen Umgebung inspirieren lassen. Wir wollten dort einchecken, wo James Bond sein Bond Girl verführt hat und wo Angelina Jolie und Johnny Depp in dem Film „The Tourist“ nach einer obligatorischen Fahrt mit dem Wassertaxi, ebenfalls eingecheckt haben: Das Danieli in Venedig. Das Adelshaus aus dem 14. Jahrhundert ist Geschichte zum Anfassen. Etwa 200 m vom Markusplatz und einen Katzensprung von der bekannten Seufzerbrücke entfernt, im Herzen der italienischen Wasserstadt gelegen, gleicht es noch immer dem, was es im 14. Jahrhundert einmal war: einem Palast.

    „Hotel Danieli, a Luxury Collection – 5 Sterne, Castello, 4196, 30122 Venezia VE, Italien“


    Von Außen sticht das Danieli durch die knallige Farbe hervor. Ein wunderschönes Gebäude, aber nicht schöner als die umliegenden Gebäuden. Schlüpft man jedoch durch die unscheinbare Drehtür, so tritt man in eine komplett andere Welt. Dunkle Farben, Marmor, Muranoglas, schwere Teppiche, opulente Kronleuchter – beeindruckend, luxuriös, magisch. Direkt hinter der Drehtür, auf der rechten Seite, lächelt uns der Concierge an. Er ist der Hüter der goldenen Zimmerschlüssel mit den roten Quasten (die aber nur recht vintage aussehen, in echt sind das kleine Hightechbiester). Wir gehen weiter zur Rezeption und treten in den berühmten Innenhof. Einige wenige Venedig-Urlauber, die sich durch die kleine Drehtür trauen, stehen, ebenso wie wir, staunend in der Lobby und begutachten den Innenhof. Davon lassen wir uns aber nicht aufhalten und bahnen uns den Weg zur Rezeption. Der Check-in verlief freundlich und unkompliziert. Nur kurz unterschreiben, ein bisschen Smalltalk und schon wurden wir von einer Mitarbeiterin in unser neu renoviertes Zimmer im historischen Gebäudeteil des Hotels geführt. Obwohl sie komplett renoviert war, hatte sie ihren leicht opulenten, venezianischen Charme nicht verloren. Ihr könnt euch sicherlich mein quieken vorstellen, als ich gesehen habe, dass das komplette Zimmer in rosa gehalten war, oder? Obwohl ich sonst eher der „skandinavische“ Typ bin, wenn es um Designfragen geht, konnte ich mich an diesem Zimmer und ihren wunderschönen Details nicht satt sehen. Geschweige denn vom Bad: der verzierte Spiegel, der Kronleuter – und alles in einem einzigen Traum aus Marmor. . Wie schön ist das denn bitte? Kann ich bitte für immer hier bleiben?


    Hochgebracht wurden wir übrigens im Aufzug- Für uns ging es in die oberste Etage. Aber wir haben es uns nicht nehmen lassen, die offene Treppe nach unten zu nehmen, wann immer wir wieder in die Lobby mussten. Überall hängen alte Gemälde, alte Teppiche, alte Statuen, alte Spiegel – man bekommt den Eindruck, als würde man durch ein historisches Museum streifen. Schaut man in den großen antiken Spiegel im Flur, so fragt man sich automatisch, wer sich hier selbst ebenfalls schon betrachtet hatte. Und ob Goethe auch hier stand? Was hat er in der Sekunde gedacht? Ich möchte wirklich nicht übertreiben, aber solche historischen Orte faszinieren mich einfach und ich schweife dann gerne mal in eine andere Welt ab.


    Ebenfalls beeindruckend ist auch die große Dachterrasse, auf der man jeden Morgen das Frühstück zu sich nehmen kann. Mit 52€ pro Kopf ist das Buffet nicht sehr günstig und ich war sehr froh, dass es bei unserer Buchung inklusive war. Die Auswahl war nicht groß, aber dafür fein und immer frisch. Man konnte sich von einem Koch frische Eierspeisen zubereiten lassen und es waren immer mehr als genug Kellner vor Ort, die Kaffee/ Tee brachte und für saubere Teller und frisches Besteck sorgten. Nichtsdestotrotz zahlt man hier natürlich vorrangig für den Blick und den Namen. Wenn man das weiß und sich darauf einstellt, ist das ok. Einen riesigen Vorteil bietet die Dachterrasse jedoch und schon alleine deswegen lohnt es sich, hier oben mal zu sein: Von hier aus wirkt die wunderschöne Stadt nämlich gar nicht mehr so voll und so laut, wie sie leider geworden ist. Hier kann man sein ganz eigenes Stückchen Venedig genießen, ohne ihn mit den Massen an Touristen teilen zu müssen.

    Sollten wir eines Tages wieder in Venedig vorbei schauen – und das schließe ich nicht aus, denn Venedig ist und bleibt eine wunderschöne Stadt, dann würden wir keine Sekunde zweifeln und wieder das Hotel Danieli buchen. Meine Empfehlung habt ihr.

    Love,

    Summer

     

  • Giveaway: gewinne einen 500€ Reisegutschein mit Batida de Côco – SAÚDE! [WERBUNG]

    Vor einiger Zeit fragte das Team von Mangaroca Batida de Côco bei mir an, ob ich, gemeinsam mit einigen weiteren Bloggerkolleginnen, an einer Blogreise zum Thema #KussderKokosnuss teilnehmen möchte. Mein erster Gedanke war: natürlich – endlich mal wieder eine Gelegenheit, ein paar leckere Cocktails zu mixen und sie dann gemeinsam mit Freunden zu genießen, was wir natürlich auch direkt getan haben. Wir haben uns durch die Rezepte auf der Homepage probiert und einen tollen Abend genossen. Meinen Favoriten werde ich euch später auch noch vorstellen. Aber Rezepte sind nicht ganz so mein Ding. Das können andere so viel besser, ganz egal, ob es dabei um Kochen, Backen oder Cocktails Mixen geht. Daher sollte ich das lieber den anderen überlassen. Schaut zum Beispiel bei „Sylvis Lifestyle“ für eine leckere Ananas-Kokos Torte vorbei, oder bei „Linda Loves…“ für ein tolles DIY Projekt mit Kokosnuss-Schalen. Vorletzte Woche war „What Ina Loves“ mit einem weiteren Rezept dran – ihren Blog kenne ich schon, seit ich selbst vor 7 Jahren angefangen habe zu bloggen. Wahnsinn oder? Danach kam „Cook & Bake with Andrea“, nächste Woche ist „Nicest Things“ dran und die Woche darauf „Was eigenes“ – sicherlich auch mit einer tollen DIY Idee. Ihr dürft auf jeden Fall sehr gespannt sein – ich zumindest bin es.

    Wie wäre es denn eigentlich mit Honeymoon in Brasilien?

    Nach weiteren Überlegungen also, wie ich das Thema noch mit einem Mehrwert für euch aufbereiten könnte, ist mir eingefallen, dass die Marke für brasilianische Lebensfreude steht. Brasilien! Reisen! Na klar. Mein Lieblingshobby, das Verreisen. Darum dreht sich ja auch irgendwie mein ganzer Blog. Das Schöne im Leben mitnehmen. Rumkommen. Abschalten. Fernweh. Da ist es doch eigentlich klar, dass ich mir mal Brasilien genauer anschauen muss. In meinem Kopf ratterte es und ich fing an, sämtliche Informationen über Brasilien in mich aufzusaugen. Hauptsächlich über Pinterest. Die wunderschönen Bilder über ein so vielseitiges Land ließen mich nicht mehr los. Brasiliens Landschaft ist nämlich von ausgedehnten Regenwäldern im Norden und von Hochebenen, Hügeln und Gebirgen im Süden geprägt. Beeindruckende Natur, bunte Städte und feinste Sandstrände. Hier möchte ich unbedingt hin – das steht fest. Und ein bestimmter Gedanke schlich sich nach und nach in meinen Kopf: Honeymoon. Brasilien als Honeymoon-Ziel. Das hatte ich so bisher so gar nicht auf dem Schirm. Denn momentan liebäugeln wir doch mit dem klassischen Ziel: den Malediven. Aber ich weiß noch nicht so recht, ob ich das kann. Also quasi so gar nichts tun. Zwei Wochen lang einfach gar nichts tun und nur das wunderschöne Meer betrachten und über das Leben nachdenken. Aber Brasilien, Brasilien wäre anders. Brasilien würde Abenteuer bedeuten. Viele Eindrücke sammeln, bunte Lebensfreude genießen, viel herum kommen – und an schönen Stränden über das Leben sinnieren. Je mehr ich mir Reisetipps über Brasilien anschaute, desto sicherer war ich mir, dass dieses Land ebenfalls eine Top Wahl für eine Honeymoon-Reise wäre. Um euch ebenfalls einen kleinen Einblick zu geben, möchte ich euch meine top drei Destinationen in Brasilien vorstellen – und danach stoßen wir dann mit dem Rezept von meinem Lieblingscocktail mit Batida de Côco darauf an, dass euch Brasilien auch nicht mehr aus dem Kopf geht, ja? Und on top, nach meinen top drei Destinationen und meinem Lieblingscocktail, könnt ihr auch etwas gewinnen. Der Hauptpreis lässt auch mein Herz schneller schlagen: es ist nämlich ein 500€ Reisegutschein! Weiter unten dann mehr dazu.

