True Story: Selbstbewusstsein kann erlernt werden!

“Ich verstehe nicht, wie dir dein aussehen so wichtig im leben sein, total oberflächlich“

Diese Aussage habe ich letztens auf Ask.fm bekommen. Etwas irritiert dachte ich darüber nach, wann ich der Person, die mir diesen Satz zukommen hat lassen, das Gefühl gegeben haben könnte, dass mir das Aussehen so wichtig sei und dass ich ein oberflächlicher Mensch bin. Fakt ist: Ich bin nicht oberflächlich – keinen Meter. Ich suche mir meine Freunde nicht danach aus, wie sie aussehen und ob sie stets gut gekleidet sind. Auch ich selbst laufe nicht stets perfekt gestylt herum. Ich kann euch also versichern, dass ich nicht oberflächlich bin. Aber ich bin unheimlich selbstbewusst (geworden). Mittlerweile habe ich die Erfahrung gemacht, dass Selbstbewusstsein oft missinterpretiert wird und als arrogant und oberflächlich dargestellt wird. Auf die Missinterpretation und warum das so ist will ich aber eigentlich nicht weiter drauf eingehen. Heute möchte ich euch ein wenig darüber erzählen, wie man selbstbewusster werden kann – denn so selbstbewusst wie heute war ich auch nicht immer.

Manche Menschen werden so geboren: sie strotzen nur so vor Selbstbewusstsein. Ich wurde nicht mit so viel Selbstbewusstsein gesegnet. Für mich war das ein langer Lernprozess und ich kann euch bestätigen, dass man Selbstbewusstsein erlernen kann. In der Schule gibt es immer diese eine Mädchen-Clique, zu denen alle Mädels gehören wollen. Ihr kennt doch diese Gruppierungen oder? Sie gestalten sich unheimlich schnell – direkt in der 5. Klasse wird klar, wer das Sagen in den nächsten paar Jahren hat (und wer die Schulzeit so schnell wie möglich hinter sich bringen möchte). In dieser einen Clique sind dann die „Schönen und die Reichen“ aus dem Jahrgang – jeder kennt sie und jeder möchte mit ihnen befreundet sein. Das klingt so klischeehaft, aber wenn ich mich zurück erinnere, dann war das leider der Fall. Ich war nicht besonders hübsch, hatte auch keine besonderen Talente oder überaus reiche Eltern, die mir immer Markensachen gekauft hätten. Ich war stinknormal eben (und das war gut so)! Ab und an durfte ich mir also hier und da was zu meiner Figur, meinem Aussehen oder meinen Klamotten anhören. Aber nicht nur in der Schule wird man verunsichert. Kleine Kinder haben mich in der Bahn angegafft, weil ich so anders ausgesehen habe und sie haben ihren Eltern Sachen ins Ohr geflüstert, die meistens mit einem ‚Shhht – sowas sagt man nicht‘ von den Eltern gestoppt wurden. In einer Zeit des “sich-selbst-findens“ ist so etwas nur schwer zu ertragen und es wurde mir einfach bewusst, dass ich nur mit einem starken und selbstbewussten Ich in dieser Welt weiterkommen kann. So habe ich mich bewusst darauf konzentriert, mir Stück für Stück mehr Selbstbewusstsein anzueignen. Hier sind meine Tipps, die mir dabei geholfen haben, selbstbewusster zu werden:

1. Achte auf deine Körpersprache! Bei der Beschreibung “wie ein Häufchen Elend“ habt ihr sicherlich alle das selbe Bild im Kopf: hängende Schulter, gekrümmter Rücken, verschränkte Arme, die sich schützen möchten. Selbstbewusstsein fängt genau hier an. Wenn du auf einen aufrechten Gang achtest, werden dich andere Menschen unbewusst ganz anders wahrnehmen und sich dementsprechend dir gegenüber verhalten. Beobachte mal andere Menschen und wie sie auf dich wirken! Lerne von denen, zu denen du hinaufblickst. Genauso ist es übrigens mit der Sprache. Die Art wie du sprichst (Lautstärke, Betonung und Wortwahl), hat eine bestimmte Auswirkung auf deinen Zuhörer. Trainiere das Sprechen bewusst in einer Gruppe, in der du dich wohl fühlst (Eltern, Geschwister, gute Freunde).

