• Hochzeitskolumne #1: Und am Ende kommt alles doch ganz anders…

    Ich bin zwar noch ganz am Anfang meiner Hochzeitsplanung für 2018, aber ich weiß jetzt schon, dass diese Planung kein Zuckerschlecken sein wird. Ich glaube fest daran, dass es keine Hochzeit gibt, die von der Verlobung bis zum Ende exakt so wird, wie man es sich vorher ausgemalt hat – unabhängig davon, wie viel Budget man zur Verfügung hat oder auch wie viel Zeit man für die Planung hat. Selbst wenn man alles einem erfahrenen Wedding Planner Team überlässt, so kann man am Ende des Tages nicht das Wetter beeinflussen, oder das Verhalten seiner Gäste oder oder oder. Am entspanntesten ist man sicherlich, wenn einem das von Anfang an bewusst ist. Man plant und gibt sein bestes, aber am Ende kann es doch ganz anders kommen – aber es wird trotzdem und vielleicht sogar wegen genau diesen unvorhersehbaren Dingen perfekt. Heute erzähle ich euch davon, wie meine damaligen kleinmädchenhaften Vorstellungen von der heutigen Realität abweicht.

    1. Mein Traummann überrascht mich bei der Verlobung mit meinem Traumring. – Ja genau. Ich wusste bis dato nicht mal selbst, wie mein Traumring aussehen sollte – aber von meinem Traummann erwarte ich, dass er mir meinen Traumring in der richtigen Größe an den Finger steckt (am Besten noch ohne dass ich Verdacht schöpfe dann). Das geht natürlich gut. Nicht. Dabei dachte ich sogar, ich wüsste wie mein Traumring aussehen sollte. Denn schließlich habe ich wie eine Verrückte Verlobungsringe auf meiner Pinterest Wand gepinnt gehabt – blöd nur, dass die alle so ganz anders aussahen als mein eigentlicher Ring jetzt. Daher fand ich die Lösung, mir den Antrag mit einem Dummy Ring zu machen für mich optimal. Ich hatte eine tolle Überraschung, einen unvergesslichen Moment (den könnt ihr hier nachlesen) und ich konnte mir den perfekten Ring selbst aussuchen. Mein Tipp: schaut euch die Ringe definitiv live vor Ort an, wenn ihr keinen klassischen Solitaire Ring sucht. Realität und Bilder gehen oft sehr weit auseinander. Alles, was ich gepinnt hatte, hat mir zum Beispiel in echt gar nicht mehr gefallen. Mein eigentlicher Ring kam vorher zum Beispiel gar nicht in Frage, weil es mir eigentlich „zu schlicht und langweilig“ war. Aber als ich ihn das erste Mal dann im Schaufenster vom Juwelier Bucherer sah, da wusste ich aber, dass er perfekt zu mir passen wird und ich könnte mir auch wirklich keinen perfekteren Ring für mich vorstellen.
    2. Ich feiere eine riesige Hochzeit mit so vielen Menschen wie möglich! – Nein. Nein. Nein. Ich habe wahrscheinlich einfach zu viele Disney-Filme in meinem Leben geschaut. Da feiert ja auch immer das ganze Dorf mit, wenn sich das glückliche Paar das Ja-Wort für ein Leben „Happily ever after“ gibt. So habe ich mir meine Hochzeit bis vor einigen Jahren immer vorgestellt. Seit das Thema jedoch wirklich Thema im Freundeskreis wurde und man anfängt, sich wirklich etwas intensiver damit zu beschäftigen – und mit Sicherheit auch, weil man im Laufe der Zeit auf so einigen Hochzeiten nun getanzt hat, weiß ich für mich, dass ich gar keine große Hochzeit will. Ich will nur die engste Familie und meine engsten Freunde dabei haben. Mehr brauche ich nicht. Ich will keine Hochzeit für „die Gäste“ feiern, sondern für mich und meinen Mann und wir möchten mit jedem Gast mehr Worte wechseln können als nur ein Dankeschön.
    3. Das einfachste an der Hochzeit: die Gästeliste. – Hahahahaa. Von wegen! Während wir innerhalb kürzester Zeit die Location und sogar den Hochzeitsfotografen dingfest gemacht haben, so haben wir es noch nicht geschafft, eine finale Gästeliste aufzustellen. Ich hätte nie gedacht, dass dies so schwer werden könnte. Unser Budget pro Kopf wird recht hoch sein, da muss man sich natürlich noch mehr Gedanken darüber machen, für wen man das Geld mit einem Lächeln ausgeben würde und für wen nicht. Außerdem würden wir natürlich immer unseren Gast plus Partner einladen, das treibt die Kosten schnell in die Höhe. Da stellt sich schnell die Frage, ob man „Freunde“ und „Familie“ einladen muss, mit denen man einfach wenig zu tun hat, nur weil man dies vielleicht aus diversen „politischen“ Gründen tun sollte. Das bereitet uns doch schon ziemliche Kopfschmerzen. Aber um ehrlich zu sein: es ist unsere Hochzeit. Und sie ist nicht politisch. Wir können einladen, wen wir wollen und nicht, wen wir „eventuell weil“ müssen, richtig?
    4. Das Budget. – So, kommen wir jetzt dann mal zum Budget. Jeder weiß, dass eine „klassische“ Hochzeit ein teures Vergnügen ist, oder? Nein? Dann weißt du das jetzt. Dass sie aber so teuer ist, das habe ich vorher irgendwie doch nicht wahr haben wollen. Mein ursprünglich sehr naiv angesetztes Budget wurde somit sehr schnell über Board geworfen, als wir mit der Planung anfingen. Wer Gäste einlädt, muss eben mit Kosten rechnen. Dabei ist es völlig egal, ob man wenige Gäste hat und dafür exklusiver feiert oder eine riesige Party mit 300 Leuten mit einem günstigeren Buffet macht, aber eine teuere Location benötigt. Wenn man nicht gerade mit einer kleinen Runde im Garten feiern möchte, dann muss man dafür blechen. Wenn man sich aber gedanklich einmal damit auseinander gesetzt hat, dann ist das auch in Ordnung so: denn schließlich feiert man nur einmal im Leben eine Hochzeit. Übrigens beruhigt es mich sehr, dass es nicht nur mir mit dem Budget so ergeht. Habe bisher schon mit mehreren Brautpaar gesprochen, die allesamt sehr viel mehr Geld in die Hände genommen haben als ursprünglich budgetiert.
    5. Ich brauche keinen Wedding Planner. – Wenn wir in Deutschland heiraten würden, dann würden wir tatsächlich auf einen professionellen Wedding Planner verzichten. Hier kann man relativ schnell und einfach alle notwendigen Zulieferer etc. ausfindig machen. Im Ausland wird dies schon ein bisschen schwieriger. Man kennt die Infrastruktur nicht, man hat keine Kontakte – man ist einfach etwas aufgeschmissen. Daher sind wir sind wirklich sehr froh darüber, dass wir so schnell jemanden gefunden haben, bei der wir uns gut aufgehoben fühlen.