    Meine Top 3 Destinationen in Brasilien

    Foz do Iguacu: Mitten im Regenwald befinden sich die größten Wasserfälle der Erde. Sie sind nicht nur breiter als die Victoriafälle, sondern auch höher als die von Niagara – und man sagt, sie seien schöner als beide zusammen. Hier möchte ich hin und mich einfach von der Natur sprachlos machen. Hier donnern 275 Wasserfälle einen 3 km breiten Abgrund hinab, der umgangssprachlich auch „Teufelsschlund“ genannt wird. Die größere Anzahl der einzelnen Fälle liegt jedoch in Argentinien. Wer aber den einmaligen Panoramablick genießen möchte, muss dies von der brasilianischen Seite aus tun. Wenn man aber schon mal da ist, dann kann ein Besuch auf der argentinischen Seite auch nicht schaden. Dort bekommt man einen interessanten Blickwinkel gezeigt, da man da ganz nah an die herabstürzenden Wassermassen heran kommt. Ich möchte, nachdem ich nach Bildern recherchiert habe, am liebsten so früh wie möglich hier aufschlagen, damit ich einen wunderschönen Sonnenaufgang hier erleben kann. Weitere Bilder und Informationen könnt ihr übrigens auf meinem Pinterest-Profil sehen, hier klicken.

    Salvador de Bahia: Nach dem Ausflug in den Regenwald geht es dann optimalerweise wieder zurück in die Zivilisation, nämlich nach Salvador de Bahia. Die 1548 gegründete Hauptstadt des kolonialen Brasiliens wurde durch den Export von Zucker, Tabak, Brasilholz und den Handel mit Sklaven sehr, sehr reich – und das sieht man ihr noch an. Hier entwickelten entflohene Sklaven „Capoeira“, damals ein Fußkampf, den sie gegen ihre Jäger einsetzten. Heute ist es ein Trendsport,  den fast jeder kennt. Salvador fasziniert mich aufgrund ihrer historischen, ethnologischen und folkloristische Vielfalt. Ich liebe die farbenfrohen bunten Häuser und es soll dazu noch ein sehr spirituelles und künstlerisches Zentrum sein… genau mein Geschmack. Hier kann man dann sicher ein paar Tage (länger) bleiben und sich vom Leben der Einheimischen dort mit treiben lassen. Außerdem ist sie von unzähligen weißsandigen, mit Kokos-Palmenhainen gesäumten Stränden umgeben. Ich wette, man kann es sich hier sehr, sehr gut gehen lassen kann. Bilder und Informationen zu Salvador findet ihr hier.

    Fernando de Noronha: Um aber in jedem Fall doch noch mal ein bisschen Honeymoon-Feeling zu bekommen, würde ich dann weiter Richtung Nordosten ziehen. Hier würde der Entspannungsurlaub beginnen. Die üppige Fauna und Flora der Inselgruppe soll bemerkenswert  sein – von den 18 Korallenarten Brasiliens finden sich zum Beispiel ganze 15 in Fernando de Noronha! Der Archipel, der aus 21 separaten Inseln besteht und vulkanischen Ursprungs ist, bietet Meeresschildkröten und Delfinen eine sichere Heimat. Wegen der großen Artenvielfalt unter Wasser gehört die Inselgruppe zu den beliebtesten Tauchgebieten Brasiliens. Wer weiß, vielleicht mache ich ja doch noch irgendwann mal einen Tauchschein? Als Kind war ich nämlich mal tauchen und ich war fasziniert von der Schwerelosigkeit der Unterwasserwelt. Außerdem soll es hier laut TripAdvisor übrigens den schönsten Strand der Welt geben: Praia do Sancho. Klickt hier, um euch auf meiner Pinterest-Seite mehr Bilder von Fernando de Noronha anzuschauen.

    So, ihr habt nun auch Fernweh bekommen und Lust auf die brasilianische Leichtigkeit und Lebensfreude? Dann stoßen wir nun mit dem fruchtig-leckeren Cocktail: „Pears de Currant“ an.

    Dazu benötigt ihr folgende Zutaten:

    • 4 cl Batida de Côco
    • 8 cl Johannisbeerensaft
    • 1/4 Birne geschält
    • 1 Kugel Vanille Eis

    Der Cocktail schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch ganz einfach zu mixen. Ihr gebt dazu alle Zutaten mit etwas Eiswürfeln in einen Mixer und püriert die Masse so lange, bis eine sämige Konsistenz entsteht. Fertig. Das Ganze gebt ihr am besten in ein gekühltes Glas und wer Freude am Dekorieren hat, garniert ihn mit Johannisbeeren und Birnen zu einem kleinen Kunstwerk. Saúde! Weitere leckere Drinks findet ihr übrigens bei Mangaroca Batida de Côco auf der Homepage.

    Mit eurem Drink in der Hand und Brasilien im Herzen, solltet ihr jetzt am Gewinnspiel teilnehmen!

    Hier sind die Teilnahmebedingungen:

    • Teilt eure Ideen mit uns! Egal, ob auf Instagram, Facebook, Pinterest oder Twitter. Was fällt euch zu dem Motto Der Kuss der Kokosnuss ein? Textet, fotografiert, malt, bastelt, kocht, dreht Videos oder oder oder und postet es auf den Sozialen Medien mit den Hashtags #derkussderkokosnuss und #batidadecoco (Achtung: es müssen beide Hashtags verwendet werden und der Account muss öffentlich sein)
    • Veranstalter des Gewinnspiels ist Mangaroca Batida de Côco
    • Start des Gewinnspiels am 19. Juli und Ende am 03.09.2017
    • Teilnahme für alle ab 18 und mit Wohnsitz in Deutschland. Teilnahme ist möglich über Facebook, Pinterest, Instagram, Twitter oder dem eigenen Blog
    • Die Gewinner werden per Mail oder Direktmessage benachrichtigt. Der Rechtsweg ist zudem ausgeschlossen und eine Auszahlung der Gewinne ist nicht möglich

    So, nun ist es an der Zeit, kreativ zu werden – ich drücke allen Teilnehmern ganz fest die Daumen!

    Love,

    Summer

  • Zwischenstopp von Pula nach Venedig: Schloss Miramare bei Triest

    Auf dem Weg von Pula nach Venedig haben wir einen kleinen Zwischenstopp beim Schloss Miramare in der Nähe von Triest eingelegt. Mein Verlobter ist als Kind schon öfters mal mit seinen Eltern auf dem Weg in den Urlaub hier vorbei gefahren, aber das Schloss kannte er noch nicht. Deshalb habe ich ihn dieses Mal dazu gezwungen, mit mir zum Schloss zu fahren. Ich wollte mir das wunderschöne Schloss am Badestrand von Triest unbedingt anschauen, wenn wir schon keine Zeit für Triest an sich hatten. Und obwohl wir nicht in Triest angehalten haben, so kann ich euch diese Stadt nur ans Herz legen. Das, was ich im Vorbeifahren von der Stadt gesehen habe ist einfach wunderschön. Wenn’s passt, fliegen wir vielleicht mal für ein verlängertes Wochenende da runter. Wer schon mal über Triest gebloggt hat, kann mir gerne den Link in den Kommentaren hinterlassen und ich schaue vorbei.

