Shortstories aus dem Leben PT 2.

So, während ich am Strand liege und die Sonne genieße, habe ich euch in den letzten Monaten ein paar weitere ‚Shortstories‘ aus meinem Leben zusammen geschrieben. Habt ihr auch eine parat? Freue mich sehr darüber, wenn sich ein paar von euch auch erbarmen, mir eine kurze Geschichte unter dem Posting da zu lassen 🙂

1. Den süßesten und charmantesten Satz 2014 habe ich erst vor kurzem gehört. Nach der Farht von Mainz nach Frankfurt saß ich wie immer in der überfüllten U-Bahn und war froh, noch einen Sitzplatz ergattert zu haben. Dann kam ein Opi herein und ich überließ ihm selbstverständlich meinen schön vorgewärmten Sitzplatz. Da sah mich der Opi an, nahm kurz meine Hand und sagte: “Dafür bekommen Sie meinen Platz im Himmel“. So ein süßer Satz – so ein charmanter Opi. So macht es Spaß, gute Dinge zu tun.

2. In Frankfurt laufen die komischsten Gestalten herum. Manche sind furchterregend. Wie auch folgende Begegnung. Kurz vor elf Uhr gehe ich meistens noch mal mit Mini eine kleine Runde spazieren. Bei mir ist es relativ menschenleer – aber eigentlich nicht beängstigend. Da kam mir an einem Abend eine wirre Frau mit wirren Augen und Haaren entgegen, sah mich an und fauchte: “Du bist die böse Puppe!“ und lief panisch an mir vorbei. Ich hab mir vor Angst beinahe in die Hose gemacht und bin schnellstens nach Hause abgedampft.

3. Wenn ich nervös bin habe ich die doofe Gewohnheit, mir an den Lippen herum zu puhlen – Haut abreißen inklusive. Nicht so toll. Letztens saß ich mal wieder in der Bahn und hab wie wild an den Lippen herum, bis ein sanfte: ‚Please don’t. Please stop it.“ Ich schaue auf – der nette Amerikaner mir gegenüber grinst breit und sagt: “Don’t do it, you will destroy your pretty face!“ Das fand ich super nett. Ich glaube, dass es nicht einfach ist, einer fremden Person so etwas zu sagen, ohne dass die Person sich angegriffen fühlt. Er hat das wirklich super positiv verpackt! Fand das so sympathisch und gut gelöst von ihm, dass ich jetzt immer daran denken muss, wenn ich mal wieder an den Lippen puhle und höre dann sofort auf.

4. Ich saß an der Haltestelle und ein Mädchen setzte sich zu mir. Sie starrte mich von der Seite an und sagte dann: “Ey, woher bist’n du?“ Ich: “Ursprünglich oder wie?“ Sie: “Ja!“ Ich erzählte ihr, dass ich aus Peking komme, bin einfach davon ausgegangen, dass man weiß, dass Peking die Hauptstadt von China ist. Pustekuchen. Sie: “Ey wie geiiiil! Pe-pe-pewas? Das ist auch so in Asianien, oder? Sprichst du auch Asianerisch?“ Ich konnte nicht mehr – sie meinte das todernst! Es ist ja nicht schlimm, wenn man nicht alles weiß, ich bin selbst ne große Niete in Erdkunde. Aber so ein bisschen Allgemeinwissen ist halt echt nicht schlecht 🙂

5. Ich war in Düsseldorf und musste im eiskalten Winter mit Pumps durch die Gegend zu einem Asessment-Center Termin. Es war wirklich eiskalt. Und dann fing es auch noch an zu schneien. Da stand ich an der Ampel und ärgerte mich, dass ich keinen Schirm mitgenommen hatte. Ich muss so jämmerlich geschaut haben, dass ein netter junger Mann zu mir kam und mir seinen Schirm über den Kopf gehalten hat. Einfach so. Ohne Hintergedanken. Ging das Stück mit mir und verabschiedete sich, als ich sicher ankam. Ist das nicht einfach nur nett?

6. Um Ostern herum stand ich bei Alnatura an der Kasse und tippte wie so oft noch eine E-Mail auf dem Handy ab. Da lächelte mich ein Herr an und sagte: “Och wie schön, haben Sie Ihre Handyhülle extra zu Ostern gekauft? “ – (gemeint ist mein Moschino Häschen-Case :D)

7. Vor ein paar Monaten hatte ich so Lust auf eine Brezel gehabt und wollte mir eine beim Ditsch in Mainz direkt im Hauptbahnhof kaufen. Ich stand da also, nach der Arbeit, gedankenverloren und fragte die Verkäuferin NETT ob die Brezel noch warm sind (und jeder der mit mir mal unterwegs war weiß wie zuckernett ich bei sowas bin) – weil ich die a) kalt nicht mag und b) so viele Leute vor mir standen, so dass ich sie nicht sehen konnte. Da kackt mich die Verkäuferin doch tatsächlich an: „die fallen gerade runter, was denken sie denn was sie sind“ – so richtig dreist und unfreundlich. Und ich war so perplex und meinte dann nur „dann will ich bitte eine Brezel“ (will – ja, wozu bei ihr noch Höflichkeit, das bitte reich ja wohl aus) und dann wiederholt sie doch tatsächlich nochmals kackdreist, dass die Brezel gerade aus dem Ofen fallen und was ich glaube, wie kalt sie wären und ob ich keine Augen hätte. Ich dachte mir nur: ALTER hab ich ihre Mutter beleidigt oder was war los?! Menschen im Service – immer wieder ein Highlight. Drei mal dürft ihr raten, wo ich nie wieder war.

Love,
Summer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.