• Tagesausflug: Trier & Burg Eltz

    Als Kind bin ich viel mit meinen Eltern durch Deutschland gereist – mittlerweile steht Deutschland ganz weit unten auf meiner „Travel Bucket List“. Dabei hat Deutschland wirklich viele sehenswürdige Orte zu bieten! Daher haben mein Verlobter und ich uns nun vorgenommen, auch mal etwas mehr in Deutschland herum zu kommen. Angefangen haben wir mit einem eintägigen Ausflug nach Trier, der ältesten Stadt Deutschlands und einem Abstecher zur Burg Eltz, der wahrscheinlich beliebtesten Burg Deutschlands.

    Gestartet sind wir um 10:00 Uhr morgens. Von Frankfurt aus fährt man dann etwa zwei Stunden nach Trier. Um Punkt 12:00 angekommen knurrte uns schon mächtig der Magen. Also haben wir als erstes ein Restaurant aufgesucht. Entschieden haben wir uns dann recht schnell für das Burgeramt Trier. Diesen Burger-Laden kannten wir noch aus Berlin und haben ihn damals für sehr gut befunden. Auch dieses Mal hat uns der Burger nicht enttäuscht. Meinen Avocado-Bacon Burger kann ich wärmstens weiterempfehlen und auch die Süßkartoffel-Pommes war super lecker! Frisch gestärkt konnten wir dann auch endlich unsere kleine Sightseeing-Tour durch Trier starten. Es gibt hier so vieles zu sehen. Das Kurfürstliche Palais neben der Konstantin-Basilika zum Beispiel, gilt als einer der schönsten Rokoko-Paläste der Welt! Schaut euch die Verzierungen an der Außenfassade an. sind die nicht wundervoll?

    Mitten im Stadtzentrum findet man den Trierer Dom, die ältestes Bischofskirche Deutschlands. Unter dem Gebäude der Dom-Information können noch die Reste der ersten frühchristlichen Versammlungsstätte nördlich der Alpen aus dem späten 3. Jahrhundert und die Reste der ersten Basilika bei einer Führung besichtigt werden. Direkt neben dem Trierer Dom steht die früheste gotische Kirche in Deutschland, die Liebfrauenkirche. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Ein so gigantisches Gebäude alleine ist schon sehr beeindruckend, zwei nebeneinander sind einfach nur wow.

    Vom Hauptmarkt aus hat man übrigens den besten Blick auf den Dom und die Liebfrauenkirche. Aber auch der Marktplatz an sich ist wunderschön. Es wird sogar behauptet, er sei einer der schönsten Plätze Deutschlands. Ich glaube sogar, dass ich dem zustimmen kann. Am besten setzt man sich hier in eines der zahlreichen Cafès oder so wie wir mit einem leckeren Eis auf eine Bank und lässt all die Eindrücke, die man hier sammeln kann, auf sich wirken. Wer sich besonders für Architektur und Geschichte interessiert, kann hier gut und gerne auch ein bisschen länger sitzen bleiben. Der Hauptmarkt hat nämlich einiges in diesen Bereichen zu bieten. Besonders erwähnenswert sind das Marktkreuz, der Petrusbrunnen, das Judenviertel, die Marktkirche St. Gangolf, das Rote Haus und die Steipe.

    In Trier findet man dank seiner Geschichte einige römische Baudenkmäler wie zum Beispiel ein Amphitheater, Kaiserthermen, die Konstantinbasilika, die Römerbrücke, der Dom sowie die Liebfrauenkirche, der Igeler Säule vor den Toren der Stadt und auch die Porta Nigra (diese zählen übrigens seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe). Die Porta Nigra bedeutet übersetzt „schwarzes Tor“ und ist nicht nur das bekannteste antike Bauwerk in Trier, sondern auch das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Der ursprüngliche Name lautete Porta Martis (Tor des Mars). Den jetzigen Namen bekam es erst im Mittelalter, dank der schwarzen Verfärbung, welches das Tor allmählich mit der Zeit durch starke Sonneneinstrahlung, Witterungs- und Umwelteinflüsse sowie durch Brände in der Stadt und am Tor selbst bekam. Unfassbar übrigens, dass es Idioten auf dieser Welt gibt, die sich das Recht heraus nehmen, irgendwelche dämlichen Sprüchen wie „Nein danke Trier“ in die Wände einzuritzen, oder?

    Der krönende Abschluss für diesen Ausflug: die Burg Eltz. Das ist die wahrscheinlich momentan bekannteste und am meisten gehypte Burg Deutschlands. Sie ist aber auch wirklich märchenhaft. Die Burg Eltz steht auf einem Felsen und befindet sich dabei gleichzeitig in einem Tal, umgeben vom Eltzer Wald, einem Naturschutzgebiet. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass diese Burg seit über 800 Jahren alle Kriege unbeschadet überstanden hat und noch immer in Besitz der Familie Eltz. WOW. Ich hätte so gerne den Burgherren getroffen und mir das Schloss von ihm zeigen lassen. Jede einzelne Ecke! Wir waren leider mit dem Hund da und konnten somit nicht an einer Burgführung teilnehmen, das bereuen wir schon sehr. Besonders gerne hätte ich mir dabei auch die Schatzkammer angeschaut. Diese beherbergt nämlich eine der bedeutendsten Privatsammlungen mit über 500 Exponaten aus acht Jahrhunderten!

    Übrigens solltet ihr unbedingt vom Parkplatz zur Burg laufen. Dabei ist es fast egal, ob ihr den „Wanderweg“ oder den steileren Weg, den der Shuttle fährt nehmt. Eine bessere Sicht von oben habt ihr jedoch, wenn ihr den Shuttle-Weg nehmt. Auf halber Strecke befindet sich nämlich eine kleine Aussichtsplattform. Der Ausblick ist wunderschön – einfach traumhaft. Daher, bloß nicht faul sein! Ihr werdet es sonst bereuen. Besser noch ist es, wenn ihr beide Wege ablauft. Wir kamen relativ spät – nach 17:00 Uhr – an der Burg an und haben dort erst mal lecker Kuchen und Kaffee genossen. Die Biergärten/ Restaurants sind wirklich unheimlich voll gewesen und das trübt natürlich ein bisschen die romantische Atmosphäre der Burg, aber so ist immer etwas los und das ist auch sehr spannend. Am Abend haben wir dann das beliebte „Welcher Fotograf ist am geduldigsten“-Spiel gespielt und gewonnen. Wir haben so lange vor der Burg gewartet, bis auch die letzten Gäste weg waren, damit wir die Burg und die märchenhafte Atmosphäre hier für einen Augenblick ganz alleine genießen konnten.

    Tipp: Auf dem Weg von Trier zur Burg gibt es so viele Sehenswürdigkeiten. Einfach spontan den braunen Schildern folgen und alles mitnehmen, was man kann 🙂 Es lohnt sich!

    Love,

    Summer