    Das Schloss Miramare befindet sich auf einem kleinen Felsvorsprung und ist von einem hübsch angelegten Park umgeben. Von der Felsenklippe über dem Meer aus kann man eine traumhafte Aussicht genießen. Im Miramare befinden sich übrigens noch die Originalmöbel und Innereinrichtungen von damals, was es wirklich interessant für die Besucher macht. So hätte ich es mir auch gut gehen lassen können. Schaut auf jeden Fall mal dort vorbei, wenn ihr in der Ecke unterwegs seid – es lohnt sich!

    Love,

    Summer

  • Lufthansa Business Class VS Turkisch Airlines Business Class – welche Fluggesellschaft kann es besser?

    An meinen ersten Langstreckenflug kann ich mich noch sehr gut erinnern. Da war ich 6 1/2 und ich war mit meiner Oma unterwegs von Beijing nach Frankfurt. Das war der Flug meines Lebens. Kein Flug wird jemals wieder so ein einschneidendes Erlebnis in meinem Leben darstellen. Der Flug war magisch und für mich als kleines Kind mehr als beeindruckend. Das Flugzeug, ein Boeing 747 wirkte so riesig auf mich. Ich bin von vorne bis hinten durchgelaufen – und habe wahrscheinlich alle Gäste bis zum geht nicht mehr genervt. Mittlerweile fliege ich gar nicht mehr so gerne. Je älter man wird, desto eher weiß man natürlich, was passieren kann und was man dann verlieren kann. Nichtsdestotrotz fliege ich sehr viel. Sonst kommt man ja auch schlecht von A nach B. Und meine Liebe zum Verreisen und das Kennenlernen von fremden Kulturen überwiegt auch einfach immer wieder die Sorgen und die Ängste. Momentan genieße ich das Privileg, auch ab und an in der Business Class verreisen zu können und genieße seit dem auch Langstreckenflüge wieder in vollen Zügen. Man muss sich nichts vormachen: 10 Stunden in der Business Class ist einfach erträglicher als in der Economy Class – und das nicht nur aus Platzgründen. Bisher bin ich nur mit der Lufthansa Business Class geflogen – auf dem Flug von Mauritius nach Frankfurt bin ich nun das erste Mal mit der Business Class der Turkish Airlines (TA) geflogen und dabei mir sind deutliche Unterschiede aufgefallen. Daher möchte ich mit allen Interessierten einen kleinen Vergleich beider Fluglinien teilen. Die Vergleiche und Meinungen beruhen rein auf persönliche, nicht gesponserte Erfahrungen.

    Bodencrew in der Homebase – der erste Punkt geht an LH (1:0)

    Die LH Bodencrew in ihrer Homebase Frankfurt am Main ist mir bisher noch nicht negativ aufgefallen. Sie sind stets freundlich, hilfsbereit und arbeiten zügig. Im Gegensatz dazu war ich echt schockiert über den Zustand beim Zwischenstop in Istanbul, der Homebase von TA. Vielleicht lag es am Flughafen selbst, aber alles dort war unordentlich, total voll und super unübersichtlich. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sich die Mitarbeiter um das Wohlergehen seiner Gäste gekümmert hätte. Die antworten auf gestellte Fragen waren sehr schnippisch und harsch.

    Begrüßung an Board – Ausgleich: 1 Punkt für TA (1:1)

    Beide Crews sind wirklich sehr freundlich und zuvorkommend. Sie lächeln was das Zeug hält, sagen gefühlt 400 mal „hallo und herzlich willkommen“ und weisen einem den richtigen Weg. In der Business Class angekommen merkt man dann die kleinen, aber feinen Unterschiede. Die Welcome-Drinks bei TA sind liebevoller gestaltet und die Crew ist meiner Meinung nach ein kleines bisschen serviceorientierter und etwas herzlicher als die LH Crew. Denn während ich mich bei LH manchmal etwas „unerwünscht“ fühle, habe ich mich bei TA rundum sehr gut aufgehoben gefühlt.


    Sitz-Komfort – unentschieden, beide bekommen einen Punkt (2:2)

    Beide Airlines haben wirklich bequeme Sitze in der Business Class. Die Beinfreiheit hier ist gold Wert auf langen Flügen. Während die Sitze von LH eher schräg zum Sitz neben dran angeordnet sind, sind die Sitze von TA gerade angeordnet – was mir persönlich etwas besser gefällt, da man so noch ein bisschen mehr Platz hat. Beide Sitze sind natürlich ausfahrbar, einfach zu bedienen und etwa gleich breit. Das Schlafen im Liegen hat bei beiden prima geklappt.


    Service – ganz klar: TA bekommt 1 Punkt für hervorragenden Service (2:3)

    Mir persönlich hat der Service bei TA sehr viel besser gefallen. Er war zuvorkommender und herzlicher – und wirkte auf mich weniger aufgesetzt. Bei LH hatte ich immer das Gefühl, dass die Mitarbeiter bei verschiedenen Gästen mit verschiedenem Status jeweils eine andere „Attitude“ hatten. Leider. Zum Beispiel haben wir uns auf einem LH Flug mal umgesetzt, weil wir mit anderen Gästen, weshalb auch immer, getauscht hatten. Die Flugbegleiterin war dementsprechend etwas verwirrt und hatte uns dann am Ende mit dem falschen Namen angesprochen (was kein Problem war, das ist ja nur menschlich), als sie uns die falschen Jacken brachte (ebenfalls kein Problem) – aber auffällig war, dass sie dann deutlich freundlicher und herzlicher war als zuvor. Eigentlich schade, dass ich diesen Eindruck auf den Flügen bekommen habe. Ich hätte diesen Punkt eigentlich sehr gerne an LH verteilt, weil mir die Fluglinie sonst sehr sympathisch ist.

    Food – ganz klar: 1 Punkt für TA (2:4)

    Das LH Business Class Essen, also eigentlich die Hauptspeise, schmeckt mir leider nicht. Ich esse in der Regel nur noch die Vorspeise und den Nachtisch, sind dafür immer ausgezeichnet. Die Hauptspeise und auch das Frühstück skippe ich in den meisten Fällen. Außerdem finde ich es komisch, dass wir zu 80% der Fälle nicht unser Wunschgericht bekommen – was mir ja egal sein könnte, aber ist es nicht. Selbst auf dem Flug von Frankfurt nach Mauritius mit ingesamt vielleicht 50 Personen im gesamten Flugzeug und davon 18 Personen in der Business Class war unsere Auswahl bereits „aus“. Daher war meine Erwartungen an die TA nicht sehr hoch. Ich wurde aber eines besseren belehrt. Von der Karte über den Service und die Dekoration „am Tisch“ bis hin zum Essen: es war alles wunderbar und sehr viel liebevoller gestaltet. Es gibt sogar einen Showkoch in voller Koch-Montur, der den Gästen bei Bedarf das Essen vorstellt und auch beim Servieren mithilft. Das Gemüse und der Fisch waren nicht labbrig und schmeckten wirklich so, als wäre sie frisch vor Ort zubereitet worden (was vermutlich nicht der Fall war). Hut ab!


    Kopfhörer – Bose vs. Denon, 1 Punkt für TA (2:5)

    Ich liebe die Noise Cancellation Kopfhörer von Bose bei LH und lasse sie den gesamten Flug über meistens an – aber: sie drücken nach einer Zeit doch sehr. Das kann natürlich an meinem Schädel liegen. Bei der TA werden nach dem Start Denon-Kopfhörer ausgeteilt, die eine größere Ohrmuschel besitzen als die Bose-Modelle. Sie sitzen so bequem auf den Ohren und haben auch nach einem Flug von 11 Stunden nicht gedrückt. Ein ziemlich perfekter Reisebegleiter. Auch wenn hier wieder die TA einen Punkt bekommt, so möchte ich ausdrücklich gesagt haben, dass dies Meckern auf hohem Niveau ist, aber wenn ich mir einen der beiden Kaufen würde, dann würde ich eher zu der Marke Denon tendieren.


    Entertainmentprogramm – hier ist die LH deutlich besser, 1 Punkt für LH (3:5)

    Die Lufthansa besitzt das deutlich bessere Entertainment-Programm. Ich freue mich immer sehr auf die ganzen tollen Filme im Flugzeug und schlafe so gut wie keine Sekunde auf den Flügen. Ganz egal wie lang er ist. Naja ok, bei einem 11-stündigen Flug lege ich mich dann doch mal ein zwei Stündchen hin. Aber ich könnte noch stundenlang weiterfliegen. Nachdem ich mir die neusten Hollywood-Blockbuster angeschaut habe, scrolle ich mich meistens durch die chinesischen Filme – aber auch Bollywood steht ganz hoch im Kurs. So macht das Fliegen auf jeden Fall spaß. Im Gegensatz zu LH hat die TA weniger aktuelle Blockbuster und auch sonst etwas weniger Auswahl.


