• Blogging for Dummies pt 3. – Kritik, Hater oder das Totschlagargument: “Kritiker sind doch eh alle nur neidisch“

    “Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert werden als durch Kritik gerettet werden“
    Kritiker (nicht zu verwechseln mit Hater) kommen in der Regel nicht grundlos – sondern haben meist wirklich etwas zu bemängeln. Nicht immer, aber oft – daher fange ich den heutigen Post mit dem Selbstbild an, spreche über Kritiker und Hater und beende es mit dem allseits bekannten Totschlagargument: “Die sind doch nur neidisch…“.

    1.Von ‚Corporate Identity‘ zu ‚Corporate Image‘

    Wenn wir also mal den einzelnen Blogger als ein Unternehmen betrachten, bezeichnet man das unternehmenseigene Selbstbild als “Corporate Identity“ und das Fremdbild als “Corporate Image“. “Corporate Identity“ ist also das, was wir in uns sehen und wie wir gerne von anderen gesehen werden wollen – wohingegen “Corporate Image“ das ist, wie andere uns sehen. Ziel ist es, Selbstbild und Fremdbild in Einklang zu bringen, um sein Projekt (Blog) so gut wie möglich verkaufen zu können. Dies kann man durch zBsp. “Corporate Design“, “Corporate Behavior“ oder “Corporate Communications“ erreichen… vereinfacht gesagt also durch unser Erscheinungsbild, unsere Kommunikation nach Außen (gegenüber den Lesern) und unserem allgemeinen Verhalten transportieren – tiefer möchte ich da auch nicht gehen.

    Wenn wir mal kurz darüber nachdenken: “Wir wir wirklich sind – wie wir uns sehen wollen – wie wir uns darstellen – wie andere uns sehen“ – auf diesem weiten Weg können so viele Missverständnisse entstehen. Hier fängt für mich schon das Problem an – so wie wir uns selbst sehen, so sehen die anderen uns nicht, wenn wir das nicht entsprechend rüberbringen können. Blogger können schnell arrogant, patzig und unfreundlich wirken (selbst wenn sie es im echten Leben gar nicht sind) – Todsünden des Bloggens. Öffentliches Gezanke, schnippische Antworten auf Comments kommen in der Regel nicht so gut an – selbst als Antwort auf beleidigende Kommentare (zumindest bei mir). Das löst in mir meist den Gedanken aus: “OMG – Kleinmädchengezicke, muss das denn sein?“

    TIPP:
    Ratsam ist also – wenn man auf etwas extrem sauer ist: einfach erst mal abschalten, tief durchatmen und nicht im Affekt Handeln! Wenn man also ernst genommen werden möchte und nicht als schnippisches, kleines Mädchen abgestempelt werden möchte, dann ist es hilfreich, sich dementsprechend zu verhalten 🙂 Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass ich der Meinung bin, dass sämtliche private Probleme nichts auf dem Blog zu suchen haben, sobald man zu dem Blog ein Gesicht hat.

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    2. Parasocial Interactivity 

    Für mich ist das eines der wichtigsten Punkte am Bloggen. “Parasocial Interactivity“ (PI) bedeutet, dass die Leser eine “enge“ Bindung zu dem Blogger aufbauen. Es entsteht ein Vertrautheitsgefühl – der Leser glaubt den Menschen hinter dem Blog ein bisschen privat zu kennen. Meist ist das eine einseitige Beziehung – verständlich, der Blogger kann ja nicht all seine Leser kennen, leider!
    Ich persönlich habe auch ab und an das Gefühl, manche schon ewig zu kennen, weil man eben die selben Leidenschaften und Co. teilt und immer über die neusten Geschehnisse im Leben aktualisiert wird 🙂 Durch diese Bindung wird ein Blog erst richtig interessant und die Leser wollen wissen was als nächstes passiert. Ich merke bei mir, dass ich die richtig großen Blogs wie The Blonde Salad oder Andy’s Style Scrapbook gar nicht mehr lese, sondern vielleicht einmal im Monat anklicke und schnell mal durch die Bilder scrolle (die nach wie vor wundervoll sind) – aber eine richtige Bindung ist da nicht.

