{"id":50470,"date":"2011-12-31T11:54:00","date_gmt":"2011-12-31T10:54:00","guid":{"rendered":"http:\/\/summer-lee.com.w013a091.kasserver.com\/index.php\/2011\/12\/31\/leaving-2011-in-red\/"},"modified":"2015-09-16T16:19:15","modified_gmt":"2015-09-16T14:19:15","slug":"leaving-2011-in-red","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.summer-lee.com\/index.php\/2011\/12\/31\/leaving-2011-in-red\/","title":{"rendered":"Leaving 2011 in red&#8230;."},"content":{"rendered":"<div style=\"clear: both; text-align: center;\">Letzter Tag im Jahr. Schon wieder? Die Zeit vergeht so schnell&#8230;<\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\">W\u00fcnsche euch einen wundervollen letzten Tag in 2011 und einen guten Rutsch ins neue Jahr!<\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\">Auf dass all eure W\u00fcnsche (und meine) in Erf\u00fcllung gehen \ud83d\ude42<\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\">Ich werde einen ruhigen Abend mit Freunden genie\u00dfen &#8211; ich hoffe, keiner von euch muss traurig oder alleine ins neue Jahr, f\u00fchlt euch gedr\u00fcckt \u2665<\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\">Hier noch ein kleines M\u00e4rchen f\u00fcr euch, daran muss ich irgendwie jedes Jahr denken, es ist so traurig und wahrscheinlich das einzige M\u00e4rchen ohne Happy End&#8230;<\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><span style=\"background-color: #fffee9; color: #1a1a1a; font-family: Verdana; font-size: 12px;\">Es war der letzte Tag\u00a0im Jahre, und die Dunkelheit brach bereits herein. Es schneite und war grimmig kalt. In dieser K\u00e4lte und Finsternis ging auf der Stra\u00dfe ein kleines, armes M\u00e4dchen mit blo\u00dfem Kopfe und nackten F\u00fc\u00dfen. Als sie von zu Hause wegging, hatte sie wohl Pantoffeln angehabt; es waren sehr gro\u00dfe Pantoffeln gewesen, die fr\u00fcher ihre Mutter getragen hatte. Das kleine M\u00e4dchen hatte sie verloren, als sie schnell \u00fcber die Stra\u00dfe lief, um nicht von einer Kutsche \u00fcberfahren zu werden.<\/p>\n<p>Da ging sie nun auf den kleinen nackten F\u00fc\u00dfen, die vor K\u00e4lte ganz rot und blau waren. In einer alten Sch\u00fcrze trug sie eine Menge Schwefelh\u00f6lzer und einen Bund hatte sie in der Hand. Heute hatte ihr noch niemand etwas abgekauft, niemand ihr ein Almosen geschenkt. Sie war schon ganz verzagt; zitternd vor K\u00e4lte und Hunger schlich sie dahin. Die Schneeflocken fielen auf ihr langes blondes Haar, das in lockigen Wellen auf ihren Hals herab floss.<br \/>\nAber daran dachte sie nun freilich nicht.<\/p>\n<p>Aus allen Fenstern gl\u00e4nzten die Lichter, und es roch ganz herrlich nach G\u00e4nsebraten, es war ja Silvesterabend. Und daran dachte sie.<br \/>\nIn einem Winkel, den zwei H\u00e4user bildeten, von denen das eine etwas in die Stra\u00dfe vorsprang, kauerte sie sich nieder. Sie fror sehr, getraute sich aber nicht, nach Hause zu gehen, weil sie noch nicht f\u00fcr einen Pfennig Streichh\u00f6lzer verkauft hatte. Sie h\u00e4tte gewiss von ihrem Vater Schl\u00e4ge bekommen, und kalt war es ja zu Hause auch, denn sie wohnten dicht unter dem Dache, und da pfiff der Wind \u00fcberall herein.<\/p>\n<p>Sie fror entsetzlich! Ob sie wohl wagen durfte, ein Schwefelh\u00f6lzchen anzuz\u00fcnden und sich die erstarrten H\u00e4ndchen daran zu w\u00e4rmen? Sie zog eins heraus und z\u00fcndete es, ritsch! an. Hell flammte und spr\u00fchte es auf! Oh, wie sch\u00f6n warm war die kleine Flamme! Die Kleine glaubte, am warmen Ofen zu sitzen, und streckte ihre F\u00fc\u00dfchen aus, um auch diese zu w\u00e4rmen. Da erlosch die Flamme, der Ofen war verschwunden, und sie sa\u00df da mit dem abgebrannten Endchen des Schwefelholzes in der Hand.