    Obwohl die Business Class der Turkish Airlines knapp vorne in meinem persönlichen Vergleich beider Fluggesellschaften liegt, so kann ich definitiv beide empfehlen. So kann man ausgeruht und entspannt in den Urlaub starten und fast noch wichtiger: ausgeruht und entspannt wieder zu Hause ankommen. Angebote und Preise im Business Class Bereich findet ihr auf der jeweilige Homepage der Fluggesellschaft:

    Ich persönlich würde gerne mal demnächst die Qatar Airways Business Class testen, da sie regelmäßig den Preis für die beste Business Class der Welt bekommt. Das will was heißen und meine Erwartungen sind sehr hoch – mal schauen, ob es sich nächstes Jahr vielleicht realisieren lässt. Wenn ihr Tipps und Tricks habt, spezielle Angebote etc., dann teilt sie gerne mit mir.

    Love,

    Summer

  • Tagesausflug: Sonnen am Strand Sipar bei Opatija & Dinner in Rijeka

    Das Meer in Kroatien ist wunderschön – und vor allem sehr, sehr sauber. Das einzige Manko für mich besteht darin, dass die Strände dort immer aus kleineren oder größeren Kieselsteinen oder Felsen bestehen. Ich bin das nicht gewohnt und habe so meine Schwierigkeiten damit, schmerzfrei in das erfrischende Meer zu kommen. Abhilfe schaffen können Strandschuhe, die man an jeder Ecke kaufen kann. In ihnen kann man dann schmerzfrei über die Kieselsteinen laufen, aber schick sehen sie ganz und gar nicht aus. Ich genüge mich daher damit, mit einem gemurmelten „auaauaaua“ so schnell wie möglich ins Meer zu rennen oder lasse meine Havaianas an, in der Hoffnung, dass die Steine groß genug sind, um nicht zwischen Fußsohle und Schuh geschwemmt zu werden, denn dann tut es richtig weh… Aber Mimimi können wir hier nicht gebrauchen, daher gebe ich euch lieber einen Tipp für einen wundervollen Tagesausflug, wenn ihr in Istrien unterwegs seid:

    Sonnen am Strand Sipar (Ortschaft Mošćenička Draga) bei Opatije, Flanieren durch Opatija & Dinner in Rijeka

    Wenn wir mal wieder unser Homebase in Pula aufschlagen (mein Verlobter kommt aus dieser Gegend), dann muss mich der Herr immer mit Ausflügen in die nähere Umgebung bespaßen. Ich war nun schon zum 4. Mal dort und auf Dauer wird mir das doch etwas zu langweilig. Keine Frage: Pula ist super schön, aber ich kenne dort doch schon sehr viele Ecken und ich möchte in meinen Urlauben einfach immer gerne etwas neues entdecken. Daher haben wir dieses Jahr beschlossen, die Tagesausflüge in andere Regionen jeweils so zu nutzen, dass wir auch genug Zeit für den dortigen Strand haben, damit ich zusätzlich zu einem Citytrip auch den dortigen Strand kennen lernen. Früher haben wir das strikt getrennt: entweder haben wir dann am Strand gesonnt oder wir haben mehrere Städte an einem Tag besucht. Aber nie in Kombination, weshalb auch immer. Als erste Tour haben wir uns als den Strand „Sipar“ in der Nähe von Opatija, einer süßen Kurstadt bei Rijeka, ausgeguckt. Von Pula aus fährt man ca. 1 1/2 Stunden. Auf dem Weg dorthin kommt man an einigen kleinen Buchten vorbei, die allesamt sehr einladend aussehen. Wer allerdings vor der traumhaften Kulisse einer bunten Altstadt baden möchte, sollte unbeirrt weiterfahren. In der Ortschaft angekommen, wird man durch die gute Ausschilderung direkt zu den Parkplätzen gelotst. Obwohl wir erst recht spät dort ankamen, haben wir zur Hochsaison noch einen Parkplatz finden können. Von dort aus läuft man nur wenige Minuten, bis man am Strand ist. Der lange Strandabschnitt ist sauber, besteht aus mittelgroßen, hellen Kieselsteinen, das Wasser ist unheimlich klar und erfrischend und der Ausblick wirklich traumhaft (auch wenn der Strand wirklich sehr voll war). An der Promenade entlang findet man Restaurants, Cafés und Eisdielen en masse. Umkleidekabinen sind in regelmäßigen Abständen ebenfalls vorhanden – genau so wie Duschen, die man gegen eine Gebühr von 2 KUNA benutzen kann. Super auch, dass man hier Tretboote, Tauchausrüstungen und Jetskis mieten kann, falls man doch Lust auf etwas Action hat. Mein Fazit: Ich fand diesen Strandabschnitt wirklich sehr schön und empfehle ihn sowohl an Familien mit Kindern als auch Paare weiter. Würde wirklich keine Sekunde zögern, wieder dort hin zu fahren. Allerdings: wer kann, der vermeidet bitte die Hochsaison von Juli bis Mitte August. Hätten wir dieses Jahr nicht im Juli Urlaub nehmen müssen, wir wären entweder im Juni, Ende August oder gar erst September nach Kroatien geflogen. Falls ihr also noch ein paar Urlaubstage übrig habt und dazu noch Lust auf Kroatien bekommen habt, dann könnt ihr zum Beispiel hier nach guten Angeboten schauen.

    Die süße kleine Altstadt am Strand.

    So voll auch der Strand ist, das Meer war immer relativ leer… gut für uns!

    Hier war es schon relativ spät und die ersten sind bereits gegangen… ihr seht: der Strand ist wirklich voll.

    Je nach dem wie lange ihr in der Sonne brutzeln möchtet – beziehungsweise auch je nach dem wie lange ihr es in der Sonne aushaltet, habt ihr noch Zeit für einen kleinen Zwischenstopp in Opatija auf dem Weg nach Rijeka. Da wir relativ spät erst aus Pula losgefahren sind, haben wir uns dazu entschieden, Opatija zu skippen und direkt nach Rijeka zu fahren, hauptsächlich um dort in unserem Lieblingsrestaurant in Rijeka zu Abend zu essen. Außerdem waren wir ja nicht das letzte Mal in Kroatien gewesen. Nächstes Mal schauen wir uns dann auch Opatija mal genauer an. In Rijeka angekommen sind wir noch ein bisschen durch die schöne Altstadt spaziert. Leider ist das Wetter am Abend relativ schlecht geworden und es hat angefangen zu gewittern. Entweder haben wir einfach Pech oder es regnet in Rijeka wirklich immer! Denn auch an den zwei Malen, die wir zuvor schon in Rijeka waren, hat es immer geregnet. Nicht weiter schlimm, die Abkühlung tat gut und die Stadt kannten wir ja bereits (Infos zu den Sehenswürdigkeiten in und um Rijeka findet ihr hier). Außerdem ist so ein Dinner in unserem Stammrestaurant „Na Kantunu“ umso gemütlicher, wenn der Regen gegen die Fensterscheiben – oder wie dieses Mal – auf den überdachten Außenbereich prasselt.