    TIPP:
    1. Solang man es problemlos kann sollte man sich um die Leser kümmern und dazu gehört auch Kommentare beantworten – wie gesagt, solange es geht!
    2. Die Leser wollen wissen wie der Blogger aussieht, was er so macht und so weiter – das macht den Blogger so menschlich und interessant 🙂 Also, findet für euch die Balance zwischen Privates preisgeben und für euch behalten.

    Ich persönlich gebe schon einiges von mir Preis – aber Probleme und Co. im Privatleben bleiben für mich ein Tabuthema auf öffentlichen Blogs – das kann natürlich jeder wie er möchte handhaben.

    3. Kritik VS. Hater


    Kritik ist gut. Kritik kann jeder gebrauchen – sofern sie so verpackt ist, dass die kritisierte Person sie annehmen kann! Kritik bringt einen weiter, wenn man sich auf sie einlässt. Es ist natürlich schöner Lob zu hören und auch einfache Kritik kann wehtun, aber: “What doesn’t kill you makes you stronger“ 🙂

    Wie geht man mit Kritik um? – Das beste was man tun kann ist, sich die Kritik zu Herzen zu nehmen und nicht gleich zickig zu werden – auch wenn man die Meinung des Kritikers nicht immer teilen muss.

    Hater allerdings üben keine Kritik aus. Sie haten. Kein Grund dieser Welt rechtfertigt das Haten. Damit werden Menschen verletzt. Es ist nichts anderes als Mobbing und das ist sowohl in der realen Welt als auch im virtuellen Leben hinnehmbar.

    Wie geht man mit Hater um? – Ignorieren. Löscht den Kommentar. Löscht ihn nicht. Wie auch immer, der Kommentar hat keine Beachtung verdient und vor allem hat er es nicht verdient, dass ihr euch dadurch verletzt fühlt.
    Was aber gar nicht geht ist, einen Post über erhaltene Haterkommentare nach dem Motto: “Der und der hat mich so und so beleidigt – und mir macht das ja nichts aus und ich bin ja null verletzt – aber ich wollte trotzdem darüber schreiben, damit man mir sagt, dass es nicht so ist…blah…“

    Ich glaube, eine Sache, die mich noch mehr stört als anonyme Hater sind Leute, die “fishing for compliments“ betreiben…

    4. Das Totschlagargument: “Das ist alles purer Neid“


    Hier also mein Statement zu diesem Satz: Ich kann es nicht mehr hören, dass sämtliche Kritik mit diesem Satz zunichte gemacht werden!! Das stimmt schlichtweg nicht! Eifersucht kann eine Motivation sein, aber man sollte sich durchaus bewusst sein, dass nicht alles wovon man selbst überzeugt ist auch von der Allgemeinheit so gesehen wird – vor Allem wenn es um etwas so subjektives wie zum Beispiel Modegeschmack geht.

    Für mich ist diese Aussage purer Selbstschutz und eine Art, sich in Watte zu packen und vor der Realität zu flüchten. Nicht immer, aber oft.

    5. Soll man dann denn überhaupt kritisieren?!


    Nicht angesprochen habe ich bis jetzt, ob man überhaupt kritisieren muss, wenn – nehmen wir mal den Fall von Fashionbloggern an, die Outfits präsentieren – welche wirklich nicht vorteilhaft sind. Ich unterlasse in solchen Situationen die Kritik komplett, auch wenn es mich in den Fingern juckt – aber ich weiß, dass vor allem Kritik bezüglich der Figur und unvorteilhaften Outfits immer am Selbstwertgefühl nagen, egal wie nett und lieb sie geschrieben werden.
    Für mich gelten hier wieder die selben Grundsätze wie in der realen Welt. Meiner Freundin würde ich im Vertrauen sagen dass ihr auserwähltes Outfit nicht vorteilhaft ist aber ich würde einer Fremden Person auf der Straße nicht meine Meinung an den Kopf knallen, auch wenn ich so empfinde.

