Hip Teens wear blue Jeans!

Wenn man schlank, groß und mit einer Wahnsinnsfigur gesegnet ist, dann ist es eigentlich ziemlich egal, was man trägt – so auch bei Jeans, oder besser gesagt: vor allem bei Jeans. Solche Frauen sind beneidenswert! Sie können einfach jedes Jeansmodell tragen, ohne dabei doof auszusehen. An dieser Stelle muss ich also bestimmt nicht erwähnen, dass wir normalsterbliche Frauen so unsere Probleme mit Jeanshosen haben. Denn in unserer Welt sind wir in der Regel nicht 180cm groß, perfekt proportioniert und haben auch keinen Körperfettanteil von 0%. Hier und da hat jede von uns etwas mit kleinen oder auch größeren Wehwehchen zu kämpfen. Und wir sind viel zu streng mit uns. Aber wem erzähle ich das. Ich selbst habe Jeanshosen erst seit einem Jahr wieder für mich entdeckt – kann euch also ein Lied dazu singen, wie grausam die Suche nach einem passenden Modell sein kann. In meinem heutigen Posting möchte ich euch also die gängigen Jeansmodelle mit ein paar kurzen Sätzen vorstellen und zusätzlich mit ein paar ganz persönlichen Worten, euch die Vor- und Nachteile der jeweiligen Jeans aufzählen. Damit ihr euch ein wenig zuordnen könnt: ich bin 170cm groß, trage allgemein je nach Marke und Schnitt Größe 34-38 und brauche bei Jeanshosen in der Regel eine 27 oder 28 – in der Länge 30 oder „regular“. Ich habe zwar relativ lange, durchtrainiert wirkende Beine – aber ich finde zum Beispiel, dass meine Oberschenkel zu lang und dementsprechend zu massiv wirken und optisch auch wiederum die Beine verkürzen. Sie sind auch nicht gerade und ich wünschte, sie wären länger! Klar werden viele von euch den Kopf nun schütteln und sich fragen, ob ich völlig bescheuert bin. Wie gesagt, wir Frauen sind einfach viel zu streng mit uns! Ich bin mir sicher, dass jede Frau irgendetwas ganz banales an sich selbst auszusetzen hat, das jedoch kein anderer Mensch versteht – aber ihr seht es und euch stört es. Beginnen wir einfach mit ein paar allgemeinen Tipps zum Thema ‚Jeanshosen‘, bevor ich mit den einzelnen Jeansmodellen loslege.

Allgemeine Tipps:

  • Kenne deine Stärken und Schwächen!
  • Überlege dir vorher, was dir deine Jeans gutes tun soll (schlank machen, strecken, etwas mehr auf die Rippen zaubern?).
  • Je mehr Probleme du mit deinen Beinen hast, desto eher solltest du auf die Qualität der Jeans achten, und somit vor allem auf festen Jeansstoff!
  • Dunkle Farben lassen dich schlanker wirken und helle tragen auf.
  • Knöchellange Jeans strecken den Körper.
  • Wenn die Po-Taschen mittig sitzen, dann machen Sie einen schönen Po! Hände weg also von schrägen Taschen, denn schräge Taschen machen den Po optisch breiter – es sei denn, ihr möchtet einen breiteren Po. Auch sollten die Taschen nicht zu weit oben oder zu weit unten sitzen – mittig mittig eben 🙂
  • Die richtige Größe bei einer Jeans ist das A und O! Wenn die Skinny Jeans zum Beispiel an den Beinen einschneidet, dann greift lieber zu einer größeren Nummer.
Bootcut Jeans – gerader, lockerer Schnitt mit minimal ausgestelltem Bein. Als Jugendliche habe ich nur Boot-Cut Jeans getragen, aber seit 10 Jahren habe ich keine mehr angefasst. Diese Jeans ist aber eigentlich ein wahrer Figurwunder. Mädels mit den Problemzonen „Hüfte – Oberschenkel – Waden“ können Boot-Cut Jeans Super tragen. Achtet nur darauf, dass die Jeans aus einem eher festen Jeansstoff besteht, damit es die Figur zusätzlich stützt und formt.