    Das „Na Kantuna“ ist in der Nähe vom Hafen, allerdings ein bisschen abseits gelegen und auf dem ersten Blick total unscheinbar (Adresse: Demetrova ul. 2, 51000, Rijeka, Kroatien). Wie so oft im Leben zählen aber auch hier die inneren Werte und die sind wunderbar. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich und aufmerksam und das Essen ist so lecker, dass wir jedes Mal, wenn wir in Istrien sind, hier her fahren. Von frischen Fisch-Gerichten und Meeresfrüchte-Platten über Pasta bis hin zum Nachtisch: einfach perfekt. Dieses Mal hatten wir Lust auf Pasta, was ich sonst NIE im Restaurant bestelle, da ich der Meinung bin, dass man Pasta einfach und schnell alleine zubereiten kann – und wenn selbst ich das kann, dann muss ich dafür kein Geld ausgeben. Für die hausgemachten kroatischen Gnocchis in einer Weißwein-Soße mit Zuchini und Scampis mache ich aber gerne eine Ausnahme. Die sind nämlich mehr als nur lecker. Als Vorspeise bestellen wir in Kroatien übrigens immer einen Oktopus Salat. Bei Na Kantuna gibt es diesen mit Kartoffel und Scampis – lecker. Dazu gab es noch eine kleine Portion Fischpastete – klingt nicht so lecker wie es ist! – zu getoastetem Brot. Mein persönliches Highlight ist jedoch immer die Portion frische Feigen, die ich mir als Nachtisch gönne – lasst euch gesagt sein, diese süßen und aromatischen Feigen machen süchtig! Ich weiß übrigens gar nicht, ob das so überhaupt auf der Karte steht, aber ich frage einfach immer ganz lieb danach. Mit Wein, Wasser, zwei Vorspeisen, zwei Hauptgerichten und einem Nachtisch zahlt man hier so um die 50€, was meiner Meinung nach völlig angemessen ist. Mein Fazit: unbedingt mal dort vorbei schauen!

    Na Kantuna – schaut, wie unscheinbar das Restaurant ist! Nicht mal der Restaurantname steht über dem Eingang…

    Der Blick vom Außenbereich, der sich auf der anderen Straßenseite vom Restaurant befindet. Wer mich kennt weiß, dass ich so was „Kaputtes“ irgendwie charmant finde.

    Leeeecker.

    Hausgemachte kroatische Gnocchis – soooo gut.

    Hausgemachte Pljukanci, istrische Pasta. Muss ich noch erwähnen, dass es sehr lecker war?

    Feigen Feigen Feigen.

    Satt und zufrieden spazierten wir zurück zum Hafen, wo wir immer das Auto abstellen und hier durften wir den Anfang eines der schönsten Sonnenuntergänge beobachten, das wir je gesehen haben (es regnete übrigens weiter in Strömen, was man auf den Bildern gar nicht sieht). Zunächst sah man nur einen leichten goldenen Schimmer über Rijeka, ein paar Minuten später leuchtete schon der ganze Himmel in einem satten, goldenen Licht. Es war so schön, dass wir noch mal angehalten haben, um uns den Sonnenuntergang anzuschauen und natürlich auch, um diesen beeindruckenden Moment mit der Kamera aufzunehmen. So standen wir im Regen, der Wind blies wie verrückt und der Himmel sah aus, als würde die Welt gleich untergehen. Ein rundum perfekter Augenblick und das perfekte Ende für einen wunderschönen Tag.

    Mein Fazit: Ich kann euch einen Ausflug an den Strand Sipar in Kombination mit Opatija an sich oder/ und Rijeka nur ans Herz legen. Entspannt euch in der Sonne, genießt ein leckeres – aber leichtes Mittagessen an der Promenade und macht euch dann auf den Weg, um die Stadt (bzw. die Städte, in jedem Fall jedoch Rijeka) zu erkunden. Den Tag könnt ihr dann mit einem super leckeren Abendessen im Na Kantuna – und einem hoffentlich ebenso beeindruckenden Sonnenuntergang abschließen.

    Love,

    Summer

  • Kurztrip nach Strasbourg – lohnt sich das?

    Wenn wir verreisen, dann denken wir oft nur an Orte in der Ferne – zumindest geht das uns so. Je weiter weg, desto besser. Dabei vergessen wir manchmal, wie viele wunderschöne Orte es in unserer Nähe gibt. Daher haben wir beschlossen, nach und nach die schönen Orte um unser Homebase Frankfurt herum zu erkunden, nachdem uns aufgefallen ist, wie strategisch toll Frankfurt gelegen ist. Wir nutzen daher die Wochenenden, um von hier aus verschiedene Kurztrips zu starten. Dieses Jahr haben wir zum Beispiel angefangen, folgende Städte zu erkunden:

    • Maastricht (knapp drei Stunden Autofahrt von Frankfurt am Main aus – Bericht folgt noch)
    • Roermond (ebenfalls knapp drei Stunden Autofahrt von Frankfurt am Main aus) und danach einen kleinen Abstecher nach Venlo (von Roermond aus ca. eine halbe Stunde Autofahrt – fand ich jetzt aber nicht besonders schön…)
    • Trier (etwas über zwei Stunden Autofahrt von Frankfurt am Main aus) mit einem anschließenden Besuch der Burg Eltz (noch mal eine gute Stunde Autofahrt von Trier aus – den Artikel über diesen Kurztrip könnt ihr hier nachlesen)

    Letztes Wochenende haben wir uns dann Strasbourg (etwas über zwei Stunden Autofahrt von Frankfurt am Main aus) vorgeknöpft und heute klären wir mal die Punkte, warum sich ein Kurztrip in die kleine, verschlafene Stadt lohnt.

    In Strasbourg…

    … kann man wunderbar durch die verträumte Stadt flanieren und das Leben genießen.

    Wer früh los fährt, der kommt auch früh an – und das ist ratsam. Den Vormittag/ Mittag sollte man nutzen, um ganz entspannt durch die wunderschöne Stadt zu flanieren. Macht euch einen ersten Eindruck von der Stadt, saugt alle Eindrücke in euch auf, spaziert am Fluss entlang – einmal um die ganze Stadt herum – spaziert dann durch die Altstadt selbst, verliebt euch genau so wie ich in das Viertel „Petit France“ und bestaunt die beeindruckende Architektur an jeder Ecke der Stadt. Hier kann man ganz einfach der Hektik des Alltages entfliehen und einfach mal die Seele baumeln lassen.

     

      

    … gibt es die schönsten Kirchen und Kathedralen.

    Während man durch die Altstadt schlendert, läuft man unweigerlich an geschichtsträchtigen Kirchen und Kathedralen vorbei. Da ist zum einen die lutherische Thomaskirche, die kleine Wilhelmskirche oder auch das Kirchenkomplex Saint-Pierre-Le-Vieux. Nicht zu übersehen ist natürlich auch die Hauptattraktion der Stadt: das Strasbourger Münster mit prägenden Stilelementen der Romanik bis zur Spätgotik. Der weltberühmte Sakralbau aus rotem Vogesen-Sandstein wird jährlich von ca. drei Millionen Besucher bestaunt – zu recht. Etwas Kondition benötigt man jedoch schon für die 332 Stufen zur Plattform des Südturmes in 66 Meter Höhe, aber es lohnt sich! Von oben aus hat man einen tollen Blick über die schiefen, charmanten Altstadtdächer weit hinein in die Landschaft. Sehr empfehlen kann ich den Aufstieg zur Plattform zur sogenannten „golden hour“, also kurz bevor die Sonne untergeht. Zu diesem Zeitpunkt taucht die Stadt in ein wunderschönes, warmes Licht – und es sind nicht mehr so viele Menschen oben.

          

    … weil man mit seinem Aufenthalt unter anderem auch Künstler unterstützen kann.

    Bevor wir uns aber auf Entdeckungstour gemacht haben, haben wir noch schnell in unser Hotel eingecheckt. Ich bin ehrlich – das Hotel Graffalgar (3 Sterne, DZ ab 100€) war ganz nett und sicher eine super Option für junge, trendbewusste Menschen – aber unsere Erstwahl war es definitiv nicht. Leider haben wir erst drei Tage vor Abreise beschlossen, dass wir über ein langes WE dort bleiben würden und unsere favorisierten Design Hotels waren zu diesem Zeitpunkt bereits ausgebucht. Einige andere Hotels im 4* und 5* Bereich standen zwar zur Option, aber sie waren nicht nur von der Lage her ungünstiger gelegen, sondern auch vom Interior her einfach nur altbacken. So haben wir uns für das jugendlich-stylische Hotel in der Nähe von Petit France entschieden. Insgesamt hat das Graffalgar 38 Zimmer. Das besondere an diesem Hotel: keines der Zimmer gleicht dem anderen, da jedes Zimmer von einem anderen Künstler gestaltet wurde, was wirklich sehr cool war. Das Zimmer an sich ist sehr spärlich eingerichtet und erinnerte uns in der Einfachheit an ein Kinderzimmer. Nichtsdestotrotz: gute Lage, stylisches, Junges Ambiente, freundlicher Check-In. Für 100€ allerdings kein Schnäppchen für ein drei Sterne Hotel. Aber Achtung: Fürs Parken zahlt man 15€ Extra für 24 Stunden – leider ist das damit nicht getan, denn der Parkplatz kostet 28€/ Tag. Bei bei der Ausfahrt zusätzlich 8€ zahlen, da die 15€ eigentlich nur eine Art „Voucher“ sind und einen Wert von 20€ entsprechen.