    Ein schwieriges Thema, findet ihr nicht? Wie handhabt ihr das? Ich bin wirklich immer hin und her gerissen. Denn ein Outfit auf dem Blog schreit ja förmlich nach Bewertungen, vor allem wenn auch noch danach gefragt wird – eigentlich kann es ja nicht sein, dass wenn explizit danach gefragt wird, dass man dann eine ehrliche Meinung nicht verkraftet? Würdet ihr negative Kritik in solch einer Situation ausüben?

    Love, Summer



    Coming Up Next: 
    Blogging for Dummies PT 4. – Authentizität und Co. oder wie bleibe ich im Gedächtnis der Leser?


    Womit versuchst du im Gedächtnis deiner Leser zu bleiben?

  • Blogging for dummies pt 2. – Kooperationen oder “möchte ich ein Ramschladen sein?“

    Willkommen zum 2. Teil von “Blogging for Dummies“ – Es freut mich sehr, dass es so gut bei euch ankommt. Ich wollte zuerst alles in einen Post mit Tipps packen, aber ich habe zu jedem Thema einfach zu viel zu sagen um das in einem einzigen Post abzuarbeiten – und so könnt ihr euch auch besser beteiligen 🙂 Also danke für euer Feedback.
    Wenn man einen Blog anfängt, sollte man sich klar werden, ob ihr aus Spaß und Freude bloggen wollt oder ob ihr gaaanz viele kostenlose Sachen abgreifen wollt.

    Ich finde Kooperationen auf Blogs gut und wenn sie qualitativ schön gestaltet sind auch sehr ansprechend – allerdings gibt es hier ein paar Regeln, an die man sich halten sollte.
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    1. Werbung sollte als Werbung erkenntlich sein

    Bloggersicht: Wie die meisten von euch bin auch ich der Meinung, dass Werbung/Kooperationen gekennzeichnet werden sollten. Wenn man dies nicht tut, hat das irgendwie einen negativen Beigeschmack und macht sowohl Blogger als auch das Unternehmen für mich unsympathisch (Weshalb soll es vertuscht werden? Gibt’s da etwas zu verbergen?). Wenn ich auch nur den leisesten Hauch von Zweifel habe ob ein Post nicht doch eine bezahlte Werbung ist, klicke ich nicht auf den Link oder bin dann extrem skeptisch bei den Reviews.

    Aktuelles Beispiel ist die Kampagne von Mango anlässlich der Kate Moss for Mango Kollektion. Auf diversen Blogs liest man überall das gleiche – wie toll Mango ist und so weiter… Die meisten haben das als “gesponsorter Post“ gekennzeichnet (find ich gut) – umso schlimmer aber, dass manche das nicht tun und den Lesern mit einem: “Oh, heute möchte ich euch die neue Kollektion vorstellen, die ich durch Zufall entdeckt habe… sie ist sooo suuuper… top…. wuuuunderbar. bla“ – irgendwie bekomme ich bei sowas eine Antihaltung. Ich fühle mich dann für dumm verkauft.

    Summer: Ich finde nicht, dass man die Kennzeichnung übertreiben muss, aber ein kleines *sponsored* sollte drin sein – oft ist die Werbung auch so offensichtlich, dass man es nicht zusätzlich noch kennzeichnen muss. Bei mir seht ihr im Falle einer Werbung im Label ’sponsored‘.
    Denn wie gesagt, wir Blogger sind eine Werbeplattform und werben tagtäglich für H&M oder Zara ohne mit der Wimper zu zucken und Geld von ihnen einzufordern, aber da spielen ganz andere Motivationen eine Rolle als bei bezahlter Werbung und vor allem sind unabhängige Empfehlungen in den meisten Fällen absolut ehrlich im Gegensatz zu erkaufter Werbung – was nicht ausschließt, dass eine Weiterempfehlung bei einer bezahlten Werbung ebenso ehrlich ist!
    Außerdem haben wir als Blogger eine gewisse Verantwortung zu tragen – oft gegenüber sehr jungen Mädchen und diese sollten wir nicht unnötig anfixen.