Low Rise Skinny Jeans – der Klassiker unserer Generation. Hüftig sitzend, knackig eng. Früher musste sie suuuuper tief sitzen, damit ich sie mochte. Je älter ich werde, desto höher darf der Hosenbund wandern. Die Skinny Jeans geht immer. Am liebsten trage ich sie in schwarz oder einem dunklen blauton. Hellere Skinny Jeans finde ich persönlich schwierig – da sie grausam jede einzelne Problemzone zum Vorschein bringt. Ich persönlich trage Skinny Jeans – eigentlich jede Jeans – am liebsten knöchellang und destroyed. Wenn du eine androgyne Figur hast, dann ist der tiefe Bund perfekt für dich.

High Rise Skinny Jeans – Enges Bein, auf Taille geschnitten. Formt eine Super schöne, weibliche Figur. Aktuell gehört sie zu meinen Lieblingsmodellen, auch wenn sie so ihre Tücken hat. Wer schon mal High Rise Hosen oder Röcke getragen hat und sich dann ordentlich den Bauch vollgeschlagen hat, wird wissen, wovon ich spreche. Long Story short: wenn man zu viel gefuttert hat, dann schnürt die Hose ungemein den Magen zu und es wird sehr unangenehm beim Sitzen. Außerdem sieht man dann von der Seite das Bäuchlein. Daher nenne ich diese Art von Jeans auch meinen persönlichen Detlef D! Soost – aka Mr. I make you sexy! Tipp: wenn du also wieder mal zu viel gefuttert hast und die Hose dich einschnürt im sitzen, dann zieh sie im Sitzen ein Stückchen höher, hilft ungemein! Der High RiseSchnitt verlängert optisch deine Beine – verkürzt aber auch gleichzeitig deinen Oberkörper. Wenn du also wenig Taille hast, eher androgyn bist, dann greife zu einer Jeans mit tiefer sitzendem Bund.

Girlfriend Jeans – ich finde diese Bezeichnung super komisch und mir ist noch immer nicht klar, was uns diese Bezeichnung aussagen möchte. Im Grunde ist sie wie eine Boyfriend Jeans, nur etwas schmaler und weiblicher geschnitten, aber dennoch easygoing.

Boyfriend Jeans – Neben den High-Rise Skinny Jeans Modellen sind Boyfriend Jeans meine absoluten Lieblinge. Aber Achtung, gut sitzende Boyfriend Jeanshosen sind komplett anders geschnitten als echte Männerhosen. Mal eben so eine Jeans aus dem Schrank des Freundes ist zwar billiger, aber so richtig gut aussehen tut sie dann nicht. Wichtig ist mir bei der Boyfriend Jeans, dass sie hüftig sitzt und unten ein sehr enges Bein haben und man sie knöchellang (eng anliegend!) tragen kann. Meiner Meinung nach machen sie schlank und kaschieren problemlos ein paar Extrakilos an den Problemzonen: Po – Hüfte – Oberschenkeln – Waden.

Mom Jeans – der Klassiker aus der Generation unserer Mütter wurde mit ein paar fransigen Löchern wieder neu auferlegt und ich finde sie super. Für mich ist die Mom-Jeans eine hochgeschnitte, lockere Karottenjeans – quasi eine Girlfriend-Jeans mit hoher Taille. Klingt erst einmal ziemlich bescheiden, aber sie formt meiner Meinung nach eine wunderschöne, weibliche Figur und betont dabei gekonnt eine schlanke Taille. Mit klassischen Pumps oder flachen Sneakern und einem einfachen, weißen, in die Hose gestecktes Shirt – fertig ist ein Super cooler, lässiger Look!

Schlagjeans – auch diese Jeans habe ich seit mindestens 10 Jahren nicht mehr getragen und mit ihr kann ich mich auch so gar nicht mehr anfreunden. Während die Modewelt dieses Modell jedes Jahr aufs Neue als Trend deklarieren möchte, so kann ich diesen Trend trotzdem so gut wie gar nicht in unserer „realen“ Welt beobachten. Ich habe immer das Gefühl, dass man total verkleidet in Schlagjeans aussieht. Übrigens, je weiter das Bein, desto länger sollte die Jeans sein. Schlagjeans sehen also immer so aus, als würde man mit einem Staubsauger durch die Gegend laufen und den ganzen Dreck vom Boden einsammeln. Nicht so cool. Aber wenn man groß (10cm Heels helfen) und schlank ist – dann kann man auch diese Jeans tragen und ziemlich lässig dabei aussehen.

Love,
Summer

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