     

     … gibt es viele tolle Museen zu entdecken.

    Jap, die gibt es wirklich. Wir haben leider nur 4 der unzähligen Museen geschafft, welche Strasbourg zu bieten hat. Besonders empfehlenswert finde ich das „Musée d’Art Moderne et Contemporain“ in der Nähe von Petit France und das „Musée des Arts Décoratifs“ im Palais de Rohan. Beide Museen sind mir wirklich sehr positiv in Erinnerung geblieben – die solltet ihr euch definitiv nicht entgehen lassen. Nehmt euch daher ruhig einen ganzen Tag lang nur die Museen vor und macht euch vorher unbedingt eine Liste mit den Museen, die ihr besuchen möchtet. Denn so müsst ihr nur einmalig 12€ bezahlen und kommt mit dem Ticket in alle Museen rein. Eine Auflistung der Museen in Strasbourg findet ihr zum Beispiel hier.

              

    … kann man sehr lecker essen.

    Und das haben wir getan. Wir haben im La Cigogne (11 Place de la Cathédrale) mit Blick auf den Strasbourger Münster lecker Crêpes gegessen, uns dann ganz klassisch Flammkuchen im „Au Brasserie“ (22 Rue des Veaux, 1. Bild) schmecken lassen und beim abendlichen Spaziergang sogar noch einen Geheimtipp für euch entdeckt! Und zwar sind wir nach dem Dinner am „La Tarbouche“ (22 Rue de la Krutenau, 2. und 3. Bild) im Viertel Krutenau vorbei spaziert und das Restaurant war so proppevoll, dass es nur gut sein konnte. Innen, außen – überall waren Menschen und sie sahen so glücklich aus. Das Essen roch nicht nur gut, sondern sah auch wirklich ansprechend aus. Das haben wir uns also direkt für den zweiten Tag vorgemerkt und wir wurden nicht enttäuscht. Für wenig Geld gab es viel leckeres libanesisches Essen. Allein die Vorspeise hat mich eigentlich schon gesättigt, aber die Hauptspeise war einfach zuuu gut, als das man die hätte weglassen wollen. Also, unbedingt dort essen gehen! Was das Frühstück betrifft, da hatten wir echt Pech und hätten uns gewünscht, dass wir das Frühstück im Hotel dazu gebucht hätten. Wir waren im Le Kougelhopf (52 Rue du Fossé-des-Tanneurs) und hatten uns auf ein tolles und reichhaltiges Frühstück gefreut. Allerdings gab es dort nur ein Stück labbriges Baguette, ein Stück Guglhupf, ein Stückchen verpackte Butter und Erdbeermarmelade. Dazu wurde O-Saft und Kaffee/ Tee serviert. So ein langweiliges Frühstück hatte ich wirklich noch nie. So ein Frühstück ist doch auch nicht typisch für Frankreich, oder?

      
    … kann man gut shoppen.

    Von H&M über Zara oder auch Stradivarius bis hin zu Hermes und Louis Vuitton oder dem Galeries Lafayette und viele uns unbekannte Marken – Strasbourg ist ein wahres Paradies für Shopping-Liebhaber! Übrigens, was mir besonders positiv aufgefallen ist, waren die vielen hübschen Blumenlädchen, die an jeder Ecke in der Stadt aufzufinden sind.

        

    … sollte man auf gar keinen Fall eine Bootstour verpassen!

    Meiner Meinung nach ist auch eine Bootsfahrt auf der Ill am schönsten kurz vor dem Sonnenuntergang. Die Panoramaschiffe legen am Kai beim Palais de Rohan ab. Das Ticket für Erwachsene kostet 13€ und die Tour rund um die Altstadt dauert 75 Minuten – sogar mit einem Abstecher ins Bassin de l’Ill, vorbei am Headquarter von Arte. Von hier aus hat man einen guten Ausblick auf die futuristische Architektur von Europaparlament, Europarat und dem Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte. Ich hätte die Institutionen gerne besucht, aber leider war dies zu dem Zeitpunkt nicht möglich.


    ... (last but not least) gibt es einen wunderschönen Sonnenuntergang im Petit France.

    Petit France ist schon bei Tageslicht mein Favorit gewesen – aber spätestens beim romantischen Sonnenuntergang muss man sich einfach in dieses Viertel/Strasbourg verlieben. Richtig?


    So, die Frage, ob sich ein Kurztrip nach Strasbourg lohnt hat sich dann hoffentlich geklärt, oder? Also, egal ob ihr nur mal kurz raus aus dem Alltag wollt, oder aber Strasbourg als Zwischenstation für eine Frankreich-Tour anvisiert – ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

    Viel Spaß dann beim Entdecken!

    Love,

    Summer

  • Meine Top 6 Restaurants in Beijing

    In Beijing findet man an fast jeder Ecke ein tolles Restaurant, in dem man einfach gut und in der Regel auch sehr günstig essen kann. Da es aber so wahnsinnig viel Auswahl gibt und man sich leider Gottes entscheiden muss, möchte ich euch heute meine sechs Lieblingsrestaurants in Beijing vorstellen. Von riesengroß über super stylisch bis hin zu familiär, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. In diesen Restaurants findet ihr authentisches chinesisches Essen und ich befürchte, dass ihr danach auch einen großen Bogen um chinesische Restaurants in Deutschland machen werdet.

    1. Lost Heaven: Service Hall by Qianmen Community of Dongcheng Administration Service Center, 23, Dongcheng Qu, Beijing Shi, China

    Fangen wir mal mit dem stylischen „Lost Heaven“ mitten in Beijing an. In der ehemaligen Amerikanischen Botschaft gelegen, ist Lost Heaven ein etwas höherpreisiges aber qualitativ sehr hochwertiges Restaurant. Hier findest ihr neu und kreativ interpretierte „Yunnan“-Küche (sie erinnert mich ein klein bisschen an die frische thailändische Küche) und auch eine tolle Bar mit super leckeren Cocktails. Wir waren zwei mal dort essen und haben uns durch die Karte probiert – egal was wir bestellt haben: es war durchweg alles sehr schmackhaft. Besonders empfehlen kann ich jedoch folgende Gerichte (auf englisch, weil es dir Karte dort nur in englisch gibt): „Ancient Trail Crispy Chicken“ (3. Bild: OMG. Das war wirklich einmalig lecker!), „Tea Leaf Salad“ (Leider nicht fotografiert, weil nicht hübsch – schmeckt aber eindeutig besser als es aussieht), „Vegetable Pancake“ (1. Bild, mittleres Gericht: YUMMY!!!), Pork Belly (2. Bild: Ja, ich will.) und „Tofu & Eggplant Salad“ (1. Bild, links: ohne dieses Gericht geht’s nicht). Ich verspreche euch, ihr werdet es lieben!


    2. Din Tai Fun: 6/F, Beijing APM Shopping Mall, No.138 Wangfujing Main Street, Dongcheng District, Peking, China

    Din Tai Fun gibt es glaub ich sechs mal in Beijing und das ist gut so. Hier gibt es die leckersten „Dumplings“, die ich gerne zu den kleinen Side-Dishes wie Aubergine in einer Essig-Soja Soße (2. Bild, rechts), Wasserspinat mit Chili und Knoblauch angebraten (2. Bild, links) oder scharf angebratene Bohnen mit Hackfleisch esse. Probiert euch einfach durch die saftigen Dumplings durch (immer dran denken: kleines Loch reinbeißen, Soße heraus saugen, in Essig tunken, essen) – und wer auf Trüffel steht, sollte auch die Trüffel-Dumplings bestellen. Oh und als Nachtisch unbedingt die süßen kleinen Schweinchen-Dumplings probieren.


    3. Grandma’s Home: 6/F BEIJING APM, No.138 Wangfujing Street, Dongcheng District, Peking

    Hier findet ihr gute und authentische Hangzhou-Küche für wenig Geld. Allerdings ist es hier immer recht voll. Langes trödeln und herum sitzen ist hier nicht unbedingt erwünscht. Obwohl die meisten doch recht flott essen, kann es schon mal zu etwas längeren Wartezeiten kommen. Das ist aber normal. Also geduldig sein und warten. Bestellt haben wir die Spezialitäten „Hühnerfleisch nach Bettler Art“, „Longjing Krabbenfleisch“ (die bekannte Teesorte Longjing dient hier als wichtige Zutat bei der Zubereitung) und gegrillten Schweinebauch mit Knoblauch und chinesischen Gewürzen. Dazu gab es noch Gemüse und eine kleine Auswahl an gerösteten Erdnüssen, Bohnen und Lotuskernen. Hunger bekommen? Dann ab zu Grandma’s Home!