    Marketingsicht: Dass Unternehmen über Blogger werben ist absolut verständlich und in Ordnung, aber das Briefing ihrerseits sollte definitiv besser werden. Oft sehe ich qualitativ wirklich schlechte “Werbung“ und frage mich, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn sich die Unternehmen intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt hätten bevor sie Werbung auf Blogs schalten. Natürlich kann ich das nicht genau wissen – aber ich würde behaupten, dass wenn sie sich genauer mit Bloggern und Blogs auseinandergesetzt hätten, dann würden sie ihre Wahl besser treffen. Auch die Persönlichkeit eines Bloggers sollte beachtet werden. Wie gesagt, es gibt Blogger, die meiner Meinung nach keine Vorbildfunktion haben oder extrem arrogant sind, so dass ich nicht verstehen kann, wie man sie als Werbeträger nehmen kann. Natürlich wäre das mit einem großen Aufwand verbunden. Ich ertappe mich und meine Freunde, mit denen ich über solche Sachen diskutiere oft, dass wenn die “falsche Person“ etwas bewirbt bei uns eher ein “jetzt will ich das Produkt erst recht nicht!“ als ein euphorisches “ja, ich will dieses Produkt besitzen!“ auslöst. Andersherum – wenn ein Blogger sehr sympathisch und nett ist, kaufe ich gerne mal Produkte nach 🙂 Wie ist das bei euch?
    Noch scheint Quantität vor Qualität zu gehen, vielleicht ändert sich das ja mit der Zeit.

    2. Ehrlichkeit – trotz gesponsorter Produkte

    Bloggersicht: Die Meinungen von Bloggern werden mal mehr oder mal weniger von potentiellen Kunden gelesen. Sie können die Kaufentscheidung sowohl positiv als auch negativ beeinflussen – daher sollten Blogger immer ehrlich sein, was natürlich oft schwierig ist – denn wir sind ja alles liebe Menschen und haben gelernt, dass wir uns gebührend bedanken sollten, wenn wir etwas geschenkt bekommen. Sprich, es ist normal, dass wir Hemmungen haben über gesponsorte Produkte herzuziehen, selbst wenn das der Wahrheit entspräche. Aber es geht – mein Lieblingsbeispiel ist die liebe Jettie von Give the Bitch her Chocolate. Sie nimmt keinen Blatt vor den Mund und so manch ein gesponsortes Produkt wird bitter – aber ehrlich auseinandergenommen. Das macht sie glaubwürdig, lesenswert und interessant – sowohl für Leser als auch für Unternehmen – wobei diese bis zu ihrem Review zittern müssen 🙂

    Summer: Mit Ehrlichkeit hatte ich bis jetzt noch keine Probleme, weil ich ungefähr 80% der Anfragen abgelehnt habe, weil ich nicht hinter den Produkten stand. Sehr gut erinnern kann ich mich an ein Bildbearbeitungsprogramm – welches einfach grausig aussah und ich hätte keinen einzigen Positiven Satz darüber rausbringen können. Umso lustiger fand ich das, kurze Zeit später auf anderen Blogs zu lesen wie toll das Produkt doch sei… hmm… vielleicht fanden die das ja wirklich toll, aber das kann ich mir so schwer vorstellen… Die Kooperationen die ich angenommen habe, hinter denen stehe ich zu 100% und ich nehme sie auch ernst und mache mir Gedanken darüber, wie ich es am besten visuell darstellen kann. Aber auch da würde ich meinen Ärger Luft machen wenn etwas ganz und gar nicht einem guten Service/ Produkt entspricht. Ich möchte nicht, dass man an meiner Glaubwürdigkeit zweifeln muss.