2. Sei dir bewusst, wer du bist und akzeptiere dich! Wenn du das Mädchen mit Hang zu Gothic bist, dann ist das so. Hast du Übergewicht? Bist du zu dünn? Na und? Was dann? Und wenn du kein Geld hast, um dir täglich neue Klamotten zu kaufen, dann ist das auch kein Verbrechen. Nicht, dass solche Sachen auch nur annähernd wichtig wären – aber Menschen, vor allem junge Menschen werden immer versuchen, andere nach äußerlichen Merkmalen zu beurteilen. Sie wissen es einfach noch nicht besser. Lass dich nicht stressen, arbeite an deinem Charakter. Nichts an einem Menschen ist so nachhaltig wie der Charakter. Selbst wenn du dich in deiner Haut unwohl fühlst musst du es für den Moment akzeptieren, dass du so bist, wie du bist. Das heisst nicht, dass du nicht an dir arbeiten kannst – wenn du es möchtest.

3. Lächele deine Mitmenschen an und suche den Augenkontakt. Ja wirklich! Ich habe mir irgendwann angewöhnt, fremde Menschen anzulächeln. Angefangen habe ich bei Omis und Opis, weil die sich immer so sehr darüber gefreut haben und seit dem lächele ich fremde Menschen einfach gerne an. Die Reaktion ist zum großen Teil immer positiv und das wirkt sich ebenfalls positiv auf dich und dein Selbstbewusstsein aus. Auch fremde Menschen können dir mit einem Lächeln den Tag versüßen und dir den Rücken stärken!

4. Suche dir ein Hobby, etwas, worin du wirklich gut bist. Baue deine Talente aus. Du wirst sehen, je sicherer du dich auf einem Terrain bewegst, desto selbstbewusster wirst du. Du wirst Menschen kennenlernen, die das selbe Hobby mit dir teilen, die die selben Interessen haben und diese Menschen werden dir eine gute Stütze sein.

5. Stelle dich deinen Herausforderungen! Ich zum Beispiel habe es gehasst, mit fremden Leuten zu telefonieren. Selbst eine Pizaa am Telefon bestellen, habe ich nur widerwillig getan. Aber ich wusste, dass das so nicht normal sein kann. Also habe ich angefangen, bewusst zum Telefon zu greifen, statt den gemütlichen Weg über den E-Mail-Versand zu gehen. Also, worin bist du eine Niete? Ich würde sagen: Challenge accepted, oder?

6. Trenne dich! Trenne dich von Dingen und Leuten, die dir nicht gut tun und die dir nichts gönnen. So schwer es dir auch fällt, du brauchst keine zusätzliche Last auf deiner Schulter. Es ist ganz egal, ob es sich dabei um eine “Freundin“ handelt, die dich stets als Konkurrentin sieht und dir nichts gönnt oder die Jeans, in der du dich so unwohl fühlst: trenne dich!

Natürlich sind das keine Geheimtipps, aber wenn man sich diese Tipps zu Herzen nimmt und erst ein mal verinnerlicht hat, dann geht man viel positiver und glücklicher (= selbstbewusster) durch die Welt. Das klappt wirklich!

Das war meine wahre Geschichte, aber nicht jede Geschichte muss wahr sein. Manchmal darf auch ein wenig geflunkert werden, um eine schöne Geschichte zu erzählen, welche den Menschen ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Bei der Markengeschichte von REVIEW wurde vielleicht ein klein bisschen geflunkert – aber seht selbst und genießt das Filmchen “The True Story of REVIEW“ mit einem Augenzwinkern. Danach ist immer noch genug Zeit, um an deinem Selbstbewusstsein zu arbeiten und die Weltmacht an dich zu reißen – denn HEY, immerhin hat es auch der kleine Hund aus dem Video geschafft 🙂

Love,
Summer

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