    4. A’Wen Dumpling: ChaoYang District GuangHua West Li 9 1 Floor, Peking, China

    Um ehrlich zu sein weiß ich nicht genau, ob es dieses Restaurant noch gibt. Wer aber zufälligerweise in der Nähe vom „Silk Market“ unterwegs ist, sollte mal Ausschau danach halten. Hier gibt es auch sehr gute Dumplings und gute und einfache chinesische Küche. Meine Favoriten neben vielen Dumplings? Grüne Beilagen und eine leichte Suppe mit Eiern und Spinat.


    5. Quan Ju De: Hier empfehle ich euch einfach zu der euch am nächsten Filiale zu gehen

    Beijing ohne Peking Ente ist einfach nicht Beijing und mehr gibt es dazu einfach nichts zu sagen – außer, dass die Peking Ente eines der besten Gerichte auf der Welt ist. Bitte, bitte unbedingt ausprobieren, wenn ihr in Beijing seid. Unbedingt!


    6. Geheimtipp: Restaurant „谁家院“ in den „Nan Luo Gu Xiang“ Hutongs

    Puh, ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wie ich dort hin gefunden habe – es ist in einen der vielen kleinen Seitenstraßen in den Hutongs, dort, wo sich die wenigstens Touris hinverirren und wo es sehr ruhig ist. Von Außen erkennt man gar nicht auf dem ersten Blick, dass man hinter den hohen Steinwänden überhaupt Essen bekommt. Aber es roch so lecker und deswegen habe ich einen Blick hinein gewagt. Der Chef winkte uns höchstpersönlich herein. Die Karte ist überschaubar und einfach – aber genau das hat seinen Reiz. Der Koch kocht in einer kleinen, dunklen Küche fast alles, was man will – auch fernab von der Karte, so lange er die Zutaten da hat. Das lassen sie sich zwar auch ganz nett bezahlen – aber es lohnt sich.

    Nachtrag: Das allerbeste Essen in Beijing gab es für mich immer nur an einem Ort: zu Hause bei meiner Oma. Ich erinnere mich so gerne an die vielen Abendessen zurück, die wir an dem Glastisch im Wohnzimmer hatten. Nichts war ihr zu kompliziert und sie wusste immer, was ich mochte, oder meine Eltern mochte und sogar was mein Verlobter mochte. Bei ihr gab es wirklich das beste Essen in allerbester Umgebung. Und ich erinnere mich, wie sehr sie sich darüber freute, wenn wir Ihr Essen aßen und glücklich dabei waren. Es ist schmerzhaft zu wissen, dass dies nun der Vergangenheit angehört.

    Love,

    Summer

  • Unsere Top 9 (Foto-) Spots auf Mauritius

    Mein Verlobter und ich planen unsere Urlaube immer recht spontan. Anfang des Jahres haben wir dann beschlossen, dass wir Ende April Richtung Australien fliegen würden – schön erst zwei Wochen Australien und dann noch eine Woche Bali hinten dran. Allerdings klappte das zeitlich nicht mit meinem Visum und wir mussten dann sogar für uns sehr sehr spontan umplanen. Mich überkamen leichte Panikanfälle und ich sah mich schon bei 10 Grad und Regen auf Balkonien Urlaub machen. Nach kurzer Recherche konnten wir dann doch aufatmen. Mit unseren Anforderungen deckten sich einige spannende Destinationen wie Zanzibar, Mauritius, Dom Rep oder auch die Seychellen. Entschieden haben wir uns dann recht schnell für Mauritius, ein beliebtes Reiseziel für viele Honeymooner. Warum eigentlich nicht? Da wir für unsere Honeymoon Reise definitiv andere Orte ins Auge gefasst hatten, war Mauritius eigentlich gar keine schlechte Idee. Gesagt getan. Innerhalb weniger Tage wurden Flüge und Hotels gebucht und der Countdown zu unserem Pre-Mini-Moon konnte starten.

    Insgesamt waren wir 9 volle Tage auf dieser wundervollen Insel und wir haben die Zeit sehr genossen. Neben den entspannten Pool- und Spa-Tagen haben wir fast jeden zweiten Tag einen Ausflug gemacht. Wir haben zwar viel von der Insel sehen können, aber leider lange nicht alles entdecken können, was sie so hergibt. Aber reden wir mal nicht zu viel um den heißen Brei herum: heute stellen wir euch unsere Top 9 Spots auf Mauritius vor, die nicht nur sehenswert sind, sondern sich auch perfekt als Foto-Location für das eine oder andere Urlaubsbild eignet, das man sich gerne ausdrucken und aufhängen möchte.

    Ile aux Cerfs – der schöne Part, das Paradies auf Erden.

    Ihr wollt weiße Sandstrände und kristallklares Wasser? Dann solltet ihr euch den Trip auf die Insel „Ile aux Cerfs“ nicht entgehen lassen. Wir haben uns für eine private Tour mit einem Speedboot nur für uns und einem privaten Lunch an einem ruhigen Strandabschnitt (das Essen an sich war zugegeben sehr bescheiden, aber ok so weit) entschieden. Kostenpunkt lag bei umgerechnet etwa 180€ für zwei Personen. Wahlweise hätten wir für 20€ weniger die selbe Tour auf einem Katamaran ab 30 Personen machen können. Wer Lust auf viele Menschen und Party hat, sollte sich definitiv für die zweite Variante entscheiden. Uns war es aber wichtiger, dass wir uns nicht nach anderen Menschen richten mussten, daher die private Tour. Während die Gäste zu einer Gruppentour um 7 abgeholt wurden, konnten wir noch gemütlich im Hotel frühstücken, bevor wir dann um 8:30 Uhr von einem privaten Shuttle abgeholt wurden. Im Osten dann am kleinen Hafen angekommen, wartete auch schon das Speedboot auf uns. Bevor wir zur Insel fuhren, machten wir einen kleinen Schlenker zu den Crying Rocks und einem kleinen Wasserfall (unterwegs bekommt man übrigens Affen in freier Natur zu sehen – so süß!). Die Fahrt im Speedboot hat uns persönlich sehr viel Spaß gemacht und man kann sich perfekt im kühlenden Wind sonnen und entspannt an seiner Bräune arbeiten. Die Insel selbst bietet glasklares, türkisblaues Wasser, weiße Sandstrände und sattgrüne Palmen – und mittlerweile auch viele Touristen. Allerdings befinden sich diese alle gefühlt auf einem Fleck. Wenn man sich nur ein paar Minuten von dem „Hauptplatz“ entfernt und eine kleine Strecke am Strand hinter sich zurück lässt, so kommt man an Strandabschnitte, an dem kein einziger Mensch zu finden ist. Unfassbar schön. Hier kann man ganz in Ruhe plantschen, sich sonnen und das kleine Stückchen Paradies genießen. Gegen Mittag ging es dann mit dem Speedboot weiter zum Lunchen an einem ruhigen Strandabschnitt der Insel. Mit Blick auf eine wunderschöne Kulisse schmeckte das einfache Essen gleich doppelt so gut. Danach hat man noch genug Zeit, die Sonne und das Meer zu genießen, bevor es dann wieder Richtung Hotel geht.

       

    Gris Gris – der wilde Part und der südlichste Punkt. Danach kommt nur noch der Südpol.