    Marketingsicht: Natürlich ist es die größte Katastrophe für ein Unternehmen wenn es negative Kritik über sich im Internet lesen muss. Aber wer sich dafür entscheidet, diese Art der Werbung zu schalten, der muss sich über die Konsequenzen bewusst werden. Es bringt absolut nichts eine positive Meinung vorzuschreiben, wenn das Produkt nicht überzeugt. Am Ende kaufen sich Kunden die Produkte wegen einer guten (erkauften) Bewertung und sind bitter enttäuscht – dann geht das Problem des Unternehmens erst richtig los! Aus einer gefakten positiven Review werden hunderte, tausende ehrliche Reviews im Internet – es gibt nichts schlimmeres als sich schnell verbreitende, enttäuschte Kundenreviews.

    3. Willst du ein Ramschladen werden?


    Bloggersicht: Stell dir diese Frage wenn du anfängst Anfragen zu bekommen. Ich weiß dass man sich unglaublich über Kleinigkeiten freut die man geschenkt bekommt. Aber für Töpfe Werbung zu machen obwohl man eigentlich einen Fashionblog im Kopf hat, hindert einen daran diesen Weg weiter zu verfolgen. Jeder Blogger muss seinen Wert erst langsam ausloten – aber wenn man gleich zu Anfang jede Kooperation annimmt, weil man vielleicht 10% Rabatt auf Küchenartikel bekommt oder ein paar Duftkerzen geschenkt bekommt etc., dann bestimmt das oft den weiteren Weg eines Blogs – und von meinen Beobachtungen her, meist eher weniger positiv – weil viele in diesem Trott verbleiben und immer weiter unnötige Sachen annehmen und diese in den Himmel loben und bewerben. Oft ist die Qualität auch noch extremst schlecht. Schlechte Bilder. Unglaubwürdig positiver Post – Urgh, ich bekomme da immer eine Gänsehaut, sorry 🙁
    Auch hier: gut gestaltete Testblogs haben absolut ihre Daseinsberechtigung!

    Summer: Meine persönlichen Erfahrungen sind, dass ich erst mal eine ganze Zeit lang keine Kooperationen angeboten bekommen habe. Die ersten kleinen Kooperationen habe ich dankend angenommen und daraus wurden Gewinnspiele für meine Leser. Natürlich ist das für mich ein kleiner Erfolg gewesen und ich habe mich gefreut etwas mit meinen Lesern teilen zu können. Danach habe ich weiter Anfragen bekommen – eben zu den genannten 10% Rabatt Konditionen oder in Form von Testprodukten – und ich habe mich dagegen entschieden. Ich brauche keine 1000 kleine Dinge zu Hause die sich irgendwo in der Ecke stapeln. Nach und nach kamen dann hochwertigere Kooperationen rein – aber auch diese lasse ich mir nicht unbedingt zu den gebotenen Konditionen vorschreiben. Es wird schwieriger, weil man verhandeln muss etc., aber wenn es mir nicht passt, dann mache ich keine Werbung. Ich versuche den Wert meines Blogs gerade für mich auszuloten und finde es unheimlich schwierig. Aber das ist eine Sache, die jeder für sich machen muss – daraus gewinnt man sehr viel Selbstbewusstsein und Erfahrungen in der Kommunikation mit PR Agenturen oder Unternehmen. Wenn mir eine Kooperation zusagt, dann tobe ich mich wahnsinnig gerne kreativ für diese Unternehmen aus – denn in erster Linie macht mir das Bloggen einfach spaß!

