Drei Tipps für den perfekten Anzug

Ein gut geschnittener Anzug lässt einen Mann in der Regel gleich um einiges attraktiver wirken. Im Alltag tragen aber nur die wenigsten Männer ganz freiwillig Anzüge, daher: was ein Glück für mich, dass mein Freund dank der Arbeit einige Anzüge im Kleiderschrank hängen haben muss. Und obwohl ihm die klassischen Anzüge meiner Meinung nach ebenfalls gut stehen, so haben wir doch eine andere Vorstellung vom „perfekten Anzug“:

  1. Sie sind im großen und ganzen schmal geschnitten (aber dürfen bloß bitte nicht zu klein und zu eng getragen werden).
  2. Der Sakko ist eher kurz und minimal tailliert.
  3. Die Hose sollte nach unten hin schmal zulaufen und erinnert an eine dezente Karotten-/ Hochwasserhose.

Leider bekommt man solche Anzüge in Deutschland (für andere Länder kann ich nicht sprechen) nicht einfach so von der Stange. Auf der Suche nach dem perfekten „Instagram-Anzug“ (so nenne ich ihn, weil man ihn immer an den Mode-Männern der Instagram-Welt sieht) hat mein Freund mit Sicherheit schon alle gängigen Läden durchforstet und überlegt schon, ob er sich nicht einfach mal ein paar maßgeschneidert anfertigen lassen sollte. Diese Investition würde sich bei ihm vielleicht sogar lohnen, da die Kleiderordnung auf seiner Arbeit nicht ganz so streng ist – und ihm stehen diese modern geschnitten Anzüge einfach super! Aber selbst die klassischen Anzüge von der Stange müssten eigentlich bei den meisten Männern von einem Schneider angepasst werden und auf Dauer kann das schon ganz schön teuer werden. Ich persönlich finde es immer sehr schade, wenn sich Männer so davor scheuen, konsequent in maßgeschneiderte Anzüge zu investieren. Je nach Körpergröße und Figur kann es nämlich wirklich extrem schwer werden, überhaupt einen passenden Anzug zu finden und ich bin mir sicher, jeder Mann kann in einem Anzug eine gute Figur machen. Auf Lanieri.com zum Beispiel kann man sich ganz bequem einen eigenen Maßanzug erstellen und bestellen. Wer aber doch lieber das klassische Shopping-Erlebnis bevorzugt, der findet hier die drei wichtigsten Punkte beim Kauf eines klassischen Anzugs, um die gröbsten Fehler zu vermeiden:

  • Sakko: Früher verdeckte die klassische Variante komplett das Becken – solche Anzüge finde ich noch bei meinem Papa im Kleiderschrank. Obwohl sie heute als zu lang gelten, so mag ich sie dennoch an meinem Papa. Würde er heute mit mir neue Anzüge shoppen gehen, dann würde ich ihm folgendes raten: Klassische Sakkos sind nun kürzer geschnitten, aber dennoch so lang, dass sie auf jeden Fall noch den Gürtel verdecken. Den untersten Knopf vom Sakko trägt man übrigens offen…
  • Ärmel: Wichtig ist, dass der Ärmel nicht zu breit und nicht zu eng sitzt – hier darf ruhig mal die ein oder andere Falte entstehen, denn das zeigt, dass man noch genug Bewegungsspielraum zur Verfügung hat. Der Ärmel ist dann zu breit, wenn man an der Hand vorbei hineinschauen kann. Das Hemd sollte übrigens etwa einen Zentimeter unter den Sakko-Ärmeln hervorschauen. Die perfekte Länge der Ärmel kann man am einfachsten so ermitteln: Arme locker hängen lasen und dann die Hände waagrecht zum Boden gerade ausstrecken (genau, es sieht dann ein bisschen aus, wie als würde man einen Pinguin pantomimisch darstellen wollen) und wenn der Sakko-Ärmel dann leicht auf dem Handrücken aufsteht, dann habt ihr die perfekte Länge gefunden.
  • Hose: Die klassische Hose ist im Gegensatz zu früher auch etwas kürzer geworden. Während sie ursprünglich einmal zwei Falten schlagen sollte, so hat sie mittlerweile die perfekte Länge, wenn sie eine leichte Falte vorne an der Hose verzeichnet. Die klassische Variante sollte relativ anliegend sitzen, aber ebenfalls noch genug Platz für Bewegung bieten. Auch hier gibt es einen einfachen Trick, wie man die richtige Länge für sich ermitteln kann: Hinsetzen und schauen, wie weit das Hosenbein nach oben gerutscht ist – nur wenige Zentimeter? Dann passt sie!