    Bild von Andy Ruiz – Thx <3

    Love,

    Summer

  • New-In: spitze Booties.

    Wieder mal ein Kauf, das so gar nicht in mein Beuteschema passt. In Letzter Zeit shoppe ich so viele Dinge, die „eigentlich nicht in mein Beuteschema passen“, so dass sie nun schon wieder irgendwie reinpassen. Auffällig auch, dass ich mittlerweile fast genau so gerne zu schwarz und rot greife, wie zu den hellen, freundlichen und neutralen Farben. Ich glaube weiterhin, dass schwarz niemals meinen Kleiderschrank dominieren wird, aber so nach und nach schleicht sich die Farbe gekonnt in mein Alltagsrepetoire.

    Die Booties musste ich mir allerdings ein paar Mal anschauen, bevor sie letztendlich dann in meinem Einkaufskorb landete. Ich war schon länger auf der Suche nach solchen Booties mit einem kleinen Absatz, damit ich ohne zu jammern meinen Alltag bewältigen kann und trotzdem einigermaßen schick bin. Zuerst ist mir nur die Spitze Form der Schuhe aufgefallen – und das recht negativ sogar. Der Absatz, der Stoffeinsatz an den Seiten und auf die Form von der Seite – all das fand ich super, aber die spitze, schmale und längliche Form von oben fand ich am Anfang richtig furchtbar. So richtig aus dem Kopf sind sie mir allerdings nicht gegangen. So habe ich mir die Schuhe bestimmt noch drei oder vier mal im Onlineshop angeschaut, bevor sich das negative Gefühl in positives verwandelte. Kurzerhand landeten sie also in meinem Warenkorb und nach zwei Tagen trudelten sie auch schon bei mir ein. Nachträglich habe ich mich etwas darüber geärgert, dass ich mir ausgerechnet im Frühling Herbstschuhe bestellen muss… statt einfach passend zum Wetter zu den aktuell so angesagten Loafern zu greifen, die auch noch auf meiner Wunschliste stehen. Am liebsten hätte ich welche von Gucci, aber da bin ich mir noch sehr unsicher, ob sich eine solche Investition lohnt. Was meint ihr?