    Marketingsicht: Wenn ich ein Teil der Marktkommunikation eines Unternehmens wäre, dann würde ich mich fragen, ob ich mein Produkt oder meinen Service auf einem Blog bewerben lassen möchte, der im übertragene Sinne eben den Eindruck eines Ramschladens macht. Selbst wenn ich ein ’normales‘ Unternehmen wäre würde ich mir die Wahl gut überlegen. Ich würde mir als Unternehmen qualitativ gute Werbung wünschen, die genau meine Zielgruppe anspricht. Denn auf den einzelnen verteilt mag Werbung via Blogs noch recht billig sein – aber auf alle Blogger hochgerechnet, ich glaube, da verlieren die Unternehmen im Moment noch mehr als dass sich die Werbung lohnt.

    4. Verkaufe dich nicht unter Wert!


    Das ist DIE Floskel in der Blogosphäre – leider kann ich sie absolut nicht mehr hören. Welchen Wert wird denn gemeint? Denn, wenn wir anfangen, haben unsere Blogs, so hart es klingt, erst mal gar keinen Wert. Oder würdet ihr Geld für eine Werbung auf einem Blog mit Null Lesern zahlen?
    Noch einfacher: Stellt euch folgende Situation vor (kann man sehr oft in Foren wie bei KK beobachten): ihr habt 500 Leser – habt ihr da Lust auf eine gegenseitige Blogvorstellung mit einem Blog, welches 2 Posts vorzuweisen (sprich null Referenz) und null Leser (keine Reichweite) hat? Selbst wenn, was habt ihr davon? Nichts 🙂

    Wie weiter oben schon erwähnt, ich bin auch am schauen, welchen Wert mein Blog haben könnte. Es gestaltet sich als schwierig, aber das ausprobieren und ausloten ist für mich eine sehr spannende Sache und ich denke, hier muss jeder alleine durch.

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    Ich habe das Gefühl, dass das Konzept des Werbens auf Blogs noch nicht ganz so ausgereift ist – zumindest in Deutschland. Die Unternehmen tasten sich so langsam heran und wissen selbst noch nicht  so genau was gut ist und was nicht. Sie haben oft NULL Hintergrundwissen über die Blogger (richtige Kleidergröße, Sympathie, passen sie zu unserem Unternehmen – Corporate Image) und lassen sich meiner Meinung nach oft von der reinen Leserzahl von Google Readers blenden, welches nicht mehr aussagekräftig genug um den ‚Erfolg‘ eines Blogs zu beurteilen. “High End“ Produkte auf Blogs von 14 Jährigen zu platzieren, die eher eine jüngere Zielgruppe anspricht, welches meistens weniger Geld zur Verfügung hat, macht für mich zum Beispiel erst mal keinen Sinn – auch wenn man durch Google auf die Seite verwiesen wrden könnte.

    Welcher Wert hat denn euer Blog für euch?

    Liebe Grüße,
    eure Summer

    Coming up next:
    Kritik, Hater oder das Totschlagargument: “Kritiker sind doch eh alle nur neidisch“

    Wie geht ihr mit Kritik um? Sind das für euch alles nur Neider? Hattet ihr schon mal Hater? Greift euch das an? Wie geht ihr mit Hater um?

  • Blogging for dummies pt 1. – “Everyone will be famous for 15 minutes“

    Warum bloggen wir?
    Unsere Generation wird ja oft als “Generation doof“ betitelt, welches ich nicht vorbehaltslos unterzeichnen würde. Eine Sache können wir aber vermutlich nicht leugnen, und zwar, dass wir “Generation Social Media“ sind. Wir teilen uns gerne in der Öffentlichkeit mit, wollen Aufmerksamkeit und vielleicht ein kleines bisschen Ruhm. Nichts davon ist verwerflich.
    In diesem Post *click* habe ich euch nach eurer Motivation zum bloggen gefragt und ich finde eure Antworten wirklich Interessant – schaut euch ruhig mal die Kommentare an.
    Die meisten bloggen also, weil sie sich gerne mit gleichgesinnten austauschen wollen. Für mich ebenso eine wichtige Motivation. Nur zwei von euch haben “Selbstdarstellung“ und der Wunsch nach ein klein bisschen “Ruhm“, “berühmt werden“ angegeben. Ich finde das gar nicht verwerflich, warum auch. Wenn wir für uns alleine genießen wollen würden, dann können wir auch zu dem altbewährten Tagebuch greifen. Sinn eines Blogs ist, andere Menschen zu erreichen. Egal wie die Qualität eines Blogs ist, wir bieten damit Platz für Gedankenaustausch, teils Pressearbeit und einen Werbeplatz für Unternehmen – und das in den meisten Fällen völlig kostenlos.
    Es ist ein Hobby, in das die meisten sehr viel Arbeit stecken – und ich finde, es ist ein wunderbares Hobby – man kann sich endlich kreativ austoben und bekommt Feedback dazu.