    Huch, haben wir hier plötzlich das Ozean gewechselt? Das Meer im Süden ist wild, rau und dunkel. Es erinnert vielmehr an den Nordatlantik als an tropische Gewässer. Das liegt daran, dass es an dieser Küste kein Korallenriff gibt, das den Strand und die Bucht schützt. Der Ozean ist somit immer sehr aufgewühlt und man bekommt hier einen guten Eindruck davon, wie gewaltig und kraftvoll die Natur sein kann. Das Baden ist an diesem Abschnitt somit strengstens verboten – und daran sollte sich wirklich jeder halten. Unser Taxifahrer (Taxi zu fahren ist auf Mauritius so normal wie Bus fahren und gute Taxifahrer fungieren gleichzeitig auch als Tourguides und in unserem Fall auch als Fotograf) erzählte uns, wie er hier einen Freund verlor, der einfach von den Wellen verschluckt wurde und nie wieder auftauchte, nur weil er sein Können überschätzte. Daher kann ich euch nur wärmstens empfehlen, euch hier nicht mit der Kraft von Mutter Natur zu messen. Mit der Warnung im Hinterkopf wirkt die Szenerie von Gris Gris noch beeindruckender. Hier möchte man einfach stundenlang stehen und das Meer beobachten und vor allem dem Meeresrauschen lauschen. Wunderschön übrigens, wenn man nach kurzer Zeit realisiert, dass sich über jeder großen Welle ein Mini Regenbogen darüber bildet (drittes Bild). Einfach faszinierend!

      
    Botanischer Garten Pamplemousse – Palmen. Palmen. Palmen.

    Der Botanische Garten gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel und ist eines der artenreichsten tropischen Gärten der Welt. Sogar heute noch werden botanische Gärten aus der ganzen Welt mit Pflanzen und Samen von hier beliefert. Der Garten gehört zu den wenigen Sehenswürdigkeiten auf Mauritius, für die man Eintritt zahlen muss. Direkt nach dem Eingang kann man sich bei Bedarf auch einen Führer nehmen, der durch die botanische Vielfalt des Gartens führt. Eigentlich wollten wir keine geführte Tour machen, aber der Führer hat es uns gekonnt aufgeschwätzt. Im Nachhinein waren wir doch ganz froh darüber, dass wir das „bisschen“ Geld in eine Führung investiert haben. Sie war nämlich sehr lehrreich und interessant. Ohne den Führer hätten wir so einiges übersehen (schlafende Flughunde zum Beispiel)! Wer also zum ersten Mal da ist, dem kann ich nun mit gutem Gewissen eine Führung empfehlen. Das Markenzeichen dort schlechthin sind übrigens die Amazonas-Wasserlilien (Victoria regia). Die Blätter der Blumen sind so groß und stark, so dass Sie angeblich problemlos ein Kleinkind halten könnten! Und die Blüte der Wasserlilie, die lebt nur einen Tag lang – dabei verändert sie ihre Farbe von weiß am Morgen zu lila am Abend, bevor sie dann verwelkt. Das muss ein wirklich toller Anblick sein!


    Maradiva Villas Resort & Spa – das Paradies am Flic en Flac.

    Wer viel Wert auf ein luxuriöses Ambiente, ruhige Privatsphäre, einen preisgekrönten Spa und ausgezeichneten Service bei seinem Aufenthalt legt, der sollte sich das Luxusresort Maradiva Villas Resort & Spa genauer anschauen. Meinen ausführlichen Erfahrungsbericht mit vielen Eindrücken über das Hotel selbst könnt ihr hier nachlesen und über den Spa hier.


    Grand Bassin – der heilige Ort.

    Der riesige Kratersee Grand Bassin – von Hindus auch „Ganga Talao“, übersetzt „See des Ganges“ genannt – ist die größte hinduistische Pilgerstätte außerhalb Indiens. Der Tipp von unserem einheimischen Taxifahrer lautet: unbedingt unter der Woche besuchen gehen uns auf gar keinen Fall Ende Februar/ Anfang März. Denn da findet das „Maha-Shivaratree“- Fest statt. Zu diesem Zeitpunkt begeben sich mehr als 400.000 (!!!) Gläubige auf eine Pilgerreise zu dem heiligen See, um den Gottheiten ein Opfer zu bringen. Wir hatten echt Glück: wir waren nicht nur extrem früh dran, so dass wir so gut wie alleine dort waren, sondern auch mit der Tatsache, dass unser Taxifahrer ein praktizierender Hindu-Priester war. Er hat uns wirklich alles zu der Religion und ihre Götter erzählen können – super interessant und sehr lehrreich.


    Black River National Park – Natur pur.

    Der Black River National Park (gegründet im Jahr 1994 als erster Nationalpark auf der Insel) ist ein absolutes Paradies für alle Urlauber, die gerne wandern gehen. Das hügelige Gelände beherbergt grüne Hoch- und Tieflandwälder, sowie sumpfige Heidelandschaften. Für uns war es leider nur ein kurzer „Go-See“ Spot, da die Zeit für eine Wanderung nicht gereicht hätte. Wir haben daher nur die wahnsinnige Aussicht auf uns wirken lassen. Dabei hatten wir das Glück gehabt, einen Affen beim professionellen Posen – bitte beachten: ich spreche natürlich von dem dritten Bild und nicht dem zweiten – vor der imposanten Kulisse beobachten zu können.


    Chamarel – noch mehr beeindruckende Natur innerhalb des Black River National Parks.

    Hier ist die nächste Sehenswürdigkeit auf Mauritius, für die man Eintritt zahlen muss. Man fährt zunächst an Zuckerrohrfelder und Palmenplantagen vorbei zu dem Chamarel Wasserfall. Hier stürzt das Wasser etwa 100 m in die Tiefe – sehr imposant! Noch imposanter soll der Wasserfall aber im mauritianischen Sommer sein, nachdem es sehr viel geregnet hat. Auch zu dem Wasserfall konnte uns unser einheimischer Taxifahrer/ Tourguide einige interessante Fakten erzählen. Zum Beispiel kann man hier zwei Lavaschichten aus verschiedenen Zeitaltern erkennen. Die Untere Schicht ist 8 – 10 Millionen Jahre und die obere „nur“ etwa 1,7 – 3,5 Mio. Jahre alt. Außerdem gibt es hier zwei Aussichtspunkte. Der direkt am Parkplatz ist weniger spannend als der zweite, den man über einige Stufen erreicht. Nach dem kurzen Zwischenstopp am Wasserfall geht es dann weiter zu der Siebenfarbige Erde. Die Hügellandschaft ist wie die ganze Insel vulkanischen Ursprungs. Die verschiedenen Farben der Erde kommen durch die Umwandlung von Basaltlava in Tonminerale zustande. Durch diese Umwandlung verfärbt sich die Erde dann von blau über violettblau bis blaugrün.


    Port Louis – Kaputt, aber charmant.

    Port Louis, die Hauptstadt und mit rund 170.000 Einwohnern das kulturelle & politische Zentrum der Insel, trifft mit Sicherheit nicht den Geschmack der Allgemeinheit. Die Stadt ist voll, stickig und kaputt. Ich persönlich mochte die Stadt – ich mochte das bunte Treiben und den Charme der kaputten Häuser. Mein Verlobter war zum Beispiel weniger begeistert von ihr. Hier gibt es so einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken, daher sollte man die Stadt meiner Meinung nach keinesfalls weglassen. Meine Empfehlung: ganz egal wie heiß und stickig es ist, spaziert mit einer klassischen Stadtkarte ausgestattet durch die Stadt und saugt einfach so viel auf wie möglich. Von Moscheen über die zweitälteste Pferderennbahn der Welt bis hin zur Citadel Fort Adelaide, einer Festung hoch auf einem Hügel, das einen wundervollen 360 Grad Aussicht auf die Stadt bietet oder auch dem Blue Penny Museum – es gibt sooo viel zu entdecken, also los, worauf wartet ihr denn noch?


    The Westin Mauritius Turtle Bay – Auszeit für Familien.

    Das Westin Mauritius Turtle Bay Resort & Spa liegt in Balaclava und bietet seinen Gästen eine großzügige Anlage mit Panoramablick auf den indischen Ozean, einem gut ausgestatteten Fitness-Studio, Spa, zwei Pools, 6 Restaurants und last but not least sehr gemütliche Zimmer für einen entspannten Aufenthalt im Nordwesten von Mauritius. Hier bekommt man definitiv die schönsten Sonnenuntergänge der Insel zu sehen und der Himmel verfärbt sich danach täglich mit den schönsten Farben der Natur. Ein ausführliches Hotelreview über das Resort wird zeitnah online gestellt.

    Das waren unsere persönlichen Top 9 (Foto-) Spots auf Mauritius. Ich hoffe, dass ich euch nach diesem Posting ein bisschen Lust auf Mauritius machen konnte und dass ihr euch spätestens dann, wenn die Honeymoon Reise auf dem Plan steht, wieder an mein Posting zurück erinnert 🙂

    Love,

    Summer