  • Hotelreview: Vana Belle, A Luxury Collection Resort – Koh Samui, Chaweng Noi Beach

    Fast ein Jahr ist es nun schon wieder her, seit wir im vergangenen April für ein paar Tage auf der Trauminsel Koh Samui waren. Eingebucht haben wir uns dort in zwei verschiedene Resorts. Die erste Hälfte des Urlaubs haben wir im wundervollen „Le Méridien Koh Samui Resort & Spa“ am etwas ruhigeren Lamai Beach verbracht. Für die zweite Hälfte haben wir uns das „Vana Belle – A Luxury Collection Resort“ am Chaweng Noi Beach gegönnt. Heute möchte ich euch nun endlich dieses Resort vorstellen, in dem ich mich rundrum gut aufgehoben gefühlt habe.

    Der erste Eindruck: Am Flughafen angekommen, dauert die Fahrt bis zum Vana Belle lediglich 15 min. Der Empfang ist herzlich. Ein Mitarbeiter kümmert sich um das Gepäck, ein anderer begrüßt die Gäste mit einem feuchten Handtuch und bringt sie dann anschließend zum Check-In Desk. Beim Check-In unter freiem Himmel hat man einen Panoramablick auf den funkelnden Golf von Siam. Neben eleganten Steinböden und den Wasserspielen ist die Lounge mit vielen regionalen Details wie Elefantenstatuen, Vogelkäfigen und künstlerischen Glaskuben aus Nordthailand ausgestattet, die in der Nacht mit leuchtenden Metallobjekten versehen sind. Verteilt im gesamten Lobby-Bereich gruppieren sich einladende Sessel und Sofas  um niedrige Tische herum, an denen man – geschützt vor der Sonne – Cocktails und Snacks zu sich nehmen kann. Spätestens jetzt weiß man, dass der Urlaub angefangen hat und man endlich abschalten kann.

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    Das Zimmer: Insgesamt gibt es, verteilt auf vier Zimmerkategorien, 80 Zimmer im Resort. Wir haben fünf unvergessliche Tage in einem der 58 geräumigen Pool Suiten verbracht. Die Pool Suiten stehen als Classic Pool Suiten oder Deluxe Pool Suiten zur Verfügung. Die Deluxe Pool Suiten bieten Blick auf das Meer, während Classic Suiten auf den Garten schauen. Das offene Design des Zimmers ist schlicht, edel und in Cremefarben gehalten. Das Bad ist wie in fast allen modernen Luxus- und Boutiquehäuser offen. Die Badewanne und die zwei Waschbecken stehen frei im Zimmer, während die Toilette und die Dusche sich jeweils hinter einer Milchglaswand befinden. Ich liebe offene Bäder – sie sehen einfach schöner aus, aber ich hadere immer etwas mit der Funktionalität. Bin ich denn die einzige auf der Welt, die sich die Toilette hinter einer richtigen Wand wünscht? Aber wie gesagt: schön sieht das offene  Bad dennoch aus. Das super bequeme Bett steht in der Mitte des Raumes. Vom Bett aus schaut man über den Wohn- und Sitzbereich hinweg auf den Mini-Privatpool und wenn je nach Zimmerkategorie, erhascht man vom Bett aus sogar einen Blick auf das Meer. Wirklich toll fand ich den kleinen Privatpool auf, den ich trotz der tollen Pool-Anlage direkt am feinen Sandstrand nicht hätte missen wollen. Sonst bietet das Zimmer auch alle Annehmlichkeiten von Bademäntel, Slipper, über wirklich tolle Pflegeprodukte bis hin zur gut gefüllten Minibar und Kaffeemaschine. Hier fühlt man sich wohl und bestens aufgehoben.

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    Der Service: Man merkt sofort den hohen Servicestandard im Vana Belle und man merkt, mit welchem Klientel die Servicemitarbeiter täglich zu tun haben. Die Gäste dort sind High-Class Service gewöhnt und fordern dies auch ein.  Über den Service gibt es deshalb auch absolut nichts zu meckern: er ist „on point“. Aber eine Sache fand ich doch sehr interessant: Im direkten Vergleich zum Le Meridién Koh Samui Resort & Spa wirkt der Service hier zwar noch gehobener, aber auch etwas distanzierter und nicht ganz so familiär. Meiner Meinung nach ist der Service jedoch immer etwas distanzierter, je gehobener ein Hotel ist. Oder welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