    Ich zähle mich nun wahrhaftig nicht zu den großen Bloggern und mein Blog hat ewig gebraucht, bis ein paar Leser zu mir gefunden haben, aber das ist absolut normal. Der Blog wächst mit dem Autor, man sammelt Erfahrungen und man reift. Ich habe damals angefangen, weil ich es einfach mal ausprobieren wollte. Natürlich hatte ich im Hinterkopf das tolle Leben von Chiara Ferregani von Theblondesalad und Andy von Style Scrapbook. Beneidenswert, was für tolle Sachen sie tagtäglich bekommen und erleben können und wie schön, dass sie ihr Hobby zum Beruf machen konnten.

    Ich denke, dass in jedem von uns (zumindest die mit Fashion/Lifestyle als Hauptthemen) der winzige Wunsch steckt, ein bisschen Glitzer und Glamour der tollen Modewelt dadurch abzubekommen. Nur sagen darf man das nicht wirklich 🙂

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    Für mich ist mein Blog mittlerweile einfach mein Baby, das ich hege und pflege und mit Fotos und Infos füttere und es öffnet mir Türen zu einer spannenden Welt, welches vorher so für mich nicht greifbar war. Ich habe tolle Events miterlebt, tolle Kooperationen gehabt und ganz wichtig, viele tolle Menschen kennengelernt. Ich könnte mich jeden Tag bei meinen Lesern bedanken – für euch, eure Kritik, euren Lob und Unterstützung bin ich wirklich sehr sehr dankbar!

    Deswegen ist es für mich immer so paradox und ich kann das nicht nachvollziehen wenn Blogger sagen: “Ich blogge nur für mich.“ Wenn das so wäre müsste ein Blog ja nicht öffentlich sein.

    Leser sind für mich wichtig für einen Blog – ich verstehe es vollkommen, warum man Leser haben möchte und nicht “gegen eine Wand“ bloggen möchte.

    Wichtig ist nur, dass man mit Qualität überzeugt und nicht anfängt, nach Lesern zu betteln. Das ist ein großes No-Go für mich. In der Regel mag ich die Person hinter dem Blog dem ich folge, weil sie mir sympathisch ist etc. und wenn der Erstkontakt ein hingeklatschtes: “Toller Blog, Lust auf gegenseitiges Verfolgen?“ kommt, dann finde ich das leider äußerst unsympathisch und mir vergeht da die Lust überhaupt den Blog zu besuchen. Ich möchte niemanden zwingen mir zu folgen, wenn es jemand tun möchte, dann freue ich mich, aber ich folge niemanden, nur weil ich dann einen Leser mehr habe.
    Aber dazu noch mehr in einem späteren Post mit den Hauptthemen: Kooperationen und Giveaways.

    Der heutige Tipp von “Blogging for Dummies“ ist ganz einfach. Kommentieren, kommentieren, kommentieren! Aber aufrichtig, ehrlich und nachdem ihr euch den Blog/ Post wirklich angeschaut habt.  Es ist die einfachste Art, andere auf euch aufmerksam zu machen. Es kann ruhig Kritik sein, aber natürlich nett verpackt! Aber wenn ihr den Erstkontakt durch unsympathisches Verhalten in den Sand setzt, dann hat das kommentieren auch negative Auswirkung 🙂
    Alles Gute braucht seine Zeit. Leser kommen nicht von heute auf morgen. Man muss sich um sie bemühen, sich auch um sie ‚kümmern‘.