<\/p>\n<p>Sie z\u00fcndete ein neues an; es leuchtete auf, und die Stelle der Mauer, worauf der Schein fiel, wurde durchsichtig wie ein Schleier. Die Kleine konnte gerade in eine Stube hineinsehen, wo ein festlich gedeckter Tisch stand, und drauf ein herrlich duftender G\u00e4nsebraten mit \u00c4pfeln und getrockneten Pflaumen gef\u00fcllt. Und o Wunder, die Gans sprang aus der Sch\u00fcssel herunter und watschelte gerade auf das kleine M\u00e4dchen zu!<\/p>\n<p>Da ging das Streichholz aus und nur die kalte Mauer war noch zu sehen. Sie z\u00fcndete noch ein H\u00f6lzchen an. Da sa\u00df sie unter einem gro\u00dfen, herrlich geschm\u00fcckten Weihnachtsbaum. Tausende von Lichtern brannten auf den gr\u00fcnen Zweigen, und bunte Bilder, wie sie sie in den Schaufenstern bewundert hatte, sahen auf sie hernieder. Die Kleine streckte beide H\u00e4ndchen danach aus \u2014 da erlosch das Schwefelholz, die vielen Weihnachtslichter stiegen h\u00f6her, immer h\u00f6her, und sie sah sie jetzt als Sterne am Himmel.<\/p>\n<p>Einer davon fiel herab und bildete einen langen Feuerstreifen am Himmel. \u201eJetzt stirbt jemand!&#8220; dachte die Kleine, denn sie hatte von ihrer guten alten Gro\u00dfmutter, die l\u00e4ngst tot war, geh\u00f6rt, dass jedes Mal, wenn ein Stern herunterf\u00e4llt, eine Seele zu Gott emporsteigt. Wieder entz\u00fcndete sie ein H\u00f6lzchen an der Mauer, und in seinem Gl\u00e4nze sah sie die alte Gro\u00dfmutter, welche mild und liebevoll vor ihr stand. \u201eLiebe Gro\u00dfmutter!&#8220; rief die Kleine, \u201eNimm mich mit! Ich wei\u00df, dass du verschwindest, wenn das Schwefelh\u00f6lzchen erlischt, wie der warme Ofen, der herrliche G\u00e4nsebraten und der pr\u00e4chtige Weihnachtsbaum!&#8220;<\/p>\n<p>Und in eilender Hast strich sie ein Streichh\u00f6lzchen nach dem \u00e4ndern an, um die Gro\u00dfmutter festzuhalten. Die Gro\u00dfmutter war fr\u00fcher nie so sch\u00f6n, so gro\u00df gewesen; sie nahm das kleine M\u00e4dchen auf ihre Arme, und beide flogen in Glanz und Freude so hoch, so hoch. Und dort oben war weder K\u00e4lte, noch Hunger, noch Angst.<\/p>\n<p>Aber als der Morgen hereinbrach, fanden die Leute im Winkel zwischen den H\u00e4usern ein kleines M\u00e4dchen mit roten Wangen und einem L\u00e4cheln auf den Lippen, tot, erfroren am letzten Abend des alten Jahres. Um sie herum lagen die abgebrannten Schwefelh\u00f6lzchen. \u201eSie hat sich w\u00e4rmen wollen&#8220;, sagten die Leute; sie wussten nicht, was sie Sch\u00f6nes gesehen hatte und wie sie mit ihrer alten Gro\u00dfmutter zur Neujahrsfreude eingegangen war.<\/span><\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-51286 aligncenter\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/summer-lee.com.w013a091.kasserver.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/pixlr-30.png?resize=640%2C427\" alt=\"pixlr (30)\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/i2.wp.com\/www.summer-lee.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/pixlr-30.png?w=640&amp;ssl=1 640w, https:\/\/i2.wp.com\/www.summer-lee.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/pixlr-30.png?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">\u00a0Kleid, Zara\/\/<\/div>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\">\u00a0<img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-51287 aligncenter\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/summer-lee.com.w013a091.kasserver.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/pixlr-32.png?resize=640%2C426\" alt=\"pixlr (32)\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.summer-lee.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/pixlr-32.png?w=640&amp;ssl=1 640w, https:\/\/i0.wp.com\/www.summer-lee.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/pixlr-32.png?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">Love, Summer<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzter Tag im Jahr. 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