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Love,

Summer

4 thoughts on “Drei Tipps für den perfekten Anzug

  • Reply Julian 23. November 2016 at 15:28

    Sehr cooler Beitrag! Danke

    • Reply Summer Lee 4. Dezember 2016 at 10:52

      Vielen Dank für dein Feedback! 🙂 LG Summer

  • Reply Sam 7. Dezember 2016 at 12:37

    Hey,

    ich würde empfehlen mal nach nem Maßanzug zu schauen. Es gibt inzwischen viele Onlinehändler, die Anzüge „nach Maß“ maschinell produzieren. Das ist von der Qualität zwar nicht mit einem echten Maßanzug (der in mehreren Sitzungen beim Schneider gemacht wird) vergleichbar ABER für den Preis unschlagbar. Preislich bewegen die sich zwischen 250 und 800 Euro, je nach Stoffqualität, Anbieter etc. Man kriegt aber auch für 200-300 Euro wirklich schon was Vernünftiges.

    Und auf 200-300 Euro kommt man bei nem ordentlichen Anzug auch im Geschäft, vor allem, wenn man beim Schneider später noch Sachen anpassen lässt. Da kann man es auch direkt so versuchen. Ich würde aber empfehlen bei diesen Internetschneidereien nicht selbst auszumessen, sondern entweder zu einem Schneider zu gehen und dort ausmessen zu lassen (kostet nicht viel) oder zu einem Vermessungsevent zu gehen.

    Vor allem kann man dann auch mit den Leuten sprechen. Die haben gelernte Schneider da, die beraten und ausmessen und denen man seine Wünsche mitteilen kann. Also wenn man es z.B. gern etwas enger hat oder wenn einem Bewegungsfreiheit im Rücken wichtig ist etc.

    Also vielleicht ist das ja für den nächsten Anzug eine Alternative 🙂 und dann würde ich (für den perfekten Instagram Anzug)

    1. einen Dreiteiler nehmen. Man sieht es nicht mehr oft, aber er sieht einfach viel eleganter aus und man kann die Weste ja auch mal weglassen, wenn man es nicht so elegant will

    2. das Innenfutter in einer kontrastreichen, frischen Farbe machen (die Rückseite der Weste entsprechend auch)

    Was außerdem sehr toll ist, wenn man noch ein schönes Hemd mit dem passenden Einstecktuch dazu hat. UND/ODER: ich hab gesehen, dass er beim Revers ein Knopfloch hat: da kann man gut nen Pin durchstecken, je nach Anlass. Sollte nicht zu verspielt sein, ABER wenn man ein Hemd mit Umschlagmannschette hat und Mannschettenknöpfe, die man auf den Pin abstimmt, dann sieht es richtig durchdacht aus 😀

    Achso und abschließend noch (verdammt, ich möchte eigentlich nicht so viel kritisieren, versteh mich nicht falsch :D) ich kann nicht ganz erkennen welche Farbe der Anzug hat. Dunkelblau oder grau? Also nur FALLS das anthrazit ist würde ich eher schwarze Schuhe statt braune tragen.

    Ich bin selbst ein ganz großer Fan von braunen Schuhen, aber in Deutschland wird man da immer son bisschen blöd angeschaut. In Spanien oder Italien kann man ungestraft braune Schuhe zu allem möglichen tragen, aber die deutschen sind da irgendwie verklemmt und halten das für nen Modefauxpas, deswegen würde ich in Deutschland (außer man ist Italiener oder Spanier) braune Schuhe nur zu einem blauen Anzug tragen. Nachtblau oder Navy sieht da geil aus. und zu Anthrazitfarbenden Anzügen lieber schwarze Schuhe.

    So, jetzt hör ich aber auf 😀

    Liebe Grüße
    Sam

    • Reply Sam 7. Dezember 2016 at 12:42

      Sorry noch ein Nachtrag. Ich hatte oben irgendwie überlesen, dass der Anzug von Lanieri ist. Deswegen erübrigt sich mein erster Absatz zu Internetschneidereien ja. Ich muss aber sagen, dass ich Lanieri jetzt das erste Mal höre. Ich werd mich da mal umschauen, allerdings finde ich es auf der Startseite schon abschreckend, dass das Model einen Anzug mit farblich abgesetztem Revers trägt. Was ich halt echt in der normalen Welt niemandem empfehlen würde. Es gibt nur zwei Ausnamen:

      Entweder du trägst nen Smoking
      Oder du bist Snoop Dogg

      dritte Ausnahme ist vllt noch, wenn man ein extravaganter Fashionblogger ist 😛 aber für den normalen alltag finde ich farblich abgesetztes Revers echt over the top.

      Kannst du vllt in nem halben Jahr noch nen Folgebeitrag dazu raushauen, wie sich der Anzug bis dahin gehalten hat? Stoffqualität, wie schwer der Stoff ist, wie ihr das mit der Reinigung macht usw würde mich interessieren.

      Liebe Grüße
      Sam

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