    Ein kleines Beispiel:
    Man sieht auf diversen Blogs (auch auf meinem) öfters Fotos von unseren vierbeinigen Freunden. Aber nicht immer entsprechen diese niedlichen Fotos dem Text. Bei zwei Bloggerinnen ist mir das aufgefallen, dass sie ihre geliebten Freunde leider verloren haben und als Erinnerung wunderschöne Fotos gepostet haben. Was entdeckt man dann bei den Kommentare?? Und das nicht nur einmal:
    “Sooo süüüß. Lust auf gegenseitiges Verfolgen?“
    Für mich geht das einfach gar nicht…

    So, das wurde dann doch ein sehr langer Text. Freue mich auf eure Kommentare :-*

    Coming up next:
    Blogging For Dummies pt 2. – Kooperationen oder “möchte ich ein Ramschladen sein?“

     Meine Fragen zu einem Thema, welches mir sehr am Herzen liegt:
    Wie steht ihr zu Kooperationen? Wie häufig habt ihr schon beworbene Produkte nachgekauft? Wie findet ihr es, wenn Blogger versuchen, eine Kooperation “unter den Tisch zu kehren“? Glaubt ihr, dass es für die Unternehmen gut ist, mit Bloggern zu kooperieren?

    Liebste Grüße, Summer

    EDIT: Ich finde es toll, dass eure Kommentare unter diesem Post so lang und ausführlich sind 🙂 Super interessant für alle! 🙂

  • Blogging for Dummies – Introduction

    Blogging for Dummies.
    Nach etlichen Anfragen ob ich nicht mal Tipps zum Thema ‚Bloggen‘ geben könnte, starte ich hiermit eine neue Serie und versuche in regelmäßigen Abständen, meine Erfahrungen mit euch zu teilen.
    Was wird an meinen Tipps anders sein als die Tipps die ihr schon kennt?
    Nicht viel, aber doch anders – ich möchte das Bloggen und Werben und inklusive all den Nebenfaktoren nicht nur aus der Bloggersicht erläutern, sondern auch ein klein wenig aus der Marketingsicht.
    Für mich gehört Marketing, PR und co. zu einem der spannendsten Bereiche im Alltag – und meiner Meinung nach tangiert sie jeden von uns und zu jeder Zeit.
     Wie vermarktet man sich selber am besten? Wie wirbt man am besten? Wie wichtig ist Qualität und wie wichtig Quantität? Was beeinflusst mich wie?
    Wie kann ich mein Blog verbessern und mehr Leser generieren? Was sind wichtige Faktoren dabei?
    Aber keine Sorge, es wird sich gewohnt locker lesen lassen – es ist ja schließlich keine wissenschaftliche Arbeit 🙂
    Um es ein wenig interaktiver gestalten zu können werde ich vor jedem neuen Post in dieser Rubrik eine Frage stellen und ich würde mich freuen wenn ihr diese beantwortet:
    Warum bloggt ihr? Was ist euer Blog für euch? In welche Kategorie würdet ihr euren Blog stecken?
    Für die Lesefaulen unter euch gibt’s ein Outfit-ausschnitt 🙂 Und jetzt lest und macht mit! ♥
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    Pulli, H&M// Jeanshemd, H&M// Shorts, DIY//
    Wenn ihr noch nach weiteren H&M Sachen (zBsp aus älteren) Ausschau haltet, könnt ihr mal hier vorbeischauen – Coupons for Amazon!
    Coming up next: 
    Blogging for Dummies – Pt.1 or “Everyone will be famous for 15minutes!“
    Liebe Grüße,

    Summer

    PS. höhö.. ich bin auch einer der Dummies ^^