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    Die Anlage/ der Pool: Die Anlage ist wunderschön grün angelegt und recht weitläufig. Der Pool am Strand war unsere tägliche Anlaufstelle. Der Süßwasser-Infinity-Pool befindet sich zwischen dem Sandstrand, den Felsformationen und einem üppigen tropischen Wald. Neben der wirklich tollen Lage bietet der Pool-Bereich drei kostenfreie Cabanas (welche wir uns gerne am späten Nachmittag gesichert haben, um den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen), sowie Sonnenliegen, die entweder mit Sonnenschirmen ausgestattet sind oder im schattigen, knöcheltiefen Teil des Pools liegen. Abends wird der Pool von unten mit funkelnden Lichtern erleuchtet, die zwischen Rot, Blau, Grün und Gelb wechseln und eine wahnsinnig schöne Atmosphäre kreieren. Die angrenzende Pool Bar bietet erfrischende Snacks und Drinks wie Salate, Sandwiches und lokale Gerichte, alkoholfreie Getränke, Cocktails und vieles mehr, die wir während unseres Aufenthaltes fast einmal komplett durchprobiert haben. Alles super lecker – aber preislich natürlich nicht ohne. Besonders toll fand ich übrigens, dass die Hotelmitarbeiter die Gäste über den Tag verteilt mit gekühlten Wasserflaschen versorgt haben, damit man immer genug Wasser zu sich nimmt. Top!

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    Der Strand: Was gibt es schöneres als unter Palmen zu liegen, dem Rauschen des Meeres zu lauschen und den feinen, hellen und angenehm warmen Sand durch die Finger rieseln zu lassen? Nicht viel. Richtig. Der Strandabschnitt vorm Hotel ist wunderschön – sehr viel empfehlenswerter als der Strandabschnitt vor dem „Le Meridién Koh Samui“. Der Chaweng Noi Beach ist die kleine Schwester vom Chaweng Beach. Dieser Strand ist wunderschön ruhig gelegen, fernab vom Trubel der grossen Schwester und dennoch nah genug am Ort des Geschehens, sollte man nach einigen erholsamen Tagen voller Ruhe und Idylle doch mal etwas Abwechslung und Nightlife suchen. Die beliebte Flaniermeile, die Chaweng Beach Road, ist mit den unzähligen Restaurants, Bars, Clubs und Shops nur eine 10-minütige Taxifahrt vom Hotel entfernt. Somit ist das Vana Belle perfekt für Gäste, die sowohl einen Aktiv- als auch einen Entspannungsurlaub erleben wollen und dabei nicht auf Luxus verzichten wollen.

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    Die Speisemöglichkeiten: Das Vana Belle bietet ihren Gästen zwei verschiedene Restaurants an. Im Restaurant Kiree gibt es leckere thailändische Spezialitäten – modern interpretiert. Das Kiree ist etwas erhöht gelegen. Von dort aus hat man eine wundervolle Aussicht auf das offene Meer. Hier gibt es auch das tägliche Frühstücksbuffet, das mit Abstand das allerbeste Frühstücksbuffet war, das wir jemals hatten. Alleine schon für das Frühstück würde ich dieses Hotel wieder buchen. Auch das à la carte Menü für das Abendessen ist sehr empfehlenswert. Hochwertig, schön angerichtet und sehr authentisch. Nachteil beim Frühstück als auch beim Abendessen ist der Preis. Wer aus dem Resort rausfährt kann für sehr viel weniger Geld genauso gut oder noch besser essen. Aber im Urlaub darf man auch mal faul sein und auch einen ganzen Tag lang sich nur im Resort aufhalten. Im Restaurant Panali werden neben internationalen und Thailändischen Gerichten, vor allem Italienische Speisen serviert. Das Panali liegt direkt am Strand und war vor allem zum Mittagessen unsere Anlaufstelle, wenn wir doch mal die Muße hatten, uns vom Pool wegzubewegen. Sehr genossen haben wir auch das Beachfront Sea Breeze BBQ (letztes Bild). Für Seafood-Liebhaber ist das ein Muss. Das BBQ wird direkt neben dem Strand serviert und war wirklich einfach nur lecker. Das leise rauschen des Meeres sowie der Sternenhimmel runden das Dinner ab und zwischendurch haben wir gemeinsam mit den Restaurantmitarbeitern Himmelslaternen mit unseren Wünschen beschriftet und in den Himmel steigen lassen – ein rundum gelungenes Dinner!

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    Fazit, kurz und bündig: Wundervolles Hotel, schöne Anlage, toller Service, Luxus pur – würde ich ohne Bedenken sofort wieder buchen.

    Love,

    Summer